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Lutz

13.01.2008,
18:53
 

digitales Empfängerprinzip funktionstüchtig ? (Elektronik)

Liebe Elektronikexperten,

es würde mich interessieren, ob Ihr folgendes theorethische AM-Empfängerkonzept für praktisch funktionstüchtig haltet:

Eine Breitbandantenne nimmt mehrere HF-Signale auf und speist einen Breitbandvorverstärker.
Nach dem Verstärker arbeitet ein FET als sample-and-hold-Schalter und wird am Gate mit einer Rechteckschwingung angesteuert, die die Frequenz der gewünschten Empfangsfrequenz hat. Das gesampelte Signal wird mittels eines Kondensators integriert, der Anteil der Amplitude der Frequenz die der Ansteuerfrequenz entspricht ist besonders hoch.
Der integrierte Spannungsanteil ist der AM-modulierte NF-Anteil.
Ein Nulldurchgangsdetektor triggert den Generator.

Blödsinn oder ein Fall fürs Lötzinn ?
Danke für Eure Anmerkungen.

Gruß Lutz

J.R.(R)

E-Mail

14.01.2008,
00:41

@ Lutz

digitales Empfängerprinzip funktionstüchtig ?

Hallo Lutz,

» es würde mich interessieren, ob Ihr folgendes theorethische
» AM-Empfängerkonzept für praktisch funktionstüchtig haltet:
»
» Eine Breitbandantenne nimmt mehrere HF-Signale auf und speist einen
» Breitbandvorverstärker.
» Nach dem Verstärker arbeitet ein FET als sample-and-hold-Schalter und wird
» am Gate mit einer Rechteckschwingung angesteuert, die die Frequenz der
» gewünschten Empfangsfrequenz hat. Das gesampelte Signal wird mittels eines
» Kondensators integriert, der Anteil der Amplitude der Frequenz die der
» Ansteuerfrequenz entspricht ist besonders hoch.
» Der integrierte Spannungsanteil ist der AM-modulierte NF-Anteil.

Die Idee ist nicht neu. Man nimmt natürlich keine Rechteckschwingung sondern Sinus (sonst hast du zusätzliche Mischprodukte mit den Oberwellen) und statt einer Sample&Hold-Stufe nimmt man einen Ringmischer, was signaltheoretisch quasi den gleichen Effekt hat. Man benutzt das Prinzip aber vornehmlich zur Trägerregeneration (BFO) von vorgefilterten ZF-Signalen in SSB-Empfängern.
Ein Empfänger nach deiner Idee mit direkter Mischung des noch nicht selektiv gefilterten Trägers hat den großen Nachteil, dass die Oszillatorfrequenz phasenstarr mit der Trägerfrequenz gekoppelt sein muß. Wenn nicht, hast du starke Amplitudenschwankungen und wenn dann auch noch die Frequenz nicht exakt stimmt, werden die beiden Seitenbänder des Trägers ziemlich disharmonisch durcheinandergewirbelt.

» Ein Nulldurchgangsdetektor triggert den Generator.

Wozu das ? Welche Nulldurchgänge sollen detektiert werden ?

» Blödsinn oder ein Fall fürs Lötzinn ?
» Danke für Eure Anmerkungen.

Erstmal nachdenken, ob es für den bestimmten Anwendungsfall taugen könnte.

Jörg

Lutz

14.01.2008,
17:47

@ J.R.

digitales Empfängerprinzip funktionstüchtig ?

»
» » Ein Nulldurchgangsdetektor triggert den Generator.
»
» Wozu das ? Welche Nulldurchgänge sollen detektiert werden ?
»

Die des Trägersignals. Die Integrationsgrenzen könnten der Nulldurchgang zur -erst positiven Halbwelle - danach negativen Halbwelle -sein, also eine halbe Periodendauer über der Funktion der Amplitude.
Startet die "Amplitudenermittlung" mit dem Nulldurchgang einer Schwingung, löst der erkannte Nulldurchgang die Sprungantwort des Generators aus und öffnet den Fet; alles in theorethisch natürlich vernachlässigbarer Zeit.

Na gut, weiß erstmal Bescheid. Danke !

Lutz

J.R.(R)

E-Mail

14.01.2008,
18:27

@ Lutz

aktiver Gleichrichter

» » Wozu das ? Welche Nulldurchgänge sollen detektiert werden ?
» »
»
» Die des Trägersignals. Die Integrationsgrenzen könnten der Nulldurchgang
» zur -erst positiven Halbwelle - danach negativen Halbwelle -sein, also
» eine halbe Periodendauer über der Funktion der Amplitude.
» Startet die "Amplitudenermittlung" mit dem Nulldurchgang einer Schwingung,
» löst der erkannte Nulldurchgang die Sprungantwort des Generators aus und
» öffnet den Fet; alles in theorethisch natürlich vernachlässigbarer Zeit.

Du hast aber von einem Gemisch verschiedener Träger geschrieben. Wie willst du da ohne selektivem Eingangsfilter den richtigen Nulldurchgang erkennen ? Mit Nulldurchgangsdetektor ist das nichts anderes als ein aktiver Gleichrichter, denn der Oszillator schwingt dann ja nicht mehr wirklich selbstständig.

Jörg

P.S. Das Ganze wäre übrigens immer noch ein analoges Prinzip