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PhilippNrX

26.04.2008,
15:24
 

Audio-Filter - hä?! (Elektronik)

Einen sonnigen guten Tach wünsche ich euch,
ich hab mir irgendwann mal diese Schaltung zusammengebastelt, und frage mich, wie der Filter funktioniert.
Der Filter ist das, was vor dem ersten OpAmp aufgebaut ist, bzw. von dessen "Out" nach "-" geht.
R_4 ,R_5 und R_7, R_9 bilden jeweils ein Poti. Eines ist für die Höhen ab einer bestimmten Frequenz gedacht, das Andere für den Bass.
Wie schon mal gesagt, mache ich diese ganze Elektronikbastelei nur hobbymäßig. Mit "linearen" und simpel verzweigten Schaltungen komme ich gut zurecht, aber bei komplexeren Schaltungen wirds schon etwas schwieriger, weil ja im Grunde jedes alles beeinflusst...
Ich weiß nicht, was ich dann als konstant, oder nicht beeinflusst betrachten kann/soll, damit das Ganze durchsichtiger (linearer) wird.
Hier frage ich mich z.B.
-was C_2 da macht, der ist ja irgendwie parallel zum Poti geschaltet..
-warum sich Hoch- und Tiefpass nicht beeinflussen, und
-wie V_2, die Signalquelle, da mitspielt.
"Normalerweise" wird doch das Eingangssignal an den Verstärker gelegt, und über eine frequenzabhängige Rückkopplung gefiltert. Hier sitzt der Eingang direkt am Filter (und damit auch an dem Rückkopplungspfad), bzw. der Filter sitzt "zwischen" Eingang und Rückkopplung. Das verwirrt mich etwas..

Eigentlich wäre es super, wenn mir jemand mal die ganzer Filterschaltung langsam erklären könnte.
Danke für eure Hilfe!

MfG Philipp

Zwinkerle(R)

26.04.2008,
19:02

@ PhilippNrX

Audio-Filter - hä?!

Ehrlich gesagt bin ich nicht der NF-Freak, aber minimale Kenntnisse hatte ich mir mal erlesen.

Höhen- und Tiefenregelung sind meist als RC-Pass ausgeführt. Prinzipiell ist ein Hochpass ein im Signalweg liegender Kondensator mit einem nachfolgen Widerstand nach Signalmasse. Beim Tiefpass liegt der Widerstand im Signalweg und der Kondensator gegen Signalmasse.
Die Widerstände kann man variabel gestalten, eben Potis. Darüber hinaus gibt es auch kompliziertere mehrstufige Anordnungen. Bei deinem Filter ist es so.

Das Signal gelangt über die parallel geschalteten (deshalb geringere gegenseitige Beeinflussung) Pässe zum OPV. Je nachdem wie stark das Filter arbeitet, werden die verstärkten Signale erneut dem Filter zugeführt. Dadurch erreicht man eine größere Anhebung bzw. Absenkung der Frequenzen.

» Ich weiß nicht, was ich dann als konstant, oder nicht beeinflusst
» betrachten kann/soll, damit das Ganze durchsichtiger (linearer) wird.
Linear ist bei einer Klangregelung nichts, sonst könnte man ja nicht einzelne Frequenzen anheben bzw. absenken.

» -was C_2 da macht, der ist ja irgendwie parallel zum Poti geschaltet..
C2 ist der Kondensator des Tiefpasses. Mit R6 und dem Teilwiderstand des Potis zusammen bildet er den Eingangstiefpass. Zusammen mit R3 und dem Restwiderstandes des Potis den Rückkopplungstiefpass.
Analog dazu die Seite für die Höhen.

» -warum sich Hoch- und Tiefpass nicht beeinflussen, und
Wegen Parallelschaltung

» -wie V_2, die Signalquelle, da mitspielt.
Kaum ne Ahnung, aber sicher, um so geringer der Eingangswiderstand, umso höher die Eingangsdämpfung. Sicher aber auch Frequenzbestimmend.

» "Normalerweise" wird doch das Eingangssignal an den Verstärker gelegt,
» und über eine frequenzabhängige Rückkopplung gefiltert.
Passiert hier ja auch, nur dass das Signal vorher schon 1x die Kette durchläuft.

» Hier sitzt der Eingang direkt am Filter (und damit auch an dem Rückkopplungspfad)
Ne, eher nicht. Der Schleifer des Potis ist die Trennung.

» der Filter sitzt "zwischen" Eingang und Rückkopplung. Das verwirrt mich
» etwas..
Nicht ganz. Ein Teil sitzt bis zum Potischleifer und Eingang, die Rückkopllung zwischen Rückkopplung und Schleifer.


MfG

--
Don't feed Trolls!!!

Kendiman

E-Mail

26.04.2008,
22:07

@ PhilippNrX

Audio-Filter - hä?!

» Einen sonnigen guten Tach wünsche ich euch,
» ich hab mir irgendwann mal diese Schaltung zusammengebastelt, und frage
» mich, wie der Filter funktioniert.
» Der Filter ist das, was vor dem ersten OpAmp aufgebaut ist, bzw. von
» dessen "Out" nach "-" geht.
» R_4 ,R_5 und R_7, R_9 bilden jeweils ein Poti. Eines ist für die Höhen ab
» einer bestimmten Frequenz gedacht, das Andere für den Bass.
» Wie schon mal gesagt, mache ich diese ganze Elektronikbastelei nur
» hobbymäßig. Mit "linearen" und simpel verzweigten Schaltungen komme ich
» gut zurecht, aber bei komplexeren Schaltungen wirds schon etwas
» schwieriger, weil ja im Grunde jedes alles beeinflusst...
» Ich weiß nicht, was ich dann als konstant, oder nicht beeinflusst
» betrachten kann/soll, damit das Ganze durchsichtiger (linearer) wird.
» Hier frage ich mich z.B.
» -was C_2 da macht, der ist ja irgendwie parallel zum Poti geschaltet..
» -warum sich Hoch- und Tiefpass nicht beeinflussen, und
» -wie V_2, die Signalquelle, da mitspielt.
» "Normalerweise" wird doch das Eingangssignal an den Verstärker gelegt,
» und über eine frequenzabhängige Rückkopplung gefiltert. Hier sitzt der
» Eingang direkt am Filter (und damit auch an dem Rückkopplungspfad), bzw.
» der Filter sitzt "zwischen" Eingang und Rückkopplung. Das verwirrt mich
» etwas..
»
» Eigentlich wäre es super, wenn mir jemand mal die ganzer Filterschaltung
» langsam erklären könnte.
» Danke für eure Hilfe!
»
» MfG Philipp
»
»


Hallo PhilippNrX,
Es scheint ein aktiver Kuhschwanzentzerrer zu sein. Ich werde meine Unterlagen durchforsten und schauen, wie ich helfen. Ein passiver Kuhschwanzentzerrer ist noch verhältnismäßig einfach erklärbar. Ein aktiver Kuhschwanzentzerrer wird wohl nicht so einfach sein. Ich schau erstmal, ob die Schaltung richtig ist. Mir scheinen Kondensatoren zu fehlen.
Suchmaschinen mit " Kuhschwanzentzerrer " füttern und vorab Informationen sammeln.
Wenn ich was vernünftiges finde melde ich mich. Ob ich es dann auch erklären kann ???
Gruß Kendiman

HannsW

E-Mail

27.04.2008,
10:43

@ Kendiman

Audio-Filter - hä?!

» » Einen sonnigen guten Tach wünsche ich euch,
» » ich hab mir irgendwann mal diese Schaltung zusammengebastelt, und frage
» » mich, wie der Filter funktioniert.
» » Der Filter ist das, was vor dem ersten OpAmp aufgebaut ist, bzw. von
» » dessen "Out" nach "-" geht.
» » R_4 ,R_5 und R_7, R_9 bilden jeweils ein Poti. Eines ist für die Höhen
» ab
» » einer bestimmten Frequenz gedacht, das Andere für den Bass.
» » Wie schon mal gesagt, mache ich diese ganze Elektronikbastelei nur
» » hobbymäßig. Mit "linearen" und simpel verzweigten Schaltungen komme ich
» » gut zurecht, aber bei komplexeren Schaltungen wirds schon etwas
» » schwieriger, weil ja im Grunde jedes alles beeinflusst...
» » Ich weiß nicht, was ich dann als konstant, oder nicht beeinflusst
» » betrachten kann/soll, damit das Ganze durchsichtiger (linearer) wird.
» » Hier frage ich mich z.B.
» » -was C_2 da macht, der ist ja irgendwie parallel zum Poti geschaltet..
» » -warum sich Hoch- und Tiefpass nicht beeinflussen, und
» » -wie V_2, die Signalquelle, da mitspielt.
» » "Normalerweise" wird doch das Eingangssignal an den Verstärker gelegt,
» » und über eine frequenzabhängige Rückkopplung gefiltert. Hier sitzt der
» » Eingang direkt am Filter (und damit auch an dem Rückkopplungspfad),
» bzw.
» » der Filter sitzt "zwischen" Eingang und Rückkopplung. Das verwirrt mich
» » etwas..
» »
» » Eigentlich wäre es super, wenn mir jemand mal die ganzer
» Filterschaltung
» » langsam erklären könnte.
» » Danke für eure Hilfe!
» »
» » MfG Philipp
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» »
»
»
» Hallo PhilippNrX,
» Es scheint ein aktiver Kuhschwanzentzerrer zu sein. Ich werde meine
» Unterlagen durchforsten und schauen, wie ich helfen. Ein passiver
» Kuhschwanzentzerrer ist noch verhältnismäßig einfach erklärbar. Ein
» aktiver Kuhschwanzentzerrer wird wohl nicht so einfach sein. Ich schau
» erstmal, ob die Schaltung richtig ist. Mir scheinen Kondensatoren zu
» fehlen.
» Suchmaschinen mit " Kuhschwanzentzerrer " füttern und vorab Informationen
» sammeln.
» Wenn ich was vernünftiges finde melde ich mich. Ob ich es dann auch
» erklären kann ???
» Gruß Kendiman

Ich frage mich nur, was Du filtern möchtest, wenn Du ein reines Sinussignal von 1KHz auf den Eingang gibst.
Hanns

Jogi(R)

Da,
27.04.2008,
10:47
(editiert von Jogi
am 27.04.2008 um 10:49)


@ PhilippNrX

Audio-Filter - hä?!

» Einen sonnigen guten Tach wünsche ich euch,
» ich hab mir irgendwann mal diese Schaltung zusammengebastelt, und frage
» mich, wie der Filter funktioniert.
» Der Filter ist das, was vor dem ersten OpAmp aufgebaut ist, bzw. von
» dessen "Out" nach "-" geht.
» R_4 ,R_5 und R_7, R_9 bilden jeweils ein Poti. Eines ist für die Höhen ab
» einer bestimmten Frequenz gedacht, das Andere für den Bass.
» Wie schon mal gesagt, mache ich diese ganze Elektronikbastelei nur
» hobbymäßig. Mit "linearen" und simpel verzweigten Schaltungen komme ich
» gut zurecht, aber bei komplexeren Schaltungen wirds schon etwas
» schwieriger, weil ja im Grunde jedes alles beeinflusst...
» Ich weiß nicht, was ich dann als konstant, oder nicht beeinflusst
» betrachten kann/soll, damit das Ganze durchsichtiger (linearer) wird.
» Hier frage ich mich z.B.
» -was C_2 da macht, der ist ja irgendwie parallel zum Poti geschaltet..
» -warum sich Hoch- und Tiefpass nicht beeinflussen, und
» -wie V_2, die Signalquelle, da mitspielt.
» "Normalerweise" wird doch das Eingangssignal an den Verstärker gelegt,
» und über eine frequenzabhängige Rückkopplung gefiltert. Hier sitzt der
» Eingang direkt am Filter (und damit auch an dem Rückkopplungspfad), bzw.
» der Filter sitzt "zwischen" Eingang und Rückkopplung. Das verwirrt mich
» etwas..
»
» Eigentlich wäre es super, wenn mir jemand mal die ganzer Filterschaltung
» langsam erklären könnte.
» Danke für eure Hilfe!
»
» MfG Philipp
»
»

Geht auch schnell, hallo!
Das Ganze Ding ist, wenn man die Widerstände R4/5 und R7/) als Potibestandteile auffaßt, ein ganz normales Baxandall-Netzwerk (Kuhschwanzentzerrer) und dient als solches als Bass und Höhen Steller in Verstärkern.

Wie das geht ist auch schnell erklärt.

Beide Zweige stellen einen frequenzabhängigen Spannungsteiler dar, der eine für hohe Frequenzen, der andere für tiefe. Kombiniert also für Bass und Höhen.
Je nach Potistellung (Widerstandsverhältnis) werden die jeweiligen Frequenzbereiche also gegenüber dem Durchgangswiderstand bevorzugt oder benachteiligt.

Beim passiven Netzwerk wird tatsächlich das Durchgangssignal insgesamt über den ganzen Frequenzbereich um ~20dB gedämpft, damit die verhältnismäßige Anhebung eines Bereichs erfolgen kann (was dazu zaubern geht ja nicht).
Damit dies nicht erforderlich ist - es hat bekannte Nachteile wie Rauschen, partielle Übersteuerungen, Verzerrungserhöhungen durch die dann nötige Aufholverstärkung - ist diese Schaltung im Bild aktiv ausgeführt. Es wird also der natürlich auch hier nötige Verstärkungs-Abstand den die relative Anhebung einzelner Bereiche erforderlich macht nicht global weggedämpft, sondern das Netzwerk wird in die Gegenkopplung des OP gelegt, was im Gegensatz zum Passivnetzwerk dann tatsächlich eine aktive Absenkung und Anhebung der zu bevorzugenden Frequenzbereiche über die Verstärkung des OP ermöglicht.
In Mittelstellung halten sich Verstärkung und Absenkung die Waage, Folge ist ein (hoffentlich und idealerweise) linearer Durchlaß aller Frequenzen.

Warum der C2 ein Einzelgänger ist, liegt an Einsparungsgründen, die Originalschaltung hat statt dessen zwei Kondensatoren, die von je einem Poti-Anschlag zum Poti-Schleifer gehen, dann wird auch die Funktion als RC-Paß deutlicher erkennbar. So funktioniert es auch, aber da sich der Einzelkondensator über dem Poti virtuell abstützt ist die Schaltung, wenn sie nicht perfekt ausgemessen wird im Bereich kleinerer Anhebungen und Absenkungen schlechter und auch die Linearstellung in der Mitte kann leiden.
Die Superluxusausführung davon hat außerdem noch weitere Kondensatoren im Höhenbereich, die dafür sorgen, daß die Verstärkung und Absenkung nicht undefiniert weit und für Anhebung und absenkung noch unterschiedlich über ca. 15...20dB hinausschießt.

Der Eingang ist selbstverständlich niederohmig anzusteuern, fast alles in der Audiotechnik ist niederohmig anzusteuern (Spannungsanpassung), also gehört, wenn vorne der Verstärkereingang sein soll noch ein Impedanzwandler davor, der natürlich bei Ansteuerung aus einer niederohmigen Quelle wie dem Generator, oder aus einer Vorstufe eines Verstärkers, auf jedenfall bei sichergestellter Spannungsanpassung, entfallen kann.

--
Gruß Jogi - Es ist bereits alles gesagt, nur noch nicht von Jedem.

Kendiman

E-Mail

27.04.2008,
11:47

@ PhilippNrX

Audio-Filter - hä?!

Hallo Philipp,
es ist tatsächlich ein aktiver Kuhschwanzentzerrer, aber eine sparsame Ausführung. Baßanhebung 12,2 dB bei 20 Hz, Baßabsenkung -13,6 dB bei 20 Hz, Höhenanhebung 10,8 dB bei 20 kHz, Höhenabsenkung -10,6 dB bei 20 kHz.
Die Edelausführung hat 19,3 dB Baßanhebung, 21,8 dB Baßabsenkung sowie 22,8 dB Höhenanhebung und 21,4 dB Höhenabsenkung. Schaltbild der Edelausführung ist beigefügt. Der Name "Kuhschwanzentzerrer" ist dem Frequenzgang-Diagramm entnommen. Mit etwas Fantasie ähneln die Höhen- und Tiefendiagramme den Ausschlägen eines Kuhschwanzes. Das beigefügte Diagramm entspricht dem passiven Edel-Kuhschwanzentzerrer, der zwischen zwei Verstärkern liegt, im Gegensatz zum aktiven Entzerrer, der die Verstärkung eines OP beeinflußt. Natürlich muß vor den Entzerrer noch eine Stufe eingefügt werden, die den Klangeinsteller vom Eingangssignal unabhängig macht.
Bei mehr Info bitte melden
Gruß Kendiman


Zwinkerle(R)

27.04.2008,
13:18

@ Kendiman

Audio-Filter - hä?!

Hallo,

ist es nicht etwas ungewöhnlich logarithmische Potis in der Klangregelung zu verwenden? Alle Schaltungen dieser Art, die ich in der Literatur finde haben dort lineare Potis. Nur die Lautstärkeregler sind logs.

Ist das Diagramm auch den logs entsprechend?

MfG

--
Don't feed Trolls!!!

PhilippNrX

27.04.2008,
15:15

@ PhilippNrX

Audio-Filter - hä?!

Hallo,
erstmal Danke an alle vor allem an die mit dem größeren "externen" Aufwand! Ich fasse das mal alles hier zusammen...

@ Zwinkerle: Mit linear meinte ich nicht die Kennlinie irgendwelcher Bauteile, sondern eher so wie in Mathe..

» "Normalerweise" wird doch das Eingangssignal an den Verstärker gelegt,
» und über eine frequenzabhängige Rückkopplung gefiltert.
Passiert hier ja auch, nur dass das Signal vorher schon 1x die Kette durchläuft.

Kann ich das Signal denn auch direkt an den Op legen?? Dann wäre der Eingangswiderstand nicht so entscheidend.

@ "ße" Kendiman: Hat die Eledausführung denn irgendwelche klanglichen Vorteile, also ist der Klang "reiner" etc., oder gehts dabei nur um den Verstärkungsfaktor ?

@Jogi: Muss der Eingang niederohmig sein, damit er (auch)als Masse-Potential dienen kann?


Also ich fasse das mal zusammen:
Damit die Schaltung für mich nachvollziehbar wird, muss die Eingangsspannungsquelle (+C) einen Kurzschluss zu Masse darstellen. Und der Kondensator C_2 muss is 2 aufgeteilt werden, die dann an die Mittelanzapfung des Potis gehen.( Als ich das in der Simulation gemacht hatte, sah der Frequenzverlauf aber erheblich anders aus.. Auch die mittleren Frequenzen wurden angehoben, insgesamt ergab sich über den ganzen Frequenzbereich eine positive Verstärkung. Ist das normal, bzw. woran liegts?)
Also wenn das so geht, dann habe ich praktisch einen Spannungsteiler, für die Verstärkung, mit RC-Glied an der Mitte für die Frequenz?! Die Grenzfrequenz des RC-Glides ändert sich nicht, weil Auf- und Entladezeit zusammen konstant sind.
Für die Bassverstärkung allein genommen, sähe das dann so aus wie auf dem Bild unten?! Dabei bilden R8, R7, R9 und R2 den Spannungsteiler und R5, R6, R12 und C3 das RC-Glied. Der Kurvenverlauf sieht allerdings etwas anders aus, als erwartet... Wenigestens stimmt die Grenzfrequenz noch in etwa. Für die Höhen hätte ich dann das zweite Bild im Angebot, allerdings auch ohne C2. Mit C2 ähnelt der Frequenzverlauf wieder dem Kuhschwanz...seltsam.
Die Schaltung auf Kendimans erstem Bild ist etwas anders, z.B. wegen C5 und C6. Macht das denn irgendwelche qualitativen Unterschiede, oder kann man sagen, dass eine Variante besser als die andere ist?
Kann man diesen Filter eigentlich direkt aus der Kombination von 2 einzelnen Filtern für die Höhen und den Bass zusammenbasteln? Also einen Hi-Pass und nen Low-Pass
parallel schalten (das ganze dann zwischen "Out" und "-" des Ops klemmen) und dann nach irgendeinem mir unbekannten Prinzip sozusagen "doppelte" Bauteile weg lassen, bzw. zu einem kombinieren???
Mehr fällt mir im Moment nicht ein...

MfG Philipp




Jogi(R)

Da,
27.04.2008,
18:27

@ PhilippNrX

Audio-Filter - hä?!

» @Jogi: Muss der Eingang niederohmig sein, damit er (auch)als
» Masse-Potential dienen kann?

Solche Schaltungen müssen niederohmig angefahren werden, damit die RC-Übernahmefrequenzen stimmen, sonst hat man je nach Quellimpedanz unterschiedliche Arbeitspunkte und undefinierbares Verhalten.

--
Gruß Jogi - Es ist bereits alles gesagt, nur noch nicht von Jedem.

PhilippNrX

27.04.2008,
19:13

@ Jogi

Audio-Filter - hä?!

Öh, heißt das jetzt sowas wie ja?!

Gruß Philipp

PhilippNrX

27.04.2008,
19:54

@ Jogi

Audio-Filter - hä?!

» » @Jogi: Muss der Eingang niederohmig sein, damit er (auch)als
» » Masse-Potential dienen kann?
»
» Solche Schaltungen müssen niederohmig angefahren werden, damit die
» RC-Übernahmefrequenzen stimmen, sonst hat man je nach Quellimpedanz
» unterschiedliche Arbeitspunkte und undefinierbares Verhalten.

Darunter kann ich mit erstmal nicht viel vorstellen.
Wo, wenn nicht durch die Signalquelle, besteht denn ein bezug zur Masse? Brauchen die Spannungsteiler im Filter keinen festen Bezugspunkt?

Gruß Philipp

PhilippNrX

27.04.2008,
20:32

@ Kendiman

Audio-Filter - hä?!

Hallo Kendiman,
wie hast du eigentlich die jeweiligen Verstärkungsfaktoren und Frequenzen berechnet??
Und zu deinen Bildern hätte ich auch noch Fragen.
Würde die Schaltung aus dem zweiten Bild auch mit weniger als 30V laufen? Und sind in Bild 3 die "großen" Kurven die jeweiligen Frequenzgänge der Filter, die sich dann zu der mittleren Kurve überlagern? Das sieht aus wie ein Bandpass- und ein Bandstop-Filter, die leicht gegeneinader verstimmt sind, sozusagen. Ist das so? Ich dachte wir hätten hier mehr oder weniger zwei Shelvingfilter (keine Ahnung wie die sich auf Deutsch nennen).

MfG Philipp

hws(R)

E-Mail

59425 Unna,
27.04.2008,
20:35

@ PhilippNrX

Audio-Filter - hä?!

Der gemeinsame Bezugspunkt ist im allgemeinen die Masse.

» » Solche Schaltungen müssen niederohmig angefahren werden ...

Soll heißen, das ganze funktioniert nur dann vernünftig, wenn die vorhergehende Stufe eine relativ niedrige Ausgangsimpedanz hat.

» Darunter kann ich mit erstmal nicht viel vorstellen.

Die Schaltung basiert darauf, dass für hohe und tiefe Frequenzen je nach Potistellung "verschieden hohe Widerstände" bestehen. Und die sind in der Höhe genau berechnet.

Kommt ein unbekannter - oder wechselnder Widerstand durch die Ausgangsimpedanz der vorhergehenden Stufe dazu, passt die Berechnung nicht mehr.

hws

Kendiman

E-Mail

27.04.2008,
22:17

@ PhilippNrX

Audio-Filter - hä?!

» Hallo Kendiman,
» wie hast du eigentlich die jeweiligen Verstärkungsfaktoren und Frequenzen
» berechnet??
Habe ich nicht berechnet, sondern die
Schaltungen in ein Simulationsprogramm eingegeben,
und die Frequenzen zwischen 20 Hz und 20 kHz gewobbelt. ( Bodegenerator). Den Frequenzgang kann ich dann sehen und auch auswerten. Das Ergebnis ist ja bekannt.
» Und zu deinen Bildern hätte ich auch noch Fragen.
» Würde die Schaltung aus dem zweiten Bild auch mit weniger als 30V laufen?
Natürlich läuft die Schaltung auch mit geringerer Betriebsspannung, nur dann ist das Ausgangssignal geringer und man braucht dann eine zusätzliche Verstärkerstufe mit hoher Spannung, um damit die Endstufe auszusteuern. Darum besser gleich mit 30 Volt arbeiten.
» Und sind in Bild 3 die "großen" Kurven die jeweiligen Frequenzgänge der
» Filter, die sich dann zu der mittleren Kurve überlagern? Das sieht aus wie
» ein Bandpass- und ein Bandstop-Filter, die leicht gegeneinader verstimmt
» sind, sozusagen. Ist das so? Ich dachte wir hätten hier mehr oder weniger
» zwei Shelvingfilter (keine Ahnung wie die sich auf Deutsch nennen).
»
» MfG Philipp

Die drei Kurven zeigen den Frequenzgang jeweils bei Reglerstellung Minimum, Reglermittenstellung Mitte und Reglerstellung Maximum.
1. die Höhen- und Tiefenanhebung bei Maximalanschlag der Höhen- und Tiefenregler
2. Die mittlere(fast gerade) Kurve(Linie) zeigt den Frequenzgang bei Reglermittenstellung, also keine Anhebung oder Absenkung von hohen und tiefen Frequenzen.
3. Absenkung von Höhen und Bässen bei Minimalstellung der beiden Regler.
Um den Klangsteller( Kuhschwanzentzerrer ) vom Eingang zu entkoppeln, ist es sinnvoll eine Schaltung mit geringem Ausgangswiderstand ( Transistor in Kollektorschaltung )
vor den Klangsteller einzufügen. Im Bild 2 ist der 1.Transistor so eine geeignete Schaltung. Darum hat man sie hier auch eingesetzt.

PS. Eine Frage beantwortet und zwei neue Fragen tun sich auf.
Weitere Fragen, dann melden.
Gruß Kendiman

Kendiman

E-Mail

27.04.2008,
22:51

@ PhilippNrX

Audio-Filter - hä?!

»
» @ "ße" Kendiman: Hat die Eledausführung denn irgendwelche klanglichen
» Vorteile, also ist der Klang "reiner" etc., oder gehts dabei nur um den
» Verstärkungsfaktor ?

Mit der Edelauführung kann man die Höhen und Bässe noch
stärker anheben oder absenken,( z.B 20 dB statt 13 dB) als mit der Sparversion. der Klang ist nicht reiner. Man kann auch des Guten zu viel tun und bei einem kräftigen Verstärker die Bässe so weit aufdrehen, daß die Membrane des Baßlautsprecher so stark ausschwingt, bis die Schwingspule im Lautprechermagneten aufschägt. Das hat der Baßlautsprecher nicht überlebt. Plötzlich klingt die Box wie eine Gießkanne. So habe ich meine ersten Erfahrungen gemacht. Ich wollt doch mal sehen wie ein guter Baß klingt und habe den Baßregler voll aufgedreht.
Bei weireren Fragen - melden
Gruß Kendiman

Jogi(R)

Da,
28.04.2008,
16:50

@ PhilippNrX

Audio-Filter - hä?!

» » » @Jogi: Muss der Eingang niederohmig sein, damit er (auch)als
» » » Masse-Potential dienen kann?
» »
» » Solche Schaltungen müssen niederohmig angefahren werden, damit die
» » RC-Übernahmefrequenzen stimmen, sonst hat man je nach Quellimpedanz
» » unterschiedliche Arbeitspunkte und undefinierbares Verhalten.
»
» Darunter kann ich mit erstmal nicht viel vorstellen.
» Wo, wenn nicht durch die Signalquelle, besteht denn ein bezug zur Masse?
» Brauchen die Spannungsteiler im Filter keinen festen Bezugspunkt?
»
» Gruß Philipp

Du wirfst mehrere Dinge in einen Topf.

Der allgegenwärtige Bezugspunkt ist Masse, durch die Quelle hindurch (Idealfall Innenwiderstand = 0) und überall in der Schaltung.

Wenn du mit Bezugspunkt meist, wieso die Saugkreise der Filters nicht an Masse (als Bezugspunkt) liegen, studiere mal die OPAMP-Grundlagen.
Du wirst sehen, daß der OP sich an einem virtuellen Nullpunkt orientiert, der hier über den Spannungsteiler am nichtinvertierenden Eingang gebildet wird. Und da eine der OPAMP-Regeln lautet, daß er alle Potentialunterschiede seiner Ein- und Ausgänge auf gleiches Potential zieht, solange es nicht seine Verstärkungsreserven überschreitet, hast du diesen virtuellen Nullpunkt an beiden Eingängen und am Ausgang.
Sprich, massetechnisch liegen die Komponenten des Filters, die zum OP-Ausgang gehen auf virtuell Null (Masse).

Darüberhinaus wird die Phasenlage im OP gedreht, es handelt sich also nicht nur um einen virtuellen Nullpunkt, sondern zusätzlich um eine Gegenkopplung, sprich Abschwächung.

--
Gruß Jogi - Es ist bereits alles gesagt, nur noch nicht von Jedem.