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Cappymac(R)

10.02.2008,
13:41
 

Oberschwingungen (Elektronik)

Moin Moin,

ich befasse mich gerade mit Oberschwingungen, leider blicke ich da nur noch nicht so ganz durch.
Mein Problem ist, dass ich nicht ganz verstehe, wie ein Verbraucher die eingespeiste Spannung so verändern kann, dass man hinterher Oberschwingungen hat, sprich Frequenzen, die größer sind als 50 Hz. Auf der anderen Seite hat man ja gleichzeitig noch die Grundfrequenz von 50 Hz....
Kann mir da vielleicht jemand von euch weiterhelfen?

MFG

Cappymac

x y

10.02.2008,
13:48

@ Cappymac

Oberschwingungen

» Mein Problem ist, dass ich nicht ganz verstehe, wie ein Verbraucher die
» eingespeiste Spannung so verändern kann, dass man hinterher
» Oberschwingungen hat, sprich Frequenzen, die größer sind als 50 Hz.

Der Verbraucher macht das über nichtsinusförmige Stromaufnahme, da die Netzimpedanz stets >0 ist wird dadurch natürlich auch die Spannung beeinflusst.

Cappymac(R)

10.02.2008,
13:55

@ x y

Oberschwingungen

» Netzimpedanz stets >0 ist wird dadurch natürlich auch die Spannung
» beeinflusst.

K, dass ist ja nachvollziehbar...jetzt habe ich allerdings noch das Problem mit der Anzahl der Oberschwingungen, inwieweit ist die begrenzt oder geht die gegen unendlich

x y

10.02.2008,
14:22

@ Cappymac

Oberschwingungen

» » Netzimpedanz stets >0 ist wird dadurch natürlich auch die Spannung
» » beeinflusst.
»
» K, dass ist ja nachvollziehbar...jetzt habe ich allerdings noch das
» Problem mit der Anzahl der Oberschwingungen, inwieweit ist die begrenzt
» oder geht die gegen unendlich

Mathematisch ja, praktisch nein. Irgendwann geht die Amplitude im Rauschen unter. Ansonsten hängt das an der Kurvenform der Stromaufnahme.

Cappymac(R)

10.02.2008,
14:39

@ x y

Oberschwingungen

» Mathematisch ja, praktisch nein. Irgendwann geht die Amplitude im Rauschen
» unter. Ansonsten hängt das an der Kurvenform der Stromaufnahme.

Ok, irgendwie ist das alles sehr schwer vorstellbar :-|.
Was genau meinst du mit "die Amplitude im Rauschen unter"

x y

10.02.2008,
14:57

@ Cappymac

Oberschwingungen

» Ok, irgendwie ist das alles sehr schwer vorstellbar :-|.

Stichwort Fouriersynthese/analyse.


» Was genau meinst du mit "die Amplitude im Rauschen unter"

Mit zunehmender Ordnung werden die Oberwellen typischerweise immer schwächer, irgendwann sind sie schwächer als das thermische Widerstandsrauschen.

DirkBln(R)

Berlin,
10.02.2008,
15:06

@ Cappymac

Oberschwingungen

» » Mathematisch ja, praktisch nein. Irgendwann geht die Amplitude im
» Rauschen
» » unter. Ansonsten hängt das an der Kurvenform der Stromaufnahme.
»
» Ok, irgendwie ist das alles sehr schwer vorstellbar :-|.
» Was genau meinst du mit "die Amplitude im Rauschen unter"

Beispiel Sägezahn.
Hier sind alle Oberschwingungen vorhanden.
Die Grundschwingung hat eine Amplitude von 1
Die erste Oberschwingung eine Amplitude von 1/2
.....
Die n-te Oberschwingung eine Amplitude von 1/n

Cappymac(R)

10.02.2008,
15:15

@ x y

Oberschwingungen

Gut, dass macht das ganze schon mal verständlicher :-). Jetzt hätte ich allerdings noch eine weitere Frage, ich betrachte gerade die Auswirkungen von Oberschwingungen auf Reihenschwingkreise, sprich was passiert, wenn eine Oberschwingung auf die Resonanzfrequenz "fällt".
Hierzu habe ich folgenden Text gefunden:

"Wird nun eine Kompensationsanlage im Niederspannungsbereich (U = 230V – 1000V) betrieben, so kann es dazu kommen, dass der Kondensator Oberschwingungsströme absaugt. Hierbei bilden der Kondensator und die Induktivität des Transformators einen Reihenschwingkreis. Dieser bildet für Oberschwingungen im Bereich der Resonanzfrequenz annähernd einen Kurzschluss und saugt Ströme aus dem Mittelspannungsnetz (6kV – 30 kV) ab, wodurch es zu einer Überlastung des Kondensators kommen kann. "


Wie kann der Reihenschwingkreis, welcher im Niederspannungsbereich betreiben wird, Ströme aus dem Mittelspannungsnetz absaugen?

MFG Cappymac

x y

10.02.2008,
15:33

@ Cappymac

Oberschwingungen

» "Wird nun eine Kompensationsanlage im Niederspannungsbereich (U = 230V –
» 1000V) betrieben, so kann es dazu kommen, dass der Kondensator
» Oberschwingungsströme absaugt. Hierbei bilden der Kondensator und die
» Induktivität des Transformators einen Reihenschwingkreis. Dieser bildet
» für Oberschwingungen im Bereich der Resonanzfrequenz annähernd einen
» Kurzschluss und saugt Ströme aus dem Mittelspannungsnetz (6kV – 30 kV) ab,
» wodurch es zu einer Überlastung des Kondensators kommen kann. "

Oh weh! Wo steht das so?

Kendiman

E-Mail

10.02.2008,
21:29

@ Cappymac

Oberschwingungen

» Moin Moin,
»
» ich befasse mich gerade mit Oberschwingungen, leider blicke ich da nur
» noch nicht so ganz durch.
» Mein Problem ist, dass ich nicht ganz verstehe, wie ein Verbraucher die
» eingespeiste Spannung so verändern kann, dass man hinterher
» Oberschwingungen hat, sprich Frequenzen, die größer sind als 50 Hz. Auf
» der anderen Seite hat man ja gleichzeitig noch die Grundfrequenz von 50
» Hz....
» Kann mir da vielleicht jemand von euch weiterhelfen?
»
» MFG
»
» Cappymac

Phasenanschnittsteuerungen und Phasenabschnittsteuerungen, auch als Dimmer zur Regelung elektrischer Leistung bekannt, entnehmen dem sinusfürmigen Strom in jeder Periode nur einen Teil des Stroms. Damit wird die Sinusform des Stroms verformt. Es entstehen Oberwellen und davon mehr als man wünscht.