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steff27

29.05.2008,
01:19
 

Uebertragen eines Wechselsignals (Elektronik)

Ich hätte da eine kleine Frage
Vielleicht kann mir jemand dabei weiterhelfen.

Im Rahmen eines Schulprojekts würde ich gerne ein Sprachsignal über eine Gleichspannungsleitung übertragen.

Diese Gleichspannung soll zusätzlich zur Speisung der Arbeit dienen. Diese Spannung beträgt +12V DC.

Nun habe ich einSprachsignal von +/-1V das ich gerne darüber auf eine weitere Platine übertragen und dort akkustisch hörbar machen würde.

Die Uebertragung ist vergleichbar zu einer Intercom Sprechanlage.


Die Sprechschaltung habe ich vorgängig separat aufgebaut und getestet. Diese funktioniert auch soweit einwandfrei.
Nun würde ich das oben erwähnte 1V Signal gerne auf die DC Leitung einkoppeln und auf der anderen Seite wieder entkoppeln. Leider habe ich damit keine allzu grosse Erfahrung wie so etwas gemacht werden soll. Ich habe bereits mit Koppelkondensatoren gepröbelt. Mit unterschiedlichen ausgetesteten Grenzfrequenzen habe ich versucht einen Hochpass ufzubauen. Leider ohne Erfolg.Der Frequenzbereich des Signals habe ich durch einen Bandpass auf 300 - 3400 Herz eigegrenzt.

Kann mir hier jemand Tipps geben auf was ich achten muss?
Oder wie es am ehesten gelöst werden kann?

Wie gesagt ich habe auf diesem Gebiet noch zu wenig Erfahrung

Danke im Voraus:-)

schaerer(R)

Homepage E-Mail

Kanton Zürich (Schweiz),
29.05.2008,
09:27

@ steff27

Uebertragen eines Wechselsignals

» Ich hätte da eine kleine Frage
» Vielleicht kann mir jemand dabei weiterhelfen.
»
» Im Rahmen eines Schulprojekts würde ich gerne ein Sprachsignal über eine
» Gleichspannungsleitung übertragen.
»
» Diese Gleichspannung soll zusätzlich zur Speisung der Arbeit dienen. Diese
» Spannung beträgt +12V DC.
»
» Nun habe ich einSprachsignal von +/-1V das ich gerne darüber auf eine
» weitere Platine übertragen und dort akkustisch hörbar machen würde.

Wenn es ein hochfrequentes Signal waere, ist alles ziemlich einfach: Man schaltet am Ausgang der Speisung und am Eingang des Verbrauchers eine Drossel. Diese sorgt dafuer, dass die Leitung zwischen den Drosseln hochimpedant ist und sich fuer die Uebertragung von HF-Spannung eignet. Diese koppelt man kapazitiv in diese Leitung ein und aus.

Fuer NF-Spannungen, bis hinunter auf 300 Hz, ist das selbe Prinzip anwendbar. Nur wird es da mit den Drosseln schnell aufwendig, weil man benoetigt relativ hohe Induktivitaeten bei sehr geringen DC-Verlusten. Da werden werden Drosseln schnell gross und auch nicht grad billig.

Wie in Deinem Fall vorzugehen ist, wohl eher mit einem zusaetzlichen in Seriegeschalteten NF-Trafo, ist eine Sache von erst mal reiflicher Ueberlegung.

Soviel mal von mir. Mal sehen wer sich sonst noch meldet...

Gruss
Thomas :-D :-D :-D
--
Mein ELKO-Buch ueber Opamp und Instrumentation-Amplifier:
http://www.elektronik-kompendium.de/public/schaerer/index.htm#my_literatur
http://www.elektronik-kompendium.de/shop/buecher/operationsverstaerker-und-instrumentationsverstaerker
(Instrumentations-Verstaerker = echter Differenzverstaerker)

--
Gruss
Thomas

Buch von Patrick Schnabel und mir zum Timer-IC NE555 und LMC555:
https://tinyurl.com/zjshz4h9
Mein Buch zum Operations- u. Instrumentationsverstärker:
https://tinyurl.com/fumtu5z9

stefan.pn

E-Mail

29.05.2008,
22:20

@ schaerer

Uebertragen eines Wechselsignals

Hallo,

» Wenn es ein hochfrequentes Signal waere, ist alles ziemlich einfach: Man
» schaltet am Ausgang der Speisung und am Eingang des Verbrauchers eine
» Drossel. Diese sorgt dafuer, dass die Leitung zwischen den Drosseln
» hochimpedant ist und sich fuer die Uebertragung von HF-Spannung eignet.
» Diese koppelt man kapazitiv in diese Leitung ein und aus.

ich weiß nicht, ob es dafür einfache Chiplösungen gibt, aber wenn man das NF Signal moduliert (über einen hochfrequenten Träger) ist das Ein und Auskoppeln so einfach wie obe beschrieben.
Dabei solltest du aufpassen, dass deine Leitung (die wahrscheinlich eine einfache 2 Adrige Leitung ist) nicht die ganze HF schluckt. (einfach die Trägerfrequenz richtig wählen)

Wenn so eine Modulationslösung einen großen Aufwand darstellt, ist das natürlich auch nicht die beste Lösung für dich... aber das musst du selbst herausfinden

Das nur so als Anregung ;)

lg Stefan

geralds(R)

Homepage E-Mail

Wien, AT,
30.05.2008,
18:54

@ steff27

Uebertragen eines Wechselsignals

» Ich hätte da eine kleine Frage
» Vielleicht kann mir jemand dabei weiterhelfen.
»
» Im Rahmen eines Schulprojekts würde ich gerne ein Sprachsignal über eine
» Gleichspannungsleitung übertragen.
»
» Diese Gleichspannung soll zusätzlich zur Speisung der Arbeit dienen. Diese
» Spannung beträgt +12V DC.
»
» Nun habe ich einSprachsignal von +/-1V das ich gerne darüber auf eine
» weitere Platine übertragen und dort akkustisch hörbar machen würde.
»
» Die Uebertragung ist vergleichbar zu einer Intercom Sprechanlage.
»
»
» Die Sprechschaltung habe ich vorgängig separat aufgebaut und getestet.
» Diese funktioniert auch soweit einwandfrei.
» Nun würde ich das oben erwähnte 1V Signal gerne auf die DC Leitung
» einkoppeln und auf der anderen Seite wieder entkoppeln. Leider habe ich
» damit keine allzu grosse Erfahrung wie so etwas gemacht werden soll. Ich
» habe bereits mit Koppelkondensatoren gepröbelt. Mit unterschiedlichen
» ausgetesteten Grenzfrequenzen habe ich versucht einen Hochpass ufzubauen.
» Leider ohne Erfolg.Der Frequenzbereich des Signals habe ich durch einen
» Bandpass auf 300 - 3400 Herz eigegrenzt.
»
» Kann mir hier jemand Tipps geben auf was ich achten muss?
» Oder wie es am ehesten gelöst werden kann?
»
» Wie gesagt ich habe auf diesem Gebiet noch zu wenig Erfahrung
»
» Danke im Voraus:-)

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Hallo Steff,

Mach es wie beim Telefonieren:

http://de.wikipedia.org/wiki/Sprechstellenschaltung
Das Mikro muss hier ein Dynamisches Mikro sein, da es im Versorgungskreis liegt, als Serienwiderstand mit Impedanz. Die Hör-Auskopplung erfolgt induktiv.
Die Drosseln beim Akku sind Sperrdrosseln gegen die Wechselspannung und trennen auch gegen Erde.
Eine Weiterentwicklung ist die Einkopplung über einen Differenzial-Übertrager:
http://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%BCckh%C3%B6rd%C3%A4mpfung
Da wird das Mikro zwecks Rückhördämpfung in der Mitte eines differenziell gewickelten Übertragers angeschlossen.
Damit wird erreicht, dass du dein eigenes Gespräch nicht mehr hörst, was ja unangenhm ist.

Die in der Beschreibung erwähnte Gabelschaltung ist für deinen Zweck einmal aussen vor, sie ist der Umschalter, wenn du den Hörer vom Apparat abnimmst und damit wird der Telefonapparat in den Telekom-Stromkreis eingeschaltet, vom Wählamt zum Telefon. In Ruhestellung ist lediglich die Glocke aktiv, die kapazitiv gekoppelt ist, und über ein Rufwechselsignal zum läuten gebracht wird. => "hallooo??":-D "Hier stille Post"

So, da wären schon einige Möglichkeiten eine Art Interkom zu basteln.

Viel Spass beim Basteln
Gruss
Gerald

--
...und täglich grüßt der PC:
"Drück' ENTER! :wink: Feigling!"