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enton(R)

09.01.2008,
22:24
 

Verständnisproblem zum Koppelkondensator (Elektronik)

Hallo Leute

Ich hab ein kleines Verständnisproblem zum Koppelkondensator.

Ich hab mir nen Frequenzgenerator mit nem XR 2206 gebaut. Der liefert nun nen Sinus mit Offset. Der Sinus geht von 5V-8,2V.

Wenn ich jetzt an den Ausgang nen Koppelkondensator hänge, bekomme ich nen Sinus von -1,8V bis 1,8V. Der Offset wurde also rausgefilter.
So weit so gut.

Nun mein Problem.
Ich brauch nen Offset, aber nen anderen wie der Frequenzgenerator liefert. Also hab ich mir gedacht, ich lass den Koppelkondensator am Frequenzgenerator und erzeuge mir mit nem Netzgerät meine gewollte Offsetspannung(4,5V).

Doch wie es scheint filtert der Koppelkondensator auch meine Offsetspannung vom Netzgerät raus. Ich verstehe aber nicht warum.
Daher ich das Netzgerät erst nach dem Koppelkondensator anschließe, dürfte der Koppelkondensator meiner Meinung nach keinen Einfluß auf meine Spannung vom Netzgerät haben.(Aufbau siehe unten).

Nun meine Fragen:
1) Warum filtert der Koppelkondensator die Spannung vom Netzgerät raus, obwohl die Netzgerätspannung erst nach dem Koppelkondensator dazu addiert wird.

2) Gibt es eine andere Möglichkeit nen Offset zu erzeugen, oder muss ich den Koppelkondensator weglassen und mit ner negativen Hilfsspannung meinen Offset vom Frequenzgenerator verkleinern?

Gruß Enton

--
Da säuft man den ganzen Tag und wird trotzdem nicht für voll genommen :-(

erikl(R)

E-Mail

Prien,
10.01.2008,
00:48

@ enton

Verständnisproblem zum Koppelkondensator

» 1) Warum filtert der Koppelkondensator die Spannung vom Netzgerät raus,
» obwohl die Netzgerätspannung erst nach dem Koppelkondensator dazu addiert
» wird.

Das macht er nicht. 2 Möglichkeiten seh' ich:
1. Oszi-Eingang auf AC gestellt?
2. Erdschleife irgendwo zwischen den 3 Geräten?

» 2) Gibt es eine andere Möglichkeit nen Offset zu erzeugen, oder muss ich
» den Koppelkondensator weglassen und mit ner negativen Hilfsspannung meinen
» Offset vom Frequenzgenerator verkleinern?

Das geht auch, aber einfacher so:
Vom ursprünglich Offset-behafteten Ausgang ein Poti gegen GND. Den Hochpunkt dieses Potis mit dem Koppelkondensator zum Schleifer des Potis verbinden, dort ist Dein Ausgang. Mit dem Poti kannst Du Deinen gewünschten Offset einstellen (wenn er kleiner sein soll als der ursprüngliche). Poti-Widerstand >> Ausgangswiderstand des Generators.

--
Gruß, erikl

Harald Wilhelms(R)

E-Mail

10.01.2008,
08:04

@ enton

Verständnisproblem zum Koppelkondensator

» Ich hab mir nen Frequenzgenerator mit nem XR 2206 gebaut. Der liefert nun
» nen Sinus mit Offset. Der Sinus geht von 5V-8,2V.
»
» Wenn ich jetzt an den Ausgang nen Koppelkondensator hänge, bekomme ich nen
» Sinus von -1,8V bis 1,8V. Der Offset wurde also rausgefilter.

» Ich brauch nen Offset, aber nen anderen wie der Frequenzgenerator liefert.
» Also hab ich mir gedacht, ich lass den Koppelkondensator am
» Frequenzgenerator und erzeuge mir mit nem Netzgerät meine gewollte
» Offsetspannung(4,5V).
»
» Doch wie es scheint filtert der Koppelkondensator auch meine
» Offsetspannung vom Netzgerät raus. Ich verstehe aber nicht warum.

Da der Koppelkondensator ja nach wie vor in Reihe zum
Ausgang liegt, tut er nach wie vor seinen Job. Denn über
ihn kann kein gleichstrom fliessen.

» Daher ich das Netzgerät erst nach dem Koppelkondensator anschließe, dürfte
» der Koppelkondensator meiner Meinung nach keinen Einfluß auf meine Spannung
» vom Netzgerät haben.(Aufbau siehe unten).

Die Reihenfolge der Bauelemente in einem Stromkreis
ist beliebig.

» 2) Gibt es eine andere Möglichkeit nen Offset zu erzeugen, oder muss ich
» den Koppelkondensator weglassen und mit ner negativen Hilfsspannung meinen
» Offset vom Frequenzgenerator verkleinern?

Wenn Die Frequenz des Oszillators nicht allzugross ist,
könntest Du einen Summierverstärker mit einem OPV
bauen. Er muss natürlich für die zu verarbeitende
Frequenz geeignet sein. Das trifft z.B. auf den 741
nicht zu. Geeignete Typen findest Du u.a. in den DSE-FAQ.
Gruss
Harald

enton(R)

10.01.2008,
09:04

@ enton

Verständnisproblem zum Koppelkondensator

Danke euch

Auf die Idee mit dem Addierer bin ich letzte Nacht auch noch gekommen. Das Funktioniert ganz gut.
Die Idee mit dem Poti ist auch nicht schlecht, werde ich gleich mal ausprobieren. Ist einiges weniger an Bauteilen.

Gruß Enton

--
Da säuft man den ganzen Tag und wird trotzdem nicht für voll genommen :-(

enton(R)

10.01.2008,
09:46

@ Harald Wilhelms

Verständnisproblem zum Koppelkondensator

» Wenn Die Frequenz des Oszillators nicht allzugross ist,
» könntest Du einen Summierverstärker mit einem OPV
» bauen. Er muss natürlich für die zu verarbeitende
» Frequenz geeignet sein. Das trifft z.B. auf den 741
» nicht zu. Geeignete Typen findest Du u.a. in den DSE-FAQ.

Hab in den DSE-FAQ nichts über das Frequenverhalten gefunden.

Mein maximal Signal beträgt 200kHz und ich wollte es bei Möglichkeit um den Faktor 20 verstärken können.

Bräuchte also nen OPV mit nem GBW von 5,2MHZ.
Kennt zufällig jemand einen?
Gibt es auch OPV's die noch für höhere Frequenzen geeignet sind(welche)?

Gruß Enton

--
Da säuft man den ganzen Tag und wird trotzdem nicht für voll genommen :-(

Harald Wilhelms(R)

E-Mail

10.01.2008,
12:32

@ enton

Verständnisproblem zum Koppelkondensator

» Hab in den DSE-FAQ nichts über das Frequenverhalten gefunden.

Hier steht einiges grundsätzliches über die Eigenschaften
von unterschiedlichen OPV: http://www.dse-faq.elektronik-kompendium.de/dse-faq.htm#F.30.1
Besser ist es natürlich, wenn man in die Auswahllisten
auf den Internetseiten der einschlägigen Herstellern
nachsieht.

» Mein maximal Signal beträgt 200kHz und ich wollte es bei Möglichkeit um
» den Faktor 20 verstärken können.

Auch das müsste mit modernen OPV möglich sein,
allerdings darf die Spitze-Spitze-Ausgangsspannung
natürlich nicht grösser als die Betriebsspannung sein.
Man Muss dann im Datenblatt auch besonders auf den
Grosssignal-Frequenzgang achten und den ganzen Aufbau
der Schaltung HF geeignet machen.
Gruss
Harald