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AndreasB

E-Mail

13.01.2008,
22:32
 

wann log oder lin poti für Verstärker? (Elektronik)

Hallo,

ich habe wiedermal ne Wissensfrage an euch.
Wann ist es empfehlenswert einen logarithmischen oder linearen Poti für einen Verstärker einzusetzen. Bei mir ist es konkret ein Röhrenverstärker.

Gruss Andreas

Zwinkerle(R)

13.01.2008,
22:44

@ AndreasB

wann log oder lin poti für Verstärker?

Lautstärke -> log
Balance -> lin
Höhen, Tiefen wahlweise

--
Don't feed Trolls!!!

AndreasB

E-Mail

13.01.2008,
23:04

@ Zwinkerle

wann log oder lin poti für Verstärker?

» Lautstärke -> log
» Balance -> lin
» Höhen, Tiefen wahlweise

ok, danke, kann man log Potis in beliebiger Richtung anschließen, oder kann man aufsteigend/absteigend vertauschen? Log heist ja, die Kurve steigt zuerst langsam an, und dann immer schneller oder umgekert, also müsste ein log Poti richtig gepolt werden, oder? Lieg ich da richtig?

Gruss Andreas

J.R.(R)

E-Mail

14.01.2008,
00:16

@ AndreasB

wann log oder lin poti für Verstärker?

Hallo Andreas,

» ok, danke, kann man log Potis in beliebiger Richtung anschließen, oder
» kann man aufsteigend/absteigend vertauschen? Log heist ja, die Kurve
» steigt zuerst langsam an, und dann immer schneller oder umgekert, also
» müsste ein log Poti richtig gepolt werden, oder? Lieg ich da richtig?

Richtig. Die meisten log. Potis sind so gepolt, dass die Steilheit von Linksanschlag an nach rechts zunimmt.

Jörg

erikl(R)

E-Mail

Prien,
14.01.2008,
00:18

@ AndreasB

wann log oder lin poti für Verstärker?

» » Lautstärke -> log
» » Balance -> lin
» » Höhen, Tiefen wahlweise
»
» ok, danke, kann man log Potis in beliebiger Richtung anschließen, oder
» kann man aufsteigend/absteigend vertauschen? Log heist ja, die Kurve
» steigt zuerst langsam an, und dann immer schneller oder umgekert,

Ja, umgekehrt.

» also müsste ein log Poti richtig gepolt werden, oder? Lieg ich da richtig?

Klar: Log. Lautstärke-Potis sind so konstruiert, dass der Widerstandswert am Schleifer logarithmisch ansteigt, wenn man CW (ClockWise, im Uhrzeigersinn) dreht - wie gewohnt.

Bei umgekehrtem Anschluss (Bezugspunkt am Anschluss, der dem rechts-seitigen Endpunkt entspricht) steigt der Widerstandswert am Schleifer exponentiell an, wenn man CCW (CounterClockWise, im Gegenuhrzeigersinn) dreht, also so, wie Du es oben beschrieben hast: zuerst langsam, und dann immer schneller.

--
Gruß, erikl

erikl(R)

E-Mail

Prien,
14.01.2008,
00:21

@ J.R.

wann log oder lin poti für Verstärker?

» Richtig. Die meisten log. Potis sind so gepolt, dass die Steilheit von
» Linksanschlag an nach rechts zunimmt.

@ Jörg:
Das wäre dann exponentiell! :-P

--
Gruß, erikl

Jogi(R)

Da,
14.01.2008,
10:25

@ AndreasB

wann log oder lin poti für Verstärker?

» Hallo,
»
» ich habe wiedermal ne Wissensfrage an euch.
» Wann ist es empfehlenswert einen logarithmischen oder linearen Poti für
» einen Verstärker einzusetzen. Bei mir ist es konkret ein
» Röhrenverstärker.
»
» Gruss Andreas

Folgende Varianten sind mehr oder weniger üblich:

Linear, Log, neg-Log, Balance

Linear = diverse Anwendungen wie Klangsteller in Gegenkopplung

Log = Pegel- und Lautstärkesteller, Klangsteller im Signalweg

neg-Log = Lautstärke/Pegel in der Gegenkopplung

Balance = Mittelstellung isoliert oder Linear, zu den Anschlägen hin Log-Kennlinie, also nach Rechts Log und nach Links neg-Log

Sonderausführung Linear dreifach angezapft = jede der anderen Kennlinien aufzwingbar durch Parallelwiderstände

--
Gruß Jogi - Es ist bereits alles gesagt, nur noch nicht von Jedem.

J.R.(R)

E-Mail

14.01.2008,
10:39

@ erikl

log und exp

» » ok, danke, kann man log Potis in beliebiger Richtung anschließen, oder
» » kann man aufsteigend/absteigend vertauschen? Log heist ja, die Kurve
» » steigt zuerst langsam an, und dann immer schneller oder umgekert,
»
» Ja, umgekehrt.
»
» » also müsste ein log Poti richtig gepolt werden, oder? Lieg ich da
» richtig?
»
» Klar: Log. Lautstärke-Potis sind so konstruiert, dass der Widerstandswert
» am Schleifer logarithmisch ansteigt, wenn man CW (ClockWise, im
» Uhrzeigersinn) dreht - wie gewohnt.
»
» Bei umgekehrtem Anschluss (Bezugspunkt am Anschluss, der dem
» rechts-seitigen Endpunkt entspricht) steigt der Widerstandswert am
» Schleifer exponentiell an, wenn man CCW (CounterClockWise, im
» Gegenuhrzeigersinn) dreht, also so, wie Du es oben beschrieben hast:
» zuerst langsam, und dann immer schneller.

Tatsächlich ist es aber genau umgekehrt. Bei einem logarithmischen Lautstärkepoti nimmt der Widerstand bei Drehung im Uhrzeigersinn exponentiell zu. Das mag zwar unlogisch erscheinen, ist aber seit jeher so definiert. Kommt halt darauf an, wo man bei dem Verhältnis Drehwinkel/Widerstand Zähler und Nenner hinsetzt.

Jörg

Jüwü(R)

E-Mail

Würzburg,
15.01.2008,
02:02

@ Jogi

wann log oder lin poti für Verstärker?

» » Hallo,
» »
» » ich habe wiedermal ne Wissensfrage an euch.
» » Wann ist es empfehlenswert einen logarithmischen oder linearen Poti für
» » einen Verstärker einzusetzen. Bei mir ist es konkret ein
» » Röhrenverstärker.
» »
» » Gruss Andreas
»
» Folgende Varianten sind mehr oder weniger üblich:
»
» Linear, Log, neg-Log, Balance
»
» Linear = diverse Anwendungen wie Klangsteller in Gegenkopplung
»
» Log = Pegel- und Lautstärkesteller, Klangsteller im Signalweg
»
» neg-Log = Lautstärke/Pegel in der Gegenkopplung
»
» Balance = Mittelstellung isoliert oder Linear, zu den Anschlägen hin
» Log-Kennlinie, also nach Rechts Log und nach Links neg-Log
»
» Sonderausführung Linear dreifach angezapft = jede der anderen Kennlinien
» aufzwingbar durch Parallelwiderstände

... genau so isses.:-P

Jogi(R)

Da,
15.01.2008,
10:08

@ Jüwü

wann log oder lin poti für Verstärker?

» » » Hallo,
» » »
» » » ich habe wiedermal ne Wissensfrage an euch.
» » » Wann ist es empfehlenswert einen logarithmischen oder linearen Poti
» für
» » » einen Verstärker einzusetzen. Bei mir ist es konkret ein
» » » Röhrenverstärker.
» » »
» » » Gruss Andreas
» »
» » Folgende Varianten sind mehr oder weniger üblich:
» »
» » Linear, Log, neg-Log, Balance
» »
» » Linear = diverse Anwendungen wie Klangsteller in Gegenkopplung
» »
» » Log = Pegel- und Lautstärkesteller, Klangsteller im Signalweg
» »
» » neg-Log = Lautstärke/Pegel in der Gegenkopplung
» »
» » Balance = Mittelstellung isoliert oder Linear, zu den Anschlägen hin
» » Log-Kennlinie, also nach Rechts Log und nach Links neg-Log
» »
» » Sonderausführung Linear dreifach angezapft = jede der anderen
» Kennlinien
» » aufzwingbar durch Parallelwiderstände
»
» ... genau so isses.:-P

Wobei man heutzutage an richtig gute ...richtig richtig gute!... Potis kaum noch rankommt.
Zu den Zeiten als ich noch Verstärker konstruiert habe, hatte ich einen Draht zu Preh und bekam dort feine 4fach- Audiosteller im Metallgehäuse abgeschirmt, mit Metallachsen. 4 Bahnen, linear, jede Bahn 3fach angezapft (1/3 - 1/2 - 2/3) damit konnte man vor und nach dem Stellverstärker den Pegel steuern (Doppelregelung), jede beliebige Steuerkennlinie beschalten und umschaltbare Netzwerke für die gehörrichtige Lautstärkeanpassung aufschalten. Alles bei einem Gleichlauf besser 0,5dB.

--
Gruß Jogi - Es ist bereits alles gesagt, nur noch nicht von Jedem.

erikl(R)

E-Mail

Prien,
15.01.2008,
13:14

@ J.R.

log und exp

» Bei einem logarithmischen Lautstärkepoti
» nimmt der Widerstand bei Drehung im Uhrzeigersinn
» exponentiell zu. Das mag zwar unlogisch erscheinen, ist aber seit jeher so
» definiert. Kommt halt darauf an, wo man bei dem Verhältnis
» Drehwinkel/Widerstand Zähler und Nenner hinsetzt.
»
» Jörg

Du hast Recht, Jörg, danke!
Habe mich durch die Mathematik in die falsche Richtung leiten lassen.
Da das Hörvermögen bzgl. Lautstärke (wie die meisten menschlichen Sinne)
einen logarithmischen Zusammenhang aufweist (deshalb gemessen in dB),
muss das beim Lautstärkeregler durch eine exponentielle Abhängigkeit
des Widerstands vom Drehwinkel ausgeglichen werden (hier geht's ja um die Spannung).

--
Gruß, erikl