Patrick
11.01.2010, 11:10 |
Multiplexer (Elektronik) |
Hallo liebe Forengemeinde,
ich habe ein Problem bei dem ich hoffe, dass ihr mir weiter helfen könnt.
Ich habe einen Stimulationsgenerator (batteriebetrieben) der biphasische Stimulationspulse über ein Kabel an eine Elektrode mit 16 Kontakten ausgibt. Die Verbindung zwischen Stimulationsgenerator und Elektrode sollte jedoch möglichst dünn/klein (<5 Leitungen) sein, also nicht 16 verschiedene Leitungen enthalten. Wie kann ich dies realisieren?
Ich habe etwas rumgeforscht und bin auf Mux/Demux gestoßen. Ich müsste ja dann einen Multiplexer am Stimulationsgenerator verwenden um von 16 auf 1-4 Leitungen die Signale weiter zu geben. Vor der Elektrode müsste ich ja dann einen Demultiplexer schalten, oder?
1. Wie realisieren ich dies am besten?
2. Welche Bauteile verwende ich am besten? Vielleicht diesen, nur welchen Demux müsste ich dann verwenden? http://www.datasheetcatalog.org/datasheet/analogdevices/54632885ADG706_7_a.pdf
3. Ist es überhaupt möglich, dass ein biphasisches analoges Signal verwendet werden kann, oder kann ein Multiplexer nur konstante Signale schalten?
4. Die Betriebsspannung des Bauteils sollte möglichst gering sein, da der Aufbau Batteriebetriben ist.
Ich danke euch jetzt schon einmal für eure Hilfe. Bin leider neu in dem Gebiet der Multiplexer.
Schönen Gruß
Patrick |
el-haber
11.01.2010, 11:25
@ Patrick
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Multiplexer |
Hi,
sollte mit CMOS-4016 oder 4066 auch gehen.
Allerdings kenne ich die Pegel Deiner Stimulationsimpulse nicht. Das könne noch ein Problem sein, wenn diese außerhalb der Betriebsparameter der CMOS-IC's sind.
Ansonsten die 6 Treiberkanäle mit eigener Steuerung aufbauen.
CU
St. |
Theo

Düsseldorf, 11.01.2010, 11:31
@ Patrick
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Multiplexer |
» eine Elektrode mit 16 Kontakten
»
Hallo
Ist es sicher, dass jeder der 16 Kontakte eine einzelne Leitung braucht, so wie du das geschrieben hast, könnte es auch sein, dass es sich um eine Elektrode handelt an der alle 16 Kontakte zusammengeschaltet sind. Dann brauchtest du nur 2 Drähte.
Theo |
Patrick
11.01.2010, 11:46
@ Theo
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Multiplexer |
Hallo und danke für die schnellen Antworten,
die 16 Kontakte der Elektrode können einzeln von dem Stimulationsgerät angesteuert werden, sind also nicht zusammengeschaltet.
Die biphasischen Stimulationspulse sind ladungsbalanciert und können eine Amplitude von 0,2-3V besitzen. Ich denke deshalb wird der CMOS-4016 leider wegfallen. |
Theo

Düsseldorf, 11.01.2010, 12:53
@ Patrick
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Multiplexer |
Hallo
Dann könnte man den 4066 verwenden. Schalte mal einen 90 Ohm Widerstand in eine der 16 Leitungen, und sieh dir an, ob das Signal beeinflusst wird. Wenn nicht, könntest du den 4066 verwenden.
Theo
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flash
11.01.2010, 13:14
@ Patrick
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Multiplexer |
sicherlich kann man Mux'en, aber du musst auch bedenken das du nur ein Sechzentel deiner Funktion pro Zeiteinheit überträgst. das heist deine Kuven werden ziemlich zerhackt wenn du sie nicht noch Integrierst.
mfg Flash |
el-haber
11.01.2010, 13:20
@ Patrick
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Multiplexer |
Hi,
wenn ich Dich richtig verstehe, dann willst Du aus den 16 Leitungen vom Stimulationsgerät mit möglichst wenig Leitungen zu einem Objekt gehen und dort wieder 16 Leitungen mit dem originalen Signal erhalten.
Werden diese 16 Signale am Objekt gleichzeitig gebraucht oder sind nur immer Gruppen von Signalen aktiv?
Im wenigsten sind es immer 2, die zusammengehören, was durch die bivalenten Signale ausgedrückt wird.
Bei den Multiplex-Techniken hast Du den Nachteil, daß Du Steuersignale und Master-Stimuli-Signale in Deinem Kabel führst. Für 16 Signale bei vollem Freiheitsgrad sind das 4-Leitungen für die Auswahl , das Signal und eine Erde / 5V-Versorgung. Wenn es 4 Signale sein sollen, dann brauchst Du bereits 4x4-Auswahlleitungen, 4 Signale und Erde/Versorgung. Da ist dann an Kabeln und Leitungen nichts gewonnen.
Wenn die Steuerleitung aus einem seriellen System besteht, dann kann ein Mikroprozessor mit 4x4Kanälen am Ausgang die 4x16Schalter gegen die 4 Mastersignale steuern. In so einem Fall hat das Kabel nur noch 7-8 Leitungen aber der Verteiler-Kopf ist wesentlich aufwändiger.
Bleibt dann noch das Problem der zerhackten Stimuli, wenn mehr als 2 Paare gleichzeitig am Objekt betrieben werden sollen.
CU
St. |
Patrick
11.01.2010, 16:38
@ Patrick
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Multiplexer |
Hmm, das hört sich ja doch problematischer an, als ich dachte. Wie könnte man es denn sonst noch sinnvoll realisieren außer mit einem mux oder µC? ich möchte halt auf jedenfall, dass das Verbindungskabel zwischen Generator und Elektrode möglichst dünn ist. Danke auf jedenfall schon einmal für eure Hilfen |
Flash
11.01.2010, 17:12
@ Patrick
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Multiplexer |
was hast du denn grundsätzlich vor? vieleicht kann man ja eine andere Lösung finden.
wenn du keine sehr großen entfernungen überbrücken möchtest ist das kabel, so steif und so dick es auch ist, immer noch die beste alternative.
sampeln und als digitales signal muxen wäre auch eine Variante, aber ob der Aufwand lohnt?
mfg Flash |
hws

59425 Unna, 11.01.2010, 22:00
@ Patrick
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geht (vermutlich) nicht .. |
» ...einen Stimulationsgenerator .. Verbindung.. möglichst dünn/klein.
Geht (vermutlich) nicht, zumindest mit deinen Kenntnissen.
Technisch kann man sogar ganz ohne Kabelverbindung auskommen. Datensignal als auch Energie drahtlos bis zu 1m übertragen.
Siehe Markt und Technik, Heft 50 oder www.ti.com.epic@ti.com
- WENN mans kann ..
hws |
Harald Wilhelms

12.01.2010, 12:40
@ Patrick
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Multiplexer |
» Hmm, das hört sich ja doch problematischer an, als ich dachte. Wie könnte
» man es denn sonst noch sinnvoll realisieren außer mit einem mux oder µC?
» ich möchte halt auf jedenfall, dass das Verbindungskabel zwischen
» Generator und Elektrode möglichst dünn ist. Danke auf jedenfall schon
» einmal für eure Hilfen
Einfach ein dünneres Kabel nehmen. Wenn Du da nichts
im Netz findest, kannst Du auch 16 mal Kupferlackdraht
mit 0,1 mm Dicke miteinander verdrillen. Das dürfte
dann dünner als 1mm sein.
Gruss
Harald |