Reiner

28.01.2026, 21:18 |
Frequenzsteuerung (Elektronik) |
Ich benutze den IC NE 555 als Taktgeber. Ich weiß, der ist „Steinalt“. Aber darum geht es. Weiß jemand etwas besseres? Ich beschalte den NE 555 so, dass er mir eine „feste“ Frequenz hält. Die Frequenz und die Impulsdauer kann ich je nach Beschaltung mit C und R steuern. Dieses „Muttersignal“ geht an 12 weitere parallel geschaltete IC s. Damit das alles funktioniert, muss das „Muttersignal“ möglichst konstant sein. Mein Versuchsaufbau arbeitet mit einer Frequenz von ca. 150 Hz. Die muss aber veränderbar sein. Ebenso die Dauer der Ein,- und Ausschaltzeit. Wenn der NE 555 warm gefahren ist, schwankt die Frequenz um 2 bis 3 Hz. Damit bekomme ich keine vernünftige Steuerung hin. Meine Frage an die Fachleute, wie halte ich die Frequenz mit dem NE 555 konstant, oder, es gibt sicherlich heute besseres, mit welcher Schaltung bekomme ich im Bereich zwischen 150 und 250 Hz ein konstantes, im Bereich von +/- 0,5 Hz, Signal, welches in der Frequenz und Ein,- und Ausschaltzeit steuerbar ist, hin. Freue mich auf eure Antworten. |
xy

28.01.2026, 21:59 (editiert von xy am 28.01.2026 um 22:11)
@ Reiner
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Frequenzsteuerung |
Das macht man mit einem µC, mit Quarz betrieben.
Welchen Job soll die ganze Anlage denn erledigen? Evtl geht das ja viel einfacher. |
bigdie
28.01.2026, 23:15
@ Reiner
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Frequenzsteuerung |
warum selbst bauen
https://www.ebay.de/itm/277367865904?
https://www.ebay.de/itm/176726968984? |
mabue
29.01.2026, 08:39 (editiert von mabue am 29.01.2026 um 09:33)
@ Reiner
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Frequenzsteuerung |
»W enn
» der NE 555 warm gefahren ist, schwankt die Frequenz um 2 bis 3 Hz. Damit
» bekomme ich keine vernünftige Steuerung hin. Meine Frage an die Fachleute,
» wie halte ich die Frequenz mit dem NE 555 konstant, oder, es gibt
» sicherlich heute besseres, mit welcher Schaltung bekomme ich im Bereich
» zwischen 150 und 250 Hz ein konstantes, im Bereich von +/- 0,5 Hz, Signal,
» welches in der Frequenz und Ein,- und Ausschaltzeit steuerbar ist, hin.
Du könntest es mit dem 555er in CMOS-Ausführung (0555 oder 7555) probieren, möglicherweise hat der eine bessere Frequenzkonstanz, weil er weniger Leistung verbrät. Nur den Ausgang Pin 3 müsstest du wahrscheinlich verstärken, der liefert nur wenige mA. Einfach mal im Datenblatt schauen. Inwieweit die ganze Geschichte von der Umgebungstemperatur abhängig ist, wäre auch noch zu fragen. Vermutlich geht es dir aber um die Frequenzkonstanz im laufenden Betrieb, denn generell soll die Einrichtung
ja verstellbar sein, da wäre eine Langzeitabweichung (Jahreszeit) vielleicht tolerierbar.
Edit: Die Auswahl des frequenzbestimmenden Kondensators kann auch noch mit reinspielen. Je nach Typ gibt es auch da unterschiedliche thermische Abwanderung. |
Mikee
29.01.2026, 10:41
@ Reiner
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Frequenzsteuerung |
Hallo!
» Mein Versuchsaufbau arbeitet mit einer Frequenz von ca. 150 Hz.
» Wenn der NE 555 warm gefahren ist, schwankt die Frequenz um 2 bis 3 Hz.
Die Idee mit dem CMOS 555 ist gut. Damit können Widerstände größer und Kondensatoren kleiner werden.
Du verwendest bestimmt auch einen Elko für das frequenzbestimmende Glied.
Da solltest Du versuchen mit einem Folienkondensator zu arbeiten.
So umgehst du das Problem dielektrische Absorption. Ein über längere Zeit geladener Elko baut nach dem Kurzschluss (Spannung Uc=0) wieder Spannung
von einigen Volt aus chemischen Prozessen auf. Das könnte ein Effekt sein, der die 2-3 Hz verursacht.
Ansonsten fallen mit nur Oszillatoren aus dem HF-Bereich ein, die sehr frequenzkonstant sind.
Da müsstest Du dann die Frequenz anschließend noch teilen.
Mikee |
matzi682015

Aachen, 29.01.2026, 10:48
@ Mikee
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Frequenzsteuerung |
» Hallo!
»
» » Mein Versuchsaufbau arbeitet mit einer Frequenz von ca. 150 Hz.
» » Wenn der NE 555 warm gefahren ist, schwankt die Frequenz um 2 bis 3 Hz.
»
» Die Idee mit dem CMOS 555 ist gut. Damit können Widerstände größer und
» Kondensatoren kleiner werden.
» Du verwendest bestimmt auch einen Elko für das frequenzbestimmende Glied.
» Da solltest Du versuchen mit einem Folienkondensator zu arbeiten.
» So umgehst du das Problem dielektrische Absorption. Ein über längere Zeit
» geladener Elko baut nach dem Kurzschluss (Spannung Uc=0) wieder Spannung
» von einigen Volt aus chemischen Prozessen auf. Das könnte ein Effekt sein,
» der die 2-3 Hz verursacht.
»
» Ansonsten fallen mit nur Oszillatoren aus dem HF-Bereich ein, die sehr
» frequenzkonstant sind.
» Da müsstest Du dann die Frequenz anschließend noch teilen.
»
» Mikee
Vielleicht ist ein Oszillator mit PLL angesagt, bzw. ein VCO, mit einem 4046 oder so. Mehr weiß ich jetzt auch nicht an Senfsorten dazuzugeben.  -- greets from aix-la-chapelle
Matthes  |
mabue
29.01.2026, 11:46
@ Mikee
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Frequenzsteuerung |
» Ansonsten fallen mit nur Oszillatoren aus dem HF-Bereich ein, die sehr
» frequenzkonstant sind.
» Da müsstest Du dann die Frequenz anschließend noch teilen.
Eine Möglichkeit wäre der CMOS-Teiler 4060, der dürfte am niedersten Ausgang ziemlich frequenzkonstant sein. Der (eingebaute) Oszillator muss halt 16384-mal so schnell getaktet werden, was aber kein Problem darstellt. Über den Widerstand an Pin 10 lässt sich die Frequenz in einem akzeptablen Bereich verstellen. Allerdings ist das Tastverhältnis da konstant 50/50. Ändern könnte man es höchstens durch einen nachgeschalteten einstellbaren Monoflop (555), aber da wird's dann trickreich.
Der Vorteil wäre hier wohl, dass einzelne Ausbüchser bei der schnellen Takterzeugung durch die vielfache Teilung(16384x) eliminiert würden. Ist jetzt aber nur mal theoretisch, ausprobiert habe ich's nicht. |
bigdie
29.01.2026, 13:00
@ mabue
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Frequenzsteuerung |
In der DDR gab es den E355. Das war sozusagen ein 555 ähnlicher Oszillator + diverse Teilerstufen hinten dran
https://rostfrank.de/rt/lex04/e355.html
Der war primär für Zeitrelais gedacht. da drin ist garantiert einer
https://www.ebay.de/itm/295492911211?
Dieses hat den Zeitbereich x10s also 0-100s
Die Bereiche konnte man intern aber auch ändern durch Lötbrücken. für die hohen Stundenbereiche gab es auch noch einen weteren Teiler IC E351 |
mabue
29.01.2026, 13:39 (editiert von mabue am 29.01.2026 um 17:41)
@ bigdie
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Frequenzsteuerung |
» In der DDR gab es den E355. Das war sozusagen ein 555 ähnlicher Oszillator
» + diverse Teilerstufen hinten dran
Ein höchst interessantes Teil. So ähnlich mache ich solche Langzeittimer aus einer Kombination von 555 (0555) und 4060. Der 4060 ersetzt hierbei den zeitbestimmenden Kondenstor am 555, d.h. wenn der 4060 am niedersten Ausgang erstmalig auf H geht, setzt er damit den 555 auf L. Ich muss nur dafür sorgen, dass der 4060 dann nicht mehr weitertaktet, was entweder über Reset geht, oder ich drehe ihm per Transistor den Strom ab. Davon habe ich schon ein halbes Dutzend in verschiedenen Varianten gebaut, geht perfekt, für fast beliebige Zeiten. Die Gerätchen, die ich mit meinem "Patienten" zusammen baue, bekommen auf diese Weise alle eine Batterie-Sparschaltung. Bei Verwendung des CMOS-0555 ist die ganze Geschichte äußerst sparsam; teilweise habe ich den 0555 durch einen 4013-Flipflop ersetzt, so dass ich gleich noch eine Nachtlampenschalter-Funktion habe. Letzterer ist noch viel sparsamer, da komme ich auf unglaubliche 4 uA bei 5 V. Oder mein DMM ist defekt . . |
DIY-Bastler
29.01.2026, 13:43
@ bigdie
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Frequenzsteuerung |
» In der DDR gab es den E355. Das war sozusagen ein 555 ähnlicher Oszillator
» + diverse Teilerstufen hinten dran
» https://rostfrank.de/rt/lex04/e355.html
» Der war primär für Zeitrelais gedacht. da drin ist garantiert einer
» https://www.ebay.de/itm/295492911211?
» Dieses hat den Zeitbereich x10s also 0-100s
» Die Bereiche konnte man intern aber auch ändern durch Lötbrücken. für
» die hohen Stundenbereiche gab es auch noch einen weteren Teiler IC E351
Ist aber nicht besser als der 555.
Wozu ich die mal aufgehoben habe?
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bigdie
29.01.2026, 14:20
@ DIY-Bastler
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Frequenzsteuerung |
» » In der DDR gab es den E355. Das war sozusagen ein 555 ähnlicher
» Oszillator
» » + diverse Teilerstufen hinten dran
» » https://rostfrank.de/rt/lex04/e355.html
» » Der war primär für Zeitrelais gedacht. da drin ist garantiert einer
» » https://www.ebay.de/itm/295492911211?
» » Dieses hat den Zeitbereich x10s also 0-100s
» » Die Bereiche konnte man intern aber auch ändern durch Lötbrücken.
» für
» » die hohen Stundenbereiche gab es auch noch einen weteren Teiler IC E351
»
» Ist aber nicht besser als der 555.
Doch, es sei denn, du nimmst einen 555 und lässt den mit hoher frequenz laufen und setzt teiler dahinter. Sind dann aber 2 ICs |
Theo.
29.01.2026, 16:11
@ Reiner
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Frequenzsteuerung |
Hallo
Da werfe ich mal den XR2206 in den Ring.
Theo |
matzi682015

Aachen, 29.01.2026, 17:09
@ Theo.
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Frequenzsteuerung |
» Hallo
»
» Da werfe ich mal den XR2206 in den Ring.
»
» Theo
ja, sowas hier: https://www.ebay.de/itm/267533149740 -- greets from aix-la-chapelle
Matthes  |
Eierschale
29.01.2026, 18:20
@ matzi682015
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Frequenzsteuerung |
» » Hallo
» »
» » Da werfe ich mal den XR2206 in den Ring.
» »
» » Theo
»
» ja, sowas hier: https://www.ebay.de/itm/267533149740
Naja, Ein- und Ausschaltzeiten sind hier nicht wählbar, nur Sinus, Rechteck und Dreieck. |
xy

29.01.2026, 19:05
@ Eierschale
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Frequenzsteuerung |
» » » Hallo
» » »
» » » Da werfe ich mal den XR2206 in den Ring.
» » »
» » » Theo
» »
» » ja, sowas hier: https://www.ebay.de/itm/267533149740
»
» Naja, Ein- und Ausschaltzeiten sind hier nicht wählbar, nur Sinus,
» Rechteck und Dreieck.
Der TE wird sowieso schwer auf dem Holzweg sein. |
bigdie
29.01.2026, 19:29 (editiert von bigdie am 29.01.2026 um 20:41)
@ xy
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Frequenzsteuerung |
» » » » Hallo
» » » »
» » » » Da werfe ich mal den XR2206 in den Ring.
» » » »
» » » » Theo
» » »
» » » ja, sowas hier: https://www.ebay.de/itm/267533149740
» »
» » Naja, Ein- und Ausschaltzeiten sind hier nicht wählbar, nur Sinus,
» » Rechteck und Dreieck.
»
» Der TE wird sowieso schwer auf dem Holzweg sein.
Glaube ich auch, Langzeitstabil ist so eine Schaltung mit Kondensator sicherlich nur bedingt, aber das die Temperatur des 555 so einen Einfluss auf die Frequenz haben soll, kann ich kaum glauben. Da liegt sicher irgend wo anders etwas im Argen
EVTL mal ein besseres Poti nehmen |