Rainer

06.12.2009, 09:44 |
Leistungsregler/ Dreh-Poti defekt? (Bauelemente) |
Hi,
am Lötgerät meiner Freundin (sie ist Goldschmiedin) ist offenbar das Leistungsregler defekt. Das Gerät hat ein Dreh-Poti, dass aber nicht mehr reagiert. Es "fährt" immer Volllast, auch wenn der Drehschalter "ausgeschaltet" ist (Rasten in "Aus-Position" ist deutlich spürbar).
Da ich vermute, dass dieser Regler das Problem ist, würde ich diesen gerne ersetzen. Das Teil ist mit 100KA beschriftet.
Kann mir jemand bitte einen Reichelt/Conrad Link posten? Wie sind die 5 Klemmen am Poti zu belegen?
Danke & Gruß
Rainer |
geralds

Wien, AT, 06.12.2009, 10:03 (editiert von geralds am 06.12.2009 um 10:05)
@ Rainer
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Leistungsregler/ Dreh-Poti defekt? |
» Hi,
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» am Lötgerät meiner Freundin (sie ist Goldschmiedin) ist offenbar das
» Leistungsregler defekt. Das Gerät hat ein Dreh-Poti, dass aber nicht mehr
» reagiert. Es "fährt" immer Volllast, auch wenn der Drehschalter
» "ausgeschaltet" ist (Rasten in "Aus-Position" ist deutlich spürbar).
» Da ich vermute, dass dieser Regler das Problem ist, würde ich diesen gerne
» ersetzen. Das Teil ist mit 100KA beschriftet.
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» Kann mir jemand bitte einen Reichelt/Conrad Link posten? Wie sind die 5
» Klemmen am Poti zu belegen?
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» Danke & Gruß
» Rainer
---
Hallo Rainer,
Ohne das Orakel jetzt fragen zu müssen, weil ich das Gerät nicht kenne,
verfolge doch die Verdrahtung im Gerät.
Zeichne sie vom Aufbau heraus ab, dann hast den Schaltplan dazu.
Ein Poti mit Schalter - ok, in deinem Fall die Versorgung einschaltend,
ist üblich so verdrahtet, dass die zwei Pins vom Schalter beim Netzteil angelötet werden,
und das Poti himself die drei Pins, werden so angelötet, dass wenn du
- die Achse ansehend und die Anschlüße unten sind - nach links gedreht,
die Leistung(Spannung, was auch immer) klein oder aus ist.
Nach rechts gedreht auf maximum.
Diese drei Anschlüße musst du in dem Gerät mit dem jetzigen Aufbau verfolgen,
und mit dem neuen Poti erneuern.
Mit einem Ohmmeter kannst auch den Poti-Anschlag ermitteln.
Beim Standard Poti ist der Mittlere der Schleifer.
li,re die R-Enden.
Die 100KA bedeuten 100k Ohm linear (A), aller meistens.
Also ein Schalter-Poti mit 100k Ohm linear.
Grüße
Gerald -- ...und täglich grüßt der PC:
"Drück' ENTER! Feigling!" |
Rainer

06.12.2009, 10:16
@ geralds
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Leistungsregler/ Dreh-Poti defekt? |
Hallo Gerald,
vielen Dank für deine genaue Beschreibung. Habe auch noch ein Bild vom Poti angehängt.
Ist es eigentlich "Normal", dass so ein Poti "durchhauen" kann und dann die Leistung nicht mehr begrenzt?
Gruß Rainer
» Hallo Rainer,
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» Ohne das Orakel jetzt fragen zu müssen, weil ich das Gerät nicht kenne,
» verfolge doch die Verdrahtung im Gerät.
» Zeichne sie vom Aufbau heraus ab, dann hast den Schaltplan dazu.
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» Ein Poti mit Schalter - ok, in deinem Fall die Versorgung einschaltend,
» ist üblich so verdrahtet, dass die zwei Pins vom Schalter beim Netzteil
» angelötet werden,
» und das Poti himself die drei Pins, werden so angelötet, dass wenn du
» - die Achse ansehend und die Anschlüße unten sind - nach links gedreht,
» die Leistung(Spannung, was auch immer) klein oder aus ist.
» Nach rechts gedreht auf maximum.
» Diese drei Anschlüße musst du in dem Gerät mit dem jetzigen Aufbau
» verfolgen,
» und mit dem neuen Poti erneuern.
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» Mit einem Ohmmeter kannst auch den Poti-Anschlag ermitteln.
» Beim Standard Poti ist der Mittlere der Schleifer.
» li,re die R-Enden.
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» Die 100KA bedeuten 100k Ohm linear (A), aller meistens.
» Also ein Schalter-Poti mit 100k Ohm linear.
»
» Grüße
» Gerald |
Hartwig
06.12.2009, 10:20
@ Rainer
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Leistungsregler/ Dreh-Poti defekt? |
Hallo Rainer,
klar kann das Poti defekt sein, das muß es aber nicht. Das Poti hat 100kOhm, ich würde mal tippen, daß es sich hier um Einen Leistungssteller mit Triac handelt (Arbeitet das Heizelement mit 230V oder deutlich kleinerer Spannung?)Es könnte also ebensogut sein, daß der Triac oder ein anderes Bauelement hin sind. Ein Ohmmeter kann Dir da bei der Fehlersuche schon helfen - aber bitte immer nur messen, wenn das Gerät vollständig vom Netz getrennt ist - nach Trennung einige Sekunden warten, damit sich Kondensatoren in der Schaltung entladen können.
Grüße
Hartwig |
geralds

Wien, AT, 06.12.2009, 10:29 (editiert von geralds am 06.12.2009 um 10:30)
@ Rainer
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Leistungsregler/ Dreh-Poti defekt? |
» Hallo Gerald,
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» vielen Dank für deine genaue Beschreibung. Habe auch noch ein Bild vom
» Poti angehängt.
» Ist es eigentlich "Normal", dass so ein Poti "durchhauen" kann und dann
» die Leistung nicht mehr begrenzt?
»
» Gruß Rainer
»
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Wo ist das Bild?

Normal kann ein Poti lediglich abgerieben werden, durch ständige Nutzung, bzw. Staub und Alterung.
Dann kratzt es und der Schleifer kann "springend" aussetzen.
Sonst würde ich mich an Hartwigs Beitrag anhängen.
Meistens sind es irgend welche Bauteile, die Leistungen schalten bzw. regeln müssen.
Ich kenne ja auch das Gerät nicht, auch nicht dessen Alter und den Aufbau.
Vielleicht sind Elkos schon ausgedrocknet, haben eine innere Störung verursacht, die einen Leistungssteller wie Transistor, Triac, oder sonst was beleidigten.
Grüße
Gerald -- ...und täglich grüßt der PC:
"Drück' ENTER! Feigling!" |
Rainer

06.12.2009, 10:30
@ Hartwig
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Leistungsregler/ Dreh-Poti defekt? |
Hallo,
danke für deine Antwort. Kann ich das alte Poti durchmessen und den Fehler feststellen? Wir müsste ich das (mit einem Multimeter) machen?
Danke & Gruß
Rainer
» Hallo Rainer,
» klar kann das Poti defekt sein, das muß es aber nicht. Das Poti hat
» 100kOhm, ich würde mal tippen, daß es sich hier um Einen Leistungssteller
» mit Triac handelt (Arbeitet das Heizelement mit 230V oder deutlich
» kleinerer Spannung?)Es könnte also ebensogut sein, daß der Triac oder ein
» anderes Bauelement hin sind. Ein Ohmmeter kann Dir da bei der Fehlersuche
» schon helfen - aber bitte immer nur messen, wenn das Gerät vollständig vom
» Netz getrennt ist - nach Trennung einige Sekunden warten, damit sich
» Kondensatoren in der Schaltung entladen können.
» Grüße
» Hartwig |
geralds

Wien, AT, 06.12.2009, 10:40
@ Rainer
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Leistungsregler/ Dreh-Poti defekt? |
» Hallo,
»
» danke für deine Antwort. Kann ich das alte Poti durchmessen und den Fehler
» feststellen? Wir müsste ich das (mit einem Multimeter) machen?
»
» Danke & Gruß
» Rainer
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Hast du meinen ersten Beitrag nicht richtig gelesen?
Natürlich kannst es mit Multimeters Ohmeinstellung durchchecken.
Ich denke, du hast da leichte Probleme mit Grundbegriffe.
Ich empfehle dir, dass du das Gerät von einem Fachmann reparieren läßt.
Dann lebst du länger, weil du nicht in den Stromkreis gerätst.
Grüße
Gerald -- ...und täglich grüßt der PC:
"Drück' ENTER! Feigling!" |
Rainer

06.12.2009, 11:09
@ geralds
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Leistungsregler/ Dreh-Poti defekt? |
Hallo Gerald,
doch ich habe deine erste Antwort gelesen. Leider habe ich mich mit Widerstandsmessungen noch nicht beschäftigt. Strom und Spannung habe ich (in einem anderen Kontext) mit dem Multimeter durchaus schon gemessen. Ich denke ich kenne (elektrotechnisch) durchaus meine Grenzen . Aber spannungslos traue ich mir das durchmessen eines Bauelements schon zu, wenn ich denn weiß wie ich es machen muss.
Habe mit dem Durchgangsprüfer mal die beiden Kontakte vom Poti-Schalter gemessen. Der Durchgangsprüfer zeigt immer Durchgang an (egal ob Poti an/aus). Weißt dies auf einen Fehler im Poti hin?
Danke & Gruß
Rainer |
hws

59425 Unna, 07.12.2009, 03:11
@ Rainer
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Leistungsregler/ Dreh-Poti defekt? |
» Habe mit dem Durchgangsprüfer mal die beiden Kontakte vom Poti-Schalter
» gemessen. Der Durchgangsprüfer zeigt immer Durchgang an (egal ob Poti
» an/aus). Weißt dies auf einen Fehler im Poti hin?
Das weist auf einen Fehler am Schalter hin.
Schalter und Poti sind völlig voneinander getrennt - ausser dass sie auf derselben Achse sitzen. Multimeter in den Ohmbereich schalten und das Poti messen. Zwischen den beiden äußeren Anschlüssen sollte ca 100k sein. Zwischen dem mittleren und einem der äußeren muss sich der Widerstand zwischen 0 und 100k ändern, wenn man die Achse dreht. Messung funktioniert aber nur vernünftig bei ausgebautem Poti.
Ich würde den Fehler allerdings woanders suchen. Ausser das Gerät ist schon älter und/oder der Drehknopf ist öfter mit Gewalt bedient worden bzw ist mal was gegengeknallt.
hws |