Steffen
10.09.2010, 15:44 |
Platinenherstellung (Elektronik) |
Hallo,
Hab da mal ne Frage zum ätzn von Platinen.
Da ich nur ein wenig probieren will und auch nicht die Mittel für profesionelle Herstellung hab,wollt ich das Layout mit einem "Stift" auf die Platine zeichnen und den Rest wegätzen.
Was eignet sich dafür? Gibt es spezielle Stifte/Farben?
Geht das überhaupt?
Grüße Steffen |
x y
10.09.2010, 16:11
@ Steffen
|
Platinenherstellung |
» Da ich nur ein wenig probieren will und auch nicht die Mittel für
» profesionelle Herstellung hab,wollt ich das Layout mit einem "Stift" auf
» die Platine zeichnen und den Rest wegätzen.
» Was eignet sich dafür? Gibt es spezielle Stifte/Farben?
» Geht das überhaupt?
Das geht schon, und es werden sogar spezielle Stifte für den professionellen Bedarf angeboten (Dalo 33 PC, Dalo 2M professionell), aber es geht auch ganz gut mit Lackstiften aus dem Bürobedarf (Edding 750, 751, 780). Wichtig ist es den Lack wirklich gut trocknen zu lassen, sonst sind Ätzfehler vorprogammiert.
Andererseits ist es heutzutage kaum mehr ein Problem das photographisch zu machen. Als Belichtungsgerät eignet sich ein Gesichtsbräuner mit Leuchtstofflampen bestens, und die Vorlage lässt sich mit Laser- oder sogar Tintenstrahldrucker erstellen. Für Bastler ausreichende Software gibts sogar frei im Netz.
Lies dir am besten mal den entsprechenden Abschnitt in den dse-FAQ durch. |
Steffen
10.09.2010, 16:40
@ x y
|
Platinenherstellung |
» Das geht schon, und es werden sogar spezielle Stifte für den
» professionellen Bedarf angeboten (Dalo 33 PC, Dalo 2M professionell), aber
» es geht auch ganz gut mit Lackstiften aus dem Bürobedarf (Edding 750, 751,
» 780). Wichtig ist es den Lack wirklich gut trocknen zu lassen, sonst sind
» Ätzfehler vorprogammiert.
Ok, danke für den Tip. werd mir mal demnächst einen davon besorgen und probieren.
» Andererseits ist es heutzutage kaum mehr ein Problem das photographisch zu
» machen. Als Belichtungsgerät eignet sich ein Gesichtsbräuner mit
» Leuchtstofflampen bestens, und die Vorlage lässt sich mit Laser- oder
» sogar Tintenstrahldrucker erstellen. Für Bastler ausreichende Software
» gibts sogar frei im Netz.
Naja, zugegeben weiß ich es auch theoretisch wie es mit dem Drucken,Belichten u.s.w. geht, aber die "Belichtungsanlage" wollt ich mir erstmal sparen, und kosten-, zeitgünstig vom Lochraster umsteigen (testweise).
Hab mal von dieser Methode gehört und für mich ist das erstmal so einfacher.
» Lies dir am besten mal den entsprechenden Abschnitt in den dse-FAQ durch.
Besten Dank!
Grüße Steffen |
geralds

Wien, AT, 10.09.2010, 17:50 (editiert von geralds am 10.09.2010 um 17:57)
@ Steffen
|
Platinenherstellung |
Hallo Steffen,
Hier hast einen Bauplan für ein Belichtungsgerät:

Das hatte ich am Anfang mit einfachen Holz-Bastelzeugs
zusammengezimmert.
Die Arbeitszeit war so, bei allen vorhanden Teilen, eine gute Stunde.
2 UV-Röhren TL15W/05 von Philips. je 2 Röhrenfassungen - einzeln, keinen Balken, weil der Print drunter
gelegt wird.
2 Starter, 2 Drosseln, passend für die Röhrenleistung 15W oder mehr.
1 Netzschalter
- Nimm einfach die Innereien von 2 alten ausrangierten
Leuchtbalken (so 15--25 wattige) raus.
Hast sogar die Verdrahtung mit dabei, die du einfach wie beschrieben anordnest.
-- Die beiden Lampen werden so verdrahtet, dass kein Flimmern, subjektiv, entsteht.
Die Lampen sind einfach parallel geschaltet, nur gegensinnig verdrahtet montiert.
So löscht sich der subjektive Flimmereindruck gegenseitig auf.
- die Röhre der Schrift gemäß umdrehen hilft nicht, der Verdrahtungs"startpunkt" ist es,
-- wo der Strom zuerst reinkommt.
so in etwa:

--->> Genauer die Schaltung anschauen, ist nur symbolisch gezeigt.
Die Belichtungszeit hatte ich einfach in Sekunden gezählt.
--- Musst halt öfter ausprobieren, mit Abfallstückchen.
Die Glasplatte war übergroß, so dass ich die Folie
auf den Print drücken konnte.
Nimm eine dünnere glasklare Platte, und immer gereinigte,
damit keine Schlieren oder Glasmuster auf den Print übertragen werden.
Das Layout kannst mit dem Laserdrucker auf einer Overheadfolie ausdrucken.
Ich nahm eines von 3m - Libro.
Solches, welches für Laserdrucker geeignet ist, weil der Drucker ja heiß wird.
Damit die Folie formstabil bleibt.
Die bedruckte Fläche kommt auf den Print, das verhindert ein unter Kante Belichten.
Einzig:!!
Der Deckel schützt deine Augen! das war mir wichtig.
Die Hände sind leider wegen dem Glas Niederhalten unter UV-Strahlung ausgeliefert.
Das verschmerzte ich, weil die Stückzahl - Belichtungsanzahl per Tag ein mal bis
lediglch ein paar war. jeweils in zig Sekunden ~~~ 20 bis 30sec.
Du musst eben die Glasplatte niederdrücken, damit Konturen-Kanten schön scharf bleiben.
Tja, für ein paar Stück, Hobby-Prints war das eine tolle Lösung.
Das ganze kostete mir ein paar Zehner-Kröten.
Das meiste, bis auf die Lampen fand ich in den Wühlkästchen.
Viel Spass
Grüße
Gerald -- ...und täglich grüßt der PC:
"Drück' ENTER! Feigling!" |
x y
10.09.2010, 18:34
@ geralds
|
Platinenherstellung |
» Hier hast einen Bauplan für ein Belichtungsgerät:
Gesichtsbräuner (eBay, Flohmarkt) und eine Glasscheibe drüber tuts völlig. |
frick
11.09.2010, 13:00
@ Steffen
|
Platinenherstellung |
» Drucken,Belichten u.s.w. geht, aber die "Belichtungsanlage" wollt ich mir
» erstmal sparen, und kosten-, zeitgünstig vom Lochraster umsteigen
» (testweise).
Du hast auf jeden Fall irgendwo eine Tischlampe stehen (z.B. Halogen, 50W). So, im Abstand von 20 cm dauerts ca. 45 min. Das Ergebnis ist super, und du hast dir die "Belichtungsanlage" gespart...
Gruß
frick |
ElektroNick
11.09.2010, 13:27
@ frick
|
Platinenherstellung |
» Du hast auf jeden Fall irgendwo eine Tischlampe stehen (z.B. Halogen,
» 50W). So, im Abstand von 20 cm dauerts ca. 45 min. Das Ergebnis ist super,
» und du hast dir die "Belichtungsanlage" gespart...
Ich belichte mit einem Scheinwerfer für Hobbyfilmer (1000W) 30cm, 90 Sekunden. Klappt seit Jahren bestens 
Man muss nur immer die gleichen Verhältnisse haben. Egal ob Bauscheinwerfer oder Tischlampe, dann klappt es auch immer.
Geht sogar mit der Sonne, nur scheint die nicht immer gleich, deshalb eher ne Glückssache 
lg, Nick |
schaerer

Kanton Zürich (Schweiz), 11.09.2010, 17:57
@ ElektroNick
|
Platinenherstellung |
» » Du hast auf jeden Fall irgendwo eine Tischlampe stehen (z.B. Halogen,
» » 50W). So, im Abstand von 20 cm dauerts ca. 45 min. Das Ergebnis ist
» super,
» » und du hast dir die "Belichtungsanlage" gespart...
»
»
» Ich belichte mit einem Scheinwerfer für Hobbyfilmer (1000W) 30cm, 90
» Sekunden. Klappt seit Jahren bestens 
Mit so einer Lampe, mit einer gewissen Richtchrakteristik, hat man auf eine gewisse Distanz eine recht gute Punktlichtquelle. Der Vorteil dieser Beleuchtung gegenüber einer Flächenlichtquelle, wie dies mit UV-Leuchtstoffröhren zutrifft, Film und Print muss nicht unbedingt Schicht auf Schicht sein und es gibt noch immer scharfe Leiterbahnbilder, ausser wenn diese natürlich sehr dünn sind.
Es gibt übrigens von Philips auch UV-Scheinwerfer-Lampen mit ganz normalem Edison-Sockel. So eine Lampe habe ich anfangs der 1970er in einem selbstgebastelten Gerät benutzt mit einstellbarem Timer mit einer Kaltkathodenröhre (GR16), bis es dann die ersten doppelseitigen Belichtungsmaschinen mit Vakuumansaugfolie gab. Aber privat ist das auch noch heute zu teuer.
» Man muss nur immer die gleichen Verhältnisse haben. Egal ob
» Bauscheinwerfer oder Tischlampe, dann klappt es auch immer.
» Geht sogar mit der Sonne, nur scheint die nicht immer gleich, deshalb eher
» ne Glückssache 
Wenn die Sonne gerade im Sonnenfleckenmaximum (alle 11 Jahre) ist, ist die Belichtungszeit ein klein bisschen kürzer.
(Bevor man darauf antwortet, bitte die Smily achten!) -- Gruss
Thomas
Buch von Patrick Schnabel und mir zum Timer-IC NE555 und LMC555:
https://tinyurl.com/zjshz4h9
Mein Buch zum Operations- u. Instrumentationsverstärker:
https://tinyurl.com/fumtu5z9 |
Harald Wilhelms

11.09.2010, 19:05 (editiert von Harald Wilhelms am 12.09.2010 um 15:00)
@ schaerer
|
Ot: Flecken |
» Wenn die Sonne gerade im Sonnenfleckenmaximum (alle 11 Jahre) ist,
gibts Flecken auf der Platine.
Gruss
Harald |
Gast
11.09.2010, 19:25
@ Harald Wilhelms
|
Flecken |
» » Wenn die Sonne gerade im Sonnenfleckenmaximum (alle 11 Jahre) ist,
»
» gibts Flecken auf der Platine.
... und in deiner Unterhose  |
schaerer

Kanton Zürich (Schweiz), 11.09.2010, 19:26
@ Harald Wilhelms
|
Flecken |
» » Wenn die Sonne gerade im Sonnenfleckenmaximum (alle 11 Jahre) ist,
»
» gibts Flecken auf der Platine.
» Gruss
» Harald
Ja Harald, genau solche Flecken sieht man, wenn man an einem Samstag abend zu viel

trinkt. PROST!  -- Gruss
Thomas
Buch von Patrick Schnabel und mir zum Timer-IC NE555 und LMC555:
https://tinyurl.com/zjshz4h9
Mein Buch zum Operations- u. Instrumentationsverstärker:
https://tinyurl.com/fumtu5z9 |
schaerer

Kanton Zürich (Schweiz), 11.09.2010, 19:34
@ Gast
|
Flecken und Unterhosen-Wissenschaft |
» » » Wenn die Sonne gerade im Sonnenfleckenmaximum (alle 11 Jahre) ist,
» »
» » gibts Flecken auf der Platine.
»
» ... und in deiner Unterhose 
Und wie ist das mit der Unterhose? Ist das wie auf der Sonne und die Flecken sind kälter als der Rest der Sonnenoberfläche, - in dem Fall Unterhosenstoffoberfläche?
Wahnsinnig schwierige Frage, ich weiss...  -- Gruss
Thomas
Buch von Patrick Schnabel und mir zum Timer-IC NE555 und LMC555:
https://tinyurl.com/zjshz4h9
Mein Buch zum Operations- u. Instrumentationsverstärker:
https://tinyurl.com/fumtu5z9 |
geralds

Wien, AT, 11.09.2010, 19:46 (editiert von geralds am 11.09.2010 um 19:48)
@ Harald Wilhelms
|
Flecken |
» » Wenn die Sonne gerade im Sonnenfleckenmaximum (alle 11 Jahre) ist,
»
» gibts Flecken auf der Platine.
» Gruss
» Harald
---
WER war das? Wer hat diese Flecken in den Print gemacht?

(Quelle)
http://www.weltderphysik.de/de/4245.php?ni=1466&pi=2254
Grüße
Gerald
--- -- ...und täglich grüßt der PC:
"Drück' ENTER! Feigling!" |
hws

59425 Unna, 12.09.2010, 01:25
@ Harald Wilhelms
|
Boa, seid ihr wieder off-Topic .. |
» gibts Flecken auf der Platine.
Ob der TE das mit Flecken und Unterhosen (fast hätte ich Unterhoden geschrieben) wirklich wissen wollte .. ?
hws |
geralds

Wien, AT, 12.09.2010, 01:30
@ hws
|
Boa, seid ihr wieder off-Topic .. |
» » gibts Flecken auf der Platine.
»
» Ob der TE das mit Flecken und Unterhosen (fast hätte ich Unterhoden
» geschrieben) wirklich wissen wollte .. ?
»
» hws
---
Na... ähm ja! ...
Kann schon sein.
Vielleicht war das genau das, was er an Rat brauchte..
gerald
--- -- ...und täglich grüßt der PC:
"Drück' ENTER! Feigling!" |
schaerer

Kanton Zürich (Schweiz), 12.09.2010, 12:10
@ hws
|
OT: OT-Nobelpreis gefordert! |
» » gibts Flecken auf der Platine.
»
» Ob der TE das mit Flecken und Unterhosen (fast hätte ich Unterhoden
» geschrieben) wirklich wissen wollte .. ?
Nicht unbedingt. Aber um solche nicht zu vernachlässigende Probleme zu umschiffen, kam es zur segenreichen Erfindung des "OUT OF TOPPIC".
Und das geht ganz einfach so. Man schreibt ganz am Anfang der Subject-Zeile 'OT:'.
So weiss der geneigte Leser sogleich, ob er sich dem neuen Thema durch Nichtlesen entziehen will oder nicht.
Ich finde, der OT-Erfinder hat den Nobelpreis verdient!
Zurück zum Thema: Der ELKO-Harald hat mit dem OT-Thema begonnen. Er hätte per Default also die wohlwollende Pflicht gehabt 'OT:' bei Zeilenbeginn hinzuschreiben.
Es stellt sich jetzt die Frage, ob das schlimm ist was der ELKO-Harald getan hat? Ich denke nicht, weil schon der gewählte Titel erahnen lässt, dass die Abweichung vom ursprünglichen Thema enorm ist. -- Gruss
Thomas
Buch von Patrick Schnabel und mir zum Timer-IC NE555 und LMC555:
https://tinyurl.com/zjshz4h9
Mein Buch zum Operations- u. Instrumentationsverstärker:
https://tinyurl.com/fumtu5z9 |