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Jan-Hendrik

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07.09.2010,
18:08
 

Spannungsverstärkung (Elektronik)

Hallo,
ich habe einen Analog-Multiplizierer AD 633, der so beschaltet ist, dass an seinem Ausgang eine sinusförmige 50 Hz Wechselspannung mit 0 bis 5 Veff ansteht (je nach Eingangssignalen). Diese soll mit einem speziellen Messgerät (hochohmiger Spannungseingang)gemessen werden.

Um den Messbereich des darin verbauten A/D-Wandlers besser auszunutzen, sollte die Ausgangsspannung des AD 633 auf ca. 0 bis 50 Veff transformiert werden und dann erst auf das Messgerät geführt werden.
Wie führe ich diese Wandlung sinnvollerweise durch?
(Als Versorgungsspannung stehen +-12V zur Verfügung. Es muss kaum Leistung übertragen werden.)

Vielen Dank für eure Antworten

Jan-Hendrik

hws(R)

E-Mail

59425 Unna,
07.09.2010,
18:59

@ Jan-Hendrik

Spannungsverstärkung

» Um den Messbereich des darin verbauten A/D-Wandlers besser auszunutzen,
» sollte die Ausgangsspannung des AD 633 auf ca. 0 bis 50 Veff transformiert
» werden und dann erst auf das Messgerät geführt werden.
» Wie führe ich diese Wandlung sinnvollerweise durch?

gar nicht.
Mit +-12V Versorgung kriegst du das nicht hin.
Und wenn du nen einfachen Trafo nimmst, versaust du dir die Genauigkeit - kannst dann besser gleich bei 5V bleiben.

Warum soll denn ein spezielles und hochohmiges Meßgerät genommen werden? Zitat aus dem Datenblatt:
"The low impedance output voltage is a nominal 10 V full scale provided by a .."

Also niederohmiger Ausgang ..
Jedes 5Euro Baumarkt Multimeter geht. (OK wenn's kein Sinus ist, sollte man zu einem etwas besseren Modell mit True-RMS greifen. Aber in dem Fall brächte ein Trafo noch mehr Probleme.)

Da gabs doch schonmal so eine elende Rumeierei mit einer Strommessung und Multiplizierer. Geht's wieder darum?
Dann scheint ja zumindest die Meßwerterfassung in trockenen Tücherns zu sein.

hws

Jan-Hendrik

07.09.2010,
19:08

@ hws

Spannungsverstärkung

Hallo hws,
da es ja mit OPV oder ähnlich nicht geht wegen der begrenzten Versorgungsspannung, dachte ich an einen Übertrager, der ja extra zur sauberen Signalübertragung gedacht ist, weiß aber leider nicht, was da geeignet ist.

Das Ganze muss auch nicht unbedingt mit Sachen aus der Grabbelkiste (alte Netztrafos oder so) realisierbar sein.

Vom "speziellen Messgerät" habe ich nur geschrieben, damit klar ist, dass ich am verwendeten Messgerät nichts ändern kann, da es sich um ein ganzes Messsystem handelt.

Mit Rumeierei und Strommessung hat das ganze nichts zu tun.
Grüße
Jan-Hendrik

hws(R)

E-Mail

59425 Unna,
07.09.2010,
19:45

@ Jan-Hendrik

Spannungsverstärkung

» ... dachte ich an einen Übertrager, der ja extra zur sauberen Signalübertragung gedacht ist

Mit Genauigkeitsanforderungen im NF Verstärkerbereich. Aber du willst "messen". Auch im NF Bereich vermeidet man inzwischen nach Möglichkeit Übertrager.

» Vom "speziellen Messgerät" habe ich nur geschrieben, damit klar ist, dass
» ich am verwendeten Messgerät nichts ändern kann, da es sich um ein ganzes
» Messsystem handelt.

Und da kann man den Messbereich nicht umschalten? Ein Messsystem, das als kleinsten Bereich 50V Endausschlag hat?

» Mit Rumeierei und Strommessung hat das ganze nichts zu tun.

Warst du das nicht, der vor längerer Zeit ne Lösung zur Strommessung suchte?

hws

Hartwig(R)

07.09.2010,
22:42
(editiert von Hartwig
am 08.09.2010 um 08:16)


@ Jan-Hendrik

Spannungsverstärkung

Hallo,

Da gibt es einige Möglichkeiten:

1) Trafo - siehe Kommentar von HWS....

2) Standard-OPV mit diskreten Bauelementen zum Leistungsverstärker ausbauen. Billig, aber braucht etwas Erfahrung.

3) Leistungs-OPVs einsetzen. Der LM4702 kann z. b. +/- 50V (reicht Dir nicht, du bräuchtest eher +/- 100V), ansonsten schau Dir die Apex-Series von Cirrus an (www.cirrus.com). Letztere dürften allerdings preislich im zweistelligen €-Bereich liegen.

4) Wenn Du zu den Leuten gehörst, die Ihre Wohnung mit einer 500W Surroundanlage heizen, dann nehm den Verstärker. Wenn der echte 500W an 5 Ohm bringt, sollte der Spannungshub reichen, 250W tun's vielleicht auch, weil Du ja keine Last ranhängst. Außerdem tolle Möglichkeiten zur Meßwertverfälschung mit der Klangregelung.

5) BOP von Kepco. Ist ein leistungs-OPV im Gehäuse, geht auch als bipolares Netzgerät. Kostet nur. Bei industriemäßiger Rechnung für Laborzwecke wahrscheinlich aber die preiswerteste Lösung.

6) geht auch etwas billiger: TOE 7606 (?) von Toellner - ein Verstärker, der als Booster für Funktionsgeneratoren gedacht ist.

edit: tja, die +/- 12V als Versorgung...also die Lösungen 2) und 3) - da kommst Du nur mit Spannungswandlern hin. Das ist alles viel Aufwand. Sprich mal mit dem Trafowickler Deines Vertrauens, vielleicht kann der was bauen, was Deinen Anforderungen entspricht. Als Vorversuch ginge evtl. die Nr. 516104 - 62 von Conrad, das ist ein 100V-NF Übertrager. Von den Übersetzungsverhältnissen könnte das gehen. Da gibt es aber keine Angaben zur fu, und den mit dem AD633 zu treiben, könnte auch knapp werden (naja, fast unbelastet). da gibt's noch nen 1:10 von Conrad, aber der ist nicht für Deinen Spannungsbereich ausgelegt.


Viele Grüße
Hartwig

Jan-Hendrik

08.09.2010,
15:55

@ hws

Spannungsverstärkung

Das Messgerät hat sogar einen Messbereichsendwert von 900 V, da es für Messungen in Energienetzen gedacht ist. Wenn ich den Messbereich umstellen könnte, müsste ich diesen ganzen Aufwand nicht treiben.
Ich war bisher zur Strommessung mit meinem Multimeter ganz zufrieden :-)