Dionysos
23.12.2007, 22:13 |
Eigenbau Audio Verstärker - Knacken bei Spannungsstößen (Elektronik) |
Hallo Community,
ich habe einen Eigenbau Stereoverstärker mit dem TDA1519
(2x6W Sinus) realisiert.
Die Spannungsversorgung des TDA erfolgt über einen kleinen Printtrafo. Zur Glättung der Spannung wurde nach dem Gleichrichter ein 4700µF ELKO eingebaut.
Der Verstärker funktioniert soweit auch einwandfrei.
Leider knackt er nur jedesmal, wenn eine Laständerung in der Versorgungsspannung auftritt (z.B. durch Ein- oder Ausschalten der Schreibtischlampe).
Wäre schön, wenn jemand von Euch einen Tipp hat, wie ich das Problem lösen kann.
Danke schonmal für Eure Bemühungen
Stefan |
hws

59425 Unna, 23.12.2007, 22:40
@ Dionysos
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Eigenbau Audio Verstärker - Knacken bei Spannungsstößen |
Für die Störungen gibts viele Wege, wie sie in den Verstärker gelangen können.
Muss nicht die Spannungsversorgung sein. Falls Entstördrossel und Y-Kondensator keine Wirkung zeigen, liegt es vermutlich woanders dran.
Überprüfen der Versorgungsspannung mit dem Oszi - einmal an den Siebkondensatoren und einmal direkt an den IC-Anschlüssen. Spikes zu sehen, wenn die Störung auftritt?
Ist der Verstärker in einem geerdeten Metallgehäuse oder liegt die Platne offen auf dem Schreibtisch?
Was ist daran angeschlossen? Erdschleifen?
Gerät am Eingang abklemmen und auf der Platine direkt kurzschließen. Störungen immer noch da? Dann liegts nicht am Eingang.
Lautsprecher mit kurzen Kabeln direkt neben dem Verstärker anschließen - zum Test ob die Störungen darüber reinkommen.
Sowas zu finden ist auch für Experten die Nadel im Heuhaufen.
hws |
Dionysos
23.12.2007, 23:09
@ hws
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Eigenbau Audio Verstärker - Knacken bei Spannungsstößen |
Hi hws,
danke für die schnelle Antwort.
Die Platine ist in einem geerdeten Metallgehäuse.
Da das Knacken nur auftritt, wenn ich im Stromnetz weitere Verbraucher ein- oder ausschalte, gehe mal ganz stark von einem Spannungssprung in der Versorgungsspannung des TDA aus, der durch die Induktivität des Trafos induziert wird.
Spule is noch keine drin. Kannst du mir für die Größe der Spule eine Hausnummer nennen? Der Trafo macht 1A bei 14V.
Dann werde ich das zunächst mal mit der Spule versuchen. Y-Elko is ja im Prinzip durch den 4700µF nach dem Gleichrichter gegeben. Oder sollte ich hier noch einen kleineren reinsetzen, um den HF Anteil rauszufiltern? |
Dionysos
23.12.2007, 23:27
@ Dionysos
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Eigenbau Audio Verstärker - Knacken bei Spannungsstößen |
Kleiner Nachtrag:
Ich habe gerade festgestellt, dass das Problem wohl wirklich nur meine Schreibtischlampe (12V Halogensystem mit 35/50W)betrifft. Die Leuchtstoffröhre überm Rechner macht überhaupt kein Problem, obwohl diese im Gegensatz zur Schreibtischlampe in unmittelbarer Nähe zum Verstärker eingesteckt ist.
Damit liegt vielleicht der Fehler weniger an meinem Verstärker, als viel mehr an der Lampe. |
ElektroNick
24.12.2007, 09:41
@ Dionysos
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Eigenbau Audio Verstärker - Knacken bei Spannungsstößen |
Also ich würde als erstes einen Parallelkondensator am Netzeingang des Verstärkers einbauen. 100nF/250V~
Wenn es wirklich nur an der Schreibtischlampe liegt, ist es vielleicht besser wenn du den Kondensator dort einsetzt.
lg, Nick |
hws

59425 Unna, 24.12.2007, 21:18
@ ElektroNick
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aber bitte einen Y-Kondensator .... oT |
hier steht nix
hws |
x y
24.12.2007, 23:59
@ hws
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aber bitte einen Y-Kondensator .... oT |
» Y-Kondensator
Ein X2 reicht an der Stelle völlig, und zwei Drosseln schaden auch nicht. Aber es wird wohl doch ehr an ungeeigneter Verdrahtung liegen.
Gruß Dieter |
Jüwü

Würzburg, 25.12.2007, 14:25
@ Dionysos
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Eigenbau Audio Verstärker - Knacken bei Spannungsstößen |
» Hi hws,
»
» danke für die schnelle Antwort.
»
» Die Platine ist in einem geerdeten Metallgehäuse.
»
» Da das Knacken nur auftritt, wenn ich im Stromnetz weitere Verbraucher
» ein- oder ausschalte, gehe mal ganz stark von einem Spannungssprung in der
» Versorgungsspannung des TDA aus, der durch die Induktivität des Trafos
» induziert wird.
»
Baue die Audiostufe absolut elektrisch getrennt vom Gehäuse ein. Gehäuse darf ruhig mit dem PE verbunden sein aber alle GNDs dürfen keine Verbindung mit dem Gehäuse haben (Buchsen etc.). Hänge parallel zum NF-Eingang einen 4,7k-Wid und einen 100pF-Kondi und davon einen 100pF von GND an das Gehäuse(um die Antennenwirkung zu unterdrücken).
Das ist zwar kein Rezept aber hat mir oft bei Selbstbaugeräten geholfen. |
hws

59425 Unna, 26.12.2007, 10:52
@ x y
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X2 oder Y-Kondensator |
» » » 100nF/250V~
» » Y-Kondensator
» Ein X2 reicht an der Stelle völlig,
Egal, ob X2 oder Y, aber auf jeden Fall was, was beim direkten Anschluss an 230V~ sicher ist.
Ds meinte ich damit.
» Aber es wird wohl doch ehr an ungeeigneter Verdrahtung liegen.
Vermutlich. Würde mich jetzt interessieren, wie Netzteil, Platine und Gehäuse mechanisch zusammengebaut sind.
hws |