Stefan Thienel

38644 Goslar, 21.07.2008, 12:10 |
Fernsteuerung (Elektronik) |
Guten Tag,
heute möchte ich mich an dieser tollen Seite mit einer Frage beteiligen, die mir seit geraumer Zeit Kopfschmerzen bereitet.
Ich bin begeisterter Schiffsmodellbauer, habe aber nur bedingt Ahnung von Elektronik. Nun habe ich herausgefunden, dass sich der Drehwinkel eines Servos verändern läßt, sobald man in die äußeren Beinchen des Potis jeweils den halben Widerstandswert des Potis einlötet.
Jetzt zu meiner Frage:
Läßt sich dieses Vorgehen auch auf die Fernbedienung übertragen, d.h. wenn ich an das Poti in der FB solche Widerstände einlöte erweitert sich dann auch der Stellbereich oder besteht die Gefahr, dass sich die Elektronik mit Qualm gegen solch einen Eingriff wehrt? Rein von der Logik her ( Reihenschaltung von Widerständen ) müsste das funktionieren. Allerdings stellt sich mir die Frage.... stimmt meine Logik???
Es wäre echt klasse, wenn jemand helfen könnte. Ich möchte nur ungern die Elektronik der FB zerstören.
Vielen Dank im Voraus an alle
Viele Grüße aus dem Harz
Stefan Thienel
P.S.:Noch ein Hinweis für die Spezialisten: Es ist kein Computersender ( F-14 v. Futaba ) |
Thomas Z
21.07.2008, 12:24
@ Stefan Thienel
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Fernsteuerung |
wenn der Joistik der Fernbedienung ein Poti ist, spricht nix gegen Experimente
wenn das ein Winkelaufnehmer ist oder eine andere optische Abtastung klappt das nicht |
x y
21.07.2008, 12:36
@ Stefan Thienel
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Fernsteuerung |
» Läßt sich dieses Vorgehen auch auf die Fernbedienung übertragen, d.h. wenn
» ich an das Poti in der FB solche Widerstände einlöte erweitert sich dann
» auch der Stellbereich
Nein, er wird eingeschränkt. |
Stefan Thienel

38644 Goslar, 21.07.2008, 12:55
@ x y
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Fernsteuerung |
Vielen Dank für die beiden schnellen Antworten. Leider macht das auf mich den Eindruck als würden sie sich widersprechen?!?
Es erscheint mir logisch das sich der Weg verkleinert, aber dann müsste das doch auch mit dem Servo so sein, oder??
@Thomas:
es ist ein stinknormales Poti. Mehr nicht. Meine Angst rührt eher daher, das da dann noch eine Fernsteuerelektronik dranhängt, so mit Quarz und allem was dazugehört.
Viele Grüße
Stefan Thienel |
sfkn

Schwalm, 21.07.2008, 13:19
@ Stefan Thienel
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Fernsteuerung |
» Vielen Dank für die beiden schnellen Antworten. Leider macht das auf mich
» den Eindruck als würden sie sich widersprechen?!?
» Es erscheint mir logisch das sich der Weg verkleinert, aber dann müsste
» das doch auch mit dem Servo so sein, oder??
» @Thomas:
» es ist ein stinknormales Poti. Mehr nicht. Meine Angst rührt eher daher,
» das da dann noch eine Fernsteuerelektronik dranhängt, so mit Quarz und
» allem was dazugehört.
»
» Viele Grüße
» Stefan Thienel
Hallo
es ist do wie xy sagt. Der Weg wird verkeinert.
Beim Servo: 1k Ohm Poti = rechts und links bei Vollausschlag = 500 Ohm. wenn du nun einen Widerstand einlötest werden die 500 Ohm wegen der parallel Schaltung weniger, deshalb muss der Servo mehr drehen bis er die 500 Ohm erreicht hat.
Wenn du das nun bei deiner Fernsteuerung auch machst, hast du bei vollem Knüppelausschlag nicht mehr den vollen Widerstand somit auch nur einen kleineren Weg den der Servo macht. -- mfg Steffen |
Stefan Thienel

38644 Goslar, 21.07.2008, 15:21
@ sfkn
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Fernsteuerung |
Hallo Steffen,
dass ist einsehbar. Vielen Dank. Wenn ich jetzt aber mal von der Spannungsseite her sehe, dann wird eine bestimmte - für das proportionale Signal nötige - Spannung doch später ( vom Weg her gesehen ) anliegen. ....oder ließe sich das mit einem größeren/kleineren Poti erreichen ( jetzt sind es 5kOhm )
Viele Grüße
Stefan Thienel |
El-Haber
21.07.2008, 15:26
@ sfkn
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Fernsteuerung |
Hi zusammen,
bei den analogen Proportionalfernsteuersendern wird eine Spannung als Impulsweite übertragen.
Es ist somit egal, welche Werte das Poti des Senders hat - Die entstehende Spannung ist von Interesse.
Wird nun ein Widerstand vor das Poti geschaltet, dann fällt an diesem Widerstand eine Spannung ab, die nichtmehr dem Einstellbereich des Potis dient. Der gesendete Winkel wird also eingeschränkt.
Anders, wenn Du einen Servo ohne Anschlag und Poti im Empfänger verwendest. der Dreht einfach los, bis der Sender eben genau den vorgegebnen Wert sendet - danach dreht er in die andere Richtung.
Du kannst aber auch eine Segel- oder Ankerwinde mit einem Servo realisieren. Dabei ist das Poti als Anschlag mit Festwiderständen oder oder als Schleifkontakt auf der Segelbahn realisiert. Somit wird aus der 270Grad-Drehung eines normalen Potis im Servo eine 4-5-Umdrehungen-Steuerung, die über einen externen Widerstand (Poti) kontrolliert wird. (Mehrgang-Poti auch möglich.). Wichtig ist auch hier, daß die erzeugten und als PWM übertragenen Spannungen am Sender und Empfänger übereinstimmen.
Cu
Stef
Cu
Stef |
Stefan Thienel

38644 Goslar, 21.07.2008, 16:11
@ El-Haber
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Fernsteuerung |
Hallo,
das würde bedeuten, dass es nichts bringt, wenn ich irgendwas in der "Elektronik" verändere. Dann bleibt mir für eine feinfühligere Steuerung ( mehr Weg ) nur ein Getriebe in den Fahrhebeln einzubauen.
Vielen Dank an alle, die sich mit mir den Kopf zerbrochen haben.
Viele Grüße aus dem Harz
Stefan Thienel |
Stefan Thienel

38644 Goslar, 21.07.2008, 16:15
@ Stefan Thienel
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Fernsteuerung |
Da hab ich noch was vergessen. Der Drehwinkel eines normale Servos läßt sich mit meiner Methode ( Einbau der Widerstände ) verdoppeln, ohne dass an der FB irgendetwas verändert wurde. In diesem Fall von ca. 90° auf 180° proportional.
Viele Grüße
Stefan Thienel |