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Didi

E-Mail

Haren,
11.04.2008,
09:26
 

Füllstandschaltung (Elektronik)

Hallo
Ich möchte eine Füllstandsschaltung mit einem Drucksensor aufbauen ca 1-1,5 m hoch und benötige 4-6 Schaltschwellen

herrma(R)

Homepage E-Mail

11.04.2008,
10:31

@ Didi

Füllstandschaltung

Was willst du den messen (Flüssigkeit, Schüttgut, ..) und welche Bedingungen (z.B. Art des Behälters, ...) sind gegeben?

» Ich möchte eine Füllstandsschaltung mit einem Drucksensor aufbauen ca
» 1-1,5 m hoch und benötige 4-6 Schaltschwellen

Hartwig

11.04.2008,
12:21

@ Didi

Füllstandschaltung

» Hallo
» Ich möchte eine Füllstandsschaltung mit einem Drucksensor aufbauen ca
» 1-1,5 m hoch und benötige 4-6 Schaltschwellen

Hallo,
also, ich gehe mal davon aus, daß es um Wasser oder ähnliche Flüssigkeiten geht. Behälter ist weniger wichtig so es kein Druckbehälter ist. Die meisten Drucksensoren (Freescale etc.) sind entweder als Messsbrücke geschaltet oder haben einen Ausgang von z.B. 0-5V. Da solltest Du Dir die Datenblätter Applikationen ansehen. Die Stufeneinteilung macht also Deine "Messwertverarbeitung", z. B. ein Microcontroller (für 4-6 Stufen sinnvoll!). Bedenke, daß die einfacheren (billigeren) Sensoren als Brücke mit/ohne Kompensation noch einen Instrumentierungsvertärker benötigen. Da sind die Sensoren mit integriertem Verstärker viel einfacher in der Anwendung (Sensor direkt an µC anschliessen)
Es empfiehlt sich, die Sensoren "trocken" zu montieren - also der Sensor über dem max. Wasserspiegel, verbunden zu einem Tauchrohr, daß bis an den Boden des Behälters reicht. Bei dichtem Tauchrohr baut sich in diesem ein Druck auf, der der Füllhöhe proportional ist und mit dem Senso gemessen werden kann. Für genaue Messungen oder wenn gute Langzeitstabilität gefordert ist, sollte das Tauchrohr "gespült" werden - D.h. das z. B. mit einer Membranpumpe ständig eine geringe Menge Luft in das Tauchrohr geblasen wird. Die Luft wird unten aus dem Rohr herausgedrückt und dadurch durch Undichtigkeiten, Diffusion oder Luftdruck/Temperaturunterschiede bedingtes Eindringen der Flüssigkeit in das Rohr vermieden. Bei geringeren Ansprüchen an die Genauigkeit reicht es, das Tauchrohr von Zeit zu Zeit zu spülen - allerdings muß man dann dafür sorgen, daß die Pumpe in Ruhe absolut dicht ist. Die Wartungsfreie Messung von Füllständen über längeren Zeitraum ist nicht ganz einfach. Auch wenn einige Senoren eine Edelstahlmembran haben, die zudem noch mit Silikongel geschützt ist, habe ich keine Erfahrung, wie diese Sensoren langfristig "unter Wasser" im neutralen pH Bereich arbeiten.
Viele Grüße
Hartwig

Didi

E-Mail

Haren,
11.04.2008,
13:43

@ Hartwig

Füllstandschaltung

» » Hallo
» » Ich möchte eine Füllstandsschaltung mit einem Drucksensor aufbauen ca
» » 1-1,5 m hoch und benötige 4-6 Schaltschwellen
»
» Hallo,
» also, ich gehe mal davon aus, daß es um Wasser oder ähnliche Flüssigkeiten
» geht. Behälter ist weniger wichtig so es kein Druckbehälter ist. Die
» meisten Drucksensoren (Freescale etc.) sind entweder als Messsbrücke
» geschaltet oder haben einen Ausgang von z.B. 0-5V. Da solltest Du Dir die
» Datenblätter Applikationen ansehen. Die Stufeneinteilung macht also Deine
» "Messwertverarbeitung", z. B. ein Microcontroller (für 4-6 Stufen
» sinnvoll!). Bedenke, daß die einfacheren (billigeren) Sensoren als Brücke
» mit/ohne Kompensation noch einen Instrumentierungsvertärker benötigen. Da
» sind die Sensoren mit integriertem Verstärker viel einfacher in der
» Anwendung (Sensor direkt an µC anschliessen)
» Es empfiehlt sich, die Sensoren "trocken" zu montieren - also der Sensor
» über dem max. Wasserspiegel, verbunden zu einem Tauchrohr, daß bis an den
» Boden des Behälters reicht. Bei dichtem Tauchrohr baut sich in diesem ein
» Druck auf, der der Füllhöhe proportional ist und mit dem Senso gemessen
» werden kann. Für genaue Messungen oder wenn gute Langzeitstabilität
» gefordert ist, sollte das Tauchrohr "gespült" werden - D.h. das z. B. mit
» einer Membranpumpe ständig eine geringe Menge Luft in das Tauchrohr
» geblasen wird. Die Luft wird unten aus dem Rohr herausgedrückt und dadurch
» durch Undichtigkeiten, Diffusion oder Luftdruck/Temperaturunterschiede
» bedingtes Eindringen der Flüssigkeit in das Rohr vermieden. Bei geringeren
» Ansprüchen an die Genauigkeit reicht es, das Tauchrohr von Zeit zu Zeit zu
» spülen - allerdings muß man dann dafür sorgen, daß die Pumpe in Ruhe
» absolut dicht ist. Die Wartungsfreie Messung von Füllständen über längeren
» Zeitraum ist nicht ganz einfach. Auch wenn einige Senoren eine
» Edelstahlmembran haben, die zudem noch mit Silikongel geschützt ist, habe
» ich keine Erfahrung, wie diese Sensoren langfristig "unter Wasser" im
» neutralen pH Bereich arbeiten.
» Viele Grüße
» Hartwig


Der Sensor soll oben in einem Rohr sitzen

was ist besser, selber verstärken, oder einen Sensor mit 0-4,7 V

Hartwig

11.04.2008,
14:20

@ Didi

Füllstandschaltung

» » » Hallo
» » » Ich möchte eine Füllstandsschaltung mit einem Drucksensor aufbauen ca
» » » 1-1,5 m hoch und benötige 4-6 Schaltschwellen
» »
» » Hallo,
» » also, ich gehe mal davon aus, daß es um Wasser oder ähnliche
» Flüssigkeiten
» » geht. Behälter ist weniger wichtig so es kein Druckbehälter ist. Die
» » meisten Drucksensoren (Freescale etc.) sind entweder als Messsbrücke
» » geschaltet oder haben einen Ausgang von z.B. 0-5V. Da solltest Du Dir
» die
» » Datenblätter Applikationen ansehen. Die Stufeneinteilung macht also
» Deine
» » "Messwertverarbeitung", z. B. ein Microcontroller (für 4-6 Stufen
» » sinnvoll!). Bedenke, daß die einfacheren (billigeren) Sensoren als
» Brücke
» » mit/ohne Kompensation noch einen Instrumentierungsvertärker benötigen.
» Da
» » sind die Sensoren mit integriertem Verstärker viel einfacher in der
» » Anwendung (Sensor direkt an µC anschliessen)
» » Es empfiehlt sich, die Sensoren "trocken" zu montieren - also der
» Sensor
» » über dem max. Wasserspiegel, verbunden zu einem Tauchrohr, daß bis an
» den
» » Boden des Behälters reicht. Bei dichtem Tauchrohr baut sich in diesem
» ein
» » Druck auf, der der Füllhöhe proportional ist und mit dem Senso gemessen
» » werden kann. Für genaue Messungen oder wenn gute Langzeitstabilität
» » gefordert ist, sollte das Tauchrohr "gespült" werden - D.h. das z. B.
» mit
» » einer Membranpumpe ständig eine geringe Menge Luft in das Tauchrohr
» » geblasen wird. Die Luft wird unten aus dem Rohr herausgedrückt und
» dadurch
» » durch Undichtigkeiten, Diffusion oder Luftdruck/Temperaturunterschiede
» » bedingtes Eindringen der Flüssigkeit in das Rohr vermieden. Bei
» geringeren
» » Ansprüchen an die Genauigkeit reicht es, das Tauchrohr von Zeit zu Zeit
» zu
» » spülen - allerdings muß man dann dafür sorgen, daß die Pumpe in Ruhe
» » absolut dicht ist. Die Wartungsfreie Messung von Füllständen über
» längeren
» » Zeitraum ist nicht ganz einfach. Auch wenn einige Senoren eine
» » Edelstahlmembran haben, die zudem noch mit Silikongel geschützt ist,
» habe
» » ich keine Erfahrung, wie diese Sensoren langfristig "unter Wasser" im
» » neutralen pH Bereich arbeiten.
» » Viele Grüße
» » Hartwig
»
»
» Der Sensor soll oben in einem Rohr sitzen
»
» was ist besser, selber verstärken, oder einen Sensor mit 0-4,7 V

genau das meinte ich ja - der Sensor sitzt im Tauchrohr oben, auch ok. Aber vorsicht, wenn das ein Differenzdrucksensor ist, muß ein Anschluß auf Außenluftdruck liegen!. Mit Absolutdrucksensor geht das so. Mit dem 0-4,7V Sensor ersparst Du dir den Instrumentierungsverstärker, also 2-3 OPVs, Widerstände, Trimmer, Platine, Arbeit......

Hartwig