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Catweasel(R)

06.05.2008,
12:53
 

Layout auf Platine bringen (Elektronik)

Moin

Ich stehe vor der Frage wie ich die mit Target erstellten Layouts auf die Platine bekomme.

Ich habe einen Laserdrucker und dachte ich drucke das ganze einfach auf Folie aus und fertig.
Laut DSE-FAQ ist das aber so einfach nicht.
Da heißt es u.a.: "Man nimmt besser ein Layoutprogramm, einen Laser oder Tintenstrahldrucker und geeignete Folien"
Leider wird nur erwähnt welche Folien nicht zu empfehlen sind nicht welche man benutzen kann. Kann mir hier jemand eine Empfehlung machen?

Es gibt ja auch noch die Methode das Layout auf normalen Papier auszudrucken und dann das Papier mit diesem Pausklar Spray (Kontakt 243) durchsichtig zu machen. Was ist davon zu halten? Hat jemand dazu erfahrungen?

Gruß
Michael

hws(R)

E-Mail

59425 Unna,
06.05.2008,
13:14

@ Catweasel

Layout auf Platine bringen

Wenn du eine fertige Vorlage / Folie / Papier mit Pausklar hast, musst du das Layout immer noch auf die Kupferplatine bekommen.

Entweder lichtempfindlich beschichtetes Material, belichten, Entwickeln und ätzen.

Oder Folie mit Toner "aufbügeln".

Je nach Übung und Vorversuchen klappt das mehr oder weniger gut.

Zu allen Methoden standen hier schon öfter Anleitungen drin, müssten evtl im Archiv zu finden sein.

hws

nonsense(R)

06.05.2008,
15:06
(editiert von nonsense
am 06.05.2008 um 15:06)


@ hws

Layout auf Platine bringen

Hallo,
meine bevorzugte Methode ist das Belichten mit normaler Overhead-Folie. Die gibt es entweder für Tintenstrahler oder Laserdrucker (steht auf dem Karton; unbedingt beachten. Tintenstrahlfolie im Laserdrucker verformt sich oder schmilzt zusammen, umgekehrt verläuft die Tinte). Zum Belichten reicht eine Halogenlampe. Ich mache das zeitweise unter 3x20W Halogen, das dauert dann etwa eine Stunde. (ca. 20cm Abstand von der Lampe die Platine hinlegen, Layout drauf (richtig rum *hust*) und mit einer Glasplatte abdecken).

Man kann das Layout auch spiegelverkehrt mit einem Laserdrucker (!) auf glattes Katalogpapier (Reichelt z.B.) drucken und dann aufbügeln. Ich hab das aber noch nie so richtig hinbekommen. Irgendwo geht immer ein wenig Toner flöten, wenn man im Wasserbad hinterher das Papier abpult. Außerdem hat man oft Zacken und Löcher in den Leiterbahnen).

Cheers!

Elektronix(R)

06.05.2008,
15:22

@ Catweasel

Layout auf Platine bringen

» Moin
»
» Ich stehe vor der Frage wie ich die mit Target erstellten Layouts auf die
» Platine bekomme.
»
» Ich habe einen Laserdrucker und dachte ich drucke das ganze einfach auf
» Folie aus und fertig.
» Laut DSE-FAQ ist das aber so einfach nicht.
» Da heißt es u.a.: "Man nimmt besser ein Layoutprogramm, einen Laser oder
» Tintenstrahldrucker und geeignete Folien"
» Leider wird nur erwähnt welche Folien nicht zu empfehlen sind nicht welche
» man benutzen kann. Kann mir hier jemand eine Empfehlung machen?
»
» Es gibt ja auch noch die Methode das Layout auf normalen Papier
» auszudrucken und dann das Papier mit diesem Pausklar Spray (Kontakt 243)
» durchsichtig zu machen. Was ist davon zu halten? Hat jemand dazu
» erfahrungen?
»
» Gruß
» Michael

Hab noch nie gehört, daß man mit Pausklar das Papier so durchsichtig bekommt, daß man damit eine Platine belichten kann.
Layout auf Folie drucken, Folie auf Platine legen und Licht einschalten.
Man kann auch das Layout auf Papier drucken und dann per Fotokopierer auf die Folie bringen. Kopierfolie ist vermutlich billiger als Druckerfolie (Angabe ohne Gewähr.:-D ).

--
Und die Grundgebihr is aa scho drin. DOS is jo nett..

geralds(R)

Homepage E-Mail

Wien, AT,
06.05.2008,
17:46

@ Catweasel

Layout auf Platine bringen

» Moin
»
» Ich stehe vor der Frage wie ich die mit Target erstellten Layouts auf die
» Platine bekomme.
»
» Ich habe einen Laserdrucker und dachte ich drucke das ganze einfach auf
» Folie aus und fertig.
» Laut DSE-FAQ ist das aber so einfach nicht.
» Da heißt es u.a.: "Man nimmt besser ein Layoutprogramm, einen Laser oder
» Tintenstrahldrucker und geeignete Folien"
» Leider wird nur erwähnt welche Folien nicht zu empfehlen sind nicht welche
» man benutzen kann. Kann mir hier jemand eine Empfehlung machen?
»
» Es gibt ja auch noch die Methode das Layout auf normalen Papier
» auszudrucken und dann das Papier mit diesem Pausklar Spray (Kontakt 243)
» durchsichtig zu machen. Was ist davon zu halten? Hat jemand dazu
» erfahrungen?
»
» Gruß
» Michael

----
hallo Michael,

Bis jetzt habe ich die 3M klarsicht Folie, für Laserdrucker, verwendet.
Nun werde ich es mit der Zweckform-Folie probieren:



Die Belichtungszeiten sollten empierisch probiert werden.
Selbst wenn die schwarzen Flächen nicht ganz schwarz ausgedruckt werden, ist es kein od. kleines Problem.
Der photo-positiv Lack hat eine Belichtungskurve, die es erlaubt einen passenden Punkt Bel.-Zeit/Intensität zu finden, bei der die Konturen optimal entwickelt werden.
Mit meinem Isel-A3-Gerät sind das ca.30 - 35sek.
Auf alle Fälle sollte das Layout direkt auf die Photoschicht gelegt werden, wegen der notwendigen Konturenschärfe. d.h. eventuell spiegelverkehrt drucken.
Die mit dem Laserdrucker (QMS 1300) auflösbare Leiterbreite ist so um die 7 - 10mil, kommt darauf an, wie die Folie bedruckt werden kann. In Toleranz mache grunds. mehr als 10mil.

PS: hat Target keinen Druck-Export in die druckbaren Datein? hast vielleicht einen einige Grafikkonverter im Betriebsystem, sollte auch gehen, bei begrenzter Auflösung?

Viel Spass beim Basteln.
Gruss
Gerald

--
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geralds(R)

Homepage E-Mail

Wien, AT,
06.05.2008,
18:02

@ nonsense

Layout auf Platine bringen

» Hallo,
» meine bevorzugte Methode ist das Belichten mit normaler Overhead-Folie.
» Die gibt es entweder für Tintenstrahler oder Laserdrucker (steht auf dem
» Karton; unbedingt beachten. Tintenstrahlfolie im Laserdrucker verformt
» sich oder schmilzt zusammen, umgekehrt verläuft die Tinte). Zum Belichten
» reicht eine Halogenlampe. Ich mache das zeitweise unter 3x20W Halogen, das
» dauert dann etwa eine Stunde. (ca. 20cm Abstand von der Lampe die Platine
» hinlegen, Layout drauf (richtig rum *hust*) und mit einer Glasplatte
» abdecken).
»
» Man kann das Layout auch spiegelverkehrt mit einem Laserdrucker (!) auf
» glattes Katalogpapier (Reichelt z.B.) drucken und dann aufbügeln. Ich hab
» das aber noch nie so richtig hinbekommen. Irgendwo geht immer ein wenig
» Toner flöten, wenn man im Wasserbad hinterher das Papier abpult. Außerdem
» hat man oft Zacken und Löcher in den Leiterbahnen).
»
» Cheers!

hallo,

So ähnlich, mit *hust* hatte ich's früher auch gemacht.

Bin deiner Meinung, dass das Aufbügeln nicht richtig funktionieren kann, vor allem, wenn man eine bestimmte Qualität haben möchte. Hatte die Beschreibung dieser Methode vor einigen Jahren im Web bei einigen Links mit wunderschönen Bildern gelesen, aber obwohl die Finger zum Probieren juckend, kostensparender (Ärger) Weise nicht nachgemacht.

--> Die Papierrauheit wird da mitkopiert, was dann schöne Blumen rund um die Lötaugen erzeugt. Nasses Papier klebt, macht dann Kurzschlüsse, oder Risse. Ja, klar, kann man dann nachverzinnen,..*hust*...>. eher ärgern.

gruß
Gerald

--
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Carsten Wallner(R)

06.05.2008,
22:58

@ geralds

Layout auf Platine bringen

Hi,

ich habe beste Erfahrungen mit der Aufbügelmethode gemacht - dazu habe ich das ganze (spiegleverkehrt) per Fotokopierer auf Overhead-Folie übertragen. Etwas rumexperimentiert mit Folientyp und Belichtung.
Dann beim Aufbügeln nur schauen, dass die Folie nicht auf dem Toner wegschwimmt und dabei die Bahnen verwischt.

Funktionierte wirklich gut - Anleitung mit Bildern habe ich damals auf meine hp (www.bastel-carstel.de) gestellt.
SMD wird man damit nicht hinbekommen - und wenns in den HF-Bereich geht wär ich auch vorsichtig. ;o) aber sonst war alles bestens - einzelnen minimale Stellen wo ein Löchlein im Toner war, habe ich nen kleinen Tupfer mit dem Edding verpasst...

Ideal wär ein Laserdrucker oder Kopierer, der das Material ohne zu rollen durchzieht, so dass man gleich die Platine bedrucken kann.

Gruß
Carsten

--
Vermeintliche Tippfehler in diesem Posting sind keineswegs Rechtschreibfehler sondern Vorschläge für die nächste Rächtschraiprevorm ;o)

geralds(R)

Homepage E-Mail

Wien, AT,
06.05.2008,
23:51

@ Carsten Wallner

Layout auf Platine bringen

» Hi,
»
» ich habe beste Erfahrungen mit der Aufbügelmethode gemacht - dazu habe ich
» das ganze (spiegleverkehrt) per Fotokopierer auf Overhead-Folie übertragen.
» Etwas rumexperimentiert mit Folientyp und Belichtung.
» Dann beim Aufbügeln nur schauen, dass die Folie nicht auf dem Toner
» wegschwimmt und dabei die Bahnen verwischt.
»
» Funktionierte wirklich gut - Anleitung mit Bildern habe ich damals auf
» meine hp (www.bastel-carstel.de) gestellt.
» SMD wird man damit nicht hinbekommen - und wenns in den HF-Bereich geht
» wär ich auch vorsichtig. ;o) aber sonst war alles bestens - einzelnen
» minimale Stellen wo ein Löchlein im Toner war, habe ich nen kleinen Tupfer
» mit dem Edding verpasst...
»
» Ideal wär ein Laserdrucker oder Kopierer, der das Material ohne zu rollen
» durchzieht, so dass man gleich die Platine bedrucken kann.
»
» Gruß
» Carsten

---
Hallo Carsten,

Tolle Webseite!! Schön!

Eigentlich bestätigst meine Überlegungen.
Ich finde die Bügel-Methode schon sehr effektiv, eben unter den Bedingungen der gewünschten Qualität.
Def. Qualität: "ist voll positiv" oder anders gesagt, nie negativ, es sei denn, man setzt das Wort "schlechte" davor.

Ich hatte eben bis jetzt immer mit SMD zu tun, bis zu einer Auflösung mit dem Sockel TQFP 254. (im Datenblatt findest die Footprint-Daten), ist der größte unter Bastelumständen machbare Sockel. Da kann man noch einseitige, zweiseitige Prints herstellen.
Aber aus "Schnelligkeits"- Gründen setzte ich die Grenzen um den TQFP 208, meist TQFP 14x.
BGA-Sockel gehen normal nicht mehr bastelweise. Da sollte man die CAD- Datei dem Printhersteller geben.

So habe ich Schritt für Schritt meine Bastelweise verbessert. - kostet ja einiges, an Gerätschaften.

Mein erster Belichter waren 2 UV-Röhren, auf einem Novopan-Holzbrett aufgebaut, und der Schutzdeckel ein zurecht geschnittener Pappkarton, die ich auf die Hand legte, weil ich die darunter befindliche Print, mittels Glasplatte aufdrückend, zu belichten hatte. Das Zählen übernahm mein lautes Mundwerk, bis "10" gezählt. - passt, hat funktioniert.
Das Layout drucke ich nach wie vor mit dem Laserdrucker auf eine Klarsichtfolie.
Eine matte Folie zu bedrucken funktionierte nie. Es war immer ein extremes Doppelbild, das ich abwischen konnte.
Führe es auf die extrem rauhe, u.U. "fette" Oberfläche zurück. "Fett" - denke irgendwie oberflächenbehandelt, damit die, nicht klar durchsichtige Struktur, entsteht.

In einem anderen Zweig dieses Beitrags habe ich die Folie vorgestellt.

Viel Spass beim Basteln
Gruß
Gerald

--
...und täglich grüßt der PC:
"Drück' ENTER! :wink: Feigling!"

Catweasel(R)

07.05.2008,
07:59

@ Catweasel

Layout auf Platine bringen

Danke an alle für die Tips und Hinweise :-)

Gruß
Michael

hws(R)

E-Mail

59425 Unna,
07.05.2008,
08:57

@ geralds

Layout auf Platine bringen

» Ich hatte eben bis jetzt immer mit SMD zu tun, bis zu einer Auflösung mit
» dem Sockel TQFP 254.

DAS würde ich aber mindestens unter "semiprofessionell" fassen. Der Bastler, der grundsätzlich nach Leiterplattenätzen nachfragt, wird nichtmal SMD oder doppelseitig im Sinn haben.

» So habe ich Schritt für Schritt meine Bastelweise verbessert.

Eben, du spielst (inzwischen) auch in einer ganz anderen Liga. Aber als Aussicht für ganz viel später für Anfänger .... (der du ja auchmal früher warst) ..

hws

fatzke(R)

Gladbeck!,
07.05.2008,
18:44

@ geralds

Layout auf Platine bringen

Ihr seid mir alle viel zu proffesionel :-D

Ich brauch ein Gurkenglas für die Ätzbrühe und ein Edding
um das Layout aufzuzeichnen :-D


Ist aber auch nicht das wahre, damit hab ich bisher nur ein paar ganz einfache Platinen geätzt.
Ab und zu verschmiert oder sitzt der Edding nicht richtig und die Leiterbahnen sind angerissen.


Einen Laserdrucker hab ich leider nicht ,
und das Entwickel verfahren ( hab ich vor einer längeren Zeit ausprobiert) hat mal gar nicht geklappt.

Ich bleib erstmal bei meiner Methode ;-) :-)

Pascal

--
>> Hauptsache Glücklich <<

Björn(R)

E-Mail

Dortmund,
07.05.2008,
21:14

@ Catweasel

Layout auf Platine bringen

» Moin
»
» Ich stehe vor der Frage wie ich die mit Target erstellten Layouts auf die
» Platine bekomme.
»
» Ich habe einen Laserdrucker und dachte ich drucke das ganze einfach auf
» Folie aus und fertig.
» Laut DSE-FAQ ist das aber so einfach nicht.
» Da heißt es u.a.: "Man nimmt besser ein Layoutprogramm, einen Laser oder
» Tintenstrahldrucker und geeignete Folien"
» Leider wird nur erwähnt welche Folien nicht zu empfehlen sind nicht welche
» man benutzen kann. Kann mir hier jemand eine Empfehlung machen?
»
» Es gibt ja auch noch die Methode das Layout auf normalen Papier
» auszudrucken und dann das Papier mit diesem Pausklar Spray (Kontakt 243)
» durchsichtig zu machen. Was ist davon zu halten? Hat jemand dazu
» erfahrungen?
»
» Gruß
» Michael

Hallo Michael,

ich habe gute Erfahrungen mit Transparantpapier aus dem Schreibwarenhandel / Copy-Shop gemacht. Dieses bedrucke ich mit einem Laserdrucker und sprühe sicherheitshalber danach noch Tonerverdichter (Conrad) auf, dadurch wird der Toner tiefschwarz. Das ganze kommt auf die Platine, Glasplatte drauf und dann mit dem 500-W-Baustrahler aus 30 cm Entfernung 12-13 Minuten belichten.

Kritisch ist bei mir momentan noch das Ätzen, ich hänge die Platine kopfüber in den FeCl3-Schaum meines Schaumätzgerätes, prinzipiell geht das Ätzen recht schnell, erfolgt manchmal jedoch etwas ungleichmäßig (je nachdem, wie schnell der Schaum unter den einzelnen Platinenbereichen entlangfließt), so dass oft schon der Großteil der Platine fertig ist, einige Stellen aber noch eine Weile brauchen. Lasse ich die Platine zu lange im Ätzgerät, tritt schon eine sichtbare Unterätzung einzelner Leiterbahnen auf.

Schöne Grüße,
Björn