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Geisler

30.12.2009,
01:38
 

OP Amp Noise (Elektronik)

Hallo, ich bin etwas m rumexperimentieren mit OPs und wollte fragen worauf man beim Design achten sollte, mehr oder weniger als Neueinsteiger.

Z.B. ist es ratsam bei Frequenzen zwischen 20k und 100k einen Ausgangs C(100pF) zu verwenden(zwichen OUT und GND) um Rauschen zu verringern, oder kann man den weklassen. Sollte man einen Elko an den Versorgungspins(z.B. 5V, -5V) verwenden und am besten noch parallel einen 100nF Kondensator um ebenfalls Rauschen zu verringern.

Ich habe keine bestimmte Absicht für eine bestimmte Funktion, möchte nur mal vernünftige TPs, APs um Rauschfrei und stabile Filter zu erreichen und bin grade noch an meinen Grenzen was das angeht. Muss man da noch andere Sachen beachten.

MFG

TrippleX

30.12.2009,
04:11

@ Geisler

OP Amp Noise

Das hängt von vielen Faktoren ab.

Bei guten OpAmps ist die CMMR PSRR so groß das sich
Störungen der Betriebsspannung oder Gleichtaktstörungen
im Eingang sehr gut unterdrückt werden.

Wirklich wichtig sind für Rauscharme Design auf Sachen
zu achten das die Quellwiderstände an den Eingängen
in etwa gleich groß sind, alles nicht so hochohmig
ausgelegt ist. ( Dadurch erhöht sich das Widerstandsrauschen)

Gleichzeitig sind auch die Freqeunzen für das rauschen
wichtig da sich das eigenrauschen Proportional zur
Freqeunz ändert.

Es gibt aber auch Ops die keine gleichen Quellwiderstände
haben wollen sondern alles so niedrig impendant wie
nur möglich ( OPA227 zum Beispiel ). Also ist
das Datenblatt sich einmal anschauen immer ganz Praktisch;)

Da gibts aber noch viel mehr Sachen die mach noch
aufzuählen könnte.

Harald Wilhelms(R)

E-Mail

30.12.2009,
12:45
(editiert von Harald Wilhelms
am 30.12.2009 um 14:46)


@ Geisler

OP Amp Noise

» Z.B. ist es ratsam bei Frequenzen zwischen 20k und 100k einen Ausgangs
» C(100pF) zu verwenden(zwichen OUT und GND) um Rauschen zu verringern,

Eher nicht, denn damit verringert man die Stabilität
des OPV.

» Sollte man einen Elko an den Versorgungspins(z.B.
» 5V, -5V) verwenden und am besten noch parallel einen 100nF Kondensator um
» ebenfalls Rauschen zu verringern.

Das Ist zwar oft zweckmässig, verringert aber nicht
das Rauschen.

» Ich habe keine bestimmte Absicht für eine bestimmte Funktion, möchte nur
» mal vernünftige TPs, APs um Rauschfrei

Für Rauscharmut muss man vieles beachten. Z.B. braucht
man je nach Quellimpedanz unterschiedliche OPV.
Einiges dazu findest Du übrigens in den DSE-FAQ.
Gruss
Harald
EDIT: Besonders gut hat mir zu diesem Thema
übrigens der Beitrag von Oliver Betz:
http://oliverbetz.de/rropv.htm
gefallen. Auch seine übrigen "Informationsschnipsel"
sind auf jeden Fall lesenswert.

schaerer(R)

Homepage E-Mail

Kanton Zürich (Schweiz),
30.12.2009,
13:56

@ Harald Wilhelms

OP Amp Noise

Hallo Harald !

» » Z.B. ist es ratsam bei Frequenzen zwischen 20k und 100k einen Ausgangs
» » C(100pF) zu verwenden(zwichen OUT und GND) um Rauschen zu verringern,
»
» Eher nicht, denn damit verringert man die Stabilität
» des OPV.
»
» » Sollte man einen Elko an den Versorgungspins(z.B.
» » 5V, -5V) verwenden und am besten noch parallel einen 100nF Kondensator
» um
» » ebenfalls Rauschen zu verringern.
»
» Das Ist zwar oft zweckmässig, verringert aber nicht
» das Rauschen.
»
» » Ich habe keine bestimmte Absicht für eine bestimmte Funktion, möchte
» nur
» » mal vernünftige TPs, APs um Rauschfrei
»
» Für Rauscharmut muss man vieles beachten. Z.B. braucht
» man je nach Quellimpedanz unterschiedliche OPV.

Generell: Bei relativ hochohmigen Quellen ist ein niedriger Rauschstrom wichtig, weil der in der Quellimpedanz eine zusaetzliche Rauschspannung erzeugt. Dafuer empfehlen sich meist Opamps mit CMOS- oder JFET-Eingängen.

Mit diesen Opamps kommt man aber nicht so weit runter mit der aequivalenten Eingangsrauschspannung, waehrend dafuer bipolare Opamps wesentlich besser sind. Solche eignen sich z.B. für dynamische Mikrophone (solche mit Spulen) mit einer Quellimpedanz von 600 Ohm oder weniger.

Und jetzt zu Dir HARALD! Herzlich willkommen zurueck im "harten Kern" des ELKO-Forum.

» Einiges dazu findest Du übrigens in den DSE-FAQ.

Richtig und von meiner Wenigkeit gibt's dazu auch noch was:
"Rauschdämpfung mit Tiefpassfilter"
http://www.elektronik-kompendium.de/public/schaerer/noise1.htm

--
Gruss
Thomas

Buch von Patrick Schnabel und mir zum Timer-IC NE555 und LMC555:
https://tinyurl.com/zjshz4h9
Mein Buch zum Operations- u. Instrumentationsverstärker:
https://tinyurl.com/fumtu5z9

Thomas Kuster

Homepage E-Mail

Rorschach (CH),
30.12.2009,
18:29

@ Geisler

OP Amp Noise

Hallo
das Problem des Rauschens in Operationsverstärkerschaltungen ist recht vielseitig und komplex.
Vielleicht hilft der folgende Fachartikel etwas weiter :

http://focus.ti.com/lit/an/sboa066a/sboa066a.pdf

Mit vielen freundlichen Grüssen Thomas Kuster

hws(R)

E-Mail

59425 Unna,
30.12.2009,
21:21

@ Geisler

OP Amp Noise

BIST du denn an der Stelle, wo Rauschen bei dir ein Problem darstellt? Welche Schaltung, welcher Anwendungszweck, welcher OP-Typ?

Wenn du noch über Elkos plus 100n keramisch in der Versorgungsspannung nachdenkst, dürfte das noch lange nicht soweit sein - oder du gehst nicht von Anfang an langsam vor. (ist eigentlich ein Problem bei allen IC's)

hws