triti
15.08.2008, 23:24 (editiert von triti am 15.08.2008 um 23:27) |
Welcher Trafo verträgt hohe Temperatur, weil.... (Elektronik) |
Hi + schönen Abend!
Schon wieder was perverses. Lasse mir aber sehr gern eine schlauere Lösung einreden 
Ich muss die Wasserbadsteuerung so schalten, dass ein Lautsprecher tönt, wenn das Wasser nicht aufgedreht ist (=dazu Druckschalter, Öffner) UND gleichzeitig die gesamte Steuerung mit ein- und ausgeschalten ist.
Es gibt da eine 230V Kontrollampe, die ON ist, wenn der Wasserkocher (9.000 W)eingeschalten ist. Die will ich für das Signal anzapfen.
Und damit auf einen 9V/1.5VA Trafo + Gleichrichter gehen, die in Kunstharz eingiessen (weil: Gehäuse ist Metall, die Elektrik IM Gehäuse unter der Wasserwanne - idiotisch). Primär+sekundär mit 200mA mittelträge abgesichert, mitgegossen. Ich verwende natürlich Silikonisolierte Leitungen.
Mit den ca. 12V die da rauskommen gehe ich
1) auf einen Druckschalter, der den Lautsprecher unterbricht wenn das Wasser aufgedreht ist (>1 bar)
2) auf eine Relaisspule, die mir die Stromversorgung für das Magnetventil (Wasserspiegelgleichhaltung) mitschaltet.
Problem: Im Gehäuse mit der Elektrik hats unter dem kochenden Wasserbad ca. 85°C. Die Temperatur krieg ich nicht weg, da ist alles zugeschraubt, unterm Abzug dampft es gewaltig, weil der viel zu schwach ist.
Welchen Trafo kann ich da nehmen? Gibts solche, die so hohe Temperaturen nicht stören und wie heissen die? Was soll ich bei C.... bestellen?
Oder gibts eine bessere Lösung?
lg
Triti
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Die 230V kann ich nur bei der Kontrollampe abzapfen, dort sind die einzigen Schrauben, die noch nicht komplett festgerostet sind.
Der Schaltkasten ist natürlich nicht dort wo es dampft. 2m weg.
Alle Relais haben eine 12V Spule.
Ich möchte also NICHT mit 230V aus dem Gehäuse gehen, sondern nur mit einer ungefährlichen Spannung. Muss idiotensicher sein.
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x y
16.08.2008, 01:18
@ triti
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Welcher Trafo verträgt hohe Temperatur, weil.... |
» Und damit auf einen 9V/1.5VA Trafo
Weshalb nicht direkt die 230VAC rausführen?
Ansonsten: man Temperaturbeständigkeitsklasse. |
Maik
16.08.2008, 01:24
@ x y
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Welcher Trafo verträgt hohe Temperatur, weil.... |
» » Und damit auf einen 9V/1.5VA Trafo
»
» Weshalb nicht direkt die 230VAC rausführen?
»
» Ansonsten: man Temperaturbeständigkeitsklasse.
Sag mal wieviel Liter Tee trinkst du am Tag das du schon nen 9kw Wasserkocher hast???? |
Theo
16.08.2008, 10:42
@ triti
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Welcher Trafo verträgt hohe Temperatur, weil.... |
Hallo
Wenn du ein Signal brauchst, wenn die 9KW Heizung angeht, schalte einfach einen Vorrangschalter irgendwo in die Zuleitung.
Theo |
x y
16.08.2008, 10:48
@ Theo
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Welcher Trafo verträgt hohe Temperatur, weil.... |
» Wenn du ein Signal brauchst, wenn die 9KW Heizung angeht, schalte einfach
» einen Vorrangschalter irgendwo in die Zuleitung.
Gute Idee, ist auch als Lastabwurfrelais bekannt, braucht eine TE auf der Hutschiene. |
Harald Wilhelm(s)
16.08.2008, 11:20
@ triti
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Welcher Trafo verträgt hohe Temperatur, weil.... |
» Welchen Trafo kann ich da nehmen? Gibts solche, die so hohe Temperaturen
» nicht stören und wie heissen die?
Du solltest in das Datenblatt des Trafos sehen.
Dort müsste die maximal zulässige Temperatur stehen.
Ich gehe allerdings davon aus, das jeder Trafo
85 Grad verträgt. Das gilt allerdings nur, wenn Du
ihn praktisch nicht belastest. Du solltest den Trafo
also leistungsmässig um mindestens den Faktor fünf
überdimensionieren. Einfacher wäre wohl der Einsatz
eines Optokopplers an dieser Stelle. Auch die gibt
es mit passender Temperaturfestigkeit.
Gruss
Harald |
triti
16.08.2008, 12:47
@ Harald Wilhelm(s)
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Welcher Trafo verträgt hohe Temperatur, weil.... |
Hi,
@xy
Von der Zuleitung muss ich die Finger lassen. Das Gerät hängt an 400V, wird im Gerät für die niedrigere Spannung irgendwie aufgeteilt. Die Kabel brechen schon beim Anschauen. Das Ding ist mindestens 30 Jahre alt, aber wir haben nichts anderes.
Mit 230V gehe ich deshalb nicht raus, weil da jede Menge Schüler rumlaufen denen man alles zutrauen kann - Säure aufs Kabel schütten, mit scharfen Sachen/Kanten Isolierung ruinieren und so. Und ausserdem schwimmt sozusagen alles in Wasserdampf. Darum 12V.
@Harald
» ....das jeder Trafo 85 Grad verträgt.
Ich dachte an einen einfachen Printtrafo (Conrad 507652). Im Datenblatt steht aber ta 70°C/B, ist also zu wenig.
Oder vertragen die mehr Temperatur als im Datenblatt steht? Die Anwendung ist ja glaub ich nicht besonders "kritisch" wie ihr Techniker sagt.
Was passiert eigentlich, wenn der Trafo ein bisschen zu warm wird? Der wird ja nicht gleich durchbrennen.
»... um mindestens den Faktor fünf überdimensionieren.
Also wenn die 2 Relaisspulen geschätze 2x40mA brauchen reichen 200mA. Der Trafo oben bringt 311mA, geht also -bis auf die Temperatur.
Optokoppler:
Ich hab einen MOC3041 (Datenblatt: bis 85°C)da.
Und auch zwei 4N28. Wenn ich das Datenblatt richtig verstehe, bis 100°C.
Das ist an sich eine Spitzenidee, aber da brauche ich ja auch einen zumindest mickrigen Trafo damit ich den Opto ansteuern kann. Und wie dann die Spannung gleichhalten? Ein Festspannungsregler wird bei den Temperaturen auch nicht mehr wollen.
Ich hab auch schon an ein eingegossenes Kondensatornetzteil gedacht aber die Z-Diode gibt bei der hohen Temperatur irgendwelche Volt aus aber keine fixen mehr.Oder wäre das beim Optokoppler egal, weil ohnehin mit 10mA (bei 1.5V-2V?) stromgesteuert?
Äh, wie macht man da...?
lg
Triti |
Maik
16.08.2008, 13:47
@ triti
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Welcher Trafo verträgt hohe Temperatur, weil.... |
Also gibt mal die Adresse davon ich glaube da sollte mal einer die Anlage Tüv mäsig untersuchen ob die überhaupt noch betrieben werden darf wenn du schon sowas schlimmes sagst...
Kann für euch sehr teuer werden sowas Lebensgefährliches einen ungehindert zugänglich zu machen....
"Von der Zuleitung muss ich die Finger lassen. Das Gerät hängt an 400V, wird im Gerät für die niedrigere Spannung irgendwie aufgeteilt. Die Kabel brechen schon beim Anschauen. Das Ding ist mindestens 30 Jahre alt, aber wir haben nichts anderes.
Mit 230V gehe ich deshalb nicht raus, weil da jede Menge Schüler rumlaufen denen man alles zutrauen kann - Säure aufs Kabel schütten, mit scharfen Sachen/Kanten Isolierung ruinieren und so. Und ausserdem schwimmt sozusagen alles in Wasserdampf. Darum 12V." |
Harald Wilhelm(s)
16.08.2008, 15:52
@ triti
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Welcher Trafo verträgt hohe Temperatur, weil.... |
» @Harald
» » ....das jeder Trafo 85 Grad verträgt.
» Ich dachte an einen einfachen Printtrafo (Conrad 507652). Im Datenblatt
» steht aber ta 70°C/B, ist also zu wenig.
» Oder vertragen die mehr Temperatur als im Datenblatt steht?
Der Trafo erwärmt sich ja durch den Betrieb.
Deshalb darf bei Nennlast die Temp. nicht höher als
70 Grad sein. Wenn Du, wie vorgeschlagen, die Nenn-
leistung deutlich unterschreitest, verträgt er auch
höhere Temperaturen.
» Die Anwendung
» ist ja glaub ich nicht besonders "kritisch" wie ihr Techniker sagt.
» Was passiert eigentlich, wenn der Trafo ein bisschen zu warm wird? Der
» wird ja nicht gleich durchbrennen.
Doch, das ist möglich.
» »... um mindestens den Faktor fünf überdimensionieren.
» Also wenn die 2 Relaisspulen geschätze 2x40mA brauchen reichen 200mA. Der
» Trafo oben bringt 311mA, geht also -bis auf die Temperatur.
Das wäre mir etwas knapp.
» Optokoppler:
» Ich hab einen MOC3041 (Datenblatt: bis 85°C)da.
» Und auch zwei 4N28. Wenn ich das Datenblatt richtig verstehe, bis 100°C.
» Das ist an sich eine Spitzenidee, aber da brauche ich ja auch einen
» zumindest mickrigen Trafo damit ich den Opto ansteuern kann.
Nein, Du steuerst die LED direkt mit den 230V an.
Du brauchst dafür eine antiparallele Diode und einen
passenden Vorwiderstand oder Vorkondensator. Der MOC
ist eher für die umgekehrte Richtung Niederspannung
zu 230V geeignet.
Und wie dann
» die Spannung gleichhalten? Ein Festspannungsregler wird bei den
» Temperaturen auch nicht mehr wollen.
»
» Ich hab auch schon an ein eingegossenes Kondensatornetzteil gedacht aber
» die Z-Diode gibt bei der hohen Temperatur irgendwelche Volt aus aber keine
» fixen mehr.Oder wäre das beim Optokoppler egal, weil ohnehin mit 10mA (bei
» 1.5V-2V?) stromgesteuert?
Das ist alles nicht nötig. Nur R oder C in Reihe zur
LED. (Siehe oben) Herausgeführt wird nur die "Sekundär-seite". Hier brauchst Du allerdings ein Netzteil und
einen Treiber-Transistor für Dein Relais.
Gruss
Harald |
triti
16.08.2008, 20:39 (editiert von triti am 16.08.2008 um 21:46)
@ Harald Wilhelm(s)
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Dank + Plan |
Hallo Harald!
Gaaaanz vielen Dank, alles klar, verstehe wie Du das meinst.
In Reihe: 230V AC -- 2x1k/1W -- 150nF X2-- Gleichrichter -- Opto.
SPITZE !
Beste Grüsse
Triti
Edit: Hab noch einen "Plan" gezeichnet, weil ausser mir sicher noch jede Menge Ahnungsloser zirkulieren. Hoffe es stimmt so.
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triti
16.08.2008, 22:07
@ Maik
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Welcher Trafo verträgt hohe Temperatur, weil.... |
Hi,
da muss ich ja was dazu sagen.
» Also gibt mal die Adresse davon ich glaube da sollte mal einer die Anlage...
Sollte er sicher nicht. Der nagelt uns die Tür zu.
Willst Du uns völlig verblöden? Neue Geräte kriegen wir nicht und ohne praktische Übungen im Labor lernt man nichts, weil beim selber probieren (und Fehler machen) lernt man am meisten.
Du kannst es gern noch grausiger haben:
Jetzt stützen wir das Gehäuse mit dem Wasserbad, das auf Tischhöhe steht mit zugeschnittenen Dachlatten auf den Boden runter ab, weil das aus Spanplatten gemacht worden ist (war nicht für Wasserdampf gebaut)und das zerfällt jetzt nach einigen Jahren samt Tischplatte. Es knirscht schon und ist schief.
Unter der Tischplatte sind aber auch 2 Gasleitungen befestigt, darum die Abstützung . Wir haben das am Freitag zum xten Mal in der Direktion gemeldet...
lg
Triti |
Harald Wilhelm(s)
17.08.2008, 10:07
@ triti
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Dank + Plan |
» Edit: Hab noch einen "Plan" gezeichnet, weil ausser mir sicher noch jede
» Menge Ahnungsloser zirkulieren. Hoffe es stimmt so.
»
» 
Da sind noch ein paar Vereinfachungen drin.
1) Ein Widerstand 1k als Strombegrenzung beim
Einschalten reicht. Dieser Widerstand sollte
allerdings 230V vertragen können, was meist ab
1/2W gegeben ist. Da bei Dir Verlustleistung
nicht die grosse Rolle spielt, könntest Du auch
einen 22 kOhm/5W Widerstand alleine verwenden.
Als Gleichrichter einen Brückengleichrichter
zu nehmen geht i.O. Es reicht aber auch eine
antiparallele Diode am OK. Allerdings muss dann
der Strom verdoppelt werden. Vermutlich reicht
auch schon ein kleinerer Strom durch den OK,
das müsstest Du aber ausprobieren.
2)Sek.seitig könntest Du statt des Relais auch
einen FET nehmen. Die Potentialtrennung macht ja
schon der OK.
Gruss
Harald |
Harald Wilhelm(s)
17.08.2008, 10:10
@ triti
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Welcher Trafo verträgt hohe Temperatur, weil.... |
» Jetzt stützen wir das Gehäuse mit dem Wasserbad, das auf Tischhöhe steht
» mit zugeschnittenen Dachlatten auf den Boden runter ab, weil das aus
» Spanplatten gemacht worden ist (war nicht für Wasserdampf gebaut)
Es gibt auch wasserfeste Spanplatten. Die sollte man an
dieser Stelle schon nehmen.
Gruss
Harald |
triti
17.08.2008, 11:21
@ Harald Wilhelm(s)
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Aha, interessant |
Hallo Harald,
Sehr interessante Variante. Die muss ich extra mal probieren, weil es muss morgen fertig sein und 22k/5W hab ich nicht da. Steht aber schon auf der Conrad-Liste.
Ich hab gehört FETs sollen bei starken Magnetfeldern oder so recht empfindlich reagieren und vielleicht schalten wenn sie nicht sollen. In der Nähe von meinem Gerät steht auch ein grosser E-Ofen zum Brennen und ausserdem weiss man bei uns nie, wer welches Gerät noch anschleppt und ausprobiert. Ich glaub, ein Relais ist in diesem Fall das sicherste.
» 1) Ein Widerstand 1k als Strombegrenzung beim
» Einschalten reicht. Dieser Widerstand sollte
» allerdings 230V vertragen können, was meist ab
» 1/2W gegeben ist.
Soso. Ich verwende 1W Metallschicht, die sollen ja noch spannungsfester sein als Kohle. Ich hab in einem Thread gelesen, dass man die Widerstände bei solcher Anwendung auf zwei aufteilen soll, weils dann noch spannungsfester ist.
» ...das müsstest Du aber ausprobieren.
Tu ich. Immer sehr lehrreich, was Du schreibst. Danke!
lg
Triti
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Äh, die fehlende Freilaufdiode, Sicherung und einen BE-Widerstand hab ich auch noch reingezeichnet.
 |
hws

59425 Unna, 17.08.2008, 11:32
@ triti
|
lass es so .. |
» .. Ich hab in einem Thread gelesen, dass man die Widerstände
» bei solcher Anwendung auf zwei aufteilen soll, weils dann noch
» spannungsfester ist.
Und sicherer.
Ist so üblich, 2 Widerstände zu nehmen.
Sowas bei Schülern zu verwenden, mit Dachlatten geflickt ... find ich schon etwas heftig. Und dann die Begründung?
Ich fahr mit meinem Auto nicht mehr zum TÜV, weil der würde das sofort stillegen wegen total defekten Bremsen und der Unterboden ist auch durchgerostet.
hws |
Theo
17.08.2008, 12:27
@ triti
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Was ist wenn.... |
Hallo
..... mal wirklich was passiert? Mit Schwerverletzten oder noch schlimmer? Eine Meldung an die Direktion reicht nicht, wer das in Betrieb nimmt, macht sich persönlich schuldig! Die Staatsanwaltschaft wird dir das dann schon klarmachen.
Wenn es nicht anders geht, dann eben ein anonymer Anruf, dann passiert auch was!
Und für den weiteren Betrieb eines solch gefährlichen Schrotthaufens suchst du hier noch Beistand? Wach mal auf und beginne nachzudenken.
Theo |