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enton(R)

25.06.2008,
18:21
 

Seminar (Elektronik)

Hallo Leute

Ich habe vor folgendes Seminar zu belegen:
http://www.beha.com/sem_uebersicht.html
Seminar 0100/0105, 0701/0702, 0113 mit Software

Habe ich das richtig verstanden, dass ich dann "ofizielle Elektrofachkraft" bin, wenn ich das Seminar gemacht habe und Arbeiten am 230V Netz machen darf?

Gruß Enton

--
Da säuft man den ganzen Tag und wird trotzdem nicht für voll genommen :-(

Elektronix(R)

25.06.2008,
19:32
(editiert von Elektronix
am 25.06.2008 um 19:35)


@ enton

Seminar

» Hallo Leute
»
» Ich habe vor folgendes Seminar zu belegen:
» http://www.beha.com/sem_uebersicht.html
» Seminar 0100/0105, 0701/0702, 0113 mit Software
»
» Habe ich das richtig verstanden, dass ich dann "ofizielle
» Elektrofachkraft" bin, wenn ich das Seminar gemacht habe und Arbeiten am
» 230V Netz machen darf?
»
» Gruß Enton

Ofizielle Fachkraft bist Du dann, wenn Du in einem anerkannten Ausbildungsbetrieb oder einem anerkannten Umschulngsinstitut eine Ausbildung nach der Ausbildungsordnung der Industrie- und Handelskammer gemacht hast und eine Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer abgelegt hast. Alles andere ist unseriös.

Dieses Seminar behandelt nur die VDE-Richtlinien, nach denen elektrische Einrichtungen installiert werden müssen. Die sind in der Elektro-Ausbildung nur ein kleiner Teil.

--
Und die Grundgebihr is aa scho drin. DOS is jo nett..

enton(R)

25.06.2008,
19:49

@ Elektronix

Seminar

Dann gibts wohl keine Chance, sowas in nem Seminar oder so zu lernen, oder?
Einfach so zur Prüfung anzutreten, ohne ne vorherige Ausbildung wird ja vermutlich auch nicht gehen.
Ich hätte nen Bachelor of Mikrosystemtechnik. Könnte man das irgendwie anrechnen lassen? Behandelt zwar nur Mikroelektronik aber zusammen mit nem Seminar und ev. nem Praktikum oder so, sollte das vom Wissenstand eigentlich reichen.

Ich würde gerne zuhause oder bei Bekannten Steckdosen setzen dürfen, an Verstärkern rumschrauben...
Das mach ich jetzt zwar auch, aber ich darf's halt eigentlich nicht.

Gruß Enton

--
Da säuft man den ganzen Tag und wird trotzdem nicht für voll genommen :-(

hws(R)

E-Mail

59425 Unna,
26.06.2008,
07:32

@ enton

Seminar

» Einfach so zur Prüfung anzutreten, ohne ne vorherige Ausbildung wird ja
» vermutlich auch nicht gehen.

Wenn du die Prüfung schaffst (theoretischer und praktischer Teil).
Und zur praktischen Prüfung die vorgegebenen Materialien und Arbeitsmittel mitbringst?

» Ich hätte nen Bachelor of Mikrosystemtechnik.

Das wird dir beim praktischen Verdrahten aber nicht viel nützen (in der Prüfung)

hws

enton(R)

26.06.2008,
07:56

@ hws

Seminar

Das klingt ja schon mal gut:-)

Dann werd ich mal schauen, dass ich irgendwo nen Praktikum bekomme. Der Elektriker dort wird dann wohl einschätzen können, was ich noch lernen sollte/muss.

Gruß Enton

--
Da säuft man den ganzen Tag und wird trotzdem nicht für voll genommen :-(

Harald Wilhelms(R)

E-Mail

26.06.2008,
08:59

@ enton

Elekktrofachkraft

» Dann gibts wohl keine Chance, sowas in nem Seminar oder so zu lernen,
» oder?

Naja, dreieinhalb Jahre Lehrzeit in ein paar Stunden
zu pressen, ist immer etwas schwierig.

» Einfach so zur Prüfung anzutreten, ohne ne vorherige Ausbildung wird ja
» vermutlich auch nicht gehen.

Wenn Du einige Jahre in einem Elektro(oder Elektronik-)
beruf gearbeitet hast, ist solch eine "externe" Prüfung
sicherlich möglich. Genaueres dazu kann Deine zuständige
Industrie- und Handelskammer bzw. Handwerkskammer sgen.
Du solltest aber die Schwierigkeit einer solchen Prüfung
nicht unterschätzen. Ich habe mal einen Ingenieur ge-
sprochen, der die Meisterprüfung machen sollte und
wollte. Es stellte sich dan heraus, das er auch keine
Gesllenprüfung hatte. Diese musste .ere dann v o r der
Meisterprüfung nachholen. Er sagte mir, das er diese
Prüfung mit seinem Wissen als ingenieuer nicht geschafft
hätte, wenn er nicht sowieso für de Meisterprüfung
intensiv gelernt hätte.

» Ich hätte nen Bachelor of Mikrosystemtechnik. Könnte man das irgendwie
» anrechnen lassen? Behandelt zwar nur Mikroelektronik aber zusammen mit nem
» Seminar und ev. nem Praktikum oder so, sollte das vom Wissenstand
» eigentlich reichen.

Es reicht möglicherweise als Zulassungsvoraussetzung
für die externe Prüfung. Bezüglich Wissensstand siehe
oben.

» Ich würde gerne zuhause oder bei Bekannten Steckdosen setzen dürfen,

Das darfst auch anschliessend nicht, denn dazu brauchst
Du zusätzlich eine Konzession des zuständigen EVUs.

» an Verstärkern rumschrauben...

Das darfst Du auch jetzt schon.
Gruss
Harald

Elektronix(R)

26.06.2008,
09:21
(editiert von Elektronix
am 26.06.2008 um 09:24)


@ enton

Seminar

» Dann gibts wohl keine Chance, sowas in nem Seminar oder so zu lernen,
» oder?
Hättest Du wirklich geglaubt, daß es in Deutschland so einfach geht?
» Einfach so zur Prüfung anzutreten, ohne ne vorherige Ausbildung wird ja
» vermutlich auch nicht gehen.
Gehen tut das schon, nur wirst Du sie vermutlich nicht bestehen.

» Ich hätte nen Bachelor of Mikrosystemtechnik. Könnte man das irgendwie
» anrechnen lassen? Behandelt zwar nur Mikroelektronik aber zusammen mit nem
» Seminar und ev. nem Praktikum oder so, sollte das vom Wissenstand
» eigentlich reichen.
»
» Ich würde gerne zuhause oder bei Bekannten Steckdosen setzen dürfen, an
» Verstärkern rumschrauben...
» Das mach ich jetzt zwar auch, aber ich darf's halt eigentlich nicht.
»
» Gruß Enton

Du solltest daran denken, daß Elektriker ein Handwerksberuf ist, kein Studium, also viel praxisorientierter. Soll heißen, Du bekommst in der Ausbildung (und wird in der Prüfung gefordert) eine reihe von handwerklichen Techniken vermittelt, z. B. im Umgang mit Werkzeug, Verlegen von Leitungen, die Du im Studium kaum finden wirst.
Außerdem befaßt sich Mikorelektronik fast nur mit Schutzkleinspannung (unter 65V), der Elektriker aber mit Niederspannung. Das macht im Fehlerfall einen großen, wenn nicht tödlichen Unterschied.

--
Und die Grundgebihr is aa scho drin. DOS is jo nett..

JörgB

26.06.2008,
09:22

@ enton

Seminar

Meinem Wissen nach, musst Du eine Ausbildung im Dualen System (Schule und Ausbildungsfirma parallel) machen. Es wird Dir mit Sicherheit deine Vorbildung angerechnet, aber nur mit 1 Jahr. Eine andere Variante ist, dass Du einige Jahre als "Hilfselektriker" in einer Firma tätig bist. Ich kenne einen Fall, bei dem wurden 5000 Stunden als nicht ausreichend angesehen. Zu dem Seminar. Wenn Du es machst dann bist du ein EUP (Elektrotechnisch unterwiesene Person) mit festgelegten Tätigkeiten (dem Inhalt von Deinem Seminar). Dazu brauchst du aber noch den EUP- Lehrgang z.B. vom TÜV.

Zum Thema Steckdosen bei Bekannten. Du darfst Sie jetzt auch schon machen. Aber du brauchst eine Firma die dazu berechtigt ist die ganze Anlage zu Prüfen und in Betrieb zu nehmen. Was zwar dein Seminar beinhaltet. Aber dann fehlt dir noch die Zulassung vom Energieversorger.

Andernfalls trägst Du und der Betreiber der Anlage die Verantwortung für etwaige Folgeschäden, wie z.B. durch einen Brand. Und das ist kein Zuckerschlecken, dass kann ich Dir versprechen, denn der Versicherer macht alles um aus seiner Verantwortung raus zu kommen. Und wenn es ums liebe Geld geht, ist dein Bekannter mit Sicherheit auch nicht mehr Dein bester Freund. Es wird die ganze Schuld von sich weisen.
MEIN TIPP lass die Finger davon.

Grüße

enton(R)

26.06.2008,
10:56

@ Harald Wilhelms

Elekktrofachkraft

» Wenn Du einige Jahre in einem Elektro(oder Elektronik-)
» beruf gearbeitet hast, ist solch eine "externe" Prüfung
» sicherlich möglich. Genaueres dazu kann Deine zuständige
» Industrie- und Handelskammer bzw. Handwerkskammer sgen.
» Du solltest aber die Schwierigkeit einer solchen Prüfung
» nicht unterschätzen. Ich habe mal einen Ingenieur ge-
» sprochen, der die Meisterprüfung machen sollte und
» wollte. Es stellte sich dan heraus, das er auch keine
» Gesllenprüfung hatte. Diese musste .ere dann v o r der
» Meisterprüfung nachholen. Er sagte mir, das er diese
» Prüfung mit seinem Wissen als ingenieuer nicht geschafft
» hätte, wenn er nicht sowieso für de Meisterprüfung
» intensiv gelernt hätte.

Ich habe auch nicht vor die Prüfung mal eben zu machen, sondern darauf zu lernen. Werde auch schauen, dass ich irgendwo als "Aushilfselektriker" nebenher arbeiten kann.
»

» » Ich würde gerne zuhause oder bei Bekannten Steckdosen setzen dürfen,
»
» Das darfst auch anschliessend nicht, denn dazu brauchst
» Du zusätzlich eine Konzession des zuständigen EVUs.
Die müsste man dann doch beantragen können, oder?
»
» » an Verstärkern rumschrauben...
»
» Das darfst Du auch jetzt schon.
Ich hatte gedacht nach DIN 0702 ist das ein ortsveränderliches Betriebsmittel, wofür ich dann auch eine Zulassung bräuchte. Es steht ja vermutlich nicht umsonst auf den Geräten, dass sie nur von Fachpersonal zu öffnen sind.

Mit schrauben ist natürlich löten gemeint, nicht das Gehäuse abnehmen:-)

--
Da säuft man den ganzen Tag und wird trotzdem nicht für voll genommen :-(

Harald Wilhelms(R)

E-Mail

26.06.2008,
11:05

@ enton

Elekktrofachkraft

» Ich habe auch nicht vor die Prüfung mal eben zu machen, sondern darauf zu
» lernen. Werde auch schauen, dass ich irgendwo als "Aushilfselektriker"
» nebenher arbeiten kann.

Wie bereits gesagt, ich würde mich an Deiner Stelle
als erstes bei den zuständigen Kammern erkundigen.
Da kann es von Kammwerbezirk zu Kammerbezirk auch
durchaus Unterschiede geben.

» » Du brauchst zusätzlich eine Konzession des zuständigen EVUs.
» Die müsste man dann doch beantragen können, oder?

M.W. erwarten die, das Du dann auch ein entsprechendes Gewerbe anmeldest.

» Es steht ja vermutlich nicht umsonst auf den Geräten,
» dass sie nur von Fachpersonal zu öffnen sind.

Papier ist geduldig. Da kann man viel drauf schreiben.
Auf den meisten Geräten steht ja auch CE = China-
Elektronik drauf.:-)
Gruss
Harald

Harald Wilhelms(R)

E-Mail

26.06.2008,
11:15
(editiert von Harald Wilhelms
am 26.06.2008 um 11:16)


@ Elektronix

Seminar

» Du solltest daran denken, daß Elektriker ein Handwerksberuf ist, kein
» Studium, also viel praxisorientierter. Soll heißen, Du bekommst in der
» Ausbildung (und wird in der Prüfung gefordert) eine reihe von
» handwerklichen Techniken vermittelt, z. B. im Umgang mit Werkzeug,
» Verlegen von Leitungen, die Du im Studium kaum finden wirst.

Ich bin, wie ja vermutlich einige hier im Forum wissen,
Elektronikingenieur. Mein praktisches Wissen habe ich
aber etwa seit meinem 11. Lebensjahr von meinem Vater
erlernt, der ein "gestandener Elektroinstallateursmeister"
war. Dieses Wissen ist auch heute noch in meinem ganz
anderen Arbeitsfeld für mich wichtig, da ich in meiner
sonstigen Ausbildung das praktisch nicht gelernt habe.
Gruss
Harald
PS: Weisst Du z.B. , was man alles für den korrekten
Anschluss eines Netzsteckers beachten muss?

Elektronix(R)

26.06.2008,
11:27
(editiert von Elektronix
am 26.06.2008 um 11:28)


@ Harald Wilhelms

Seminar

»
» Ich bin, wie ja vermutlich einige hier im Forum wissen,
» Elektronikingenieur. Mein praktisches Wissen habe ich
» aber etwa seit meinem 11. Lebensjahr von meinem Vater
» erlernt, der ein "gestandener Elektroinstallateursmeister"
» war. Dieses Wissen ist auch heute noch in meinem ganz
» anderen Arbeitsfeld für mich wichtig, da ich in meiner
» sonstigen Ausbildung das praktisch nicht gelernt habe.
» Gruss
» Harald
» PS: Weisst Du z.B. , was man alles für den korrekten
» Anschluss eines Netzsteckers beachten muss?

Laß mal denken: Masse und Schutzleider nicht zusammenlegen (Überbrückung des FI-Schalters), Schutzleiter (grün-gelbe Ader) muß die längste Ader sein (damit falls das Kabel abreißt, der Schutzleiter als letztes abreißt), es darf nur geschraubt oder gekrimpt werden, nicht gelötet (Lötverbindungen brechen bei thermischer oder mechanischer Belastung leichter)... weiter müßte ich nachschauen.

--
Und die Grundgebihr is aa scho drin. DOS is jo nett..

enton(R)

26.06.2008,
12:06

@ Harald Wilhelms

Elekktrofachkraft

» Wie bereits gesagt, ich würde mich an Deiner Stelle
» als erstes bei den zuständigen Kammern erkundigen.
» Da kann es von Kammwerbezirk zu Kammerbezirk auch
» durchaus Unterschiede geben.

Das mache ich jetzt dann auch.
Nen Kumpel von mir macht grad ne Ausbildung und hat in 1,5 Jahren Prüfung. Mit dem lern ich das dann zusammen, dann sollte das eigentlich klappen.

Gruß Enton

--
Da säuft man den ganzen Tag und wird trotzdem nicht für voll genommen :-(

Thomas Z

26.06.2008,
12:12

@ Elektronix

Seminar

» » PS: Weisst Du z.B. , was man alles für den korrekten
» » Anschluss eines Netzsteckers beachten muss?
»
» Laß mal denken: Masse und Schutzleider nicht zusammenlegen (Überbrückung
» des FI-Schalters),

oh Gott, mir ahnt Schlimmes....

Harald Wilhelms(R)

E-Mail

26.06.2008,
13:36
(editiert von Harald Wilhelms
am 26.06.2008 um 13:37)


@ Elektronix

Seminar

» »
» » Ich bin, wie ja vermutlich einige hier im Forum wissen,
» » Elektronikingenieur. Mein praktisches Wissen habe ich
» » aber etwa seit meinem 11. Lebensjahr von meinem Vater
» » erlernt, der ein "gestandener Elektroinstallateursmeister"
» » war. Dieses Wissen ist auch heute noch in meinem ganz
» » anderen Arbeitsfeld für mich wichtig, da ich in meiner
» » sonstigen Ausbildung das praktisch nicht gelernt habe.
» » Gruss
» » Harald
» » PS: Weisst Du z.B. , was man alles für den korrekten
» » Anschluss eines Netzsteckers beachten muss?
»
» Laß mal denken: Masse und Schutzleider nicht zusammenlegen (Überbrückung
» des FI-Schalters), Schutzleiter (grün-gelbe Ader) muß die längste Ader
» sein (damit falls das Kabel abreißt, der Schutzleiter als letztes
» abreißt), es darf nur geschraubt oder gekrimpt werden, nicht gelötet
» (Lötverbindungen brechen bei thermischer oder mechanischer Belastung
» leichter)... weiter müßte ich nachschauen.

Schön. wenn Du jetzt noch Aderendhülsen verwendest,
hast Du m.E. alles wichtige beachtet. Es fehlt dann
nur noch die Endkontrolle: (Prüflampe am Ende provi-
sorisch anschliessen und zusätzlich Durchgang des
Schutzleiters überprüfen) Offiziell müsste eine
solche Anschlussleitung auch noch an ein passendes
VDE-Prüfgerät angeschlossen werden; das mache ich
allerdings normalerweise auch nicht. :-)
Gruss
Harald

Harald Wilhelms(R)

E-Mail

26.06.2008,
13:42

@ Thomas Z

Seminar

» » » PS: Weisst Du z.B. , was man alles für den korrekten
» » » Anschluss eines Netzsteckers beachten muss?
» »
» » Laß mal denken: Masse und Schutzleider nicht zusammenlegen
» (Überbrückung
» » des FI-Schalters),
»
» oh Gott, mir ahnt Schlimmes....

Wegen d statt t, oder hast Du noch andere Einwände?
Die richtigen Wörter wie RCD und so wird er bis zur
Prüfung schon noch lernen.
:-)
Gruss
Harald