nonsense
03.05.2008, 19:42 |
Labornetzteil: Fehlersuche (Elektronik) |
Hallo,
wie einigen sicher nicht entgangen ist, mühe ich mich zur Zeit an Thomas Schaerers Labornetzteil ab. Leider muss ich eure Geduld noch einmal strapazieren. Im Anhang findet ihr den Schaltplan mit den gemessenen Werten. Der Poti steht in diesem Testaufbau in Mittelstellung (Spannung also 2,5/2 = 1,2V).
An T2 liegt wie man erkennen kann eine Spannung von 2V zwischen Basis und Emitter an, jedoch scheint er nicht durchzuschalten, denn zwischen Basis und Emitter von T1 liegt keine Spannung. Somit ist die Ausgangsspannung der Schaltung auch 0V. Eigentlich müsste T1 doch durchlassen, oder habe ich da einen Denkfehler?
Was mich außerdem wundert: Die Spannung vom negativen Eingang des Op-Amps gegen Masse schwankt zwischen 1V und 14V ohne dass ich irgendetwas verändere.
Gruß,
Martin
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hws

59425 Unna, 03.05.2008, 20:10
@ nonsense
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Labornetzteil: Fehlersuche |
Im Beitrag vorher hiess es:
» Die Basis-Emitter-Spannung von T2 ist immer die
» Referenzspannung von ca. 2,5V - egal, wie der Poti
» eingestellt ist. Also schaltet der voll durch, wobei
» die Ausgangsspannung gleich der Eingangsspannung der
» Schaltung ist.
Und jetzt plötzlich sind da immer noch die 2V, aber:
» An T2 liegt wie man erkennen kann eine Spannung von 2V zwischen Basis und
» Emitter an, jedoch scheint er nicht durchzuschalten, denn zwischen Basis
» und Emitter von T1 liegt keine Spannung. Somit ist die Ausgangsspannung
» der Schaltung auch 0V.
Daraus würde ich mal schliessen, du hast den T1 oder T2 geschossen. Oder ne Lötverbindung. Oder die ganze Schaltung schwingt.
Dass kann man aber nicht per Ferndiagnose messen.
hws |
geralds

Wien, AT, 03.05.2008, 20:36
@ hws
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Labornetzteil: Fehlersuche |
» Im Beitrag vorher hiess es:
»
» » Die Basis-Emitter-Spannung von T2 ist immer die
» » Referenzspannung von ca. 2,5V - egal, wie der Poti
» » eingestellt ist. Also schaltet der voll durch, wobei
» » die Ausgangsspannung gleich der Eingangsspannung der
» » Schaltung ist.
»
» Und jetzt plötzlich sind da immer noch die 2V, aber:
»
» » An T2 liegt wie man erkennen kann eine Spannung von 2V zwischen Basis
» und
» » Emitter an, jedoch scheint er nicht durchzuschalten, denn zwischen
» Basis
» » und Emitter von T1 liegt keine Spannung. Somit ist die Ausgangsspannung
» » der Schaltung auch 0V.
»
» Daraus würde ich mal schliessen, du hast den T1 oder T2 geschossen. Oder
» ne Lötverbindung. Oder die ganze Schaltung schwingt.
»
» Dass kann man aber nicht per Ferndiagnose messen.
»
» hws
----
und, oder, hast vielleicht einen transi verkehrt eingebaut?
gerald -- ...und täglich grüßt der PC:
"Drück' ENTER! Feigling!" |
Jüwü

Würzburg, 04.05.2008, 09:25
@ nonsense
|
Labornetzteil: Fehlersuche |
» Hallo,
» wie einigen sicher nicht entgangen ist, mühe ich mich zur Zeit an Thomas
» Schaerers Labornetzteil ab. Leider muss ich eure Geduld noch einmal
» strapazieren. Im Anhang findet ihr den Schaltplan mit den gemessenen
» Werten. Der Poti steht in diesem Testaufbau in Mittelstellung (Spannung
» also 2,5/2 = 1,2V).
»
» An T2 liegt wie man erkennen kann eine Spannung von 2V zwischen Basis und
» Emitter an, jedoch scheint er nicht durchzuschalten, denn zwischen Basis
» und Emitter von T1 liegt keine Spannung. Somit ist die Ausgangsspannung
» der Schaltung auch 0V. Eigentlich müsste T1 doch durchlassen, oder habe
» ich da einen Denkfehler?
»
» Was mich außerdem wundert: Die Spannung vom negativen Eingang des Op-Amps
» gegen Masse schwankt zwischen 1V und 14V ohne dass ich irgendetwas
» verändere.
»
» Gruß,
» Martin
»
» 
unterbreche mal den R6 dann sollte die Ausgangsspannung auf Max. steigen und umgekehrt denn R7 dann sollte die Ua auf Min. gehen. |
nonsense
04.05.2008, 09:51
@ Jüwü
|
Labornetzteil: Fehlersuche |
Danke für eure Hilfe.
» Und jetzt plötzlich sind da immer noch die 2V, aber.
Ja, ich weiß auch nicht, warum.
» Daraus würde ich mal schliessen, du hast den T1 oder T2 geschossen. Oder » ne Lötverbindung. Oder die ganze Schaltung schwingt.
Ich tippe mal auf T2. Werde den ausbauen und testen.
» und, oder, hast vielleicht einen transi verkehrt eingebaut?
Eher nicht, das habe ich in meiner Verzweiflung mehr als oft genug geprüft.
» unterbreche mal den R6 dann sollte die Ausgangsspannung auf Max.
» steigen und umgekehrt denn R7 dann sollte die Ua auf Min. gehen.
Habe ich gemacht. Ausgangsspannung immernoch 0V, Basis-Emitter-Spannung von T2 immernoch 2V. |
nonsense
04.05.2008, 10:23
@ nonsense
|
Labornetzteil: Fehlersuche: Ergebnis |
Ich habe jetzt sowohl T1 als auch T2 getestet. In einer einfachen Schaltung mit einer LED am Kollektor haben sie funktioniert.
Habt ihr eine Idee, was ich noch probieren könnte? |
geralds

Wien, AT, 04.05.2008, 11:08 (editiert von geralds am 04.05.2008 um 11:08)
@ nonsense
|
Labornetzteil: Fehlersuche: Ergebnis |
» Ich habe jetzt sowohl T1 als auch T2 getestet. In einer einfachen Schaltung
» mit einer LED am Kollektor haben sie funktioniert.
»
» Habt ihr eine Idee, was ich noch probieren könnte?
---
hast du die koll-emitt spannung von t1 gemessen?
je nach potistellung sollte sie sich ändern.
es könnte sein, dass hier in der poti-mitte ein dreiecks-generator aufgebaut ist.
das würde sich ergeben über r1- t2 (mit 2volt durchgeschaltet, gegenüber die 1,2volt u-referenz)- r15- r6// r7- r5- opa1;
- r2 vr p r3 r4 opa1;
mit c2 schwingts durch laden,entladen. c3 könnte der anstoss zur oszillation sein, der den opa hf-aufschauckelt.
--> wie hast die leiterbahnführung ausgelegt. ist da irgendwo eine mitkopplung?
--> ist da ein leiterbahn-haarriss zur basis von t1?
gerald -- ...und täglich grüßt der PC:
"Drück' ENTER! Feigling!" |
nonsense
04.05.2008, 11:41
@ geralds
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Labornetzteil: Fehlersuche: Ergebnis |
» hast du die koll-emitt spannung von t1 gemessen?
» je nach potistellung sollte sie sich ändern.
»
» es könnte sein, dass hier in der poti-mitte ein dreiecks-generator
» aufgebaut ist.
» das würde sich ergeben über r1- t2 (mit 2volt durchgeschaltet, gegenüber
» die 1,2volt u-referenz)- r15- r6// r7- r5- opa1;
» - r2 vr p r3 r4 opa1;
» mit c2 schwingts durch laden,entladen. c3 könnte der anstoss zur
» oszillation sein, der den opa hf-aufschauckelt.
» --> wie hast die leiterbahnführung ausgelegt. ist da irgendwo eine
» mitkopplung?
» --> ist da ein leiterbahn-haarriss zur basis von t1?
Die C-E-Spannung von T1 ist immer die Eingangsspannung und ändert sich nicht. Die Leiterbahnen sind eigentlich so kurz wie möglich und alle nicht genutzten Flächen sind Masse. Haarriss ist eigentlich auch unmöglich, denn die Leiterbahnen sind sehr breit und durchgemessen habe ich sie auch.
Was mich wundert: Wenn T2 eine Basis-Emitter-Spannung von 2V hat, dann sollte er doch durchschalten und T1 müsste eine Basis-Emitter-Spannung != 0V haben, oder? |
Jüwü

Würzburg, 04.05.2008, 13:44
@ nonsense
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Labornetzteil: Fehlersuche: Ergebnis |
» Die C-E-Spannung von T1 ist immer die Eingangsspannung und ändert sich
» nicht.
Du meinst E-B ?
Die Leiterbahnen sind eigentlich so kurz wie möglich und alle nicht
» genutzten Flächen sind Masse. Haarriss ist eigentlich auch unmöglich, denn
» die Leiterbahnen sind sehr breit und durchgemessen habe ich sie auch.
» Was mich wundert: Wenn T2 eine Basis-Emitter-Spannung von 2V hat, dann
» sollte er doch durchschalten und T1 müsste eine Basis-Emitter-Spannung !=
» 0V haben, oder?
Dann ist der T2 voll gesperrt (höhere U am E als an der B weil NPN)
Entferne mal den T3 und betreibe nur mit einer geringen Last (ca. 100 Ohm) - den Strombegrenzer brauchst du jetzt noch nicht. Die Schaltung soll zuerst die Spannung regeln und lass dich von der Overload-LED nicht irritieren wenn diese leuchten sollte.
Meine Vermutung geht dahin, dass der Wert von R15 nicht stimmt (zu hoch). |
nonsense
04.05.2008, 14:01
@ Jüwü
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Labornetzteil: Fehlersuche: Ergebnis |
Danke für die Antwort.
» Du meinst E-B ?
Nein, E-C. E-B ist ja 0, ansonsten hätte ich ja eine Ausgangsspannung.
» Entferne mal den T3 und betreibe nur mit einer geringen Last (ca. 100 Ohm)
» - den Strombegrenzer brauchst du jetzt noch nicht. Die Schaltung soll
» zuerst die Spannung regeln und lass dich von der Overload-LED nicht
» irritieren wenn diese leuchten sollte.
» Meine Vermutung geht dahin, dass der Wert von R15 nicht stimmt (zu hoch).
Hm, ich kann die Schaltung ja nicht belasten, wenn die Ausgangsspannung 0V ist. Oder wie hast du das gemeint? |
Jüwü

Würzburg, 04.05.2008, 14:15
@ nonsense
|
Labornetzteil: Fehlersuche: Ergebnis |
» Danke für die Antwort.
»
» » Du meinst E-B ?
» Nein, E-C. E-B ist ja 0, ansonsten hätte ich ja eine Ausgangsspannung.
du hast aber vorher geschrieben:
Zitat: Die C-E-Spannung von T1 ist immer die Eingangsspannung und ändert sich nicht.
»
» » Entferne mal den T3 und betreibe nur mit einer geringen Last (ca. 100
» Ohm)
» » - den Strombegrenzer brauchst du jetzt noch nicht. Die Schaltung soll
» » zuerst die Spannung regeln und lass dich von der Overload-LED nicht
» » irritieren wenn diese leuchten sollte.
» » Meine Vermutung geht dahin, dass der Wert von R15 nicht stimmt (zu
» hoch).
» Hm, ich kann die Schaltung ja nicht belasten, wenn die Ausgangsspannung 0V
» ist. Oder wie hast du das gemeint?
Trotzdem solltest sie mal mit ca.100 Ohm belasten und den T3 entfernen. |
Jüwü

Würzburg, 04.05.2008, 14:17
@ Jüwü
|
Labornetzteil: Fehlersuche: Ergebnis |
» » Danke für die Antwort.
» »
» » » Du meinst E-B ?
» » Nein, E-C. E-B ist ja 0, ansonsten hätte ich ja eine Ausgangsspannung.
»
» du hast aber vorher geschrieben:
» Zitat: Die C-E-Spannung von T1 ist immer die Eingangsspannung und ändert
» sich nicht.
» »
» » » Entferne mal den T3 und betreibe nur mit einer geringen Last (ca. 100
» » Ohm)
» » » - den Strombegrenzer brauchst du jetzt noch nicht. Die Schaltung soll
» » » zuerst die Spannung regeln und lass dich von der Overload-LED nicht
» » » irritieren wenn diese leuchten sollte.
» » » Meine Vermutung geht dahin, dass der Wert von R15 nicht stimmt (zu
» » hoch).
» » Hm, ich kann die Schaltung ja nicht belasten, wenn die Ausgangsspannung
» 0V
» » ist. Oder wie hast du das gemeint?
»
» Trotzdem solltest sie mal mit ca.100 Ohm belasten und den T3 entfernen.
Erst musss die Spannungsreglung laufen, dann kommt die Strombegrenzung dran - OK? |
nonsense
04.05.2008, 14:33
@ Jüwü
|
Labornetzteil: Fehlersuche: Ergebnis |
» du hast aber vorher geschrieben:
» Zitat: Die C-E-Spannung von T1 ist immer die Eingangsspannung und
» ändert sich nicht.
Wahrscheinlich ein Missverständnis. So ist es im Moment:
C-E von T1: Eingangsspannung
B-E von T1: 0V, da T2 ja sperrt.
Ausgangsspannung der Schaltung: 0V, da T1 sperrt
B-E von T2: positiver Eingang vom Voltmeter an B: -0,5V, positiver an E: 2-3V.
C-E von T2: Eingangsspannung
T3 habe ich entfernt (LED geht nicht an, es sei denn, ich berühre den Anschluss der LED und Masse gleichzeitig mit dem Finger). Die Ausgangsspannung bleibt weiterhin 0.
Prinzipiell sollte sich B-E von T2 ja je nach Poti-Stellung ändern (?), was aber nicht der Fall ist. |
geralds

Wien, AT, 04.05.2008, 14:38
@ Jüwü
|
Labornetzteil: Fehlersuche: Ergebnis |
» » Danke für die Antwort.
» »
» » » Du meinst E-B ?
» » Nein, E-C. E-B ist ja 0, ansonsten hätte ich ja eine Ausgangsspannung.
»
» du hast aber vorher geschrieben:
» Zitat: Die C-E-Spannung von T1 ist immer die Eingangsspannung und ändert
» sich nicht.
» »
» » » Entferne mal den T3 und betreibe nur mit einer geringen Last (ca. 100
» » Ohm)
» » » - den Strombegrenzer brauchst du jetzt noch nicht. Die Schaltung soll
» » » zuerst die Spannung regeln und lass dich von der Overload-LED nicht
» » » irritieren wenn diese leuchten sollte.
» » » Meine Vermutung geht dahin, dass der Wert von R15 nicht stimmt (zu
» » hoch).
» » Hm, ich kann die Schaltung ja nicht belasten, wenn die Ausgangsspannung
» 0V
» » ist. Oder wie hast du das gemeint?
»
» Trotzdem solltest sie mal mit ca.100 Ohm belasten und den T3 entfernen.
----
hallo
r1 ist der kollektor-r von t2 und gleichzeitig der down-r in sperrrichtung für t1.
wegnehmen würde nicht funtionieren, da du mit dem spannungsabfall über r1 den arbeitspunkt für t1 einstellst. vielleicht sind in deiner zusammenstellung der bauteile additionen von toleranzen im spiel, die den t1 noch gesperrt lassen.
erhöhe r1 einmal auf 150ohm, bzw. mit einem 500ohm tpoti probeweise. es geht darum dass genügend flussspannung für t1 zum steuern von B-E da ist.
schau nochmals in den links von elko bei den minikursen die komplementäre darlington-schaltung mit den formeln an.
entfernen von t3 bringt, denke ich, keine lösung, ist die nachfolgende strombegrenzung mit anderem arbeitspunkt.
da wirkt der spannungsteiler bei "über"-belastung.
http://www.elektronik-kompendium.de/public/schaerer/kdarl1.htm
gerald -- ...und täglich grüßt der PC:
"Drück' ENTER! Feigling!" |
nonsense
04.05.2008, 14:46 (editiert von nonsense am 04.05.2008 um 14:49)
@ geralds
|
Labornetzteil: Fehlersuche: Ergebnis |
» erhöhe r1 einmal auf 150ohm, bzw. mit einem 500ohm tpoti probeweise. es
» geht darum dass genügend flussspannung für t1 zum steuern von B-E da ist.
Das bringt mir im Moment doch nichts, da T2 ja anscheinend sperrt?
» t3 entfernen heißt geregelte strombegrenzung wegnehmen, die den t2
» sperrend regelt, damit wäre t2 nur direkt vom 1.opa angesteuert. kann
» möglich sein, dass dann t1 aufgeht, denke aber nicht.
Geht nicht. |
geralds

Wien, AT, 04.05.2008, 14:47
@ nonsense
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Labornetzteil: Fehlersuche: Ergebnis |
» » du hast aber vorher geschrieben:
» » Zitat: Die C-E-Spannung von T1 ist immer die Eingangsspannung und
» » ändert sich nicht.
» Wahrscheinlich ein Missverständnis. So ist es im Moment:
»
» C-E von T1: Eingangsspannung
» B-E von T1: 0V, da T2 ja sperrt.
» Ausgangsspannung der Schaltung: 0V, da T1 sperrt
» B-E von T2: positiver Eingang vom Voltmeter an B: -0,5V, positiver an E:
» 2-3V.
» C-E von T2: Eingangsspannung
»
» T3 habe ich entfernt (LED geht nicht an, es sei denn, ich berühre den
» Anschluss der LED und Masse gleichzeitig mit dem Finger). Die
» Ausgangsspannung bleibt weiterhin 0.
»
» Prinzipiell sollte sich B-E von T2 ja je nach Poti-Stellung ändern (?),
» was aber nicht der Fall ist.
---
probiere mal was ich kurz vorher vorschlug.
die led sollte nur bei "über"strom - "überbelastung" aktiv werden. schaltungstechnisch ist der 2.opa ein anderer schaltungszweig, parallel nach der regelung, hat auf die regelung keine direkte auswirkung, es sei denn das ic ist hin. ? ist es das?
t3 entfernen heißt geregelte strombegrenzung wegnehmen, die den t2 sperrend regelt, damit wäre t2 nur direkt vom 1.opa angesteuert. kann möglich sein, dass dann t1 aufgeht, denke aber nicht.
gerald -- ...und täglich grüßt der PC:
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