stefan.pn
04.01.2008, 23:09 |
HF Filtern (Elektronik) |
Hi Leute,
ich möchte mir einen HF-Antennenverstärker bauen. Inspiration und Anleitung dazu habe ich aus einem Buch. Dort verwendet der Autor einen sog. MMIC wie zb diesen hier http://www.datasheet4u.com/download.php?id=448399 . Ich persönlich finde das Teil genial. Mit so minimaler Beschaltung, einen so breitbandigen Verstärker zu bauen...
Naja soweit nun die Amateurfunkspielereien. Mein elektronische Problem ist mehr oder weniger die Versorgung. Dazu hatte ich an ein Steckernetzteil mit 12V DC gedacht. Allerdings sollte ich in irgendeiner Form die HF von meiner Versorung trennen. Sprich ein Tiefpass muss her! Ich möchte ja weder Rückwirkungen von meiner Schaltung auf das Netz, noch umgekehrt.
Im speziellen sollte es schlicht ein passiver Filter 2ter Ordnung sein. Spule in Serie und Kondensator parallel, wobei rechnen nicht nötig ist, da ich ja einfach eine möglichst niedrige Grenzfrequenz haben will, da ich ja nur Gleichstrom benötige. Also einfach möglichst großes L und möglichst großes C.
Soweit alles in Ordnung. Aber nun beginnen die Gewissensbisse.
Ein Verstärker hebt die Spannungspegel des (in den meisten Fällen) Sinus an. Nehmen wir an, die Last ist rein ohm'sch. So ist der Strom am Ausgang auch Sinusförmig, mit der Frequenz der Eingangsspannung. Sofern die Stromverstärkung größer als 1 ist, kommt der Strom der durch die Last fließt, nicht nur aus der Quelle am Eingang des Verstärkers, sondern auch aus der Versorgung des Verstärkers.
Und das ist das Problem. Wenn ich in meine Versorgung zu Glättung oder zum Filtern eine Spule einbaue, kann dann der Verstärker überhaupt versorgt werden? Würde die Spule nicht verhindern, dass ein höherfrequenter Strom aus der Versorgung entnommen werden kann?
Und jetzt mal abgesehen von meinem Gewissensproblem, würde es reichen in die Versorgungsleitung vom Steckernetzteil einfach so ein Teil http://www.conrad.at/goto.php?artikel=502149 mit einer Windung einfüge, so wie man das zB von PCs oder Laptopnetzteilen kennt?
Aber ist das nicht auch einfach nur eine Spule ? Und hätte ich damit nicht genau das gleiche Problem?
Oder kann ich mir das ganze Filtern sowieso spaaren, und einfach einen Kondensator zur Glättung nehmen und gut is!?
Ich hoffe es machen sich ein Paar Leute die Mühe das alles zu lesen und man versteht mein Denkproblem 
lg Stefan |
erikl

Prien, 05.01.2008, 00:37
@ stefan.pn
|
HF Filtern |
Die Art der Beschaltung ist doch auf S.1 des Datenblattes angegeben,
und die Berechnung der Werte auf S.5 ! -- Gruß, erikl |
x y
05.01.2008, 01:29
@ stefan.pn
|
HF Filtern |
» Also einfach möglichst großes L und möglichst
» großes C.
Du beachtest nicht die parasitären Eigenschaften der Bauelemente.
» Und das ist das Problem. Wenn ich in meine Versorgung zu Glättung oder zum
» Filtern eine Spule einbaue, kann dann der Verstärker überhaupt versorgt
» werden? Würde die Spule nicht verhindern, dass ein höherfrequenter Strom
» aus der Versorgung entnommen werden kann?
Hint: Spule kann Energie speichern. |
stefan.pn
05.01.2008, 14:22
@ x y
|
HF Filtern |
» » Also einfach möglichst großes L und möglichst
» » großes C.
»
» Du beachtest nicht die parasitären Eigenschaften der Bauelemente.
»
Ja zugegebn, das war nur so dahingesagt. Ich brauche auch garnicht soo großes C und L, weil mir eiegentlich eine Grenzfrequenz von 2-3MHz genügt 
» Hint: Spule kann Energie speichern.
hmmm ja gut...
Heißt das auf gut Deutsch, der Strom kann zT aus der Spule gezogen werden, und ich habe keine Probleme, wenn ich eine solche zum Filtern verwende ?
Danke
lg Stefan |
x y
05.01.2008, 15:02
@ stefan.pn
|
HF Filtern |
» Grenzfrequenz von 2-3MHz genügt
Und dafür ein MMIC? Das ist ja nichtmal mehr Kanonen auf Spatzen, sondern Atombomben auf Ameisen.
» Heißt das auf gut Deutsch, der Strom kann zT aus der Spule gezogen
» werden, und ich habe keine Probleme, wenn ich eine solche zum Filtern
» verwende ?
Dazu ist die gedacht. |
stefan.pn
05.01.2008, 16:08
@ x y
|
HF Filtern |
» » Grenzfrequenz von 2-3MHz genügt
»
» Und dafür ein MMIC? Das ist ja nichtmal mehr Kanonen auf Spatzen, sondern
» Atombomben auf Ameisen.
Naja ich meine eine Grenzfrequenz von 2MHz genügt, weil das die niedrigste Frequenz ist, die ich verstärken werde.
Nach oben gehts da doch deutlich höher...
Haupteinsatzgebiet wird zwischen 3,5MHz und 30MHz sein.
Aber ich bin für andere Versionen von HF Verstärkern offen 
lg Stefan |
x y
05.01.2008, 17:47
@ stefan.pn
|
HF Filtern |
» Haupteinsatzgebiet wird zwischen 3,5MHz und 30MHz sein.
Wackelstrom also.
Solcherlei Antennenverstärker wurden in den einschlägigen Bastelzeitschriften zuhauf veröffentlicht. Schau z.B. mal bei Elektor auf der Website, da gibts ein Inhaltsverzeichnis *aller* Hefte, ab 1970. Und dann ab in die passende Bibliothek, bzw hier mal fragen ob jemand den/die Artikel auf den Scanner legen mag.
Einen MMIC dafür zu verwenden bringt dir nur mehr Probleme als Vereinfachung. |
stefan.pn
05.01.2008, 20:47
@ x y
|
HF Filtern |
Ja das einschlägige Zeitschriften eine oftmalige Bastelvorlage sind, merke ich beim Surfen im bezug auf Amateurfunk öfters. Ich werd mal danach googeln, Danke!
» Einen MMIC dafür zu verwenden bringt dir nur mehr Probleme als
» Vereinfachung.
...was für Probleme? In meinem Buch sieht das alles ganz einfach aus. Als einzige Schwierigkeit fällt mir das Löten ein, da der MMIC nur als SMD verfügbar ist, und dabei ganze 3,5mm Länge aufweist.
lg Stefan |
x y
06.01.2008, 07:48
@ stefan.pn
|
HF Filtern |
» ...was für Probleme?
Stell dir das mal vor wie eine Formel-1 Karre, für Normalbürger nicht fahrbar. |