BC548C
C:Windows, 03.01.2010, 18:08 |
Oszillator (Elektronik) |
Hallo,
lang ist es her, da fand ich auf einer sehr interessanten Seite einen Schaltplan zu einem Oszillator von 88-100MHz. Die Trägerfrequenz konnte mit einem alten Kohlemikrofon frequenzmoduliert werden. Leider gibt es die Seite nicht mehr da AOL Hometown seinen Betrieb eingestellt hat.
Klar, in Deutschland ist es verboten solche Sender zu betreiben, aber da die Reichweite nicht grösser als 1 Km ist und ich am Arsch der Welt wohne, juckt das Niemand wenn ich kruz damit prüfe und messe, schliesslich handelt es sich hier um einen reinen Testsender.
Nun, kann mir jmd. sagen um was für eine Art Oszillator es sich hierbei handelt, sowas hab ich noch nie gesehen. Ausserdem hat die Schaltung vor Jahren bereits einmal funktioniert, dummerweise jetzt nicht mehr. Ist die Anordnung der Bauteile von Bedeutung (dass bei HF-Geschichten die Drahtführung so kurz wie möglich sein sollte ist klar...)?
Hat evtl. jmd. Verbesserungsvörschlage, damit die Schaltung sicher funktioniert? Dabei ist anzumerken, dass ich nicht mehr wie einen Transistor verwenden möchte, da mir die Einfachkeit sehr wichtig ist.
Die Spule ist eine Luftspule aus normalem Schaltdraht. Durchmesser beträgt 5mm.
Zum Glück habe ich mir damals den Schaltplan abgezeichnet, er befindet sich im Anhang.
Viele Grüße
BC548C
 |
Harald Wilhelms

03.01.2010, 18:35 (editiert von Harald Wilhelms am 03.01.2010 um 18:47)
@ BC548C
|
Oszillator |
» Schaltplan zu einem Oszillator von 88-100MHz. Die Trägerfrequenz konnte
» mit einem alten Kohlemikrofon frequenzmoduliert werden. » Klar, in Deutschland ist es verboten solche Sender zu betreiben, aber da
» die Reichweite nicht grösser als 1 Km ist
Ein weitverbreiteter Irrtum: "Reichweite ergibt sich
immer aus Sender u n d Empfänger. Jeder Amateur-
funker kann Dir bestätigen, das man mit wenigen mW
um die halbe Welt funken kann. Und die Prüf-
empfänger der Bundesnetzagentur (Früher RegTP oder
"Post" sind ganz schön empfindlich.
» und ich am Arsch der Welt wohne,
» juckt das Niemand wenn ich kruz damit prüfe und messe, schliesslich handelt
» es sich hier um einen reinen Testsender.
Andererseits dürfen Prüf- oder Testsender im Rahmen
der entsprechenden Bestimmungen natürlich betrieben
werden. Ausserdem sind normale UKW-Sender zur
Musikübertragung über kurze Entfernungen inzwischen
auch zugelassen und überall käuflich zu erwerben.
» Nun, kann mir jmd. sagen um was für eine Art Oszillator es sich hierbei
» handelt, sowas hab ich noch nie gesehen.
Dann hast Du aber noch nicht viel gesehen.
Für mich sieht das wie eine ganz normaler Hartley-
Schaltung aus (siehe Wikepedia).
» Ausserdem hat die Schaltung vor
» Jahren bereits einmal funktioniert, dummerweise jetzt nicht mehr. Ist die
» Anordnung der Bauteile von Bedeutung (dass bei HF-Geschichten die
» Drahtführung so kurz wie möglich sein sollte ist klar...)?
» Hat evtl. jmd. Verbesserungsvörschlage, damit die Schaltung sicher
» funktioniert?
Vielleicht ist es ja das Kohlemikrofon, welches
einmal auf den Tisch geklopft werden muss.
» Dabei ist anzumerken, dass ich nicht mehr wie einen
» Transistor verwenden möchte, da mir die Einfachkeit sehr wichtig ist.
Oftmals ist eine Schaltung z.B. mit einem IC
wesentlich einfacher als eine Schaltung mit nur einem
Transistor. Ich würde heute auch keinen UKW-Sender
mehr selbstbauen, da die erwähnten Fertigsender
ja leicht und billig erhältlich sind. An Deiner
Schaltung würde mich auch schon das völlig veraltete
Kohlemikrofon stören. Es gibt da wesentlich bessere
Schaltungen im Netz. Du brauchst nur mal Dein Google
anwerfen...
Gruss
Harald |
BC548C
C:Windows, 03.01.2010, 19:25
@ Harald Wilhelms
|
Oszillator |
Hallo,
Vielen Dank! Ja, was Funktechnik angeht, habe ich manchmal Probleme...in anderen Elektronischen gebieten nicht. Natürlich habe ich schon andere Sende gefunden bzw. gebaut. Allerdings waren die einfachen immer mir NPNs. Dieser hier ist mit einem FET, ich habe gelesen der Wirkungsgrad sei höher. Ausserdem ärgert mich die Tatsache, dass das was schonmal funktionierte nicht mehr tut 
Viele Grüße
BC548C |
el-haber
03.01.2010, 23:36
@ BC548C
|
Oszillator |
Hi,
das mit dem Fet hast Du ja schon selber bemerkt.
Beim BF245 gibt es auch 3 verschiedene Typen - schau mal bei www.datasheetcatalog.com nach, welcher für die höchste Grenzfrequenz geeignet ist.
Auch die Pin's sind von Bedeutung und bei den Fet's anders als bei den NPN-Typen.
Schließlich könnte es auch sein, daß deine alte Schaltung eine schlechte Lötstelle hat, die jetzt endgültig gebrochen ist. (Trübes amorphes aussehen kann bei HF schon zu Problemen führen.).
Die Verdrahtung ist wichtig - die Spule ist langgestreckt und hat nach der unteren Windung die Anzapfung. es sind auf keinen Fall 2 Spulen!!
Cu
St |
BC548C
C:Windows, 04.01.2010, 01:28
@ el-haber
|
Oszillator |
Hallo,
dass das eine Spule ist weiss ich schon, nur wusste ich nicht wie ich das anders Zeichnen sollte. Die Schaltung habe ich nicht auf einer Platine, sonern nur damals kurz auf einem Bread-Board aufgebaut. Pinbelegung usw. hab ich beachtet. Kann mir noch einer genaue Tipps zum Bau der Spule nennen?
Danke.
Viele Grüße
BC548C |
BC548C
C:Windows, 04.01.2010, 16:47
@ BC548C
|
Oszillator |
EDIT:
Hier ist noch ein Sender, allerdings mit einem NPN. Das funktioniert gut, nur ein Problem gibt es: Wenn ich im Raum herum gehe ist der Sender oft nicht mehr zu hören.
Seite dazu gibt's keine, ich habe einen Oszillator Schaltplan verwendet, den ich so modifiziert habe, dass er im UKW-Bereich sendet, und der Träger frequenzmoduliert werden kann.
Wo sollte ich da eine Antenne anschliessen? Die Spule hat 4 Wdg. mit 5mm Durchmesser. Die Frequenz wird durch biegen an der Spule verstellt. Obwohl der BC547 nur bis 100 MHz funktionieren sollte (lt. Datenbaltt) tut das ganze auch auf 105,3 MHz noch sehr gut.
Irgendeiner ne Idee wie ich das Problem mit dem herum gehen lösen könnte?
LG
BC548C
 |
Jüwü

Würzburg, 05.01.2010, 10:28
@ BC548C
|
Oszillator |
Die Spule L1 bildet mit den Kondensatoren C5, C6 einen elektrischen Schwingkreis, der mit dem einstellbaren
Kondensator C5 auf Frequenzen im Bereich von 80..110MHz (UKW) gestimmt werden kann. Zur Erzeugung
einer ungedämpften Schwingung wird der Schwingkreis durch den Transistor T1 aktiv rückgekoppelt. T1 wirkt
für hohe Frequenzen als Basisschaltung, da sein Basispotential über den Kondensator C3 wechselspannungsmäßig
auf Masse liegt.
Die Frequenzmodulation des Schwingkreises erfolgt über die Sperrschichtkapazität Cc der Basis-Kollektor-Diode
von T1, welche über C2 parallel zum Schwingkreis geschaltet ist und dadurch dessen Frequenz leicht verstimmt.
Da Cc wiederum von der Basis-Kollektor-Spannung an T1 abhängt, kann die Frequenz des Schwingkreises in
gewissem Umfang über das Basispotential von T1 gesteuert werden.
Das Audio-Eingangssignal wird über C1 eingekoppelt, mit R3 kann der Pegel des Eingangssignals abgesenkt
werden, falls T1 übersteuert.
Der Arbeitspunkt von T1 wird durch die Widerstände R4 bis R6 eingestellt. Der Trimmer R5 dient dabei zur
Feineinregulierung der Schwingungsfrequenz.
 |
BC548C
C:Windows, 05.01.2010, 11:05
@ Jüwü
|
Oszillator |
Hi,
Danke, das ist auch eine sehr schöne und einfache Schaltung! Die werde ich heut mal aufbauen. Mal sehen, ob diese Schaltung auch beeinflusst wird wenn ich herum gehe.
LG
BC548C |
BC548C
C:Windows, 01.02.2010, 20:48
@ BC548C
|
Oszillator |
Hallo,
um das Thema hier nocheinmal auszugraben:
ich habe hier noch eine Schaltung gefunden:
http://www.sentex.ca/~mec1995/circ/fmt2.htm
In dem Text steht der Aufbau sei nicht kritisch, kann ich das also auf einem Steckbrett aufbauen? Wenn nicht, und ich möchte die Schaltung auf Lochraster, muss ich die Anordnung der Teile beachten?
Danke!
MfG BC548C |
el-haber
02.02.2010, 09:58
@ BC548C
|
Oszillator |
Steckbretter eignen sich nach meiner Erfahrung nur bis ca. 40MHz ( da schon eingeschränkt mit exakter anliegender Kabelführung). Die Boards haben einfach zu große Kapazitäten zwischen den Klemmreihen.
Der Aufbau selber kann sehr eng erfolgen und wird sicherlich besser, wenn Du ein paar Stützkondensatoren an den konstanten Punkten spendierst (Spannungsversorgung und Basis - bereits eingezeichnet).
Das Teil ist ein potentieller Minispion! Ich hoffe, daß das nur bei Dir im 'off' auftaucht.
Cu
St. |
BC548C
C:Windows, 02.02.2010, 22:10
@ el-haber
|
Oszillator |
Hi,
danke für die Antwort! Dann werde ich das wohl zusammenlöten. Ein Frage hätte ich noch: Ich habe hier noch eine Festinduktivität rumliegen (1µH). Könnte man nun einen Kondensator von 22nF parallel schalten (Schwingkreis) und damit einen Oszillator für MW bauen (etwa 1MHz)? Wenn ja, kann mir da jmd. eine Schaltung zeigen?
Danke schonmal.
MfG BC548C |
el-haber
03.02.2010, 11:22
@ BC548C
|
Oszillator |
Hi,
einfach den Schwingkreis an Masse anschließen - über einen Kondensator von ca. 100n vom Emitter speisen und über einen Kondensator von 100n an die Basis des Transistors anschließen. Die Basis kann über 220kOhm vom Emitter gespeist werden. Der Emitter wird mit 10k an +Ub gehängt.
Muß noch optimiert werden, ob die Dämpfung des Gsamtkreises so passt.
Alternative ist es, den Schwingkreis als selektiver Flußkreis vom Emitter zur Basis zu schalten - 2. Phasenschieber notwendig, da der Flußkreis (= Reihenschwingkreis nur 90Grad bei Resonanz) macht.
CU
St. |
BC548C
C:Windows, 03.02.2010, 17:07 (editiert von BC548C am 03.02.2010 um 17:18)
@ el-haber
|
Oszillator |
» Hi,
» einfach den Schwingkreis an Masse anschließen - über einen Kondensator von
» ca. 100n vom Emitter speisen und über einen Kondensator von 100n an die
» Basis des Transistors anschließen. Die Basis kann über 220kOhm vom Emitter
» gespeist werden. Der Emitter wird mit 10k an +Ub gehängt.
»
» Muß noch optimiert werden, ob die Dämpfung des Gsamtkreises so passt.
»
» Alternative ist es, den Schwingkreis als selektiver Flußkreis vom Emitter
» zur Basis zu schalten - 2. Phasenschieber notwendig, da der Flußkreis (=
» Reihenschwingkreis nur 90Grad bei Resonanz) macht.
»
» CU
» St.
Sorry, aber das hab ich jetzt nicht ganz verstanden
Könntest du mir da bitte einen Schaltplan zeichnen? Außerdem wäre es noch gut, wenn es in der Schaltung einen Punk gäbe, an der man ein NF-Signal einkoppeln kann, was bei AM denke ich mal nicht so schwer ist...
EDIT:

das hat mir grad noch ein Bekannter zukommen lassen. Kann ich den Schwingkreis auch mit meinen Teilen verändern? L=1µH, C=22nF
MfG BC548C |