Hallo leute,
Als ich letztens an OpAmp-Verstärker-Schaltungen "rumgebastelt" hatte, konnte ich plötzlich irgendeinen Radiosender empfangen.
Allerdings bestand die Schaltung nur aus einem, oder 2, Ops, einigen Widerständen und Kondensatoren. Als Testsignal habe ich auf den Eingang ein Sinus gelegt. Ich meine, dass die Empfangsqualität von der Frequenz des Eingangssignals abhängig war. Die lag allerdings im hörbaren Bereich. Der Sender hat sich bestimmt über das Audiokabel eingeklinkt, aber wodurch wurde er demoduliert??? Und wohl eher FM, oder AM?
Und bevor ich für die Frage verdroschen werde; ich bin kein Azubi oder so, sondern nur Hobbybastler!!
Ok, danke schon mal!!!
MfG Philipp
» Hallo leute, » Als ich letztens an OpAmp-Verstärker-Schaltungen "rumgebastelt" hatte, » konnte ich plötzlich irgendeinen Radiosender empfangen. » Allerdings bestand die Schaltung nur aus einem, oder 2, Ops, einigen » Widerständen und Kondensatoren. Als Testsignal habe ich auf den Eingang » ein Sinus gelegt. Ich meine, dass die Empfangsqualität von der Frequenz » des Eingangssignals abhängig war. Die lag allerdings im hörbaren Bereich. » Der Sender hat sich bestimmt über das Audiokabel eingeklinkt, aber wodurch » wurde er demoduliert??? Und wohl eher FM, oder AM? » Und bevor ich für die Frage verdroschen werde; ich bin kein Azubi oder so, » sondern nur Hobbybastler!! » Ok, danke schon mal!!! » MfG Philipp
Die Demodulation fand vermutlich in Deinem Testgenerator statt. Für FM ist ein normaler OpAmp zu langsam und zu verrauscht.
-- Und die Grundgebihr is aa scho drin. DOS is jo nett..
» Hallo leute, » Als ich letztens an OpAmp-Verstärker-Schaltungen "rumgebastelt" hatte, » konnte ich plötzlich irgendeinen Radiosender empfangen. » Allerdings bestand die Schaltung nur aus einem, oder 2, Ops, einigen » Widerständen und Kondensatoren. Als Testsignal habe ich auf den Eingang » ein Sinus gelegt. Ich meine, dass die Empfangsqualität von der Frequenz » des Eingangssignals abhängig war. Die lag allerdings im hörbaren Bereich.
Das mit der externen Frequenz verstehe ich momentan nicht.
Aber es ist so, dass die Transistorstufe am Eingang in der Lage ist bei HF AM zu demodulieren. Das gilt ebenso fuer diskrete Verstaerkerstufen. Ich kenne dieses Phaenomen sehr gut. Sehr gut empfangbar ist auf Kurzwelle die "Deutsche Welle" auf 6.075 MHz. Aber auch KW-Sender aus den Ostblockstaaten.
Auf diese Weise habe ich schon oft das demodulierte Video-Signal auf dem Oszilloskop gesehen. In einigen Kilometer Luftlinie befindet sich ein starker TV-Sender. Dem bin staendig ausgesetzt...
Abhilfe: Ein passives Tiefpassfilter am Eingang mit einer Grenzfrequenz um die 100 kHz oder auch etwas weniger. Oft genuegt bereits in Serie zum Eingang der Verstaerkerschaltung ein Widerstand von einigen k-Ohm.
Jau, das klingt ja schon mal recht schlüssig, aber auch widersprüchlich für mich.
Wo findet die Demodulation denn nun eher statt? In dem Tongenerator am Eingang der Verstärkerschaltung, oder durch die Transistorstufe im OP?
Und überhaupt, ursprünglich wurde doch ein LC-Schwingkreis und eine Diode zum Demodulieren benutzt. Dadurch dass nur eine Halbwelle durch kommt, wird sozusagen die Hüllkurve erzeugt?! Ist d<s beim Transistor als Demodulator auch so?
Der LC hat nur die Funktion eines Bandpass, oder? Den Filter habe ich dann wahrscheinlich mit dem OP aufgebaut.
Könnte das so passen?
Und da stellt sich mir noch eine Frage:
Wenn das ankommende Radiosignal nur eine Amplitude im mV Bereich hat, halt kleiner als die Durchbruchsspannung der Diode, warum funktioniert die trotzdem? Arbeiten Dioden in Durchlassrichtung unterhalb der Durchbruchspannung etwa immer linear, oder wird das Radiosignal vom Sender so verzerrt ausgegeben, dass durch die Nicht-Linearität der Diode zum Schluss ein entzerrtes Signal Herauskommt?
So, das ist ja schon wieder nen Haufen.. aber vielleicht nur schwer zu verstehen für den Laien.
» Jau, das klingt ja schon mal recht schlüssig, aber auch widersprüchlich für » mich.
Die Natur steckt voller Widersprueche...
» Wo findet die Demodulation denn nun eher statt? In dem Tongenerator am » Eingang der Verstärkerschaltung, oder durch die Transistorstufe im OP?
Dort wo Halbleiter im Verstaerkereingang (diskret oder IC) auch eine nichtlineare Rolle spielen, wie jemand anders hier bereits andeutet. Diese Nichtlinearitaet fuehrt zu einer gewissen Spannungsasyymetrie, man koennte auch sagen, eine Art Teilgleichrichtung. Und dies bewirkt nichts anderes als eine A-Demodulation.
» Und überhaupt, ursprünglich wurde doch ein LC-Schwingkreis und eine Diode » zum Demodulieren benutzt.
Zum Demodulieren braucht es den LC-Kreis nicht aber eben das nichtlineare Bauteil, die Diode, ganz weit zurueck in Form von Bleiglaette, betupft mit feinem Draht mit Spiralfederdruck. Ich habe das noch im Kindergartenalter erlebt und habe noch lange mit diesen Dedektor-Radiöli gespielt.
» Dadurch dass nur eine Halbwelle durch kommt, » wird sozusagen die Hüllkurve erzeugt?!
Genau.
» Ist d<s beim Transistor als » Demodulator auch so?
Ja.
» Der LC hat nur die Funktion eines Bandpass, oder?
Ja.
» Den Filter habe ich dann » wahrscheinlich mit dem OP aufgebaut.
Nein. Wenn die NF-verstaerkung gross genug ist, dann genuegt es, dass die Eingangsstufe auch noch im HF-Bereich als Demodulator wirkt, und dann verstaerkt der Opamp, oder was auch immer, das AM-Signal.
» Könnte das so passen? » Und da stellt sich mir noch eine Frage: » Wenn das ankommende Radiosignal nur eine Amplitude im mV Bereich hat, halt » kleiner als die Durchbruchsspannung der Diode, warum funktioniert die » trotzdem?
Weil durch die "Diode", gegeben durch die bereits gegebene Schaltung ein DC-Strom fliesst. Das Eingangs-HF-Signal wird dann nichtlinear verzerrt.
» Arbeiten Dioden in Durchlassrichtung unterhalb der » Durchbruchspannung etwa immer linear, oder wird das Radiosignal vom Sender » so verzerrt ausgegeben, dass durch die Nicht-Linearität der Diode zum » Schluss ein entzerrtes Signal Herauskommt?
Wenn das Eingangssignal relativ gross ist, nimmt auch die Verzerrung zu.
» » Jau, das klingt ja schon mal recht schlüssig, aber auch widersprüchlich » für » » mich. » » Die Natur steckt voller Widersprueche...
Hach wie philosophisch, aber ob das so stimmt?!...
» » » Wo findet die Demodulation denn nun eher statt? In dem Tongenerator am » » Eingang der Verstärkerschaltung, oder durch die Transistorstufe im OP? » » Dort wo Halbleiter im Verstaerkereingang (diskret oder IC) auch eine » nichtlineare Rolle spielen, wie jemand anders hier bereits andeutet. Diese » Nichtlinearitaet fuehrt zu einer gewissen Spannungsasyymetrie, man koennte » auch sagen, eine Art Teilgleichrichtung. Und dies bewirkt nichts anderes » als eine A-Demodulation.
Ok, alles klar. Teilgleichrichtung und Spannungsasymmetrie sind die Stichworte! *Smilie der sich `leichte` Schläge auf den Kopf verpasst* » » » Und überhaupt, ursprünglich wurde doch ein LC-Schwingkreis und eine » Diode » » zum Demodulieren benutzt. » » Zum Demodulieren braucht es den LC-Kreis nicht aber eben das nichtlineare » Bauteil, die Diode, ganz weit zurueck in Form von Bleiglaette, betupft mit » feinem Draht mit Spiralfederdruck. Ich habe das noch im Kindergartenalter » erlebt und habe noch lange mit diesen Dedektor-Radiöli gespielt. »
Das sagt mir erstmal nix, aber eventuell dazu:
(wo mag da wohl die Demodulation stattfinden, in der Rasierklinge?)
» » » Der LC hat nur die Funktion eines Bandpass, oder? » » Ja. » » » Den Filter habe ich dann » » wahrscheinlich mit dem OP aufgebaut. » » Nein. Wenn die NF-verstaerkung gross genug ist, dann genuegt es, dass die » Eingangsstufe auch noch im HF-Bereich als Demodulator wirkt, und dann » verstaerkt der Opamp, oder was auch immer, das AM-Signal.
Aber welches? Ich muss mir doch irgendwie die richtige Frequenz des Trägersignals rausfiltern...
» » » Jau, das klingt ja schon mal recht schlüssig, aber auch » widersprüchlich » » für » » » mich. » » » » Die Natur steckt voller Widersprueche... » » Hach wie philosophisch, aber ob das so stimmt?!... » » » » » » Wo findet die Demodulation denn nun eher statt? In dem Tongenerator » am » » » Eingang der Verstärkerschaltung, oder durch die Transistorstufe im » OP? » » » » Dort wo Halbleiter im Verstaerkereingang (diskret oder IC) auch eine » » nichtlineare Rolle spielen, wie jemand anders hier bereits andeutet. » Diese » » Nichtlinearitaet fuehrt zu einer gewissen Spannungsasyymetrie, man » koennte » » auch sagen, eine Art Teilgleichrichtung. Und dies bewirkt nichts » anderes » » als eine A-Demodulation. » » Ok, alles klar. Teilgleichrichtung und Spannungsasymmetrie sind die » Stichworte! *Smilie der sich `leichte` Schläge auf den Kopf verpasst* » » » » » Und überhaupt, ursprünglich wurde doch ein LC-Schwingkreis und eine » » Diode » » » zum Demodulieren benutzt. » » » » Zum Demodulieren braucht es den LC-Kreis nicht aber eben das » nichtlineare » » Bauteil, die Diode, ganz weit zurueck in Form von Bleiglaette, betupft » mit » » feinem Draht mit Spiralfederdruck. Ich habe das noch im » Kindergartenalter » » erlebt und habe noch lange mit diesen Dedektor-Radiöli gespielt. » » » » » Das sagt mir erstmal nix, aber eventuell dazu: » » (wo mag da wohl die Demodulation stattfinden, in der Rasierklinge?) » » » » » » Der LC hat nur die Funktion eines Bandpass, oder? » » » » Ja. » » » » » Den Filter habe ich dann » » » wahrscheinlich mit dem OP aufgebaut. » » » » Nein. Wenn die NF-verstaerkung gross genug ist, dann genuegt es, dass » die » » Eingangsstufe auch noch im HF-Bereich als Demodulator wirkt, und dann » » verstaerkt der Opamp, oder was auch immer, das AM-Signal. » » Aber welches? Ich muss mir doch irgendwie die richtige Frequenz des » Trägersignals rausfiltern... » » Gruß Philipp
Ich versuchs mal verständlich zu erklären: Jede Leitung hat sowohl eine Induktivität wie auch eine Kapazität, das selbe gilt für Deine Leiterbahnen, für den Eingang Deines OPAMPS und für die speisende Schaltung. Das alles gibt einen Schwinkreis für eine bevorzugte Frequenz. Der Sender den du hörst muß aber nicht zwangsweise auf dieser Resonanzfrequenz liegen sondern "nur" über ausreichend Feldstärke verfügen um als stärkster von (zweifellos) mehreren empfangenen durchzudrücken. Die FET´s am Eingang haben eine quadratische Steuerkennlinie, sind z.T. selbstleitend und die gesamte schaltung hat eine ausreichend hohe verstärkung um die an der quadratischen kennlinie demodulierte hüllkurve demodulierte Spannung ausreichen zu Verstärken. Es kann aber auch noch ein weiteres Phänomen verantwortlich sein: Deine Schaltung könnte (von Dir unbemerkt) schwingen, damit würde die Schwingfrequenz mit einer x-Beliebigen Eingangsfreqenz so gemischt dass sich nach der Mischerformel Fres=F1+-F2 eine Frequenz im NF Bereich ergibt. Sowas nennt man einen Direktmischer. Wir Funkamateure bauen sowas gerne für kleinste tragbare Eigenbaugeräte und die funktionieren recht passabel. LG Ralf