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Mowi56

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01.02.2008,
17:52
 

LED-Leuchte parallel an stabilisiertem Netzteil (Elektronik)

Hallo,
Ich habe in eine Vitrine eine Beleuchtung mit LED,s gebaut.Die brauchen ja fast keinen Strom und sollen angeblich ewig halten. :-D Ich habe ein Schnäppchen aus dem Baumarkt (Schreibtischlampe mit 24 LED für 5 Euro ) zerlegt und mit einem unstabilisierten Universalnetzteil mit 3 Volt,200mA betrieben. Eigentlich sollte die mit 3 x1,5 Volt Batterien = 4,5 Volt betrieben werden.
Die LED sind parallel auf die Platine gelötet ohne Vorwiderstand. Nach ca. 4 Wochen gab das Netzteil auf, Wackler am Spannungsumschalter. :-( Habe dann ein stabilisiertes Netzteil mit 300 mA angeschlossen.
Bei einem Strombedarf von ca.10-15mA pro LED hätte das ja auch noch passen müssen.;-) Jetzt sind leider schon 4 LED im Eimer und weitere 5 blinken nur noch.:-( Bei Betrieb an 2 1,5V-Batterien leuchten sie normal, kurions oder?
Habe weitergebastelt und eine Diode von einer anderen bastelei (Typ STPS7 99235) vielleicht sagt einem das was, dazwischengeklemmt, blinken hört auf! Was nun??
Auch wenn ich mittels Vorwiderstand den Strom auf 200mA begrenze kann sich bei einer Parallelschaltung doch jede LED soviel Strom genehmigen, bis sie durchbrennt, oder?
Übrigens: Habe mal das Netzgerät gemessen, Spannung stimmt, aber wenn ich auf AC stelle, zeigt es statt3V DC 6,2V AC ?????
Kann jemand einem Laien erklären, was da abgeht?
Gruß Mowi 56

hws(R)

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59425 Unna,
01.02.2008,
18:20

@ Mowi56

zwei Grundregeln bei LED's ...

1.) NIEMALS ohne Vorwiderstand arbeiten (oder andere Strombegrenzung, z.B. Konstantstromquelle.

2.) ine LED ist kein Widerstand und kann auch nicht so berechnet / behandelt werden.

Gegen beide Reglen hast du verstoßen - Erfolg hast du selbst erlebt.

Verbuch's als Lehrgeld.
Und Berechnung von Vorwiderständen gibts hier massenhaft - incl. passendem Rechner in Elko.

hws

Meier2

01.02.2008,
23:21

@ Mowi56

LED-Leuchte parallel an stabilisiertem Netzteil

Von Laie zu Laie:
» Übrigens: Habe mal das Netzgerät gemessen, Spannung stimmt, aber wenn ich
» auf AC stelle, zeigt es statt3V DC 6,2V AC ?????
» Kann jemand einem Laien erklären, was da abgeht?
Häng mal einen Gleichrichter ans (wirklich stabilisierte??) Netzteil. Ich vermute du hast ein schlecht stabilisiertes Netzteil oder womöglich eins, das doch AC ausgibt. Das tötet natürlich jede Led. Was du brauchst ist halbwegs saubere DC. Hab bei mir gerade gemessen: Multimeter sagt, der AC-Anteil bei meinem 12V DC Netzgerät ist nur 0,3V AC.

Und nimm Vorwiderstände! Damit MUSST du den Strom begrenzen. Ausserdem: Der Strom über eine Led geht ohne Vorwiderstand bei Spannungserhöhung fast exponentiell, die werden also bei Volt-Schwankungen (z.B. bei schlechter Stabilisierung) total überlastet.
Genaueres können dir die Experten sagen.

Bei AA-Batterien gehts eine zeitlang auch ohne Vorwiderstand. Ich glaub wegen dem Innenwiderstand der Batterien. Meine selbst gebaute LED-Taschenlampe funktioniert jedenfalls ohne Widerstand seit 1 Jahr.

» Auch wenn ich mittels Vorwiderstand den Strom auf 200mA begrenze kann sich
» bei einer Parallelschaltung doch jede LED soviel Strom genehmigen, bis sie
» durchbrennt, oder?
200mA? Arme Led.
Ne, die nehmen sich nichts (sind keine ohmsche Last wie Glühlampe, Motor...), sind ja nur Dioden und haben praktisch keinen Widerstand, du musst die Leds mit nur soviel Strom füttern, wie sie vertragen. Normalerweise 20mA. Was an Volt zuviel ist, wird mit den nötigen mA zusammengerechnet und am Widerstand verbraten.
Aber zum richtigen Anschluss von Leds gibts im Netz tausende Anleitungen. googeln.

M.M.

Mowi56

E-Mail

03.02.2008,
13:17

@ Meier2

LED-Leuchte parallel an stabilisiertem Netzteil

» 200mA? Arme Led.
» Ne, die nehmen sich nichts (sind keine ohmsche Last wie Glühlampe,
» Motor...), sind ja nur Dioden und haben praktisch keinen Widerstand, du
» musst die Leds mit nur soviel Strom füttern, wie sie vertragen.
» Normalerweise 20mA. Was an Volt zuviel ist, wird mit den nötigen mA
» zusammengerechnet und am Widerstand verbraten.
» Aber zum richtigen Anschluss von Leds gibts im Netz tausende Anleitungen.
» M.M.
Hallo MM
Wenn die LED parallel geschaltet sind, muß ich doch den Strom und nicht die Spannung multiplizieren; Oder???:-(
Und das wären nach meiner Rechnung bei einem Strombedarf von ca. 15mA mal 24 LED = 360 mA
Also mehr, als die Nennleistung des Netzteil von 300mA
Ich dachte schon ich hätte das 200mA Netzteil überlastet und es hätte deshalb den Geist im unteren Spannungsbereich aufgegeben.
Den Widerstand zu berechnen fällt deshalb schwer, da ich die Werte der LEDs nicht kenne. Sie leuchten schon bei 3Volt obwohl lt. Literatur weiße LED nomalerweise 4 Volt benötigen. Beim Strombedarf tappe ich da genauso im Dunkeln. Werde mir aber mal verschiedene Widerstände mit annähernden Werten besorgen und sicherheitshalber wegen evtl. AC-Anteil noch eine entsprechende Diode.
Wird hier auf dem Land aber ein wenig sucherei werden, wo ich das entsprechende herbekomme. ;-) Kann also ewas dauern, bis ich mich wieder melde.
Gruß Mowi56

hws(R)

E-Mail

59425 Unna,
04.02.2008,
13:33

@ Mowi56

ok, dritte LED-Regel:

» Wenn die LED parallel geschaltet sind, ...

3. Merkregel (ergibt sichalerdings aus 1. wenn man etwas nachdenkt):
3.) LED's schaltet man nicht parallel -jedenfalls nicht ohne jeweils einen eigenen Vorwiderstand.

zur Erinnerung nochmals die beiden ersten:

1.) NIEMALS ohne Vorwiderstand arbeiten (oder andere Strombegrenzung, z.B. Konstantstromquelle.

2.) ine LED ist kein Widerstand und kann auch nicht so berechnet / behandelt werden.

hws

Pflücke(R)

E-Mail

Hartmannsdorf,
04.02.2008,
16:24
(editiert von Pflücke
am 04.02.2008 um 18:28)


@ Mowi56

LED-Leuchte parallel an stabilisiertem Netzteil

Mein Tipp:

Nimm die direkt vom Hersteller
http://www.leds.de/p172/LED_Spots/LED_Spot_MR16_20_weisse_LEDs_12V.html
In den Fragen/Antwortenseiten findest du dann auch den Hinweis, das DIESE LEDs dafür konstruiert worden sind, einfach gegen herkömmliche Strahler ausgetauscht zu werden.

Ich habe im übrigen den Vorgänger dieser hier
http://www.leds.de/p211/LED_Spots/HighPower_4-Watt_XR-E_LED_Spot_MR16_weiss_12V.html
in meiner Flurbeleuchtung. Ist heller als 20W Halogen, braucht keinen Kühlkörper und auch keinen Regler für Gleispannung und Strombegrenzung. Hab die einfach an den neuen (weil weniger Leistung) Trafo angeschlossen und die leuchtet nun schon ein knappes halbes Jahr.

MfG :-)

PS: Einen kleinen Nachteil hat die allerdings. Sie ist in kaltem weissen Licht. Das stört aber im Flur nicht sonderlich

--
3 natürliche Feinde des Programmierers: Das krebserregende grelle Licht der Sonne, der martialische Gestank frischer Luft, das ohrenbetäubende Gekreische singender Vögel!

Mowi56

04.02.2008,
18:38

@ hws

ok, dritte LED-Regel:

Hallo hws,
Die LED-Leuchte habe ich so gekauft!.;-) Wegen der Leiterbahnen lassen sich die LED auf der Platine auch nicht umlöten. :-( Jeder LED einen eigenen Widerstand einzulöten ist aus Platzgründen nicht möglich und unverhältnismäßig viel Arbeit. Und ein einzelner Widerstand in der Zuleitung bringt nach deinen Regeln ja nichts!:-(
Werde deshalb wohl auf den Vorschlag von Pflücke umsetzen und einen fertigen Spot einbauen. :-P
Wie ich gesehen habe, gibts die sogar in 220 Volt Ausführung.
Das erspart mir sogar das Netzteil mit seinen Verlusten und ist dadurch wahrscheinlich noch sparsamer.:-D
Danke Pflücke ;-)
Gruß
Mowi56

Pflücke(R)

E-Mail

Hartmannsdorf,
04.02.2008,
22:35

@ Mowi56

ok, dritte LED-Regel:

» Hallo hws,
» Die LED-Leuchte habe ich so gekauft!.;-) Wegen der Leiterbahnen lassen
» sich die LED auf der Platine auch nicht umlöten. :-( Jeder LED einen
» eigenen Widerstand einzulöten ist aus Platzgründen nicht möglich und
» unverhältnismäßig viel Arbeit. Und ein einzelner Widerstand in der
» Zuleitung bringt nach deinen Regeln ja nichts!:-(
» Werde deshalb wohl auf den Vorschlag von Pflücke umsetzen und einen
» fertigen Spot einbauen. :-P
» Wie ich gesehen habe, gibts die sogar in 220 Volt Ausführung.
» Das erspart mir sogar das Netzteil mit seinen Verlusten und ist dadurch
» wahrscheinlich noch sparsamer.:-D
» Danke Pflücke ;-)
» Gruß
» Mowi56

Der Hersteller kennt das Problem ja auch. Und da der nicht Made in Chi... ist, hat der sich halt was dafür einfallen lassen. Wäre interessant, mal eine solche LED aufzumachen und nachzuschauen. Das Risiko eines Kollateralschadens war mir bei dem damals gekauften Strahler angesichts des nicht gerade geringen Preises aber zu hoch. Abgesehen von meiner Frau, bei der ich so schon enorme Überzeugungsarbeit zum Kauf leisten musste. "Ne Glühbirne für 30 Euros" war ihr zu teuer. Inzwischen hat sich Ihre Meinung diesbezüglich aber sehr zum positiven gewandelt :-D

--
3 natürliche Feinde des Programmierers: Das krebserregende grelle Licht der Sonne, der martialische Gestank frischer Luft, das ohrenbetäubende Gekreische singender Vögel!

Harald Wilhelms(R)

E-Mail

05.02.2008,
12:39

@ hws

ok, dritte LED-Regel:

» » Wenn die LED parallel geschaltet sind, ...
»
» 3. Merkregel (ergibt sichalerdings aus 1. wenn man etwas nachdenkt):
» 3.) LED's schaltet man nicht parallel -jedenfalls nicht ohne jeweils einen
» eigenen Vorwiderstand.

Naja, zu jeder Regel gibt es auch eine Ausnahme:
Nämlich, wenn die LEDs vorher im Werk für diesen
Zweck passend ausgemessen worden sind. Trotzdem
muss man meist mit einer verkürzten Lebensdauer
einer solchen Konstuktion rechnen. Wenn Du die Konstruktion nicht änderst wird es auch meist funktionieren. Es kann aber schon Probeme geben,
wenn Du die LEDs aus- und wieder einlötest.

» zur Erinnerung nochmals die beiden ersten:
»
» 1.) NIEMALS ohne Vorwiderstand arbeiten (oder andere Strombegrenzung, z.B.
» Konstantstromquelle.

ACK

» 2.) ine LED ist kein Widerstand und kann auch nicht so berechnet /
» behandelt werden.

ACK
Gruss
Harald

DirkBln(R)

Berlin,
05.02.2008,
12:46

@ Mowi56

LED-Leuchte parallel an stabilisiertem Netzteil

Hallo guter Freund,

lass dich nicht entmutigen. Besonders Regel 3 würde ich nicht allzu ernst nehmen.
Das mag vieleicht theoretisch richtig sein, praktisch ist es aber nicht unüblich LED´s ohne separate Vorwiderstände parallel zu betreiben.
Deine Schaltung hat es ja gezeigt. Vier Wochen ging es gut und letztlich haben nicht die LED`s Schaden genommen, sondern das Netzteil. Logisch - es floß ja Quasi Kurzschlußstrom, da nichts da war den Strom zu begrenzen.
Wäre dir damals schon die Idee mit dem Vorwiderstand gekommen, die Schaltung liefe sicher heute noch.

Dein "geregeltes" Netzteil ist mir etwas suspekt. Letztlich solltest du wissen womit du die Schaltung speist, bevor du sie in Gang setzt.

Ich denk mal du bekommst das hin.

Gruß Dirk

Harald Wilhelms(R)

E-Mail

05.02.2008,
16:44

@ DirkBln

LED-Leuchte parallel an stabilisiertem Netzteil

» Hallo guter Freund,
»
» lass dich nicht entmutigen. Besonders Regel 3 würde ich nicht allzu ernst
» nehmen.
» Das mag vieleicht theoretisch richtig sein, praktisch ist es aber nicht
» unüblich LED´s ohne separate Vorwiderstände parallel zu betreiben.

Ja, aber nur mit vorher passend ausgemessenen LEDs; oder
zumindest welchen aus der gleichen Fertigungscharge.
Gruss
Harald

x y

05.02.2008,
17:11

@ Harald Wilhelms

LED-Leuchte parallel an stabilisiertem Netzteil

» » Das mag vieleicht theoretisch richtig sein, praktisch ist es aber nicht
» » unüblich LED´s ohne separate Vorwiderstände parallel zu betreiben.
»
» Ja, aber nur mit vorher passend ausgemessenen LEDs; oder
» zumindest welchen aus der gleichen Fertigungscharge.

Und vor allem guter thermischer Kopplung.

Mowi56

05.02.2008,
19:10

@ Harald Wilhelms

LED-Leuchte parallel an stabilisiertem Netzteil

» Ja, aber nur mit vorher passend ausgemessenen LEDs; oder
» zumindest welchen aus der gleichen Fertigungscharge.

passend ausgemessene LEDs. ?????
Was wie messen ?????;-)

Gruß Mowi56

Harald Wilhelms(R)

E-Mail

06.02.2008,
07:51
(editiert von Harald Wilhelms
am 06.02.2008 um 07:51)


@ Mowi56

LED-Leuchte parallel an stabilisiertem Netzteil

» » Ja, aber nur mit vorher passend ausgemessenen LEDs; oder
» » zumindest welchen aus der gleichen Fertigungscharge.
»
» passend ausgemessene LEDs. ?????
» Was wie messen ?????;-)

Durchlassspannung beim gewünschten Strom messen. Es
dürfen bei Parallelschaltung nur wenige mV Unterschied
sein. Bei den Firmen machen das Automaten, die dann auch
gleich zueinander passende LEDs in je ein Kästchen
schmeissen.
Gruss
Harald

hws(R)

E-Mail

59425 Unna,
06.02.2008,
08:27

@ Harald Wilhelms

nein, auch dann nicht ..

» Nämlich, wenn die LEDs vorher im Werk für diesen
» Zweck passend ausgemessen worden sind.

Das MACHT man einfach nicht.
Insbesondere für Anfänger.

Und wenn's in irgend einem billig-Honkong Produkt drin ist - dann macht man's selbst immer noch nicht.

Bei welchem Hersteller werden denn Werksseitig LEDs ausgemessen und gepaart? Der Aufwand dürfte den Preis eines Vorwiderstandes übersteigen.

Und wenn nen Bstler das mit dem Baumarkt Multimeter gemacht hat (ohne Klimakammer) .. naja..

hws

Harald Wilhelms(R)

E-Mail

06.02.2008,
09:42

@ hws

nein, auch dann nicht ..

» » Nämlich, wenn die LEDs vorher im Werk für diesen
» » Zweck passend ausgemessen worden sind.
»
» Das MACHT man einfach nicht.
» Insbesondere für Anfänger.

Das stimmt zwar; insbesondere lezteres.:-)
Allerdings wirds von der Industrie vielfältig so
angeboten. z.B. in Taschenlampen und auch z.b.
in "dritten Bremsleuchten". Auch fast alle "USB-
Notebookleuchten arbeiten wohl so.
Gruss
Harald