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Alexander

02.01.2008,
12:19
 

Trafo (Elektronik)

Liebe Wissende,

ich bin 12, darum bitte nicht zuuuuu kompliziert antworten.
Egal, meine Frage, ich möchte nur nocheinmal wiederholen, was ich mal wo gelernt habe:
Wenn man einen Trafo hat;
Primärspule 10 N (Windungen)
Sekundärspule 1000 N (Windungen)
Ue (muss natürlich AC sein): 9 V
I: 1A

dann kommt in der Sekundärspule folgendes heraus:
Ua: 900 V
I: 0,01A

Richtig???

Und wenn man die Wicklungen umgekehrt macht, sprich:
Primärspule: 1000 N
Sekundärspule: 10 N

dann kommt Folgendes in der Sekundärspule heraus (Spannung/Strom-Werte von oben verwendet):
Ua: 0,09 V
I: 100A (Aua, das würde weh tun... ;-) )

Danke im Voraus, Alex.

PS: Könnt ihr mir auch noch mit Ampere helfen?
Das kapier ich irgendwie nicht. Sagt Ampere aus, wie schnell der Strom fließt, oder was? Und ein Gerät darf man ja immer nur mit einer gewissen Ampere-Anzahl betreiben: warum? ABGESEHEN DAVON DAS EINIGE BAUTEILE DRINNEN KAPUTT GEHEN!

hws(R)

E-Mail

59425 Unna,
02.01.2008,
12:34

@ Alexander

Trafo

» Ua: 0,09 V
» I: 100A (Aua, das würde weh tun... ;-) )

theoretisch schon.
Praktisch nur dann, wenn die Wicklung dafür vorgesehen ist (entsprechend dicker Draht).

Deshalb ist bei einem Trafo auch nie das Übersetzngsverhältnis angegeben, sondern immer die Primärspannung, Sekundärspannung und Sekundärstom.

Dort einfach andere Spannungen zu nehmen, geht nur in begrenzem Rahmen.

Sonst könnte ich ja einen 230/6V Trafo "umgekehrt" anschließen und dann knapp 9000Volt rausbekommen. Praktisch würde es aber schon knallen, wenn ich 230V an die 6Volt Wicklung anlegen würde. Die ist dafür nicht gemacht.

» PS: Könnt ihr mir auch noch mit Ampere helfen?
» Das kapier ich irgendwie nicht.

Nach dem alten (hinkenden) Vergleich ist die Spannung der Druck beim Wasser und der Strom die Wassermenge (Liter/Minute z.B.)

Lies doch mal nen Grundlagenbuch oder lass dir nen Elektro-Bastelkasten schenken.

hws

Carsten Wallner(R)

02.01.2008,
22:52

@ Alexander

Trafo

Hi Alexander,

schön, dass Du dich in Deinem jungen Alter (das richtige Alter um mit diesem schönen Hobby anzufangen!) schon intensiv mit der Elektrontechnik/Elektronik auseinandersetzt - und die Art, wie Du Dir dabei hier Hilfe suchst ist genau richtig!

Ganz kurz gesagt: Was du schreibst stimmt so 100% - zumindest in der Theorie. Wie hws schon sagte - in der Realität stimmts nicht so ganz - Trafos werden warm, brummen, erzeugen ein Magnetfeld... und für das alles wird Energie verwendet - also kommt hinten etwas weniger raus als man berechnet.

Und dann gibt es noch spezielle Berechnungen, wie dick so ein Draht im Trafo sein muss, wie viele Wicklungen er bei einer bestimmten Spannung mindestens haben muss usw...

Nun aber zu deinen Ampere: Ampere ist eigentlich die Maßeinheit für die Stromstärke.
Du weist, dass man sich den Strom vorstellt als kleine "Kügelchen", die man Elektronen nennt, die sich durch den Draht bewegen?
Stell Dir vor du steht auf einer Autobahnbrücke und zählst eine Minute lang, wie viele Autos unter dir durchgefahren sind. So ähnlich kann man sich das mit demStromvorstellen. Die Stromstärke beschreibt, wie viele Elektronen in einer bestimmten Zeit an einer Stelle vom Draht vorbei kommen.
Wenn Du Dir also einen Punkt auf Deinen Draht malst, und es fließt 1 Ampere,dann kommen ziemlich viele Elektronen pro Sekunde an diesem Punkt vorbei. Bei 5Ampere sind das schon 5mal so viele. Bei einem halben Ampere nur halb so viele.

In einem Punkt hast du aber was falsch verstanden:
"Und ein Gerät darf man ja immer nur mit einer gewissen Ampere-Anzahl betreiben..."
Das stimmt so nicht unbedingt!
Tatsächlich ist es eher so, dass man ein Gerätnur mit einer bestimmten Spannung (Voltzahl) betreiben darf. Wenn die Spannung richtig ist, nimmt sich das Gerät selber die passende Stromstärke. Es entscheidet also,wie viele Ampere fließen.
Problematisch wird das, wenn die Spannung zu groß ist - dann holt sich das Gerät nämlich zu viel Strom und dabei geht es unter Umständen kaputt.
Die Ampere-Angabe auf dem Gerät bedeutet also nicht, dass Du aufpassen musst, wie viele Ampere Du dem gerät gibst sondern: Die angabe sagt Dir, wie viele Ampere das Gerät "haben will", wenn du es richtig anschließt.
Das ist wichtig zu wissen, wenn man mehrere Geräte anschließt.
Zum Beispiel im Sommer zwei Elektrogrills. Wenn jeder ordnungsgemäß angeschlossen wird, wird jeder davon z.B. 10Ampere ziehen.
Wenn du beide zusammen an eine Mehrfachsteckdose machst, dann ziehen Sie zusammen 10+10=20Ampere.
Auf der Mehrfachsteckdose steht drauf, wie viele Ampere du höchstens dort "rausholen" darfst. z.B. 16Amtere.
Die Grillst ziehen also zu viel Strom. Das Kabel von der Steckdose ist dann zu dünn - so viele Elektronen, wie bei 20Ampere gleichzeitig durchfließen müssten passen garnicht durch das kabel. Innendrin "knubbelt" sich alles, das kabel wird heiß und vielleicht verschmort es oder es fängt an zu brennen.
Oder eine Sicherung fliegt raus, den im Haus sind viele Kabel nur für 16 Ampere geeignet und deswegen fliegen sicherungen raus wenn vielmehr als 16 Ampere gezogen wird.

So jetzt wirds zu viel... ich hör schon auf!

Frag ruhig weiter wenn du was nicht verstehst - und die Idee von hws ist gut - wenn Du Spaß am Thema hast, dann wünsch Dir doch nen Experimentierkasten zum Geburtstag (Weihnachten ist ja grad rum).

Grüße
Carsten

--
Vermeintliche Tippfehler in diesem Posting sind keineswegs Rechtschreibfehler sondern Vorschläge für die nächste Rächtschraiprevorm ;o)

VB

03.01.2008,
04:19

@ hws

Trafo

Ich finde den Vergleich mit dem Wasser immer wieder gut. Der war auch in der Anleitung von meinem Elektronikkasten damals.

Die Spannung kann man sich wie gesagt als Druck-Unterschied z.B. durch den Höhenunterschied von zwei Wasserbehältern vorstellen.
Diese könnte man z.B. mit den beiden Polen einer Batterie vergleichen.
Verbindet man die Behälter nun mit einem Rohr, so kann Wasser fließen. Ist ist das Rohr dick, so kann viel Wasser fließen. Hat es z.B. eine Engstelle, dann begrenzt diese den Wasserfluss viel mehr als der Rest des Rohres. Das Rohr leistet also an der Engstelle mehr Widerstand gegen den Stromfluss. Im Stromkreis würde das Rohr den Draht darstellen, der gut leitet und die Engstelle z.B einen Widerstand oder ein Gerät, das genau einen bestimmten Strom durchlässt. Es verhält sich damit quasi als Widerstand. Je enger das Rohr, desto größer ist der Widerstandswert.
Wieviel Strom durch einen Widerstand fließt besagt das wohl wichtigste Gesetz der Elektrotechnik, das Ohmsche Gesetz:

Strom = Spannung : Widerstand

Oder in Symbolen: I = U : R

Der Strom I wird in Ampère (A) gemessen, die Spannung U in Volt (V) und der Widerstand R in Ohm (das Ohm-Symbol lässt sich hier nicht darstellen).

Je größer die Spannung und je kleiner der Widerstand ist umso mehr Strom fließt also.

Beispiel: die Autobatterie hat 12V Spannung. Wenn man die Heckscheibenheizung einschaltet, fließt durch den dünnen Draht in der Scheibe ein Strom von 6A, weil er einen Widerstand von 2 Ohm hat. Wäre er noch dünner, würde noch weniger Strom fließen, weil sein Widerstand dann noch größer wäre.

Schau auch mal hier
http://www.elektronik-kompendium.de/sites/grd/0201113.htm
und hier
http://www.sengpielaudio.com/Rechner-ohmschesgesetz.htm

Grüße,
VB

Alexander

03.01.2008,
15:26

@ VB

Trafo

Das heißt, ein Wiederstand setzt gar nicht die Spannung herab, sondern den Strom, also die Ampere?

Alexander

03.01.2008,
15:43

@ Carsten Wallner

Trafo

» Hi Alexander,
»
» schön, dass Du dich in Deinem jungen Alter (das richtige Alter um mit
» diesem schönen Hobby anzufangen!) schon intensiv mit der
» Elektrontechnik/Elektronik auseinandersetzt - und die Art, wie Du Dir
» dabei hier Hilfe suchst ist genau richtig!
»
» Ganz kurz gesagt: Was du schreibst stimmt so 100% - zumindest in der
» Theorie. Wie hws schon sagte - in der Realität stimmts nicht so ganz -
» Trafos werden warm, brummen, erzeugen ein Magnetfeld... und für das alles
» wird Energie verwendet - also kommt hinten etwas weniger raus als man
» berechnet.
»
» Und dann gibt es noch spezielle Berechnungen, wie dick so ein Draht im
» Trafo sein muss, wie viele Wicklungen er bei einer bestimmten Spannung
» mindestens haben muss usw...

Jaja, die ganzen berechnungen kenne ich, nur die eine nicht, wie dick der Draht sein muss, könnt ihr mir da noch helfen??? Denn ich möchte einen Trafo wickeln, sodass von 320V~ ca. 20-30V~ wird.

» Nun aber zu deinen Ampere: Ampere ist eigentlich die Maßeinheit für die
» Stromstärke.
» Du weist, dass man sich den Strom vorstellt als kleine "Kügelchen", die
» man Elektronen nennt, die sich durch den Draht bewegen?

Klar, ich bin eh der beste in Physik, nur ist das eben erst das 1. Jahr Physik in der Schule für mich. Wir machen die Elektronik erst am Ende des Jahres. Da kommen die Grundlagen drann, also das, was ich jetzt gerade frage. Ich mache schon seit ca. 1 Jahr elektronische Sachen. Aber das mit Ampere und so habe ich bis jetzt noch immer nicht verstanden.

» Stell Dir vor du steht auf einer Autobahnbrücke und zählst eine Minute
» lang, wie viele Autos unter dir durchgefahren sind. So ähnlich kann man
» sich das mit demStromvorstellen.

Das ist ja noch ein besserer Vergleich, als der mit dem Wasser. Denn da kann man es sich besser vorstellen, wie die Elektronen sausen, beim Wasser müsste man ja Liter nachmessen ;-)

Die Stromstärke beschreibt, wie viele
» Elektronen in einer bestimmten Zeit an einer Stelle vom Draht vorbei
» kommen.

Das heißt die Anzahl der Elektronen bzw. der Ionen ist die Stromstärke. Aber je mehr Elektronen, desto mehr .......
Ach was, jetzt kapier ich es erst richtig, das heißt, das Ampere eigentlich die Maßeinheit für die Menge der Elektronen ist, oder? Aber man sagt ja, wenn man eine Batterie mit 1,5 Volt hat und eine 9 Volt Blockbatterie hat, dann sagt man ja, dass in der 9 Volt Batterie mehr Volt drinnen sind. Und mehr Volt bedeutet eigentlich wiederrum "mehr Elektronen", oder? Aber mehr Elektronen bedutet ja mehr Ampere... mann, mir tut der Kopf weh...!

» In einem Punkt hast du aber was falsch verstanden:
» "Und ein Gerät darf man ja immer nur mit einer gewissen Ampere-Anzahl
» betreiben..."
» Das stimmt so nicht unbedingt!
» Tatsächlich ist es eher so, dass man ein Gerätnur mit einer bestimmten
» Spannung (Voltzahl) betreiben darf. Wenn die Spannung richtig ist, nimmt
» sich das Gerät selber die passende Stromstärke. Es entscheidet also,wie
» viele Ampere fließen.
» Problematisch wird das, wenn die Spannung zu groß ist - dann holt sich das
» Gerät nämlich zu viel Strom und dabei geht es unter Umständen kaputt.
» Die Ampere-Angabe auf dem Gerät bedeutet also nicht, dass Du aufpassen
» musst, wie viele Ampere Du dem gerät gibst sondern: Die angabe sagt Dir,
» wie viele Ampere das Gerät "haben will", wenn du es richtig anschließt.
» Das ist wichtig zu wissen, wenn man mehrere Geräte anschließt.
» Zum Beispiel im Sommer zwei Elektrogrills. Wenn jeder ordnungsgemäß
» angeschlossen wird, wird jeder davon z.B. 10Ampere ziehen.
» Wenn du beide zusammen an eine Mehrfachsteckdose machst, dann ziehen Sie
» zusammen 10+10=20Ampere.
» Auf der Mehrfachsteckdose steht drauf, wie viele Ampere du höchstens dort
» "rausholen" darfst. z.B. 16Amtere.
» Die Grillst ziehen also zu viel Strom. Das Kabel von der Steckdose ist
» dann zu dünn - so viele Elektronen, wie bei 20Ampere gleichzeitig
» durchfließen müssten passen garnicht durch das kabel. Innendrin "knubbelt"
» sich alles, das kabel wird heiß und vielleicht verschmort es oder es fängt
» an zu brennen.

Das habe ich jetzt mal zur Abwechslung mal gut verstanden.

» Oder eine Sicherung fliegt raus, den im Haus sind viele Kabel nur für 16
» Ampere geeignet und deswegen fliegen sicherungen raus wenn vielmehr als 16
» Ampere gezogen wird.

Aber warum macht man es dann so, dass überhaupt nicht mehr als 20 A z.B. in das Haus hineinkommen???
ACHSO: Es sind ja mehrere Steckdosen im Haus verteilt...

Naja, ganz noch immer nicht verstanden, aber schon besser.

Also: das Beispiel mit der Autobahn:
Ein Auto=Ein Elektron... klar!
Ampere= die Anzahl der Elektronen in einer gewissen Zeit.
Volt=kennst du auch noch ein vergleichs-Beispiel mit Volt auf der Autobahn?

Hartwig

03.01.2008,
15:45

@ Alexander

Trafo

» Das heißt, ein Wiederstand setzt gar nicht die Spannung herab, sondern den
» Strom, also die Ampere?

Hallo Alexander,
genau so kann man es sehen. Nehmen wir mal an, Du hast vor Dir eine 12V-Autobatterie, eine Halogenlampe 12V/20W, einen Widerstand von 1000Ohm und ein Digitalmultimeter.
Den Widerstand verbindest Du mit dem +Pol der Batterie. Nimmst Du jetzt das Voltmeter und mißt die Spannung zwischen dem freien Anschluß des Widerstandes und dem -Pol der Batterie, dann wird Dir das Voltmeter die Batteriespannung, also etwa 12V anzeigen. Wenn Du jetzt das Voltmeter durch die Halogenlampe ersetzt, wird die Lampe nicht brennen, obwohl Du sie ja dort angeschlossen hast, wo Du zuvor 12V gemessen hast. Der Widerstand verhindert einfach, daß ausreichend Strom durch die Lampe fließt. An der Lampe wirst Du jetzt auch keine 12V mehr messen können. Nach ohmschen Gesetz können durch den Widerstand bei 12V max. 12mA fließen, und das bringt die Lampe nie und nimmer zum Leuchten. Die bräuchte nämlich 1,67A, also fast 1400 mal soviel Strom wie der Widerstand im günstigsten Fall durchlassen würde.
Viele Grüße
Hartwig

ollanner(R)

03.01.2008,
16:04
(editiert von ollanner
am 03.01.2008 um 16:13)


@ Alexander

Trafo

» » Und dann gibt es noch spezielle Berechnungen, wie dick so ein Draht im
» » Trafo sein muss, wie viele Wicklungen er bei einer bestimmten Spannung
» » mindestens haben muss usw...
»
» Jaja, die ganzen berechnungen kenne ich, nur die eine nicht, wie dick der
» Draht sein muss, könnt ihr mir da noch helfen???


Da gibt es denn von namenhaften Transformatorherstellen wie Block entsprechende Berechnungsbögen wo man denn seine Werte eintragen kann und denn mit vorgefertigten Formeln zu seinem Ergebnis kommt. Des weiteren gibt es auch noch Richttabellen nach denen man in Abhängigkeit zur Stromstärke I (also die Ampère) seinen Drahtdurchtmesser wählen muss. Häufig sind bei Transformatorenbausätzen die Primärwichlungen auch fertig vorgwewickelt, da die Hersteller davon ausgehen dass man den Travon an 230V ~ berteiben möchte.
Sorry, aber diese Forum erlaubt keine Datein größer als 125kB deshalb die Teilarchive: Können nach dem Herunterladen mit WinRAR wieder zusammen gestellt werden.
Darin Befindet sich eine .gif Datei eines Berechnungsbogens.

Infos zur Berechnung eines Transformators gibt es auch hier:

http://www.elektronik-kompendium.de/sites/bau/0207222.htm

http://www.elektronik-kompendium.de/forum/upload/20080103160516.part1.rar

http://www.elektronik-kompendium.de/forum/upload/20080103160536.part2.rar

http://www.elektronik-kompendium.de/forum/upload/20080103160559.part3.rar

--
Gruß
Der Ollanner

hws(R)

E-Mail

59425 Unna,
03.01.2008,
17:24

@ Alexander

sowas kauft man fertig.

» Denn ich möchte einen
» Trafo wickeln, sodass von 320V~ ca. 20-30V~ wird.

sowas wickelt man nicht, sowas kauft man.

Die Einzelteile werden teurer sein, als ei fertiger Trafo.
Die Maschine beim Hersteller kriegt die Wicklung vernünftig hin - bei deiner Handarbeit wird die Wicklung nichtmal auf den Kern / in das Blechpaket passen.

hws

Carsten Wallner(R)

03.01.2008,
18:35

@ Alexander

Trafo

Hi,

naja das Autobahnbeispiel geht nicht so gut für die Spannung...
Nimm dieses:
Du hast zei Räume -in beiden sind Jungen und Mädchen - aber in einem Raum sind mehr Jungen und in dem anderen mehr Mädchen. Zwischen den Räumen ist ein langer Gang, das Kabel.
Die Jungen (Elektronen) "wollen" natürlich zu den Mädchen. Die die eins haben bleiben wo sie sind. Die aus dem Raum wwo zu viele Jungs sind flitzen durch den Gang rüber in den anderen Raum.
Je größer die Überzahl in den Räumen ist, destomehr Jungs flitzen rüber.
Also die Überzahl und das "Rüber-Wollen" der Jungs ist die Spannung.
Die Batterie / der Generator klaut nun immer wieder Elektronen vomPluspol und schiebt sie in den Minuspol - so, dass immmer wieder möglichst gleich viele zu viel dort sind. In unserem Beispiel werden halt immer wieder Jungs, die es geschafft haben aus dem Raum mit den Mädels
gekidnappt und wieder in den Jungenraum geschoben. Dort sind also immer zu viele Jungs - immer welche die rüber wollen.
Wenn wir jetzt wieder an dem gang stehen und beobachten wie viele Jungs in einer bestimmten Zeit an uns vorbei flitzen, dann haben wir wieder die "Stromstärke".

Wenn du nun noch ein paar umgeworfene Stühle irgendwo in den Gang schmeißt, können wir auch noch den Widerstand erklären - die Stüle sorgen nämlich dafür, dass es sich an der stelle Knubbelt. Es kann weniger "Strom fließen als vorher - und das beste - hinten im Gang ist ein Stau - sas heißt über all fließt dadurch weniger Strom. Naja und nach den Stühlen ist freie Bahn - aber auch da fließt genauso wenig strom, denn wenn nur 3 Jungs pro Sekunde durchkommen, können auch nur diese 3 Jungs pro sekunde durch den Rest vom Gang laufen - egal wie sie flitzen...

Naja und wenn wir wollen hängen wir noch das ohmsche Gesetz hinten dran:
Lassen wir unsere Stühle im Gang - ein fester Widerstand -Die Jungs rennen so gut es eben mit den Hindernissen geht durch den Gang.
Nun nehmen wir eine Stärkere Batterie - also wir pacen mehr Jungs in den einen Raum. Das gedränge wird größer von hinten wird geschubst und dadurch werden ein paar Jungs mehr durchs hindernis geschoben oder drübergeschubst als vorher.
D.h. je größer die Spannung ist, desto größer wird der Strom (bei gleichem Widerstand).
Nun halten wir die Spannung fest - also wir ändern nix an dem Jungenüberschuss - es kommen immer ein par Jungs durch. Jetzt sind wir aber gemein - und schmeißen noch ein paar Stühle in den weg. Was passiert? Richtig, es kommen weniger Jungs in der gleichen Zeit durch - also weniger Strom.
Alles klar - oder hab ich dich jetzt vollends verwirrt??? ;oP

Zum Thema Trafo-Bau:
Das ist ein nettes Experiement -aber ich rate aus zwei Gründen davon ab!
1.) wie hws sagte - so genau bekommt man das nicht hin und die Teile werden teuer sein.Ich mache seit unzähligen Jahren Elektronik - ich habe das mit dem Trafowickeln einmal versucht - ich kann nur davon abraten! Passenden Draht in passender Länge und Dicke zu bekommen ist ein Problem, Kern und Spulkörper sind ein Problem und die Spule wird beim Handwickeln viel zu dick!
2.) Experimente mit Trafos und solche mit 230V können lebensgefährlich sein. Es wär schade um einen so interessierten jungen Burschen wie dich wenn du dich damit umbringen würdest!

Trafos kann man fertig kaufen - läden wie www.Pollin.de haben immer wieder Schnäppchen-Angebote mit billigen Trafos - oft auch in solchen Werten wie du sie brauchst - und das zu preisen, dafür kannst dus echt nicht selber bauen!
Kleine Bitte wenn du was mit nem Trafo und 230V baust, dann mach das bitte nicht alleine sondernmit nem Fachmann/ner Fachfrau zusammen! Habe mein erstes Netzgerät auch etwa in deinem Alter mit nem Bekannten zusammen gebaut, der war Elektroniklehrer an ner Berufsschule - so hast dus dann wirklich selber gebaut aber es bleibt ungefährlich!

Gruß
Carsten

--
Vermeintliche Tippfehler in diesem Posting sind keineswegs Rechtschreibfehler sondern Vorschläge für die nächste Rächtschraiprevorm ;o)

ollanner(R)

03.01.2008,
21:16

@ Carsten Wallner

Trafo Selberbau

Wie hws und Carsten schon sagten: Solch einen Trafo kauft man am besten fertig. Da kann man sicher sein, dass die Hersteller nach den gültigen Sicherheitsvorschriften des Verkaufslandes gearbeitet haben. Bei uns in Deutschland hat da die VDE das Sagen und stellt diese Vorschriften auf. Diese Vorschriften befassen sich mit der Sicherheit des Anwenders mit dem elektrischen Gegenstand sowie mit der Bertriebssicherheit der Gegenstände. Das heißt es wird vorgeschrieben, wie diese Gegenstände zu bauen sind, damit sie korrekt und störungsfrei arbeiten. Des weiteren sind noch viele andere Vorschriften dort festgehalten, die sich mit sehr vielen kleinen aber wichtigen Sachbereiche gliedern. Wenn Geräte nicht nach diesen Vorschriften gebaut und berieben wurden kann das im Fehlerfall ernsthafte Folgen für den Anwender und die Umgebung drum rum haben. Des weiteren kann denn der Versicherungsschutz erlischen.

Wenn du denn mit Trafos arbeitest sollte gerade in deinem Alter immer ein Erwachsener dabei sein, der Ahnung von den Vorschriften der VDE hat und der dir mit Rat und Tat zur Seite steht. Das dient ales deiner Sicherheit und der Sicherheit anderer.

Ansonsten finde ich es gut, dass sich Menschen in deinem Alter schon so mit der Technik beschäftigen und kann dich nur dazu ermuntern am Ball zu bleiben. Diese berufliche Fachrichtung hat Zukunft und du kanst dir später auf dem Arbeitsmarkt mit deinem früh erworbenen Fachwissen einen Vorteil verschaffen.

--
Gruß
Der Ollanner

Zwinkerle(R)

03.01.2008,
23:51
(editiert von Zwinkerle
am 03.01.2008 um 23:52)


@ Alexander

nein ..

» Das heißt, ein Wiederstand setzt gar nicht die Spannung herab, sondern den
» Strom, also die Ampere?

Nein, ein Wiederstand hat im elektrischen Stromkreis absolut keine Auswirkung, weder spannungs- noch strommäßig.

--
Don't feed Trolls!!!

Zwinkerle(R)

03.01.2008,
23:57

@ Alexander

Trafo

» Jaja, die ganzen berechnungen kenne ich, nur die eine nicht, wie dick der
» Draht sein muss, könnt ihr mir da noch helfen???

Die Stromdichte im CuL ist abhängig vom AFe des Trafos und ist etwa 2*Wurzel aus(Strom/2,55A*Pi)

--
Don't feed Trolls!!!

hws(R)

E-Mail

59425 Unna,
04.01.2008,
09:41

@ ollanner

Trafo Selberbau

» Sicherheitsvorschriften des Verkaufslandes ..

Abgesehen von Vorschriften und Sicherheit: Wenn man einen Trafo selbst per Hand wickelt, bekommt man die Wicklungen nie so dicht zusammen, wie ein Fertigungsautomat das macht. Und dann passt die Wicklung einfach nicht mehr auf den Kern / in die Trafobleche.

Früher gab es mal Trafos, bei denen die Primärwicklung schon drauf war und man nur die wenigen dicken Wicklung der Sekundärseite selbst wickeln musste - aber wer braucht das heute noch.

Selbst exotische Trafos kann man sich inzwischen genau "nach Mass" fertigen lassen. Zugegeben nicht zu den Restpostenpreisen wie bei Reichelt. Und meist reichen fertige billige "Restposten" aus.

hws

ollanner(R)

04.01.2008,
11:35

@ Zwinkerle

nein ..

» Nein, ein Wiederstand hat im elektrischen Stromkreis absolut keine
» Auswirkung, weder spannungs- noch strommäßig.

Ach ja imer wieder köstlich WIEderstand mit IE, man kanns mit der Rächtschraipunk aber auch zu genau nehmen. Aber richtig schreiben darf man den Widerstand schon, da bin ich voll eurer Meinung.

--
Gruß
Der Ollanner

ollanner(R)

04.01.2008,
11:35

@ ollanner

nein ..

» » Nein, ein Wiederstand hat im elektrischen Stromkreis absolut keine
» » Auswirkung, weder spannungs- noch strommäßig.
»
» Ach ja immer wieder köstlich WIEderstand mit IE, man kanns mit der
» Rächtschraipunk aber auch zu genau nehmen. Aber richtig schreiben darf man
» den Widerstand schon, da bin ich voll eurer Meinung.

--
Gruß
Der Ollanner