triti
09.03.2008, 18:20 |
Sperrwandler funktioniert zu gut und überhaupt .... (Elektronik) |
Hallo!
Ich hab ein ungewöhnliches Problem. Das erste Mal, dass etwas auf Anhieb funktioniert - und das vielleicht zu gut.
Ich hab mir mit einem gelben Ferritring (aus einem Netzteil)und 35:20 Wicklungen 0,2mm CuL drauf und 2 Transistoren (BC337 und 547) einen Wandler gebaut, um mein Fahrrad vorn mit einer 1.5V-Batterie LEDmässig zu beleuchten.
Schaltplan "LED-Torch Circuit-3" von der Seite
www.talkingelectronics.com/projects/LEDTorchCircuits/LEDTorchCircuits-P1.html
nur habe ich den 10k-Poti weggelassen und bin gleich mit 330R auf die Basis eines BC337-40 gegangen.
Schaltdiode ist bei mir eine 1N4148.
Das Ding bringt aber mit einer (EINER !) nurmehr mittelmässig geladenen AAA 1.5V-Batterie schon stabile 8V bei 15mA, und das bei 3x3 angehängten LEDs!
(Mit 2 Batterien, also ca. 3V und auch bei 3.3V von PC-Netzteil sind es 9V bei 17mA. Wieso ist da der Unterschied zu einer einzigen Batterie so wenig?)
Sind die 8V zuviel für die LEDs (je 3 in Serie) oder genügt es, dass der Strom ohnehin nur 15 bzw. 17mA ist?
Soll ich eine 5V Z-Diode vor den LEDs geben oder ist das Unsinn?
lg
Triti |
enton
09.03.2008, 18:24
@ triti
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Sperrwandler funktioniert zu gut und überhaupt .... |
» Sind die 8V zuviel für die LEDs (je 3 in Serie)
Schätzungweiße nicht. Weiße LED's brauchen so viel ich weiß immer mindestens 2,5V. Es gibt da aber auch verschiedene.
Es gibt auch welche die 4,5V oder noch mehr brauchen(hab sogar mal welche mit 12V gesehen).
Da musst du ins Datenblatt deiner LED schauen. -- Da säuft man den ganzen Tag und wird trotzdem nicht für voll genommen  |
Elko_Scotty

09.03.2008, 18:31
@ enton
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Sperrwandler funktioniert zu gut und überhaupt .... |
Hallo,
LED'S werden nur über den Strom geschaltet (am Besten mit Konstantstrom).
Die Spannung ergibt sich automatisch.
MfG
Scotty -- Nur wer nichts macht, macht keine Fehler
wer keine Fehler macht, wird befördert. |
x y
09.03.2008, 19:17
@ triti
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Sperrwandler funktioniert zu gut und überhaupt .... |
» gelben Ferritring
Wohl doch ehr ein Eisenpulverkern, Micrometals Txx-6. Wie groß ist er denn? Und nicht doch gelb/weiß?
» Strom ohnehin nur 15 bzw. 17mA ist?
Wie gemessen?
» Soll ich eine 5V Z-Diode vor den LEDs geben oder ist das Unsinn?
Das ist sicher Unsinn. |
enton
09.03.2008, 21:06
@ Elko_Scotty
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Sperrwandler funktioniert zu gut und überhaupt .... |
Ja.Aber wenn er 8V über 3 LED's anlegt, stellt sich automatisch ein Strom ein der nicht zu groß ist.
Wenn man exakt die maximal Spannung anlegt die im Datenblatt steht, ergibt sich der dazu passende Strom ja automatisch.
Gruß Enton -- Da säuft man den ganzen Tag und wird trotzdem nicht für voll genommen  |
Harald Wilhelms

09.03.2008, 21:37
@ enton
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Sperrwandler funktioniert zu gut und überhaupt .... |
» Ja.Aber wenn er 8V über 3 LED's anlegt, stellt sich automatisch ein Strom
» ein der nicht zu groß ist.
» Wenn man exakt die maximal Spannung anlegt die im Datenblatt steht, ergibt
» sich der dazu passende Strom ja automatisch.
Nein, die Spannung im Datenblatt der LED ist nur ein
typischer Wert, der stark schwanken kann. Allerdings
ist ein Sperrwandler als Spannungsquelle ein Sonderfall.
Er hat einen hohen Widerstand, sodas man ausnahmsweise
LEDs ohne Vorwiderstand dort anschliessen darf. Man
muss aber durch entsprechende Dimensionierung des
Sperrwandlers sicherstellen, das der Strom durch die
LEDs dabei nicht zu gross wird.
Gruss
Harald |
triti
09.03.2008, 21:38
@ x y
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Sperrwandler funktioniert zu gut und überhaupt .... |
Hallo xy,
» Wohl doch ehr ein Eisenpulverkern, Micrometals Txx-6. Wie groß ist er
» denn? Und nicht doch gelb/weiß?
Hast recht. Eine Seite + Aussenrand und innen gelb, die andere Seite weiß.
Durchmesser aussen 16mm, Loch innen 9mm, Dicke 7mm
» » Strom ohnehin nur 15 bzw. 17mA ist? Wie gemessen?
Mit Multimeter zwischen der letzten LED und Minus
lg
T. |
x y
10.03.2008, 11:07
@ triti
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Sperrwandler funktioniert zu gut und überhaupt .... |
» Eine Seite + Aussenrand und innen gelb, die andere Seite
» weiß.
Also -26er Material.
» Durchmesser aussen 16mm, Loch innen 9mm, Dicke 7mm
Ungewöhnliche Maße.
» » » Strom ohnehin nur 15 bzw. 17mA ist? Wie gemessen?
» Mit Multimeter zwischen der letzten LED und Minus
Also eh nur Schätzeisen, aber wohl noch problemlos auf der sicheren Seite, was die LEDs betrifft. |
enton
10.03.2008, 11:13
@ Harald Wilhelms
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Sperrwandler funktioniert zu gut und überhaupt .... |
Gut. Dann hab ich das immer falsch gemacht. D.h. ich richte mich besser nach dem Strom im Datenblatt. -- Da säuft man den ganzen Tag und wird trotzdem nicht für voll genommen  |
Harald Wilhelms

10.03.2008, 11:30
@ enton
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Sperrwandler funktioniert zu gut und überhaupt .... |
» Gut. Dann hab ich das immer falsch gemacht. D.h. ich richte mich besser
» nach dem Strom im Datenblatt.
Schau doch mal hier im Elko nach. Da werden LEDs und
ihre Beschaltung ganz gut beschrieben. Wenn Du Dir
dann noch mal in einem Datenblatt die Strom/Spannungs-
kennlinie einer LED ansiehst, wirst Du erkennen, das
schon geringste Spannungsänderungen den Strom stark verändern.
Gruss
Harald |
Harald Wilhelms

10.03.2008, 11:36
@ x y
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Sperrwandler funktioniert zu gut und überhaupt .... |
» » Mit Multimeter zwischen der letzten LED und Minus
»
» Also eh nur Schätzeisen, aber wohl noch problemlos auf der sicheren Seite,
» was die LEDs betrifft.
Hmm, wenn man mit Standardmultimetern HF-Ströme misst,
kann die Anzeige recht beliebig sein. Im Zweifel würde
ich eine indirekte Strommessung machen: Eine zweite
LED gleicher Grösse und Bauart und hoffentlich gleicher
Helligkeit (vorher testen) mit Gleichstrom betreiben
und diesen messen. Dann die Helligkeit beider Dioden
miteinander vergleichen. Wenn man den Vergleich mit
einem Fettfleck-Fotometer macht (siehe Wikipedia), ist
die Genauigkeit der Messung sogar recht hoch.
Gruss
Harald |
hws

59425 Unna, 10.03.2008, 13:42
@ enton
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jetzt hört endlich mit dem Blödsinn auf .... |
.. dass man LED's über die Spannung betreibt.
» Wenn man exakt die maximal Spannung anlegt die im Datenblatt steht, ergibt
» sich der dazu passende Strom ja automatisch.
Dann musst du aber auch die Exemplarstreuung berücksichtigen und die LED exakt auf der angegebenen Temperatur halten.
Etwas von diesen Werten daneben - und der Ledstrom steigt astronomisch an (LED kaputt - wenn nicht die Quelle sowieso nicht ausreichend Strom liefern kann, z.B. Knopfzellen)
hws |
hws

59425 Unna, 10.03.2008, 13:45
@ triti
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so ein Sperrwandler ist kein einfacher Trafo. |
doppelte Versorgungsspannung ergibt nicht (immer, unbedingt) doppelte Ausgangsspannung. Hängt eher von der Schaltung und den Werten deines Kerns ab.
hws |
triti
10.03.2008, 15:36
@ hws
|
so ein Sperrwandler ist kein einfacher Trafo. |
Hi,
» ...Fettfleck-Fotometer.
Einfach genial, danke für den Tip! Muss ich probieren.
» doppelte Versorgungsspannung ergibt nicht (immer, unbedingt) doppelte
» Ausgangsspannung. Hängt eher von der Schaltung und den Werten deines Kerns
» ab.
Aha. Werde mit der selben Grundschaltung verschiedene Kerne mit gleicher Anzahl an Wicklungen probieren.
Als begeistert bastelnder Nichtelektroniker liest man, dass ein Pulvereisenkern für diese Bastelei besser ist als ein Ferritring - irgendwas wegen Sättigung und höherer Energiespeicherung. Man hat auch gelernt, dass LEDs stromgesteuert werden.
Aber wo Ampere sind, sind auch Volt. Unsereiner versteht nicht, wie hoch bei LEDs die Volt sein dürfen, auch wenn der Strom genug begrenzt ist. In meinem Fall: Wenn nach Schätzeisen nur 15mA fliessen, wieviel V dürfen dann maximal...
Noch viel weniger versteht der fröhliche Spulenwickler, wie man bei sowas die rauskommenden Ampere einstellen kann (Drahtdurchmesser * Windungen oder irgendwie...).
Irgendwelche Monsterformeln findet man ja genug, aber der Abgrund zwischen Lesen und Verstehen ist nicht nur tief, sondern auch ziemlich breit und noch dazu ist die Praxis grausam anders als die Theorie.
Mit diesem Unwissen bin ich garantiert in zahlreicher Gesellschaft. Das tröstet.
Also mach ich den Praxistest und messe die Lichtstärke so gut es geht jetzt und in ein paar Monaten - wenn die Leds dann noch leben.
Aber jetzt trample ich den Forumexperten nicht länger auf den Gallensteinen rum und experimentiere weiter.
Schönen Dank für die Auskünfte!
lg
Triti |
Harald Wilhelms

10.03.2008, 16:02
@ triti
|
so ein Sperrwandler ist kein einfacher Trafo. |
» Aha. Werde mit der selben Grundschaltung verschiedene Kerne mit gleicher
» Anzahl an Wicklungen probieren.
»
» Als begeistert bastelnder Nichtelektroniker liest man, dass ein
» Pulvereisenkern für diese Bastelei besser ist als ein Ferritring -
» irgendwas wegen Sättigung und höherer Energiespeicherung.
Wildes Rumprobieren bringt da wenig. Vielleicht solltest
Du als erstes mal den Abschnitt über Schaltregler in den
DSE-FAQ lesen. Da steht auch einiges über die Dimensio-
nierung von Spulen. Es gibt dort auch eine Menge Links
mit weiteren Informationen.
» Man hat auch
» gelernt, dass LEDs stromgesteuert werden.
Naja, dieses Thema kommt hier im Forum so regelmässig
wie der Vollmond, nur öfter.
» Aber wo Ampere sind, sind auch Volt. Unsereiner versteht nicht, wie hoch
» bei LEDs die Volt sein dürfen, auch wenn der Strom genug begrenzt ist.
Wenn Du eine Glühlampe an eine Batterie anschliesst,
musst Du nur auf die richtige Spannung achten. Der
richtige Strom ergibt sich automatisch. Bei einer LED
ist es genau umgekehrt. Du musst nur auf den richtigen
Strom achten, die Spannung ergibt sich automatisch.
» meinem Fall: Wenn nach Schätzeisen nur 15mA fliessen, wieviel V dürfen
» dann maximal...
Ströme bei den hohen Frequenzen eines Schaltreglers
sind mit Standardmultimetern praktisch nicht messbar.
Da braucht man schon ein Oszilloskop. Oder man baut
fertige Schaltvorschläge unverändert nach.
» Noch viel weniger versteht der fröhliche Spulenwickler, wie man bei sowas
» die rauskommenden Ampere einstellen kann (Drahtdurchmesser * Windungen
» oder irgendwie...).
Das ist bei Sperrwandlern auch schwierig, weil bei dem
der ganze Schaltungsaufbau eine grosse Rolle spielt.
» Irgendwelche Monsterformeln findet man ja genug, aber der Abgrund zwischen
» Lesen und Verstehen ist nicht nur tief, sondern auch ziemlich breit und
» noch dazu ist die Praxis grausam anders als die Theorie.
Vielleicht wäre es einfacher, zuerst mit einem normalen
StepUp-Wandler anzufangen...
Ärtze fangen auch erst mit Pflasterkleben an, bevor
sie Blinddärme rausnehmen.
Gruss
Harald |
triti
10.03.2008, 16:51
@ Harald Wilhelms
|
so ein Sperrwandler ist kein einfacher Trafo. |
Hi,
» Vielleicht solltest Du als erstes mal den Abschnitt
» über Schaltregler in den DSE-FAQ lesen.
Wird gemacht.
» Wenn Du eine Glühlampe an eine Batterie anschliesst,
» musst Du nur auf die richtige Spannung achten. Der
» richtige Strom ergibt sich automatisch. Bei einer LED
» ist es genau umgekehrt. Du musst nur auf den richtigen
» Strom achten, die Spannung ergibt sich automatisch.
SO EINFACH IST DAS?!! Wer ahnt denn sowas...
» Ströme bei den hohen Frequenzen eines Schaltreglers
» sind mit Standardmultimetern praktisch nicht messbar.
» Da braucht man schon ein Oszilloskop.
Aha, also trotzdem ein 150µF/63V Elko als Zwischenspeicher drinnenhängt. Wieder gelernt.
» Oder man baut fertige Schaltvorschläge unverändert nach.
Tut man ja. Aber dann juckts in den Fingern und...
» Vielleicht wäre es einfacher, zuerst mit einem normalen
» StepUp-Wandler anzufangen...
Hab ich. Sperrwandler für 1 LED, Klingeldrahtwicklung auf irgendwelchem Ferritring, nur 1 Transistor.
Und dann Nachbau von Schaltungen, wo man eine gekaufte Induktivität reingibt. Aber nichts funktioniert so gut wie die selbst gewickelte Sache.
Oder meinst Du was anderes mit "normal"?
» Ärtze fangen auch erst mit Pflasterkleben an, bevor
» sie Blinddärme rausnehmen.
Hab schon gehört, dass die Ausbildung in D anders ist als in Ö. 
lg
Triti |