triti
18.01.2008, 08:44 |
Netzteil - bricht die Trafospannung ein? (Elektronik) |
Hi,
wenn man ein stab. 12V Netzteil mit einem 7812 baut:
Nimmt man einen 12V-Trafo, so hat man nach der Gleichrichtung ca. 16V, also könnte man einen 7812 nehmen, weil der 3V mehr als die Ausgangsspannung braucht.
Ich hab aber gelesen, dass bei Belastung die 16V wieder auf 12V einbrechen sollen (warum?).
Braucht man also doch einen 15V-Trafo, damit die gewünschten 12V stabil rauskommen?
lg
Triti |
nagus

18.01.2008, 09:27
@ triti
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Netzteil - bricht die Trafospannung ein? |
Auf 16V wird der Ladekondensator aufgeladen (= Wechselspannung x Wurzel2). Diese Spannung reduziert sich bei Belastung auf ca 12V).
Unter F9 Netzteile in DSE-FAQ findet man weitere Angaben |
Harald Wilhelms

18.01.2008, 09:49
@ triti
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Netzteil - bricht die Trafospannung ein? |
» Hi,
» wenn man ein stab. 12V Netzteil mit einem 7812 baut:
» Nimmt man einen 12V-Trafo, so hat man nach der Gleichrichtung ca. 16V,
Nein!
Die Spitzenspannung beträgt zwar etwa 17V, die kleinste
Spannung liegt aber, je nach Ladekondensator deutlich
darunter. Deshalb brauchst Du typisch einen Trafo mit
16V, wenn Du 12V stab. rausholen willst. Näheres zur
Dimensionierung steht auch in den DSE-FAQ.
» Ich hab aber gelesen, dass bei Belastung die 16V wieder auf 12V einbrechen
» sollen (warum?).
Das liegt hauptsächlich am Ladekondensator.
Gruss
Harald |
Thomas Schaerer

18.01.2008, 11:14
@ Harald Wilhelms
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Netzteil - bricht die Trafospannung ein? |
Eine moegliche Netzunterspannung von 5% (Stadt) oder 10% (Land) sollte man auch noch beruecksichtigen.
Gruss
Thomas
--
Mein ELKO-Buch ueber Opamp und Instumentation-Amplifier:
http://www.elektronik-kompendium.de/public/schaerer/index.htm#my_literatur
http://www.elektronik-kompendium.de/shop/buecher/operationsverstaerker-und-instrumentationsverstaerker |
triti
18.01.2008, 11:17
@ Harald Wilhelms
|
Danke |
»» Ich hab aber gelesen, dass bei Belastung die 16V wieder auf 12V
»» einbrechen sollen (warum?).
» Das liegt hauptsächlich am Ladekondensator.
Aha. Also bei grösserem Ladekondensator weniger Einbruch.
Also allgemein: wenn man 12V will 18V Trafo kaufen.
Ich muss es momentan aber trotzdem mit 15V und einem low drop Regler versuchen, weil Platzproblem (der 18V Trafo ist ums A********** zu gross).
Danke!
lg
Triti |
triti
18.01.2008, 13:21
@ Thomas Schaerer
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Aber... |
» Eine moegliche Netzunterspannung von 5% (Stadt) oder 10% (Land) sollte man
» auch noch beruecksichtigen.
Aber wie berücksichtigt man das? Wie wirkt sich das auf der Sekundärseite eines Trafos aus?
Ist überhaupt mächtig interessant, weil meine Schaltung kommt an einen Stromkreis, an dem auch ein fetter Muffelofen hängt und wenn sich der einschaltet gibts sicher jede Menge Schwankungen.
lg
Triti
» --
» Mein ELKO-Buch ueber Opamp und Instumentation-Amplifier:
» http://www.elektronik-kompendium.de/public/schaerer/index.htm#my_literatur
» http://www.elektronik-kompendium.de/shop/buecher/operationsverstaerker-und-instrumentationsverstaerker |
Thomas Schaerer

18.01.2008, 13:34
@ triti
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Aber... |
» » Eine moegliche Netzunterspannung von 5% (Stadt) oder 10% (Land) sollte
» man
» » auch noch beruecksichtigen.
»
» Aber wie berücksichtigt man das? Wie wirkt sich das auf der Sekundärseite
» eines Trafos aus?
Praktisch linear. Bei den Berechnungen gehst Du anstatt von 230 VAC eben von (0.95*230VAC) oder im Falle Deines Mamut-Ofens (n_mamutofen*230VAC) aus.
Du musst halt ma die Netzspannung messen, wenn Dein atomkraftwerkabsorbierender Mamut-Ofen eingeschaltet ist.
» Ist überhaupt mächtig interessant, weil meine Schaltung kommt an einen
» Stromkreis, an dem auch ein fetter Muffelofen hängt und wenn sich der
» einschaltet gibts sicher jede Menge Schwankungen.
Telefoniere mal dem E-Werk, vielleicht ziehen die zu Dir nachhause extradicke Kupferleitungen, weisst Du solche ohne Sauerstoff die ganz besonders gut leiten.
Gruss
Thomas
--
Mein ELKO-Buch ueber Opamp und Instumentation-Amplifier:
http://www.elektronik-kompendium.de/public/schaerer/index.htm#my_literatur
http://www.elektronik-kompendium.de/shop/buecher/operationsverstaerker-und-instrumentationsverstaerker |
Harald Wilhelms

18.01.2008, 13:57
@ triti
|
Danke |
» »» Ich hab aber gelesen, dass bei Belastung die 16V wieder auf 12V
» »» einbrechen sollen (warum?).
» » Das liegt hauptsächlich am Ladekondensator.
»
» Aha. Also bei grösserem Ladekondensator weniger Einbruch.
» Also allgemein: wenn man 12V will 18V Trafo kaufen.
»
» Ich muss es momentan aber trotzdem mit 15V und einem low drop Regler
» versuchen, weil Platzproblem (der 18V Trafo ist ums A********** zu gross).
Falls Du nen Oszi hast, sieh Dir mal die Spannung
vorm und hinter dem Regler bei voller Belastung
an. Teilweise wirst Du dann feststellen, das Du
Dir den Regler eigentlich sparen kannst.
Gruss
Harald
PS: Bei Einsatz eines Schaltnetzteils, auch in der
einfacheren sek-geregelten Version, hast Du da
wesentlich weniger Probleme und Verluste. |
Sigi

18.01.2008, 19:05
@ Harald Wilhelms
|
Danke |
Hast du den Kondensator auch richtig dimensioniert???
Du musst die Brummspannung niedrig genug halten:
wenn Ausgang 12v und Eingang 12*1,4 = 16,8 Volt ist dann darf die Spannung vor dem Linearstabilisirer nicht unter 12+3 Volt fallen. (Du sagtest der Stabilisierer braucht 3 Volt Überspannung zum Ausgang)
D.h.:
Die Eingangsspannung zum Stabilisirer darf nicht unter 15 fallen. In deinen Fall musst du die Brummspannung unter 1Volt halten.
Das ist sehr wenig entscheide dich daher für einen Trafo mit mehr Ausgangsspannung.
Du benötigst also 15 Volt vor dem Stabilisierer.
C = (0,75*I)/(f*U)
C = Kondensatorkapazität in Farad
I = Laststrom
f = Frequenz der Pulsierten DC Spannung
U = Brummspannung
Die Stabilisierung muss so dimensioniert sein das die Brummspannung niedrig genug ist das der Stabilisierer konstant 15 Volt Eingang bekommt.
Achte darauf das dein Stabilisiere so viel Spannungsdifferenz auch (V in - V out) aushält.
Viel Spaß
LG |
triti
18.01.2008, 20:25
@ Thomas Schaerer
|
Aber... |
» Telefoniere mal dem E-Werk, vielleicht ziehen die zu Dir nachhause
» extradicke Kupferleitungen, weisst Du solche ohne Sauerstoff die ganz
» besonders gut leiten.
Gute Idee. Und dann können sie das ganze dann auch gleich bis zur Supraleitfähigkeit runterkühlen. Wir wollen doch keine unnötigen Verluste.
 |
Thomas Schaerer

18.01.2008, 20:50
@ triti
|
Aber... |
» » Telefoniere mal dem E-Werk, vielleicht ziehen die zu Dir nachhause
» » extradicke Kupferleitungen, weisst Du solche ohne Sauerstoff die ganz
» » besonders gut leiten.
»
» Gute Idee. Und dann können sie das ganze dann auch gleich bis zur
» Supraleitfähigkeit runterkühlen. Wir wollen doch keine unnötigen
» Verluste.
Exzellentium! Grandiosum!
Wahrscheinlich braucht es ein ganzes AKW, um staendig genuegend fluessigen Sauerstoff zu erzeugen und an Ort per Pipelines zu transportieren um es in die Schlaeche Deiner Kupferkabel zu pumpen. Aber was solls. Das Geld fuer diese Energie brauchst ja nicht du zu bezahlen. Der Steuerzahler tut das fuer Dich sehr gerne, weil es dient ja letztlich irgenwie der Forschung, - oder? 
Gruss
Thomas  |
triti
18.01.2008, 21:21
@ Sigi
|
Dank #2 |
Hab Dank für die Formelei, das bildet mächtig weiter. Und so hübsch verständlich ausgedrückt - dickes Lob!
Mit Brummen hab ich mich noch nie beschäftigt. Hab bis jetzt einfach 2200µF pro A genommen und 3V mehr am Trafo wie als Ausgangsspannung nötig.
» Hast du den Kondensator auch richtig dimensioniert???
» Du musst die Brummspannung niedrig genug halten:....
Ich glaub ich habs kapiert (selten!!): Der Kondensator muss auf eine erträgliche Brummspannung abgestimmt werden.
Bei max.1V Brummspannung bräuchte ich also bei 1A laut deiner Formel 15000µF, das geht natürlich schlecht.
3V Brummspannung -> 5000µF. Deshalb also mehr Völter beim Trafo, weil dann C kleiner werden darf!
Und jetzt verstehe ich endlich, wie das auch vom Ausgangsstrom abhängt.
Das könnte sich doch tatsächlich im Hirn festsaugen.
Vielen Dank & schönen Abend noch.
lg
Triti
P.S.: Das war die perfekte Ergänzung zu DSE-FAQ!
Sollte dort rein. |
Sigi

18.01.2008, 21:30
@ triti
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Dank #2 |
Du sagtest "15000µF, das geht natürlich schlecht".
15000µ kann man schon schalten.
Denk daran wewnn ein Kondensator nicht die nötige Kapazität hat dann gild: C1 + C2 + C3 + ..... = Kondesatorleistung gesammt
Und:
Desto größer die Kondensatorleistung desto größer die Kosten dafür.
Desto größer die Kondensatorleistung desto größer der Strom den der Kondensator zu laden frisst(muss in die Trafodimensionierung eingebunden werden).
LG und viel Spaß beim löten . |
x y
18.01.2008, 21:43
@ triti
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Dank #2 |
» P.S.: Das war die perfekte Ergänzung zu DSE-FAQ!
» Sollte dort rein.
Steht als Literaturhinweis drin, und das reicht auch. |
triti
18.01.2008, 23:28
@ Thomas Schaerer
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Aber... |
» Der Steuerzahler tut das fuer Dich sehr gerne, weil
» es dient ja letztlich irgenwie der Forschung, - oder?
Genau. Darum beneidet uns die Welt.
Österreich ist eben ein Mysterium, viel gepriesen und nie verstanden.

lg
Triti |
x y
19.01.2008, 00:19
@ triti
|
Aber... |
» Gute Idee. Und dann können sie das ganze dann auch gleich bis zur
» Supraleitfähigkeit runterkühlen.
Wird bei Kupfer aber etwas problematisch, da gibts keine Supraleitung. |