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JottGee(R)

14.02.2008,
13:44
 

LED zur Ausgangsstromkontrolle bei Netzteil (Schaltungstechnik)

Hallo,

ich will mir ein 9V-DC-Netzteil (Trafo, Gleichrichter, Glättung, 7809-Spannungsregler) mit einer 2,x mm DC-Buchse am Ausgang bauen. Außerdem will ich eine LED einbauen, die leuchtet, wenn das Netzteil einen Ausgangsstrom an den Verbraucher liefert (und nicht nur, wenn ein Stecker in der Buchse steckt).

Das Netzteil selbst ist mir soweit klar, auch dass die LED evtl. mit einem Vorwiderstand versehen werden muss. Ich weiß nur gerade nicht, wie ich die LED ansteuern soll, ohne sie in Reihe zur Ausgangsbuchse zu schalten und so die Ausgangsspannung um die Diodenspannung zu verringern. Das müsste doch eigentlich mit wenigen diskreten Bauteilen gehen.

Kann mir jemand einen Tipp geben? Schon mal Danke im Voraus!

Johannes

Harald Wilhelms(R)

E-Mail

14.02.2008,
14:23

@ JottGee

LED zur Ausgangsstromkontrolle bei Netzteil

» Hallo,
»
» ich will mir ein 9V-DC-Netzteil (Trafo, Gleichrichter, Glättung,
» 7809-Spannungsregler) mit einer 2,x mm DC-Buchse am Ausgang bauen.
» Außerdem will ich eine LED einbauen, die leuchtet, wenn das Netzteil einen
» Ausgangsstrom an den Verbraucher liefert (und nicht nur, wenn ein Stecker
» in der Buchse steckt).
»
» Das Netzteil selbst ist mir soweit klar, auch dass die LED evtl. mit einem
» Vorwiderstand versehen werden muss. Ich weiß nur gerade nicht, wie ich die
» LED ansteuern soll, ohne sie in Reihe zur Ausgangsbuchse zu schalten und
» so die Ausgangsspannung um die Diodenspannung zu verringern. Das müsste
» doch eigentlich mit wenigen diskreten Bauteilen gehen.

Ganz so einfach ist das doch nicht.Es kommt darauf an,
ab welchem Ausgangsstrom Du eine Anzeige brauchst, und
wie hoch der maximale Strom sein kann. Grundsätzlich
brauchst Du einen Shunt(Widerstand) in Reihe zur Last.
Die Spannung an diesem misst Du mit einem OPV. Dessen
Ausgangsspannung steuert dann Deine LED.
Gruss
Harald

schaerer(R)

Homepage E-Mail

Kanton Zürich (Schweiz),
15.02.2008,
11:24

@ Harald Wilhelms

LED zur Ausgangsstromkontrolle bei Netzteil

» Ganz so einfach ist das doch nicht. Es kommt darauf an,
» ab welchem Ausgangsstrom Du eine Anzeige brauchst, und
» wie hoch der maximale Strom sein kann. Grundsätzlich
» brauchst Du einen Shunt(Widerstand) in Reihe zur Last.
» Die Spannung an diesem misst Du mit einem OPV. Dessen
» Ausgangsspannung steuert dann Deine LED.

Wenn der Shunt-Widerstand in Serie zur Last liegt, geht das auf Kosten der Spannungsstabilitaet an der Last. Besser ist es den Shunt VOR dem Spannungsregler. Steht genug DC-Sannung nach der Bruecken-Elko-Schaltung zur Verfuegung und man kann grosszuegig auf maximal 1.6 VDC verzichten, geht das so:

R1 ist der Shuntwiderstand. Er sollte bei Nennstrom der Last eine Spannung von etwa 1 VDC haben. Diese 1 VDC und R2 erzeugen einen Basisstrom und Kollektorstrom in T1. Die LED leuchtet. Bei Ueberlast leiten D1 und D2 und begrenzen so den Basisstrom in T1. Ohne Last ist die Spannung an R1 zu niedrig und es fliesst kein Basisstrim. T1 ist offen und die LED leuchtet nicht.

Gruss
Thomas :-D :-D :-D
--
Mein ELKO-Buch ueber Opamp und Instumentation-Amplifier:
http://www.elektronik-kompendium.de/public/schaerer/index.htm#my_literatur
http://www.elektronik-kompendium.de/shop/buecher/operationsverstaerker-und-instrumentationsverstaerker

--
Gruss
Thomas

Buch von Patrick Schnabel und mir zum Timer-IC NE555 und LMC555:
https://tinyurl.com/zjshz4h9
Mein Buch zum Operations- u. Instrumentationsverstärker:
https://tinyurl.com/fumtu5z9

hws(R)

E-Mail

59425 Unna,
15.02.2008,
20:19

@ schaerer

Die LED soll vermutlich weit vor Nennlast ...

angehen, wenn ichs recht verstanden habe.

Aber macht nix, geht auch. Dimensionieren wir den R1 so, dass z.B. schon bei 10% Nennlast die LED angeht. Und bei höheren Lasten kommen die beiden Dioden zum Einsatz. Höher als 1,4V steigt die Spannung dann nicht.

hws

JottGee(R)

16.02.2008,
17:00

@ schaerer

LED zur Ausgangsstromkontrolle bei Netzteil

Erst mal Dank an alle, die geantwortet haben!

» Wenn der Shunt-Widerstand in Serie zur Last liegt, geht das auf Kosten der
» Spannungsstabilitaet an der Last. Besser ist es den Shunt VOR dem
» Spannungsregler. Steht genug DC-Sannung nach der Bruecken-Elko-Schaltung
» zur Verfuegung und man kann grosszuegig auf maximal 1.6 VDC verzichten,
» geht das so:
»
» R1 ist der Shuntwiderstand. Er sollte bei Nennstrom der Last eine Spannung
» von etwa 1 VDC haben. Diese 1 VDC und R2 erzeugen einen Basisstrom und
» Kollektorstrom in T1. Die LED leuchtet. Bei Ueberlast leiten D1 und D2 und
» begrenzen so den Basisstrom in T1. Ohne Last ist die Spannung an R1 zu
» niedrig und es fliesst kein Basisstrim. T1 ist offen und die LED leuchtet
» nicht.

So in etwa hatte ich mir das auch vorgestellt. Ich bin allerdings nicht auf die Idee gekommen, die LED vor den Regler zu setzen. Die max. 1,6 V DC Spannungsabfall an R1 sind kein Problem, da ich eh' einen 12 V AC-Trafo einsetzen wollte. Jetzt muss ich nur noch gucken, wie ich den Shunt sinnvoll dimensioniere, da der 7809 einen Ruhestrom von etwa 5 mA hat (wenn ich das Datenblatt richtig gelesen habe), mein kleinster Verbraucher aber auch nur 8 mA zieht (die größeren hingegen bis zu 300 mA).