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crkiller(R)

04.01.2008,
05:37
 

Gitarrenverstärker (Elektronik)

Hallo ihr da drausen also ich spiele seit einiger zeit E-Gitarre und habe schon seit längerem mit der Elektronik befasst und da habe ich mir gedacht das ich mal nen Gitarrenverstärker selber bauen könte. Also habe ich all meine schlauen Bücher gefargt die haben aber alle nichts brauchbares ausgespuck. Ich währe echt dankbar wenn mir jemand eine Internet seite zeigen könnte wo ich eine schaltplan für einen solchen verstärker aufgemalt ist oder gebt ein kommentar ab mit dem bild eines schaltplan.
(BITTE Keine Röhrenverstärker) :hungry:

Elektronix(R)

04.01.2008,
10:02

@ crkiller

Gitarrenverstärker

» Hallo ihr da drausen also ich spiele seit einiger zeit E-Gitarre und habe
» schon seit längerem mit der Elektronik befasst und da habe ich mir gedacht
» das ich mal nen Gitarrenverstärker selber bauen könte. Also habe ich all
» meine schlauen Bücher gefargt die haben aber alle nichts brauchbares
» ausgespuck. Ich währe echt dankbar wenn mir jemand eine Internet seite
» zeigen könnte wo ich eine schaltplan für einen solchen verstärker
» aufgemalt ist oder gebt ein kommentar ab mit dem bild eines schaltplan.
» (BITTE Keine Röhrenverstärker) :hungry:

Rechtschreibprüfung einschalten und mit "Gitarrenverstärker Selbstbau" o. ä. googeln.

--
Und die Grundgebihr is aa scho drin. DOS is jo nett..

Jogi(R)

Da,
04.01.2008,
10:11

@ crkiller

Gitarrenverstärker

» (BITTE Keine Röhrenverstärker)

Gibt es denn was anderes als Röhren für den Zweck?
Zumindest ist es - unter Gitarristen unumstritten - schlimmster Akustikmüll was aus anderen Verstärkerelementen herausplärrt.

So brauche ich dir also leider weder Rainer zur Linden (Autor) ans Herz legen noch dir die Röhrenbude (Jogis) anempfehlen.
Schade eigentlich.
Und viel Glück bei der Suche im "verunreinigten (dotierten) Sand" :-D

--
Gruß Jogi - Es ist bereits alles gesagt, nur noch nicht von Jedem.

Harald Wilhelms(R)

E-Mail

04.01.2008,
11:26

@ Jogi

Gitarrenverstärker

» » (BITTE Keine Röhrenverstärker)
»
» Gibt es denn was anderes als Röhren für den Zweck?

Ooch, verzerren kann man sein Signal auch mit Transistoren.
;-)

Aber vielleicht reicht ja auch als erstes ein normales
Verstärker-IC, wie der TDA2030. Verzerrer kann man dann
immer noch zusätzlich einfügen.
Gruss
Harald
PS an "crkiller" : HiFi-Verstärker sind für E-Guitarren
eher nicht geeignet, weil man für den richtigen "Sound"
Signalverzerrungen im Verstärker braucht.

Jogi(R)

Da,
04.01.2008,
11:36

@ Harald Wilhelms

Gitarrenverstärker

» » » (BITTE Keine Röhrenverstärker)
» »
» » Gibt es denn was anderes als Röhren für den Zweck?
»
» Ooch, verzerren kann man sein Signal auch mit Transistoren.
» ;-)

Ja, verzerren kann man auch mittels simpler Dioden, hört sich nichtmal allzu schlecht an, wenn man es dosiert einsetzt. Aber mit dem bei guten Gitarristen beliebten "Drive" hat das Ganze, mangels des Spektrums und des Einsatzes der Verzerrung an das sie seit Jahrzehnten gewöhnt sind, nichts zu tun.
Es macht auch [sorry] "Krach", aber anders, schäbiger, schrapsiger, billiger.
;-)

--
Gruß Jogi - Es ist bereits alles gesagt, nur noch nicht von Jedem.

Harald Wilhelms(R)

E-Mail

04.01.2008,
11:51

@ Jogi

Gitarrenverstärker

» » » » (BITTE Keine Röhrenverstärker)
» » »
» » » Gibt es denn was anderes als Röhren für den Zweck?
» »
» » Ooch, verzerren kann man sein Signal auch mit Transistoren.
» » ;-)
»
» Ja, verzerren kann man auch mittels simpler Dioden, hört sich nichtmal
» allzu schlecht an, wenn man es dosiert einsetzt. Aber mit dem bei guten
» Gitarristen beliebten "Drive" hat das Ganze, mangels des Spektrums und des
» Einsatzes der Verzerrung an das sie seit Jahrzehnten gewöhnt sind, nichts
» zu tun.
» Es macht auch [sorry] "Krach", aber anders, schäbiger, schrapsiger,
» billiger.
» ;-)

Gilt das denn eigentlich auch für Transistor-Fertig-
Verstärker, die mann doch sicherlich inzwischen auch
kaufen kann? Man kann ja schliesslich einen Verzerrer
auch etwas eleganter, als nur mit einer Begrenzungsdiode
aufbauen.
Gruss
Harald
PS: Da ich ja Deine "Vorlieben" kenne und auch mal die
Röhrentechnik gelernt habe, war meine Antwort von 11.26
auch halb scherzhaft gemeint. Vielleicht ist es ja
wirklich so, das Gitarrenverstärker einer der letzten
sinnvollen Anwendungen von Röhren sind.

Theo

04.01.2008,
12:07

@ crkiller

Gitarrenverstärker

Hallo

Welche Gitarre spielst du denn? Solo? Bass? Wenn du schon eine Zeit lang spielst, hast du sicher auch bestimmte Vorstellungen vom Klang den du erzielen möchtest. Jeder hat doch so seine Vorbilder.

Dieser Klang ist immer eine Einheit von Instrument und Verstärker (bei einer bestimmten Lautstärke/Verzerrung). Jedes Instrument klingt an jedem Verstärker anders und umgekehrt.

Ausserdem kannst du dich in heutigen Behringer- und Internetzeiten von der Vorstellung verabschieden, dass ein Selbstbauverstärker der einfacheren Art billiger ist als ein Fertiggerät.

Wenn mir hier im Rheinland jemand diese Frage stellt, empfehle ich ihm nach "Musicstore" in Köln zu fahren und dort mal die Verstärker (und Gitarren wenn du keine eigene mitbringst) durchzuprobieren. Dann suchen wir im Internet nach der Schaltung, und dann wird gerechnet ob sich der Selbstbau lohnt.

Bisher war das fast immer ein Röhrencombo in der Leistungsklasse 50-100W (Fender Twin usw). Und der wurde dann nur ganz selten selbst gebaut, sondern für geringes Geld bei Ebay ersteigert.

Theo

PS: Wo wohnst du denn, Köln ist ja vielleicht keine Weltreise.

Carsten Wallner(R)

04.01.2008,
12:28

@ crkiller

Gitarrenverstärker

Hi,

ich schließe mich mal Jogi an - warum soll es denn kein Röhrenverstärker sein?

Mal ne Grundüberlegung:
Wenn du mit dem Selbstbau billiger sein willst als mit nem käuflichen Verstärker - dann pack ganz schnell wieder ein - klar,kannst Du dir ne einfache Vor- und Klangregelstufe, plus 20-50W Endstufe mit nem billigen "sogenannten" Gitarrenlautsprecher von Conrad zusammenschustern.
Aber dafür legst du insgesamt mit Bauteilen, Transformator, Lautsprecher, Holz, Bezug oder Lack usw mal locker an die 100€ hin. Mit nem Sound, der "brechen" sein wird. Für den Preis bekommst du auch fertige Verstärker-Kombos (auf denen nicht Gitarrenverstärker steht) und die genauso unschönes "Geräusch" produzieren.

Bessere vertige Gitarrenverstärker haben kompliziertere Schaltungen, die eben die typischen linearen Transitorverstärkungen umgehen - aber eben nicht die unschönen "Silizium-Verzerrungen" erzeugen, sondern einen Röhrensound zumindest "simulieren".
Solche Schaltungen habe ich imInternet und auch in diversen Büchern nicht entdecken können. Sowas lohnt sich nur für den professionellen Hersteller, der vernünftig klingende "Billichproduktion" machen will.

Lies dich mal etwas in die Materie ein - ich habe meinen selbstgebauten Amp angelehnt an die Ideen aus dem Buch "Gitarrenverstärker selbstgebaut" von Gerhard Haas - das Buch ist nicht uneingeschränkt zu empfehlen, aber man kann zumindest viel draus lernen und viele Schaltungen verwenden/verändert verwenden.
Haas arbeitet aber auch mit Röhrenverstärkern.

Heutzutage würde ich zumindest empfhelen, in den Vorstufen mindestens eine Röhre einzusetzen. Klangregelung kann man über OPs realisieren - das ist günstiger, wartungsärmer und bietet letztlich mehr möglichkeiten aktiv zu filtern - bei geringerem Platzbedarf.

Verzerrerstufen sollten UNBEDINGT mit Röhren realisiert werden - klar kann man auch mit OPs, Transis und Dioden experimentieren - aber die schönen "singenden" Solo-Sounds kriegt man nur mit Röhre oder aufwändiger Spezialschaltung (oder digital) hin...

Die Endstufe kann dann je nach EInsatzzweck ruhig wieder Transi sein - auch wenn Röhre etwas schöner ist.

Vorteil der Röhre: Die endstufe ist weniger linear und die Gitarre (deren Klangkörper ja der verstärker ersätzen muss) klingt wärmer. Das macht in der Endstufe aber nicht mehr soo viel aus - grade mit Röhren kann man wieder sehr lineare Ensdstufen bauen.
Wichtiger ist, dass man seine Röhrenendstufe (wenn man sie voll aufdreht) ins "clipping" fahren kann - d.h. sie müsste stärker verzerren als sie eigentlich kann - dadurch wird das Signal "abgeschnitten" - und das ist bei Röhren halt nicht "eckig" und schrill wie bei Transis sondern eben "abgerundet" und weich. Das Problem dabei ist, dass du mit nem 30W-Verstärker im Clipping-Bereich und nem Guten Lautsprecher zuhause bald Ohrenkrebs und ne Räumungsklage am Hals hast - mit nem 2-5W-Verstärker im Clipping (wüsste keine Endstufenröhre die da geeignet wär) aber nur zuhasue was anfangen kannst - im Probenraum oder auf der Bühne gehts Du aber gnadenlos unter...

Naja und wenn man sich aus diesem Frund dafür Entscheidet, dass der Sound eben in den Vorstufen bzw im Effektgerät entstehen muss, weilman eben seltener/nie ins Clipping fahren kann, dann kann man auch die Transi-Endstufe nehmen - die darf dann aber NUR im linearen Bereich betrieben werden, sonst klingts grausig...

Gruß
Carsten

--
Vermeintliche Tippfehler in diesem Posting sind keineswegs Rechtschreibfehler sondern Vorschläge für die nächste Rächtschraiprevorm ;o)

Jogi(R)

Da,
04.01.2008,
13:37

@ Carsten Wallner

Gitarrenverstärker

» Hi,
»
» ich schließe mich mal Jogi an - warum soll es denn kein Röhrenverstärker
» sein?
»
» Mal ne Grundüberlegung:
» Wenn du mit dem Selbstbau billiger sein willst als mit nem käuflichen
» Verstärker - dann pack ganz schnell wieder ein - klar,kannst Du dir ne
» einfache Vor- und Klangregelstufe, plus 20-50W Endstufe mit nem billigen
» "sogenannten" Gitarrenlautsprecher von Conrad zusammenschustern.
» Aber dafür legst du insgesamt mit Bauteilen, Transformator, Lautsprecher,
» Holz, Bezug oder Lack usw mal locker an die 100€ hin. Mit nem Sound, der
» "brechen" sein wird. Für den Preis bekommst du auch fertige
» Verstärker-Kombos (auf denen nicht Gitarrenverstärker steht) und die
» genauso unschönes "Geräusch" produzieren.
»
» Bessere vertige Gitarrenverstärker haben kompliziertere Schaltungen, die
» eben die typischen linearen Transitorverstärkungen umgehen - aber eben
» nicht die unschönen "Silizium-Verzerrungen" erzeugen, sondern einen
» Röhrensound zumindest "simulieren".
» Solche Schaltungen habe ich imInternet und auch in diversen Büchern nicht
» entdecken können. Sowas lohnt sich nur für den professionellen Hersteller,
» der vernünftig klingende "Billichproduktion" machen will.
»
» Lies dich mal etwas in die Materie ein - ich habe meinen selbstgebauten
» Amp angelehnt an die Ideen aus dem Buch "Gitarrenverstärker selbstgebaut"
» von Gerhard Haas - das Buch ist nicht uneingeschränkt zu empfehlen, aber
» man kann zumindest viel draus lernen und viele Schaltungen
» verwenden/verändert verwenden.
» Haas arbeitet aber auch mit Röhrenverstärkern.
»
» Heutzutage würde ich zumindest empfhelen, in den Vorstufen mindestens eine
» Röhre einzusetzen. Klangregelung kann man über OPs realisieren - das ist
» günstiger, wartungsärmer und bietet letztlich mehr möglichkeiten aktiv zu
» filtern - bei geringerem Platzbedarf.
»
» Verzerrerstufen sollten UNBEDINGT mit Röhren realisiert werden - klar kann
» man auch mit OPs, Transis und Dioden experimentieren - aber die schönen
» "singenden" Solo-Sounds kriegt man nur mit Röhre oder aufwändiger
» Spezialschaltung (oder digital) hin...
»
» Die Endstufe kann dann je nach EInsatzzweck ruhig wieder Transi sein -
» auch wenn Röhre etwas schöner ist.
»
» Vorteil der Röhre: Die endstufe ist weniger linear und die Gitarre (deren
» Klangkörper ja der verstärker ersätzen muss) klingt wärmer. Das macht in
» der Endstufe aber nicht mehr soo viel aus - grade mit Röhren kann man
» wieder sehr lineare Ensdstufen bauen.
» Wichtiger ist, dass man seine Röhrenendstufe (wenn man sie voll aufdreht)
» ins "clipping" fahren kann - d.h. sie müsste stärker verzerren als sie
» eigentlich kann - dadurch wird das Signal "abgeschnitten" - und das ist
» bei Röhren halt nicht "eckig" und schrill wie bei Transis sondern eben
» "abgerundet" und weich. Das Problem dabei ist, dass du mit nem
» 30W-Verstärker im Clipping-Bereich und nem Guten Lautsprecher zuhause bald
» Ohrenkrebs und ne Räumungsklage am Hals hast - mit nem 2-5W-Verstärker im
» Clipping (wüsste keine Endstufenröhre die da geeignet wär) aber nur
» zuhasue was anfangen kannst - im Probenraum oder auf der Bühne gehts Du
» aber gnadenlos unter...
»
» Naja und wenn man sich aus diesem Frund dafür Entscheidet, dass der Sound
» eben in den Vorstufen bzw im Effektgerät entstehen muss, weilman eben
» seltener/nie ins Clipping fahren kann, dann kann man auch die
» Transi-Endstufe nehmen - die darf dann aber NUR im linearen Bereich
» betrieben werden, sonst klingts grausig...
»
» Gruß
» Carsten

Hier bleibt kaum noch Raum, es besser und verständlicher darzulegen, Carsten, deshalb will ich nur noch einen Punkt anmerken.

Du schreibst über eine Hybridanordnung, Röhren-Vorstufe, Sand-Endstufe.
Diese Lösung halte ich, im Gegensatz zu vielen Altgelehrten, für gut und auch relativ leicht realisierbar. Man spart sich den, gerade Anfänger abschreckenden, Ärger mit dem Ausgangsübertrager usw.

Es gibt dazu auch ein gut geeignetes Endstufen-IC, gerade im rauhen Einsatz wird es sich mit Überleben der Übersteuerungstorturen bedanken, nämlich das TDA2030/40. Thermoschutz, SOAR-Schutz usw. halten das Ding auch unter Streß gut am Leben.
Hinzu kommt der Vorteil des Softclipping. Der Chip geht so sanft in die Begrenzung, vermeidet dabei k3 und bevorzugt k2, daß ich ihn getrieben von einer Röhrenvorstufe, für eine Idealbesetzung halte.

Der "Drive" kommt aus der Vorstufe, die Endstufe ist im Aufbau unkritisch und die Verzerrungen beschränken sich auf die gewollten, gern gehörten geradzahligen Harmonischen.

Btw. sowas müßte man mal mit diesen niedlichen kleinen Russinnen aufbauen, als Übungsverstärker für die Jackentasche, viel Raum nimmt so ein Hybride dann nicht ein ;-)

--
Gruß Jogi - Es ist bereits alles gesagt, nur noch nicht von Jedem.

Jogi(R)

Da,
04.01.2008,
13:46

@ Harald Wilhelms

Gitarrenverstärker

» » » » » (BITTE Keine Röhrenverstärker)
» » » »
» » » » Gibt es denn was anderes als Röhren für den Zweck?
» » »
» » » Ooch, verzerren kann man sein Signal auch mit Transistoren.
» » » ;-)
» »
» » Ja, verzerren kann man auch mittels simpler Dioden, hört sich nichtmal
» » allzu schlecht an, wenn man es dosiert einsetzt. Aber mit dem bei guten
» » Gitarristen beliebten "Drive" hat das Ganze, mangels des Spektrums und
» des
» » Einsatzes der Verzerrung an das sie seit Jahrzehnten gewöhnt sind,
» nichts
» » zu tun.
» » Es macht auch [sorry] "Krach", aber anders, schäbiger, schrapsiger,
» » billiger.
» » ;-)
»
» Gilt das denn eigentlich auch für Transistor-Fertig-
» Verstärker, die mann doch sicherlich inzwischen auch
» kaufen kann? Man kann ja schliesslich einen Verzerrer
» auch etwas eleganter, als nur mit einer Begrenzungsdiode
» aufbauen.
» Gruss
» Harald
» PS: Da ich ja Deine "Vorlieben" kenne und auch mal die
» Röhrentechnik gelernt habe, war meine Antwort von 11.26
» auch halb scherzhaft gemeint. Vielleicht ist es ja
» wirklich so, das Gitarrenverstärker einer der letzten
» sinnvollen Anwendungen von Röhren sind.

Ich denke, Transistor-Fertigverstärker werden heute oft mit allem möglichen KRam bis hin zum DSP ausgerüstet, nur um vermeintlichen Röhrensound zu immitieren. Man kann das mit entsprechenden Software-Mods für bspw. Wavelab sogar am PC praktisch testen. Ich hab´s mal gemacht, vor Jahren, mein Resume: Es kommen nette Verzerrungen raus, es hört sich nicht übel an, aber es ist doch meilenweit weg von der echten Röhre.

Zur Röhren-Vorliebe. Diese ist bei mir nicht so sehr absolut und erst recht nicht wider bessere Lehre. Man muß wirklich froh sein, daß es moderne Halbleiter gibt.
Nur sage ich immer, der Entwickler muß wissen was er erreichen will und welches Bauelement dafür am besten geeignet ist. Und beim Gitarren-Amp ist es, so sagen mir musikalisch viel besser geschulte Leute als ich, eben die klassische Röhre. Sie stellt ja quasi den Klangkörper des Instruments dar, sie soll ja gerade färben, soll gerade nicht-HIFI-gemäß sein, natürlich in der richtigen Art und Weise.

--
Gruß Jogi - Es ist bereits alles gesagt, nur noch nicht von Jedem.

Harald Wilhelms(R)

E-Mail

04.01.2008,
14:00

@ Jogi

Gitarrenverstärker

» » Vielleicht ist es ja
» » wirklich so, das Gitarrenverstärker eine der letzten
» » sinnvollen Anwendungen von Röhren sind.

» Und beim Gitarren-Amp ist
» es, so sagen mir musikalisch viel besser geschulte Leute als ich, eben die
» klassische Röhre. Sie stellt ja quasi den Klangkörper des Instruments dar,
» sie soll ja gerade färben, soll gerade nicht-HIFI-gemäß sein, natürlich in
» der richtigen Art und Weise.

Dann sind wir uns ja wieder einig. :-)
Gruss
Harald

Harald Wilhelms(R)

E-Mail

04.01.2008,
14:07

@ Jogi

Gitarrenverstärker

» Du schreibst über eine Hybridanordnung, Röhren-Vorstufe, Sand-Endstufe.

Sand? Werden die Röhren(-kolben) nicht auch aus
Sand gebaut? :-)

» Btw. sowas müßte man mal mit diesen niedlichen kleinen Russinnen aufbauen,
» als Übungsverstärker für die Jackentasche, viel Raum nimmt so ein Hybride
» dann nicht ein ;-)

Meinst Du Nuvistoren? Das Problem dürfte da dann aber
immer noch das Erzeugen und das "wiederloswerden" der
(Heiz-)leistung sein. Da braucht man schon einen gewissen
Mindestplatz.
Gruss
Harald

Jüwü(R)

E-Mail

Würzburg,
04.01.2008,
14:26

@ Harald Wilhelms

Gitarrenverstärker

http://www.discovercircuits.com/A/a-audioampa.htm

Jogi(R)

Da,
04.01.2008,
14:45

@ Harald Wilhelms

Gitarrenverstärker

» Meinst Du Nuvistoren? Das Problem dürfte da dann aber
» immer noch das Erzeugen und das "wiederloswerden" der
» (Heiz-)leistung sein. Da braucht man schon einen gewissen
» Mindestplatz.


Nee, ich meine feldgesteuerte Mini-Röhrchen auch Bleistiftröhren genannt.
Die Heizleistung ist bei denen minimal, nicht wie bei den bei uns damals verbauten altertümlichen Glühheizöfen mit 300mA. Dieses Röhrchen haben teilweise nur wenige mA Heizstromaufnahme, man kann sie im Prinzip mit einem Mignon-Heizakku und einem 9V-Anodenakku betreiben, wenn man nicht das letzte Quentchen an Steilheit herauspressen will.
Zur vollen Entfaltung kommen sie schon bei 24...48V Anodenspannung. Und mehr als 60V wollen sie nichtmal mehr haben.

Im Anhangbild sieht man eine davon im Maßstab zu diversen anderen Bauelementen.

--
Gruß Jogi - Es ist bereits alles gesagt, nur noch nicht von Jedem.

Carsten Wallner(R)

04.01.2008,
15:06

@ Jogi

Gitarrenverstärker

Hi Jogi,

stimmt, die Idee mit dem TDA2030 klingt nicht falsch -oder wenn er mehr Leistung will ne Transiendstufe mit dem TDA2030 treiben - klappt wunderbar - und wenn die Sache großzügig genug dimensioniert ist, könnt ich mir vorstellen, dass man es hinbekommen könnte den positiven klanglichen Eigenschaften die Du beim TDA2030 genannt hast einfach noch etwas mehr Gas zu verleihen. Transistorteil müsste halt seeeehr linear arbeiten und weit vom Clipping entfernt sein, wenn der TDA2030 schon seine Grenzen gut überschritten hat.
*bastellustbekomm* Naja irgendwo hab ich noch ne selbstgebaute Endstufe bei der je ein Pärchen BD709/710 von nem TDA2030 getrieben wird... Damals sind mir allerdings so einige von den TDAs abgeraucht...

Zu den Russinnen.... davon hab ich auch noch ein paar im Keller... Wär ja tatsächlich mal ne Idee, damit was auszuprobieren. Bleibt halt die Frage, ob diese Feldgesteuerten Röhrern die gleichen/ähnliche klangliche Eigenschaften haben, wie die für Gitarrenverstärkervorstufen oft üblichen ECC83...

Gruß
Carsten

--
Vermeintliche Tippfehler in diesem Posting sind keineswegs Rechtschreibfehler sondern Vorschläge für die nächste Rächtschraiprevorm ;o)

Harald Wilhelms(R)

E-Mail

04.01.2008,
15:21

@ Jogi

Gitarrenverstärker

» Nee, ich meine feldgesteuerte Mini-Röhrchen auch Bleistiftröhren genannt.
» Die Heizleistung ist bei denen minimal, nicht wie bei den bei uns damals
» verbauten altertümlichen Glühheizöfen mit 300mA. Dieses Röhrchen haben
» teilweise nur wenige mA Heizstromaufnahme, man kann sie im Prinzip mit
» einem Mignon-Heizakku und einem 9V-Anodenakku betreiben, wenn man nicht
» das letzte Quentchen an Steilheit herauspressen will.
» Zur vollen Entfaltung kommen sie schon bei 24...48V Anodenspannung. Und
» mehr als 60V wollen sie nichtmal mehr haben.
»
» Im Anhangbild sieht man eine davon im Maßstab zu diversen anderen
» Bauelementen.

Hmm, so ähnliche Röhren habe ich mal in alten Hörgeräten
gesehen. Wenn ich doch bloss wüsste in welcher Kiste die
jetzt bei mir liegen...
Gruss
Harald