Catweasel
24.05.2008, 10:35 |
Kellerbeleuchtung auf Energiesparlampen umstellen (Elektronik) |
Moin
Bei uns im Haus wird zur Zeit diskutiert die normalen Glühlampen (6 Lampen á 40W) durch Energiesparlampen zu ersetzen.
Ich habe gelesen das i.d.R. die Energiesparlampen eine Lebensdauer von rund 10000 Schaltzyklen haben sollen. Wenn ich mal nur von 20 Kellergängen pro Tag für das ganze Haus ausgehe, komme ich schon auf eine Lebensdauer von nur 500 Tagen (10000 Schaltzyklen insgesamt / 20 Schaltungen pro Tag)
Selbst wenn erheblich an Stromkosten gespart wird, so muß man alle 1,5 Jahr neue Energiesparlampen kaufen.
Ich kann mir nicht vorstellen das sich das finanziell lohnt?!
Kann mir jemand auf die Sprünge helfen wie ich das ganze berechne? Mit Sprüchen wie "ich glaube nicht..." oder "ich vermute..." will ich da auf einer Eigentümerversammlung nicht argumentieren
Und wenn ich mich irre, umso besser
Gruß
Michael |
Thomas Z
24.05.2008, 10:44
@ Catweasel
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Kellerbeleuchtung auf Energiesparlampen umstellen |
» Moin
»
» Bei uns im Haus wird zur Zeit diskutiert die normalen Glühlampen (6 Lampen
» á 40W) durch Energiesparlampen zu ersetzen.
»
schon erstaunlich was man alles zerreden kann.......
immerhin gehts um 6 Stück
aber
Longlife Gleichspannungs-Energiesparlampe Die Schaltzyklen-Anzahl bei dieser Lampe beträgt bis zu 50.000. Die sehr kleine Röhre ist durch einen.....
oder
Facility-Energiesparlampen
Die neueste Innovation im Bereich der energieeffizienten Beleuchtung sind die Facility-
Energiesparlampen. Sie haben während der gesamten Lebenszeit (15.000 h) eine
unbegrenzte Schaltbarkeit und einen Quickstart. Dieser ermöglicht einen raschen
Lichtstromanlauf wie bei einer Glühbirne. Somit haben diese Facility-Energiespar-
lampen eine ideale Eignung einfach überall in Haushalten, wo das Licht oft und
nur kurz angeschaltet wird, sowie eine schnelle Lichtquelle erwartet wird.
also
einfach die richtigen Leuchtmittel kaufen |
Catweasel
24.05.2008, 11:21
@ Thomas Z
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Kellerbeleuchtung auf Energiesparlampen umstellen |
» schon erstaunlich was man alles zerreden kann.......
» immerhin gehts um 6 Stück
Ich habe nicht vor irgend etwas zu zerreden (siehe auch meinen letzten Satz im ersten Posting), ich glaube aber auch nicht blind was man mir erzählt.
» Longlife Gleichspannungs-Energiesparlampe [...]
» Facility-Energiesparlampen
Damit kann ich doch schon was anfangen. Danke
Gruß
Michael |
x y
24.05.2008, 11:46
@ Catweasel
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Kellerbeleuchtung auf Energiesparlampen umstellen |
» » Longlife Gleichspannungs-Energiesparlampe [...]
» » Facility-Energiesparlampen
»
» Damit kann ich doch schon was anfangen. Danke
Und die Stiftung Warentest hat da schon öfter berichtet, einfach mal eine Leihbücherei aufsuchen. |
Theo
24.05.2008, 12:04
@ Catweasel
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Kellerbeleuchtung auf Energiesparlampen umstellen |
Hallo
Deine Rechnung ist schon richtig, die Betonung liegt auf ENERGIEsparen und nicht KOSTENsparen. Energie wird eindeutig gespart, Kosten bisher eher nicht, aber das Verhältnis bessert sich.
Kann man doch alles genau berechnen. Stromkosten, Verbrauch der jeweiligen Birnen, Lebensdauer, Kosten der Birnen, eventuelle Kosten des Austauschs wenn man es nicht selbst macht - ist doch alles bekannt.
Ein Verwalter ist verpflichtet, wirtschaftlich zu arbeiten, von energiesparend ist nicht die Rede. Das könnte nur in der Eigentümerversammlung beschlossen werden.
Theo |
geralds

Wien, AT, 24.05.2008, 12:43 (editiert von geralds am 24.05.2008 um 12:45)
@ Catweasel
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Kellerbeleuchtung auf Energiesparlampen umstellen |
» » schon erstaunlich was man alles zerreden kann.......
» » immerhin gehts um 6 Stück
»
» Ich habe nicht vor irgend etwas zu zerreden (siehe auch meinen letzten
» Satz im ersten Posting), ich glaube aber auch nicht blind was man mir
» erzählt.
»
»
» » Longlife Gleichspannungs-Energiesparlampe [...]
» » Facility-Energiesparlampen
»
» Damit kann ich doch schon was anfangen. Danke
»
» Gruß
» Michael
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Hallo Michael,
Dieses Thema beschäftigt mich auch seit längerem.
Jedoch vertraue ich noch nicht der Sache auf Wirtschaftlichkeit hin gesehen.
Hier sind 2 Schaltplan-Beispiele und von ST-Microelectronics ein Dimensionierungsbeispiel:


http://www.elektronik-kompendium.de/forum/upload/20080524120226.pdf
Eine tolle Beschreibung gibt es auch im Wikipedia:
http://de.wikipedia.org/wiki/Kompaktleuchtstofflampe
Gegenüber gestellt zur Glühlampe ist die Sparlampe, auch die tolle "facility"- Longlive Lampe, recht aufwendig in der Herstellung und "vorschreibend", wenn es um deren Betriebs-Handhabung geht. Dies ist aber recht kostenintensiv.
Somit ist schon in der Beschaffung solcher Lampen einiges mehr zu bezahlen.
Gedankenbeispiele:
.) Ein Schaltwandler wird benötigt, nur damit die mittlere Leuchtzeit einen mittleren Strom erzeugt. (Strom ein -> Stromkosten, Strom aus > keine Kosten, ausser Steuerstrom, kaufst dafür ein Zigaretten-Zuckerl mit dem ersparten Geld)
Nachteil:
-der Schaltwandler benötigt zum korrekten Betrieb einige Voraussetzungen, ein sauberes Versorgungsnetz, und ist selber ein Rundstrahler, der alle anderen Strombeteiligte "beleidigt". EMV läßt grüssen.
-der Schaltwandler benötigt auch die richtige Umgebungstemperatur zum optimalen Betrieb;
in den Garten montieren geht nicht, da minus-Grade vorkommen, und der Wandler nur bei positiv-temp. arbeitet,
aber auch nicht zu hoch sonst erleidet das arme Ding einen vorzeitigen Hitzetod. ok, derzeit noch.
-Nur weil es "modern" ist? Weil es in kurzsichtiger Weise vorgeschrieben ist?
Also, irgendwie ist so eine Lampe wie eine Memose (Frau) zu behandeln.
Noch sprach ich nichts vom Leuchtmittel selbst: Neonröhre ->
ok:
Die hat wirklich Vorteile im Stromsparen, da der mittlere Dauerstrom wirklich um einiges niedriger ist.
Der Widerstand ist ein Gas, das sehr leicht, mit wenig Verlusten zum Leuchten gebracht werden kann. Da ist die Glühlampe wirklich im Nachteil, alleine weils heiß wird und leicht durchbrennen kann.
Nun, in Kombination mit dem Schaltwandler (ist ja d. Grundidee) würde den guten Vorteil wieder kompensieren.
Ja, nächster Nachteil: die "normalen" Wandler gesteuerten Lampen sind nicht dimmbar und damit schon aus der engeren Wahl durchgefallen. Dimmbar ist derzeit extrem teuer.
Und zudem müsste ich so manchen schönen Luster tauschen weil die Lampe nicht hineinpasst.
HOCH LEBE DIE WIRTSCHAFT!
Fazit:
genauer Rechnen und Planen, kompromisshaft entscheiden. In der Mitte haben beide Lampentypen seine Berechtigung.
Gruss
Gerald -- ...und täglich grüßt der PC:
"Drück' ENTER! Feigling!" |
Jüwü

Würzburg, 26.05.2008, 11:57
@ geralds
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Kellerbeleuchtung auf Energiesparlampen umstellen |
Ein SUPER Beitrag dem ich nichts mehr hinzufügen kann |
geralds

Wien, AT, 26.05.2008, 13:09
@ geralds
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Energiesparlampen - LED Alternative |
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Hallo,
Ein Nachtrag:
Ja, etwas wäre noch in Erwägung zu ziehen.
Den LED - Lampen würde ich eher eine gute Chanche geben.
Ich glaube, (ok, in der Elektronik-Technik wird nicht geglaubt) dass die LED-Lampe wirklich binnen "kürzerster" Zeit die NEON- Leuchten in welcher Ausführung immer, insbesonders im Innenraumbereich, gänzlich ersetzten wird.
Die Neon-Lampe wird dann nur mehr im Randbereich, oder im Museum, wie der Röhren-Fernseher-Monitor zu bewundern sein.
Es ist schon irgendwie interessant, als die Sparlampen in Serie auf den Markt kamen, dass da gleichzeitig die Innovation der LED-Lampen sprunghaft angestiegen ist.
Man kann beide Lampenypen gleichzeitig kaufen, aber immer mehr Leute fragen nach den LEDs.
Nun, zB:
- wenn die Farbechtheit stimmt, nicht mit Illusionsfarben, mit RGB weiss vortäuschen, bitte, ok?
Ich will endlich ein Sonnenweiss in der Wohnung haben, damit meine Augen nicht so leiden müssen! Ists vielleicht mit Photonen gewaschen...?
- Der Reflektor, auch das Frontglas, richtig funktionieren
- wenn die Leuchtkraft stimmt
- wenn das Design geschmackvoll ist
dann ist die Lampe sicher der Marktrenner der nächsten Zukunft.
Einen großen Punkt sehe ich derzeit:
die LED ist normal ein Punktstrahler mit Austrittsöffnung, Apertur-Winkel;
Damit gibt es auf der Aufschlagsebene Schatten rund um den Leuchtpunkt, der wegkompensiert werden muss.
Wenn nun mehrere LEDs nebeneinander angeordnet sind, dann gibt unangenehme helle-dunkle Stellen, also beleuchtete Bezirke.
Für ein einfaches Leben mag das ausreichen, aber das Problem tritt in Wirklichkeit bereits beim Lesen auf, besonders wenn man sich etwas konzentrieren muss, man hat ja in diesem Forum einige Fragen zu beantworten...
Und wenn man etwas mit einem Messgerät, zB. Lineal messen will, dann wirds richtig unangenehm, es entstehen Interferenz-Muster, die eine feine Messlinie überschatten/leuchten kann.
Eine Lösungsmöglichkeit wäre: nicht unbedingt gleich die Leuchtkraft erhöhen, man kann viele Watts kaufen, toll;
Vorrangig sehe ich jetzt dass der Reflektor und die Frontscheibe optimiert wird.
Die Frontscheibe soll aus mehreren Einheiten bestehen:
Eine Linse damit werden die Lichtquanten konzentriert, und in Kombination dazu einen Diffuser, damit die Schattenbereiche so ausgeleuchtet werden, dass in Summe durch die Frontscheibe ein einheitlicher Leuchtkegel austritt.
Solche LED-Lampen mit dieser Art Filterscheibe habe ich noch nicht gefunden. Damit wäre noch weiter eine Fokusierung möglich damit das Licht auf der Ebene "hart" oder "weich" auftrifft.
Ja, manche Lampen sollen einen erheblichen UV-Anteil mit den richtigen Wellenlängen haben.
Es gibt ja nicht nur Menschen sondern auch Pflanzen, Tiere, usw.;
nicht zu übersehen die Belichtungsgeräte, sonst kann man nicht Prints, Photos usw. belichten.
Also, der LED gebe ich meine Stimme, als Innovatives Leuchtmittel des 21. Jahrhunderst.
Viel Spass beim Tüfteln
Gruss
Gerald -- ...und täglich grüßt der PC:
"Drück' ENTER! Feigling!" |