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Voss

E-Mail

08.07.2008,
21:15
 

Operationsverstärker - Schaltung mit mehreren Dioden. (Elektronik)

Mein erster Versuch bei dieser Schaltung wäre:

1. Bei positiver halbwelle lässt die Diode D1 durch.
2. Es fallen an der Diode D1 0,7V ab, dadurch liegen am invertierenden Eingang des OP 0,7V
3. Am Ausgang des OP ist das Signal invertiert, das Potential ist also niedriger als am invertierenden Eingang. dies bedeutet, die Diode D2 lässt durch.
4. Diode D3 wird in Sperrichtung betrieben, da das Potential am invertierenden Eingang höher ist als am Ausgang des OP.
Somit fließt kein Strom und am Ausgang ist V_OUT = 0V.

Hier weiß ich nicht weiter. Denke auch es ist schon ein Fehler drin, weil der OP ja an beiden Eingängen das gleiche Poteential haben will? Es sollte also am invertierenden Eingang auch 0V sein?

geralds(R)

Homepage E-Mail

Wien, AT,
08.07.2008,
23:16

@ Voss

Operationsverstärker - Schaltung mit mehreren Dioden.

» Mein erster Versuch bei dieser Schaltung wäre:
»
» 1. Bei positiver halbwelle lässt die Diode D1 durch.
» 2. Es fallen an der Diode D1 0,7V ab, dadurch liegen am invertierenden
» Eingang des OP 0,7V
» 3. Am Ausgang des OP ist das Signal invertiert, das Potential ist also
» niedriger als am invertierenden Eingang. dies bedeutet, die Diode D2 lässt
» durch.
» 4. Diode D3 wird in Sperrichtung betrieben, da das Potential am
» invertierenden Eingang höher ist als am Ausgang des OP.
» Somit fließt kein Strom und am Ausgang ist V_OUT = 0V.
»
» Hier weiß ich nicht weiter. Denke auch es ist schon ein Fehler drin, weil
» der OP ja an beiden Eingängen das gleiche Poteential haben will? Es sollte
» also am invertierenden Eingang auch 0V sein?
»
»

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Hallo Voss,

Schau mal bitte:
Das erhältst mit deiner Schaltung:







Kurz erläutert im Oszi-Bild:
Strahl 1: Eingang 2Vss 1kHz
Strahl 2: der kleine Pegel (3te Strich über der mittleren Grundlinie) an D3 (entspricht deiner D1) mit 0,7V am OPV-Eingang.
Strahl 3: der 2te über dem kleinen Pegel, als vorletzter bei -2V seine Grundlinie
Strahl 4: der letzte Pegel, als letzter bei -2,6V Grundlinie

alle Strahlen mit 5V/Div.

-> Es beginnt einmal damit, dass D1 den Eingang auf 0,7V zusammenschneidet (d.h. darüber wird die Amplitude abschnitten), und die negative Halbwelle sperrt.

Den Rest kannst nun, denke ich, erklären.

Viel Spass beim Tüfteln.

Gruss
Gerald

--
...und täglich grüßt der PC:
"Drück' ENTER! :wink: Feigling!"

Voss

E-Mail

09.07.2008,
08:15

@ geralds

Operationsverstärker - Schaltung mit mehreren Dioden.


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» Hallo Voss,
»
» Schau mal bitte:
» Das erhältst mit deiner Schaltung:


Dort ist der Operationsverstärker vertauscht beschaltet, also die beiden Eingänge sind verdreht.

geralds(R)

Homepage E-Mail

Wien, AT,
09.07.2008,
08:31

@ Voss

Operationsverstärker - Schaltung mit mehreren Dioden.

»
» »
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» » Hallo Voss,
» »
» » Schau mal bitte:
» » Das erhältst mit deiner Schaltung:
»
»
» Dort ist der Operationsverstärker vertauscht beschaltet, also die beiden
» Eingänge sind verdreht.

---
hallo,

ups, :-( hoppla, heute abend... ok
gestern wars schon ziemlich nachtens.
passiert normal nicht. sorry


gruss
Gerald

--
...und täglich grüßt der PC:
"Drück' ENTER! :wink: Feigling!"

hws(R)

E-Mail

59425 Unna,
09.07.2008,
09:04

@ Voss

Operationsverstärker - Schaltung mit mehreren Dioden.

» 1. Bei positiver halbwelle lässt die Diode D1 durch.
» 2. Es fallen an der Diode D1 0,7V ab, dadurch liegen am invertierenden
» Eingang des OP 0,7V

D1 ist überflüssig. Der Minus-Eingang hat immer dasselbe Potential wie der Plus-Eingang -> also Masse.
Daher leitet die Diode (Spannung = 0) nie.
Stichwort virtueller Nullpunkt, die grundlegende Eigenscahft eines OP's.

Dies ist genau die Grundschaltung eines Gleichrichtes. Lies doch irgendwo mal einen Grundlagenartikel über OP's. So ausführlich wie dort konnen wir dir das in einem Forenbeitrag gar nicht erklären. (jedenfalls die meisten haben nicht die Zeit und Geduld)
Bei Unklarheiten kannst du ja immer noch fragen (unter Angabe des Buches bzw zitiern des Textes und Schaltbildes)

hws

schaerer(R)

Homepage E-Mail

Kanton Zürich (Schweiz),
09.07.2008,
09:37

@ geralds

Operationsverstärker - Schaltung mit mehreren Dioden.

» »
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» » »
» » » Hallo Voss,
» » »
» » » Schau mal bitte:
» » » Das erhältst mit deiner Schaltung:
» »
» »
» » Dort ist der Operationsverstärker vertauscht beschaltet, also die
» beiden
» » Eingänge sind verdreht.
»
» ---
» hallo,
»
» ups, :-( hoppla, heute abend... ok
» gestern wars schon ziemlich nachtens.
» passiert normal nicht. sorry

Dass da etwas nicht stimmen kann, merkt man auch sogleich an den Ausgangssignalen...

--
Gruss
Thomas

Buch von Patrick Schnabel und mir zum Timer-IC NE555 und LMC555:
https://tinyurl.com/zjshz4h9
Mein Buch zum Operations- u. Instrumentationsverstärker:
https://tinyurl.com/fumtu5z9

schaerer(R)

Homepage E-Mail

Kanton Zürich (Schweiz),
09.07.2008,
09:41

@ hws

Operationsverstärker - Schaltung mit mehreren Dioden.

» » 1. Bei positiver halbwelle lässt die Diode D1 durch.
» » 2. Es fallen an der Diode D1 0,7V ab, dadurch liegen am invertierenden
» » Eingang des OP 0,7V
»
» D1 ist überflüssig. Der Minus-Eingang hat immer dasselbe Potential wie der
» Plus-Eingang -> also Masse.
» Daher leitet die Diode (Spannung = 0) nie.
» Stichwort virtueller Nullpunkt, die grundlegende Eigenscahft eines OP's.
»
» Dies ist genau die Grundschaltung eines Gleichrichtes.

Aktiver Gleichrichter mit Opamp, hier:

"Der Synchron-Gleichrichter mit Operationsverstärker, Komparator
und JFET-Analog-Schalter"
http://www.elektronik-kompendium.de/public/schaerer/syncrec.htm

--
Gruss
Thomas

Buch von Patrick Schnabel und mir zum Timer-IC NE555 und LMC555:
https://tinyurl.com/zjshz4h9
Mein Buch zum Operations- u. Instrumentationsverstärker:
https://tinyurl.com/fumtu5z9

Voss

E-Mail

09.07.2008,
16:33

@ hws

Lösung?

»
» D1 ist überflüssig. Der Minus-Eingang hat immer dasselbe Potential wie der
» Plus-Eingang -> also Masse.
» Daher leitet die Diode (Spannung = 0) nie.
» Stichwort virtueller Nullpunkt, die grundlegende Eigenscahft eines OP's.
»

OK D1 ist wegen der Virtuellen Masse überflüssig.

Für die positive Halbwelle gilt dann:

Am Ausgang des OP befindet sich negatives Potential, deshalb leitet D2 und D3 sperrt.
Es fließt kein Strom über R Deshalb ist bei V_OUT auch das selbe Potential wie am invertierenden Eingang, also 0V V_OUT ist in diesem Fall 0V.


Für die negative Halbwelle gilt:

Am Eingang ist virtuelle Masse. Das Signal wird invertiert also ist am Ausgang des OP positives Potential. Deshalb sperrt D3 und D3 leitet.
Dies ist dann genau die Schaltung für einen invertierenden Verstärker mit gleichem Widerstandsverhältnis. Die Verstärkung ist in diesem Fall -1.

Für die positive Halbwelle ist die Spannung auf 0V, die negative Halbwelle wird nach oben geklappt.

hws(R)

E-Mail

59425 Unna,
10.07.2008,
08:22

@ Voss

Lösung?

» D1 ist überflüssig.
woher hast du diese Diode D1? Du hast die Schaltung doch nicht selbst entworfen? Und in Büchern ist sowas normalerweise nicht drin (ok, es gibt viel Schrott im Internet)

Was man sich noch überlegen sollte, sind die Flußspannungen der Diode. Liegt vielleicht am Ausgang plus oder minus 0,7V irgendwann? Oder ist die Ausgangsspannung 0,7V kleiner als die Eingangsspannung (isses natürlich nicht - aber warum?)

hws

Voss

E-Mail

10.07.2008,
13:21

@ hws

Diode D1

» » D1 ist überflüssig.
» woher hast du diese Diode D1? Du hast die Schaltung doch nicht selbst
» entworfen? Und in Büchern ist sowas normalerweise nicht drin (ok, es gibt
» viel Schrott im Internet)
»

Je nachdem mit welcher Frequenz die Schaltung betrieben wird, dient die Diode D1 als Überspannungsschutz. Die Schaltung kommt aus einer Vorlesung.