triti
18.04.2008, 20:38 |
Wie bei sprudelndem Wasser sauberes Signal bekommen? (Elektronik) |
Hallo!
Hab mich gerade durch den Thread gekämpft:
http://www.elektronik-kompendium.de/forum/forum_entry.php?id=49019&page=9&category=Schaltungstechnik&order=time
Die Sache scheint ja zu funktionieren.
Ich hab aber ein Signalproblem: 2 Edelstahlstifte (Elektroden) tauchen dauernd in sprudelnd kochendes Wasser. Wenn der Wasserstand zu gering ist, soll der Strom zur Relaisspule abgeschalten werden, (die Heizstäbe sind dann ohne Strom), bis wieder Wasser nachgefüllt wird.
Durch das Sprudeln hab ich aber kein sauberes Signal, wenn der Wasserstand sinkt. Die Sache schaltet immer hin und her.
Gibts dafür eine einfache Lösung?
(Schwimmer ist keine Lösung, das selbe Problem).
lg
Triti |
Zwinkerle
18.04.2008, 20:46
@ triti
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Wie bei sprudelndem Wasser sauberes Signal bekommen? |
» Gibts dafür eine einfache Lösung?
Zeitverzögerung mit nem 555 würde schon reichen. Nur wenn das Signal, sagen wir 5 Sekunden auf Dauer weg ist, wird geschalten.
Die Frage die sich mir stellt, zu was dient es? -- Don't feed Trolls!!! |
triti
18.04.2008, 21:11
@ Zwinkerle
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Wie bei sprudelndem Wasser sauberes Signal bekommen? |
Hi,
» » Gibts dafür eine einfache Lösung?
» Zeitverzögerung mit nem 555 würde schon reichen. Nur wenn das Signal,
» sagen wir 5 Sekunden auf Dauer weg ist, wird geschalten.
» Die Frage die sich mir stellt, zu was dient es?
Die Frage kann beantwortet werden: Dient als Idiotensicherung. Ein Wasserkocher im Schullabor wird zum Kochen gebracht, dann kommen Gläser mit Proben rein, das ganze muss 2 Tage kochen. Weil immer jemand vergisst, das Wasser zum Nachfüllen aufzudrehen, muss ich den Wasserstand nach unten irgendwie begrenzen, weil ohne Wasser verglühen die Heizstäbe und wir brennen ab (läuft auch über Nacht).
lch hab für dieses Wasserbad einen Thermostat mit einem LM358 gebaut und schalte damit über ein 12V-Relais die 230V für die Heizstäbe.
Wo/Wie soll ich da den NE555 schlauerweise reintun?
An den Burschen hab ich auch schon gedacht, aber mir fehlt noch das "wie genau tut man da"...
lg
Triti |
Visitor
18.04.2008, 21:15
@ triti
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Wie bei sprudelndem Wasser sauberes Signal bekommen? |
Wie wäre es mit einem hochsiedenden Medium, welches praktisch nicht verdampft, statt Wasser, z.B. Silikonöl. Wird in chemischen Labors häufig eingesetzt. |
Zwinkerle
18.04.2008, 21:17
@ triti
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Wie bei sprudelndem Wasser sauberes Signal bekommen? |
» » Die Frage die sich mir stellt, zu was dient es?
»
» Die Frage kann beantwortet werden: Dient als Idiotensicherung. Ein
» Wasserkocher im Schullabor wird zum Kochen gebracht, dann kommen Gläser
» mit Proben rein, das ganze muss 2 Tage kochen. Weil immer jemand vergisst,
» das Wasser zum Nachfüllen aufzudrehen, muss ich den Wasserstand nach unten
» irgendwie begrenzen, weil ohne Wasser verglühen die Heizstäbe und wir
» brennen ab (läuft auch über Nacht).
Also Trockenlaufschutz, dann würde ich gar keine Verzögerung vorsehen, sondern die Elektroden etwas tiefer hängen. Was sagt denn ein hoffentlich vorhandener Sicherheitsbeauftragter dazu? Ich könnte mir vorstellen, es ist eher verboten.
Muss denn das Wasser die ganze Zeit sieden, oder welche Temperatur soll ständig vorhanden sein? -- Don't feed Trolls!!! |
triti
18.04.2008, 22:42
@ Zwinkerle
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Wie bei sprudelndem Wasser sauberes Signal bekommen? |
Silikonöl? Was es nicht alles gibt. Werde den Vorschlag mal weiterleiten.
» sondern die Elektroden etwas tiefer hängen.
Das ändert nichts daran dass das Relais vor dem Abschalten mächtig flattert.
» Was sagt denn ein hoffentlich vorhandener » Sicherheitsbeauftragter dazu? Ich könnte mir vorstellen,
» es ist eher verboten.
*Lachkrampf*. Sicherbeitsbeauftragter? Ja, irgendwo auf einem Papier steht was von so einem....
Hier Österreich, nix Deutschland!
» Muss denn das Wasser die ganze Zeit sieden, oder welche Temperatur soll
» ständig vorhanden sein?
Ja, muss ständig sieden.
lg
Triti |
Visitor
18.04.2008, 23:37
@ triti
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Wie bei sprudelndem Wasser sauberes Signal bekommen? |
» » Was sagt denn ein hoffentlich vorhandener » Sicherheitsbeauftragter
» dazu? Ich könnte mir vorstellen,
» » es ist eher verboten.
» *Lachkrampf*. Sicherbeitsbeauftragter? Ja, irgendwo auf einem Papier steht
» was von so einem....
» Hier Österreich, nix Deutschland!
Wenn Euer Schullabor abfackelt dürfte bei Dir ziemlich schnell statt Gelächter Heulen und Zähneklapperen einsetzen. Dafür sorgt allein die dann für die Schadensregulierung zuständige Versicherung. Und die verstehen garantiert keinen Spaß auch nicht in Österreich, Stichwort "grobe Fahrlässigkeit".
Wenn es sich um ein Schullabor handelt, fragt in der Chemie nach, dort hat man öfter das Problem, Ansätze längere Zeit auf höhere Temperaturen zu erhitzten.
Silikon- bzw. Polyglycolbäder sind dort das Mittel der Wahl. Außerdem haben die Heizplatten. i.a. eine Temperaturregelung und Überlastschutz. |
paali
18.04.2008, 23:44
@ triti
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Wie bei sprudelndem Wasser sauberes Signal bekommen? |
» Gibts dafür eine einfache Lösung?
» (Schwimmer ist keine Lösung, das selbe Problem).
»
» lg
» Triti
Hallo,
ein beidseitig offenes Rohr senkrecht in die Flüssigkeit stellen.
In dem Rohr beruhigt sich die Flüssigkeit. Dann in das Rohr den Sensor einbringen.
So werden Pegelmeßstellen ausgerüstet.
Gruß paali |
Zwinkerle
19.04.2008, 00:58
@ triti
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Wie bei sprudelndem Wasser sauberes Signal bekommen? |
» Silikonöl? Was es nicht alles gibt. Werde den Vorschlag mal weiterleiten.
»
» » sondern die Elektroden etwas tiefer hängen.
» Das ändert nichts daran dass das Relais vor dem Abschalten mächtig
» flattert.
Das kann man ja so ausschließen, indem es nicht mehr zum flattern kommt, das Relais einfach abfällt bei der ersten Unterbrechnung und keinen neuen Strom bekommt -> Stichwort: Selbsthaltung.
» » Was sagt denn ein hoffentlich vorhandener » Sicherheitsbeauftragter
» dazu? Ich könnte mir vorstellen,
» » es ist eher verboten.
» *Lachkrampf*. Sicherbeitsbeauftragter? Ja, irgendwo auf einem Papier steht
» was von so einem....
» Hier Österreich, nix Deutschland!
Hat damit nix zu tun, würde mich als Schüler aber auch nicht jucken, hast Recht. Ist Sache des Lehrers, Dozenten.
» » Muss denn das Wasser die ganze Zeit sieden, oder welche Temperatur soll
» » ständig vorhanden sein?
» Ja, muss ständig sieden.
Nur ein Tipp, in Österreich hat Wasser beim Sieden seltenst bis niemals 100°C. Könnte eine Rolle für euer Experiment spielen. -- Don't feed Trolls!!! |
ollanner
19.04.2008, 11:34
@ Zwinkerle
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Wie bei sprudelndem Wasser sauberes Signal bekommen? |
» Das kann man ja so ausschließen, indem es nicht mehr zum flattern kommt,
» das Relais einfach abfällt bei der ersten Unterbrechnung und keinen neuen
» Strom bekommt -> Stichwort: Selbsthaltung.
Den Sensor einfach als Öffner Betreiben (Transistorschaltung mit Relais dran, davon den Öffner nehmen und damit die Stromzufuhr des Kocherschützes unterbrechen.) Solche billigen Selbsthaltungsabschaltungen findet man überall wieder.
» Nur ein Tipp, in Österreich hat Wasser beim Sieden seltenst bis niemals
» 100°C. Könnte eine Rolle für euer Experiment spielen.
Auch im flachen Land um Hamburg herum kommt man beim Wasserkochen nur auf rund 98°C. Und in Österreich sind es warscheinlich noch weniger. Im Vaakuum siedet Wasser schon bei Raumtemperatur. -- Gruß
Der Ollanner |
PhilippNrX
19.04.2008, 15:29
@ ollanner
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Wie bei sprudelndem Wasser sauberes Signal bekommen? |
» Im
» Vaakuum siedet Wasser schon bei Raumtemperatur.
Sicher, dass du Sieden meinst und nicht eher das Entweichen von im Wasser gelösten Gasen (CO2 etc.) bei Unterdruck?! Oder lebst du in der Wüste?
Gruß Philipp |
triti
19.04.2008, 16:01
@ paali
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Wie bei sprudelndem Wasser sauberes Signal bekommen? |
Hallo!
@paali: ein beidseitig offenes Rohr senkrecht in die Flüssigkeit stellen.
@ollanner: ...billigen Selbsthaltungsabschaltungen...
Danke für die konstruktiven Tips. Werde zuerst das mit dem Rohr ausprobieren, sonst Selbsthaltungsschaltung.
@philipp: ..Sicher, dass du Sieden meinst und nicht eher das Entweichen von im Wasser gelösten Gasen..
Eben darum gehts. In die wässrigen Bodenproben kommt H2O2 rein, zerstört die organische Substanz, und der Rest soll dann wieder raus. Darum das Zeug in siedendes/kochendes Wasser (95-100°C) stellen, dann gast H2O2 aus.
lg
Triti |
ollanner
19.04.2008, 17:33
@ PhilippNrX
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Wie bei sprudelndem Wasser sauberes Signal bekommen? |
» » Im
» » Vaakuum siedet Wasser schon bei Raumtemperatur.
»
» Sicher, dass du Sieden meinst und nicht eher das Entweichen von im Wasser
» gelösten Gasen (CO2 etc.) bei Unterdruck?! Oder lebst du in der Wüste? 
Und dass, Reinhold Messner auf dem Mount Everest seine Fruhstückseier nicht gar bekommt ist wohl nicht auf den Siedepunkt des Wassers in Bezug auf den Luftdruck zurück zu führen???  -- Gruß
Der Ollanner |
ollanner
19.04.2008, 17:42
@ triti
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Wie bei sprudelndem Wasser sauberes Signal bekommen? |
» @philipp: ..Sicher, dass du Sieden meinst und nicht eher das Entweichen
» von im Wasser gelösten Gasen..
» Eben darum gehts. In die wässrigen Bodenproben kommt H2O2 rein, zerstört
» die organische Substanz, und der Rest soll dann wieder raus. Darum das
» Zeug in siedendes/kochendes Wasser (95-100°C) stellen, dann gast H2O2
» aus.
Warum den Behälter mit den Proben nicht in einen Backofen auf 100°C Umluft stellen??? Da wird die wässrige Masse genau so warm und dann gast der H2O2 aus. Son Backofen kann man auch so per CEE-Con Dose anschließen und irgendwo in den Raum stellen, sofern im Labor keiner da ist. -- Gruß
Der Ollanner |
Zwinkerle
19.04.2008, 18:36
@ ollanner
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Wie bei sprudelndem Wasser sauberes Signal bekommen? |
» Darum das Zeug in siedendes/kochendes Wasser (95-100°C) stellen, dann gast H2O2 aus.
In Chemie bin ich ne Niete. Deshalb mal ne Frage. Wielange dauert das ausgasen von Wasserstoffperoxyd bei etwa 100°C dann? Die Siedetemperatur, wo das Zeug in den gasförmigen Zustand übergeht liegt doch über 150°C?
Nur Interesse halber.
MfG -- Don't feed Trolls!!! |
Visitor
19.04.2008, 21:36
@ triti
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Wie bei sprudelndem Wasser sauberes Signal bekommen? |
Eigentlich kann man davon ausgehen, daß H2O2 durch die katalystischen Oberflächeneffekte der Bodenprobe von alleine zersetzt wird.
Andernfalls wäre noch zu überlegen, H2O2 reduktiv z.B. mit Natriumthiosulfat bzw. Natriumsulfit zu "vernichten". |