tda-me
06.03.2008, 00:52 |
Einfacher Spannungsregler 0-48V (2.2A) (Elektronik) |
Hallo,
ich habe ein Schaltnetzteil von meanwell mit 48VDC bei 2.2A. Dieses möchte ich nun noch regeln. Ich suche eine einfache Schaltung, sodass ich das Netzteil mit einem Poti regeln kann. Irgendwie finde ich keinen IC, der 0-48V kann. Am liebsten währe mir so ein netter, simpler 3-Pin Regler. Als Zusatz währe auch eine Strombegrenzung per zweitem Poti ganz nützlich.
Also, vielleicht hat ja jemand einen guten Vorschlag für einen Regler und eine simple Schaltung.
Danke tda. |
x y
06.03.2008, 07:19
@ tda-me
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Einfacher Spannungsregler 0-48V (2.2A) |
» Also, vielleicht hat ja jemand einen guten Vorschlag für einen Regler und
» eine simple Schaltung.
Du willst dir ein kleines Labornetzteil bauen?
Nimm eine der Standardschaltungen aus den dse-FAQ. Falls die Eingangsspannungsfestigkeit nicht ausreicht kann man auch problemlos das Schaltnetzteil auf etwas geringere Spannung ändern. |
Harald Wilhelms

06.03.2008, 08:15
@ tda-me
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Einfacher Spannungsregler 0-48V (2.2A) |
» ich habe ein Schaltnetzteil von meanwell mit 48VDC bei 2.2A. Dieses möchte
» ich nun noch regeln.
Wieso? Geregelt ist es doch schon. Wahrscheinlich
suchst Du ein einstellbares.
» Ich suche eine einfache Schaltung, sodass ich das
» Netzteil mit einem Poti regeln kann. Irgendwie finde ich keinen IC, der
» 0-48V kann.
Das ist mit einem IC auch nur schwer zu verwirklichen.
Speziell der Bereich um 0V.
» Am liebsten währe mir so ein netter, simpler 3-Pin Regler.
Es hat schon seinen Grund, das es so etwas kaum gibt.
Wie bereits vorgeschlagen: Hier im ElKo gibt es Schalt-
beispiele für einstellbare Netzteile als Linearregler.
Das Hauptproblem dabei ist die zu verarbeitende Verlust-
leistung. Bei Deinem Netzgerät als Speisung für ein
einsellbares Labornetzteil immerhin über 100W!
Gruss
Harald |
tda-me
06.03.2008, 08:45
@ Harald Wilhelms
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Einfacher Spannungsregler 0-48V (2.2A) |
» Wieso? Geregelt ist es doch schon. Wahrscheinlich
» suchst Du ein einstellbares.
Nein, das kann man nur über ADJ feinanpassen (+- 5%)
» Das ist mit einem IC auch nur schwer zu verwirklichen.
» Speziell der Bereich um 0V.
Das mit den 0V ist auch nicht nötig. Ich dachte irgendwie an so was wie den LM317 oder den L 200 CV oder sogar den
TL783, wobei dieser scheinbar min. 5V ausgibt.
Den TL783 könnte ich ja nehmen, oder? Wenn ich mit der Standartschaltung vom Datenblatt arbeite...
Ich habe, wie gesagt 48V eingang, wenn ich nun noch irgendwie 3 TL783 parallel schalten könnte...
Da müsste ich doch bei max. 2.1A liegen, wenn das mit der Parallelschaltung geht. Oder kann man den LM317 parallelschlaten? Da würde ich halt schauen, ob ich nicht nur ein 30V, 2A Netzteil wähle...
Ich wollte so oder so zwei dieser Schltungen bauen, und die Schaltung so aufbauen, dass ich hinter der regulierung beide Netzteile in Reihe oder parallel abgeifen kann, also max. 30V, 4A oder 60V 2A...
Vielen Dank für eure Hilfe
tda. |
Theo
06.03.2008, 08:48
@ tda-me
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Einfacher Spannungsregler 0-48V (2.2A) |
Hallo
Wenn der Trafo es hergibt, nehme statt 48V besser 2 mal 24V. Vereinfacht die Sache wesentlich.
Theo |
Theo
06.03.2008, 08:49
@ Theo
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War nix... |
Hallo
Hast ja ein fertiges Schaltnetzteil.
Theo |
hws

59425 Unna, 06.03.2008, 08:58 (editiert von hws am 06.03.2008 um 08:59)
@ tda-me
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Richtig lesen ... |
» » Wieso? Geregelt ist es doch schon. Wahrscheinlich
» » suchst Du ein einstellbares.
» Nein, das kann man nur über ADJ feinanpassen (+- 5%)
geregelt: die Ausgangsspannung wird auf dem vorgegebenen Wert (per elektronischer Regelung) gehalten, unabhängig von Last und Netzschwankungen. Das kann auch eine feste Ausgangsspannung sein (wie bei dir)
Einstellbar: man kann die Ausgangsspannung einstellen.
» Ich wollte so oder so zwei dieser Schltungen bauen, und die Schaltung so
» aufbauen, dass ich hinter der regulierung beide Netzteile in Reihe oder
» parallel abgeifen kann, also max. 30V, 4A oder 60V 2A...
An einem Netzteil 2 einstellbare Spannungsversorgungen? Ja gut, aber die beiden Ausgänge kannst du dann nicht zusammenschalten. Parallel evtl noch (je nach Schaltung und wenn die Masseverbindung durchgehend ist und dieselbe Spanung eingestellt wird), aber in Serie auf keinen Fall. Gibt nen Kurzschluss.
hws |
x y
06.03.2008, 09:30
@ hws
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Richtig lesen ... |
» An einem Netzteil 2 einstellbare Spannungsversorgungen?
Offensichtlich nicht, er hat wohl zwei solche Schaltnetzteile. Da muss man halt drauf achten, ob der Ausgang potentialfrei ist, oder mit PE verbunden.
Aber mit irgendwelchen Drei/Fünfbeinern wird das eh nix. |
jbe

06.03.2008, 12:16
@ tda-me
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Einfacher Spannungsregler 0-48V (2.2A) |
» Hallo,
»
» ich habe ein Schaltnetzteil von meanwell mit 48VDC bei 2.2A. Dieses möchte
» ich nun noch regeln. Ich suche eine einfache Schaltung, sodass ich das
» Netzteil mit einem Poti regeln kann. Irgendwie finde ich keinen IC, der
» 0-48V kann. Am liebsten währe mir so ein netter, simpler 3-Pin Regler. Als
» Zusatz währe auch eine Strombegrenzung per zweitem Poti ganz nützlich.
»
» Also, vielleicht hat ja jemand einen guten Vorschlag für einen Regler und
» eine simple Schaltung.
»
» Danke tda.
guckst du hier
http://www.trifolium.de/netzteil/kap3_2_7.html |
tda-me
07.03.2008, 00:40
@ jbe
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Einfacher Spannungsregler 0-48V (2.2A) |
Danke für die kompetenten Antworten.
» http://www.trifolium.de/netzteil/kap3_2_7.html
Der ist schon ziemlich heavy...
Ich hatte mir das eher so vorgestellt, wie im Bild gezeigt. Wenn ich dann an die Pads Laborbuchsen anschließe, könnte ich meine Spannungen doch theoretisch addieren, indem ich VOUT-(2) auf VOUT+(1) brücke und dann meine Last an VOUT-(1) und VOUT+(2) anklemme, oder? Ich hoffe ich habe überhaupt die richtige Beschaltung des Chips gewählt... Die Schlaltung ist aus dem Datenblatt:
Figure 19. - Programmable Voltage Regulator.
L 200 beim Conrad: 175641 - 62
So, nun zu meinen Fragen:
1. Kann ich die Ausgänge in Reihe, oder bei gleicher Spannungswahl, paralell schalten?
2. Ist das die richtige Beschaltung, oder wenn die Fig. 21 oder 23 besser sind, wie müsste ich die anpassen?
3. Wenn das mit der Reihen, bzw Paralellschaltung am Output der Chips nicht geht, würde ich halt einen Schalter oder BUZ einbauen, der nur die beiden Netzteile verbindet. Dann gehen die 96V 2.2A, oder 48V 4.4A halt nicht zu reglen.
4. Der L200 Schafft maximal 40V. Außer in Fig. 26. Allerdings weiß ich da nicht, wie ich die R2, R2 und Rsc sowie die Vz dimensionieren muss.
Danke für eure Hilfe.
tda.
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tda-me
07.03.2008, 08:31
@ tda-me
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Einfacher Spannungsregler 0-48V (2.2A) |
So, ich habe für den L200 jetzt noch einige Schaltbeispiele gefunden: bwir.de/downloads/L200_deutsch.pdf
Ich dache an Seite 9, Bild 11 oder Seite 10, Bild 13. Wenn es möglich ist, würde ich jedoch gerne die zwei Kanäle, wie oben dargestellt beibehalten.
Wenn es also möglich ist, zwei der Schaltungen von Bild 9 am Ausgang dann in serie oder parallel zu schalten, währe das optimal. Mehr als 2x 35V brauche ich auch eigentlich nicht. Da ich aber irgendwie keine Standart 35V Schaltnetzteile finde würde ich trotzdem die beiden 48V nehmen. Oder verheizt der L 200 bei Maximalleistung (in Bild 9 also 35V, 2A) dann (48-35)*2 = 26W Leistung?
Danke nochmal an Alle.
tda. |
hws

59425 Unna, 07.03.2008, 08:39
@ tda-me
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Einfacher Spannungsregler 0-48V (2.2A) |
Warum hast du die Pads A/B und C/D getrennt? Die müssen IMMER verbunden sein, sonst gehts nicht. (ob dann auch der L200 abbrennt weiss ich nicht, aber vermutlich werden dann 48V am Ausgang anliegen).
» Oder verheizt der L 200 bei Maximalleistung dann (48-35)*2 = 26W Leistung?
Ja, das ist allerdings die MINIMALleistung.
Maximalleistung ist bei niedrigster Ausgangsspannung und vollem Strom. Beispiel bei 1V:
(48-1)V * 2A = 94 Watt. Das braucht schon einen ordentlichen Kühlkörper.
hws |
Harald Wilhelms

07.03.2008, 09:04
@ hws
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Einfacher Spannungsregler 0-48V (2.2A) |
» Warum hast du die Pads A/B und C/D getrennt? Die müssen IMMER verbunden
» sein, sonst gehts nicht. (ob dann auch der L200 abbrennt weiss ich nicht,
» aber vermutlich werden dann 48V am Ausgang anliegen).
»
» » Oder verheizt der L 200 bei Maximalleistung dann (48-35)*2 = 26W
» Leistung?
»
» Ja, das ist allerdings die MINIMALleistung.
»
» Maximalleistung ist bei niedrigster Ausgangsspannung und vollem Strom.
» Beispiel bei 1V:
» (48-1)V * 2A = 94 Watt. Das braucht schon einen ordentlichen Kühlkörper.
Das wird der L200 selbst mit grossem Kühlkörper
nicht mehr schaffen.
Gruss
Harald |
J.R.

07.03.2008, 09:48 (editiert von J.R. am 07.03.2008 um 09:55)
@ hws
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So einfach geht's nicht |
» Warum hast du die Pads A/B und C/D getrennt? Die müssen IMMER verbunden
» sein, sonst gehts nicht. (ob dann auch der L200 abbrennt weiss ich nicht,
» aber vermutlich werden dann 48V am Ausgang anliegen).
Das macht schon Sinn, wenn man Sense- bzw. Fühler-Leitungen benutzen will, was aber bei einem 2-Ampere-Netzteil nicht unbedingt üblich ist. Sinnvoll ist es aber, die Sense-Leitungen an den Pads intern mit niederohmigen Widerständen (z.B. 10 Ohm) mit den Ausgangsleitungen zu verbinden, damit das Netzteil auch ohne Anschluß der Sense-Leitungen noch einwandfrei funktioniert. Die Sense-Leitungen können dann optional angeschlossen werden oder einfach offen bleiben
» » Oder verheizt der L 200 bei Maximalleistung dann (48-35)*2 = 26W
» Leistung?
»
» Ja, das ist allerdings die MINIMALleistung.
»
» Maximalleistung ist bei niedrigster Ausgangsspannung und vollem Strom.
» Beispiel bei 1V:
» (48-1)V * 2A = 94 Watt. Das braucht schon einen ordentlichen Kühlkörper.
Die maximal zulässige Spannungsdifferenz (Eingang-Ausgang) am L200 beträgt nur 32 V. Der ist also für diese Anwendung absolut unterdimensioniert.
Jörg |
Harald Wilhelms

07.03.2008, 11:32
@ J.R.
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So einfach geht's nicht |
» » Warum hast du die Pads A/B und C/D getrennt? Die müssen IMMER verbunden
» » sein, sonst gehts nicht. (ob dann auch der L200 abbrennt weiss ich
» nicht,
» » aber vermutlich werden dann 48V am Ausgang anliegen).
»
» Das macht schon Sinn, wenn man Sense- bzw. Fühler-Leitungen benutzen will,
» was aber bei einem 2-Ampere-Netzteil nicht unbedingt üblich ist.
Das stimmt zwar, interessanterweise habe ich das aber
sogar bei einem fertigen 3V-Steckernetzteil vorgefunden.
Dem üblichen Anschlusskabel mit dem üblichen Koax-
Stecker konnte man das von aussen gar nicht ansehen...
» Sinnvoll ist es aber, die Sense-Leitungen an den Pads intern mit niederohmigen
» Widerständen (z.B. 10 Ohm) mit den Ausgangsleitungen zu verbinden, damit
» das Netzteil auch ohne Anschluß der Sense-Leitungen noch einwandfrei
» funktioniert. Die Sense-Leitungen können dann optional angeschlossen
» werden oder einfach offen bleiben
Ja, so wirds bei fertigen Labornetzteilen gemacht.
» » » Oder verheizt der L 200 bei Maximalleistung dann (48-35)*2 = 26W
» » Leistung?
» »
» » Ja, das ist allerdings die MINIMALleistung.
» »
» » Maximalleistung ist bei niedrigster Ausgangsspannung und vollem Strom.
» » Beispiel bei 1V:
» » (48-1)V * 2A = 94 Watt. Das braucht schon einen ordentlichen
» Kühlkörper.
»
» Die maximal zulässige Spannungsdifferenz (Eingang-Ausgang) am L200 beträgt
» nur 32 V. Der ist also für diese Anwendung absolut unterdimensioniert.
...insbesondere bei 2A! Mir ist aber nach wie vor nicht
ganz klar was der Ursprungsposter eigentlich will:
Eine Art Labornetzteil mit seinem 48V-Gerät als Front-
end oder ein Netzteil für die feste Ausgangsspannung
von 35V. Die eierlegende Wollmichsau hat sich aus guten
Gründen in der Evolution nicht durchgesetzt. Beide
Geräte würde man in der Praxis unterschiedlich aufbauen.
Gruss
Harald |
tda-me
07.03.2008, 12:50
@ Harald Wilhelms
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So einfach geht's nicht |
Ok, Ok... ich hab's verstanden 
Alleine die 94W schrecken mich schon ab. Meint ihr ich
kann bei der Schaltung von jbe (http://www.trifolium.de/netzteil/kap3_2_7.html) auch mit den zwei in Reihe geschalteten, bzw. paralellgeschalteten Netzteilen an den VIN gehen?
Also einmal mit 96V/2,2A und mit 48V/4,4A als Eingang?
» Mir ist aber nach wie vor nicht ganz klar was der Ursprungsposter eigentlich will
Also, das ist etwas kompliziert...das wird nur ein kleiner Teil der Schaltung. Aber prizipiell, stimmt das. Dieser Teil soll als "Labornetzteil" fungieren.
Die hohen Spannungen oder Ströme benötige ich u.A. für Überspannungstests.
Zusätzlich zu dem regelbaren Ausgang wird das Teil noch mehrere Präzisions-Festspannungsausgänge haben, welche per Drehwahlschalt auswählbar sind. Auch Funktionen wie Kurzschluss von angeschlossenen geräten auf Primär- und Sekundärseite werden vorhanden sein, sowie integrierte digitale Messintrumente mit Messbereichsauswahl. |