goldfisch01
Neunkirchen, 01.12.2009, 14:17 |
Verstärkerschaltung (Schaltungstechnik) |
Ich werke gerade am Nachbau eines Gitarren-Verstärkers und habe dafür Schaltpläne im Web gefunden. Mit dabei ist auch eine Transistor-Verstärkerschaltung, die ich nicht durchschaue.
Die Funktion soll die Signalaufbereitung aus einer Vorstufenröhre für das Einspeisen in einen Effekt-Weg sein.
Die Vorstufenröhre(n) ECC83 sind über Koppelkondensatoren an den abgebildetetn Relaiskontakt angeschlossen.
Ich habe die Schaltung mit BC239C statt MPSA20 (NPN) und BC560C statt MPS4126(PNP) nachgebaut (den Mute-JFET mal weggelassen). Doch die angegebenen Spannungen stimmen bei mir nicht überein.
Kann mir jemand helfen diese Schaltung zu verstehen??
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x y
01.12.2009, 15:15
@ goldfisch01
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Verstärkerschaltung |
» Kann mir jemand helfen diese Schaltung zu verstehen??
»
»
» 
Das ganze ist ein etwas ungewöhnlich aufgebauter Impedanzwandler, hochohmiger Eingang, niederohmiger Ausgang, Verstärkung etwa 1. Die Spannungen stimmen nicht überein, weil die bei der Schaltung doch recht deutlich von der Verstärkung der Einzeltransistoren abhängt, sollte aber für die Funktion keinen relevanten Einfluss haben. |
Thomas Kuster

Rorschach (CH), 01.12.2009, 15:20
@ goldfisch01
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Verstärkerschaltung |
Hallo
ich versuche es auf eine möglichst gekürzte Art :
Q1 ist als Spannungsfolger geschaltet (Kollektorschaltung), hat deswegen eine Spannungsverstärkung von ungefähr 1, passt aber den hochohmigen Eingang an die Schaltung an. Dieser Transistor ist auch für den Arbeitspunkt verantwortlich, der bewusst in ungefähr der halben Betriebsspannung liegen sollte. Wenn jetzt dieser Arbeitspunkt wegen dem unterschiedlichen Stromverstärkungsfaktor nicht stimmt, sollt er durch Variation des 470k-Basiswiderstandes auf ungefähr 7,7 Volt (basis gegen Masse) gebracht werden (allenfalls Widerstand unterteilen in R und Trimmer).
Q2 und Q3 bilden zusammen einen Differenzverstärker, wie er in etwa auch im Eingangsteil von Operationsverstärkern zu finden ist. Die Spannungen dort ergeben sich weitgehend aus dem Arbeitspunkt von Q1, die veränderte Stromverstärkung dürfte sich dort kaum auswirken.
Mit vielen freundlichen Grüssen Thomas Kuster |
goldfisch01
Neunkirchen, 01.12.2009, 16:35
@ Thomas Kuster
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Verstärkerschaltung |
Danke Thomas für die schnelle Unterstützung !
» Q1 ist als Spannungsfolger geschaltet
Na dann lag ich hab ich ja doch ein wenig was kapiert
» Variation des 470k-Basiswiderstandes auf ungefähr 7,7 Volt (basis gegen
» Masse) gebracht werden (allenfalls Widerstand unterteilen in R und
» Trimmer).
Das habe ich versucht, die Basis lag dann bei 7,55V. Jedoch stimmten einige andere Spannungen trotzdem nicht:
Basis Q2 6,5 V
Kollektor Q4 3,7V
» Q2 und Q3 bilden zusammen einen Differenzverstärker, wie er in etwa auch
» im Eingangsteil von Operationsverstärkern zu finden ist. Die Spannungen
» dort ergeben sich weitgehend aus dem Arbeitspunkt von Q1, die veränderte
» Stromverstärkung dürfte sich dort kaum auswirken.
Und was ist die Aufgabe von Q4? Die Stromquelle des Differenzverstärkers hätte ich im 22k Widerstand an den Emittern von Q2/Q3 vermutet. |
x y
01.12.2009, 16:36
@ Thomas Kuster
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Verstärkerschaltung |
» Q2 und Q3 bilden zusammen einen Differenzverstärker, wie er in etwa auch
» im Eingangsteil von Operationsverstärkern zu finden ist.
Wobei der 10k zwischen den Basen merkwürdig ist, ich seh keine Funktion. |
goldfisch01
Neunkirchen, 01.12.2009, 16:44
@ x y
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Verstärkerschaltung |
» » Q2 und Q3 bilden zusammen einen Differenzverstärker, wie er in etwa auch
» » im Eingangsteil von Operationsverstärkern zu finden ist.
»
» Wobei der 10k zwischen den Basen merkwürdig ist, ich seh keine Funktion.
Könnte man eurer Meinung nach diese Schaltung durch einen OPV ( 5532 od. TL072) als Impedanzwandler geschaltet ersetzen ? Ich hätte sogar die Möglichkeit der symmetrischen Spannungsversorgung. |
x y
01.12.2009, 16:47
@ goldfisch01
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Verstärkerschaltung |
» Könnte man eurer Meinung nach diese Schaltung durch einen OPV ( 5532 od.
» TL072) als Impedanzwandler geschaltet ersetzen ? Ich hätte sogar die
» Möglichkeit der symmetrischen Spannungsversorgung.
Problemlos, ich würde den 5532 bevorzugen. |
x y
01.12.2009, 16:49
@ x y
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Verstärkerschaltung |
» » Könnte man eurer Meinung nach diese Schaltung durch einen OPV ( 5532 od.
» » TL072) als Impedanzwandler geschaltet ersetzen ? Ich hätte sogar die
» » Möglichkeit der symmetrischen Spannungsversorgung.
»
» Problemlos, ich würde den 5532 bevorzugen.
Stop, das war unüberlegt, der ist bei einer Verstärkung von 1 nicht stabil, AFAIR. Nimm doch lieber den TL072. |
Tobi
01.12.2009, 16:58 (editiert von Tobi am 01.12.2009 um 18:07)
@ x y
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Verstärkerschaltung |
» » Q2 und Q3 bilden zusammen einen Differenzverstärker, wie er in etwa auch
» » im Eingangsteil von Operationsverstärkern zu finden ist.
»
» Wobei der 10k zwischen den Basen merkwürdig ist, ich seh keine Funktion.
Würde bei weglassen selbigens Q3 nicht nicht einfach sperren , oder täusche ich mich da.
Gruss, Tobi.
stück Draht, meintest Du wohl anstatt, Kaffee hilf ... |
Thomas Kuster

Rorschach (CH), 01.12.2009, 18:18
@ Tobi
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Verstärkerschaltung |
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» Würde bei weglassen selbigens Q3 nicht nicht einfach sperren , oder
» täusche ich mich da.
Hallo
komisches amerikanisches Schema ohne eingezeichnete Verbindungspunkte, dafür "Brücken", falls es nicht verbunden ist. Für mich ist der 10 k ebenfalls ???
Thomas Kuster |
Altgeselle

01.12.2009, 18:47
@ Thomas Kuster
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Verstärkerschaltung |
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» » Würde bei weglassen selbigens Q3 nicht nicht einfach sperren , oder
» » täusche ich mich da.
»
» Hallo
» komisches amerikanisches Schema ohne eingezeichnete Verbindungspunkte,
» dafür "Brücken", falls es nicht verbunden ist. Für mich ist der 10 k
» ebenfalls ???
»
» Thomas Kuster
Hallo,
solche Schaltungen wurden oft "Nach Sound optimiert", also
es wurden Bauteile hinzugefügt, um Verzerrungen zu
erzeugen.
Man kann die Schaltung recht gut in SPICE simulieren.
Vielleicht zeigt sich dann der Einfluss des 10k.
Grüße
Altgeselle |
goldfisch01
Neunkirchen, 01.12.2009, 20:21
@ Altgeselle
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Verstärkerschaltung |
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» » » Würde bei weglassen selbigens Q3 nicht nicht einfach sperren , oder
» » » täusche ich mich da.
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» » Hallo
» » komisches amerikanisches Schema ohne eingezeichnete Verbindungspunkte,
» » dafür "Brücken", falls es nicht verbunden ist. Für mich ist der 10 k
» » ebenfalls ???
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» » Thomas Kuster
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» Hallo,
» solche Schaltungen wurden oft "Nach Sound optimiert", also
» es wurden Bauteile hinzugefügt, um Verzerrungen zu
» erzeugen.
» Man kann die Schaltung recht gut in SPICE simulieren.
» Vielleicht zeigt sich dann der Einfluss des 10k.
» Grüße
» Altgeselle
Hi,
habe es zwar nicht simuliert, jedoch habe ich schon div. Widerstandswerte versucht, es ändert sich Gleichspannungsmäßig nichts dadurch.
Habt alle lieben Dank für eure Infos. Ich werde einfach einen OP als Impedanzwandler stattdessen nehmen.
LG
Christoph |