PhilippNrX
22.05.2008, 18:33 |
Simple OpAmp-Geschichten (Elektronik) |
Nabend!
Muss ich an jeden Eingang vom OpAmp U/2 anlegen, wenn ich den mit "U, Gnd" betreibe??
Die Simulation (und mein Hinterkopf) sagt Nein, die Realität sagt Ja.
Das Eingangssignal wird über einen Kondensator eingekoppelt.
Wenn ich an einen Eingang U/2 anlege, bleibt der andere irgendwo weiter unten hängen.
Als Beispiel hätte ich hier grade den TL084AC. Kommt es vielleicht auf den OpAmp an, oder könnte er defekt sein?!
Danke!
MfG Philipp |
hws

59425 Unna, 22.05.2008, 18:47
@ PhilippNrX
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stell mal dein vorgesehenes Schaltbild rein ... |
» Muss ich an jeden Eingang vom OpAmp U/2 anlegen, wenn ich den mit "U, Gnd"
» betreibe??
Wenn du an beiden Eingängen U/2 anlegst, passiert natürlich nicht viel ....
Nimm dir nen Kurs über OpAmps und probier es in der Praxis aus.
Vielleicht zum Verständnis:
Ein OP kann grundsätzlich nur innerhalb der Versorgungsspannung arbeiten. Meist nichtmal bis ganz an die Grenzen ran.
Daher kann es einen invertierenden Verstärker mit V+/gnd nicht geben, da der Ausgang nicht negativ werden kann - mangels negativer Versorgungsspannung.
Jetzt basteln wir uns aus V+ und Gnd eine plus/minus Versorgungsspannung:
Mit einem Spannungsteiler erzeugen wir uns U/2. Das ist unsere "neue Gnd". Und der alte gnd wird zu Vminus und der alte V+ zu neuem Vplus.
Und dann tun wir so, als ob wir eine Plus/minus Versorgung hätten.
» Die Simulation (und mein Hinterkopf) sagt Nein, die Realität sagt Ja.
?????
» Das Eingangssignal wird über einen Kondensator eingekoppelt.
» Wenn ich an einen Eingang U/2 anlege, bleibt der andere irgendwo weiter
» unten hängen.
An den Plus-Eingang legst du U/2 und an den Minus Eingang über einen Kondensator (plus Widerstand) dein Eingangssignal. Und vom Ausgang auf den Minus Eingang natürlich die Gegenkopplung.
Oder zeichne mal einen Schaltplan.
» Als Beispiel hätte ich hier grade den TL084AC. Kommt es vielleicht auf den
» OpAmp an, oder könnte er defekt sein?!
Es könnte sein, dass der Spannungsbereich nicht ausreicht. Du kannst nicht mit deinen Signalen bis an die Betriebsspannungsgrenzen ran (wenn es nicht ein R2R OP ist)
Also mit 9V / gnd kannst du nicht +/-4,5V Ausgangssignale bekommen (bezogen auf den U/2 von 4,5 Volt)
Schau das Datenblatt des OP's an und versuch mal, Grundlagen des OP durchzuarbeiten.
hws
» Danke!
»
» MfG Philipp |
geralds

Wien, AT, 22.05.2008, 18:53
@ PhilippNrX
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Simple OpAmp-Geschichten |
» Nabend!
» Muss ich an jeden Eingang vom OpAmp U/2 anlegen, wenn ich den mit "U, Gnd"
» betreibe??
» Die Simulation (und mein Hinterkopf) sagt Nein, die Realität sagt Ja.
» Das Eingangssignal wird über einen Kondensator eingekoppelt.
» Wenn ich an einen Eingang U/2 anlege, bleibt der andere irgendwo weiter
» unten hängen.
» Als Beispiel hätte ich hier grade den TL084AC. Kommt es vielleicht auf den
» OpAmp an, oder könnte er defekt sein?!
» Danke!
»
» MfG Philipp
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hallo philipp
Es kommt darauf an, was du machen willst. Möglich wäre es.
Eine Veranschaulichung:
nimm 3 Folien; Signal, Arbeitpunkt, Versorgung:
lege sie übereinander, ganz unten die Versorung, Arbeitspunkt dann Signal und schiebe jetzt den Arbeitspunkt innerhalb der Versorgung mit ihm das Signal, was ist zu sehen? entweder es wird unten abgeschnitten oder oben wenn nicht, eben, der Arbeitspunkt mit dem Signal genau in der Mitte ist.
-- Es gibt noch mehrere Folien, Verstärkung, pos. neg Versorgung, Phase, usw.
Wäre einmal als Anhaltspunkt gedacht... 
Viel Spass beim Tüfteln
Gruss
Gerald -- ...und täglich grüßt der PC:
"Drück' ENTER! Feigling!" |
PhilippNrX
22.05.2008, 19:05
@ hws
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stell mal dein vorgesehenes Schaltbild rein ... |
Oh das ging ja flux..
Ich denke auch, ein Schaltplan wird wohl das Beste sein, also hier ist er:

Das ganze soll ein Null-Durchgangs-Prüfer sein. Geht auch ohne zusätzliche Widerstände an den "-"-Eingängen wunderbar, zumindest in der Simulation.
Und wo wir grade dabei sind, ich habe zu der Schaltung an sich noch eine Frage. Durch Probieren hatte ich zum Schluss die beiden Widerstände R7 und R8 da rein gebaut, und dann ging es auch. Wozu brauche ich die und warum gehts nicht auch ohne??
MfG Philipp |
PhilippNrX
22.05.2008, 19:31
@ geralds
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Simple OpAmp-Geschichten |
» Es kommt darauf an, was du machen willst. Möglich wäre es.
Ich hab mal nen Schaltplan hier rein gestellt...
Das mit den Folien ist auf jeden Fall anschaulich, aber ich kann mir das noch vorstellen. Darum verzichte ich mal auf die Folien.
» Viel Spass beim Tüfteln
Danke!
» Gruss
» Gerald
MfG Philipp |
Harald Wilhelms

23.05.2008, 07:59
@ PhilippNrX
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Simple OpAmp-Geschichten |
» Nabend!
» Muss ich an jeden Eingang vom OpAmp U/2 anlegen, wenn ich den mit "U, Gnd"
» betreibe??
» Die Simulation (und mein Hinterkopf) sagt Nein, die Realität sagt Ja.
Jeder OP-Eingang muss grundsätzlich an ein eindeutiges
Gleichspannungspotential angeschlossen werden. Falls
nicht, stellt sich dieser auf ein beliebigews Potential
ein, welches vom Offsetstrom abhängt und nicht eindeutig definiert ist. In der Simulation werden anscheinend die
Offsetströme nicht berücksichtigt. Übrigens ergibt auch
ein Anschluss über eine Diode nicht immer ein eindeutiges
Potential.
Gruss
Harald |
hws

59425 Unna, 23.05.2008, 08:21
@ PhilippNrX
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stell mal dein vorgesehenes Schaltbild rein ... |
zeichne mal parallel zu R7 und R8 einen Kondensator (=Schaltungskapazitäten)
Die laden sich auf EINE Polarität auf (über die Dioden) und wie wieder ENTladen?
Und wo sollen die Offsetströme der OP Eingänge hin?
hws |