Elko_Scotty

30.11.2009, 20:15 |
Diode bei PWM (Elektronik) |
Hallo,
Jetzt mal eine Grundsatzfrage.
Bei einem Motor so 24 V 60 A wie groß muss (sollte) da die Diode sein die antiparallel zum Motor ist?
Bei PWM 250 Hz nur eine Drehrichtung.
Da reichen doch 25 A oder?
Bei 12 V 30 A eine Schottky mit 10 A wurde nichtmal Handwarm
Der Motor wird nicht angetrieben.
Gruß
Scotty -- Nur wer nichts macht, macht keine Fehler
wer keine Fehler macht, wird befördert. |
Altgeselle

30.11.2009, 20:52
@ Elko_Scotty
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Diode bei PWM |
» Hallo,
» Jetzt mal eine Grundsatzfrage.
» Bei einem Motor so 24 V 60 A wie groß muss (sollte) da die Diode sein die
» antiparallel zum Motor ist?
» Bei PWM 250 Hz nur eine Drehrichtung.
» Da reichen doch 25 A oder?
» Bei 12 V 30 A eine Schottky mit 10 A wurde nichtmal Handwarm
» Der Motor wird nicht angetrieben.
» Gruß
» Scotty
Hallo,
ok, eine Grundsatzantwort: die Diode muss den Motorstom
leiten können, siehe:
http://de.wikipedia.org/wiki/Freilaufdiode
allerdings klingt der Strom nach einer e-Funktion ab. Je
nach Motor-Induktivität und PWM-Frequenz kann der Mittelwert
des Diodenstroms geringer sein. Aber zur Sicherheit...
Grüße
Altgeselle |
Thomas Kuster

Rorschach (CH), 30.11.2009, 21:02
@ Elko_Scotty
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Diode bei PWM |
» Hallo,
» Jetzt mal eine Grundsatzfrage.
» Bei einem Motor so 24 V 60 A wie groß muss (sollte) da die Diode sein die
» antiparallel zum Motor ist?
» Bei PWM 250 Hz nur eine Drehrichtung.
» Da reichen doch 25 A oder?
» Bei 12 V 30 A eine Schottky mit 10 A wurde nichtmal Handwarm
» Der Motor wird nicht angetrieben.
» Gruß
» Scotty
Der Strom, welcher durch die Freilaufdiode fliesst, ist abhängig vom jeweiligen Motorenstrom. Bei 50% PWM fliesst auch effektivmässig etwa der gleiche Strom durch die Freilaufdiode wie durch den Schalttransistor. Wenn man beispielsweise ein Fahrzeug damit antreibt, kann es sein, dass sich das Fahrzeug bei ungefähr der halben Erregerspannung in einer Beschleunigungsphase befindet und sogar etwas mehr wie der Nennstrom des Motors fliesst. Der gesamte Motorenstrom muss daher auf die Freilaufdiode kommutieren können. Die Auslegung, dass die Diode so ausgewählt wird, um den vollen Motorstrom zu übernehmen, ist meiner Meinung nach also nicht grundsätzlich falsch.
Mit welcher Überlegung kommst Du auf 25 Ampere ?
Mit vielen freundlichen Grüssen Thomas Kuster |
Stephan_
30.11.2009, 21:03
@ Elko_Scotty
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Diode bei PWM |
» Hallo,
» Jetzt mal eine Grundsatzfrage.
» Bei einem Motor so 24 V 60 A wie groß muss (sollte) da die Diode sein die
» antiparallel zum Motor ist?
» Bei PWM 250 Hz nur eine Drehrichtung.
» Da reichen doch 25 A oder?
» Bei 12 V 30 A eine Schottky mit 10 A wurde nichtmal Handwarm
» Der Motor wird nicht angetrieben.
Wie, nicht angetrieben? Läuft ohne Belastung?
Oder bekommt er keinen Strom?
Gelesen hatte ich mal, dass die Dioden den Motornennstrom vertragen sollten.
Bin selbst schon auf fachliche Antworten gespannt.
Hab selbst hier noch was rumliegen, was ich noch zusammenbauen muß und wo genauere Infos dazu fehlen.
Gruß Stephan |
Elko_Scotty

30.11.2009, 21:10
@ Thomas Kuster
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Diode bei PWM |
Hi,
weil ich zwei 25 A Schottky noch habe. Also werde ich die dann nehmen.
Gruß
Scotty -- Nur wer nichts macht, macht keine Fehler
wer keine Fehler macht, wird befördert. |
Elko_Scotty

30.11.2009, 21:19
@ Stephan_
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Diode bei PWM |
Hi,
mit angetrieben meine ich dass der Motor nicht fremd -gedreht wird.
Ja manche sagen Motorstrom = Diodenstrom, Und Diodenstrom ist kleiner als Motorstrom.Also hilft am Ende nur messen.
Da ist alles dabei Motor, Diode......
Gruß
Scotty -- Nur wer nichts macht, macht keine Fehler
wer keine Fehler macht, wird befördert. |
Elko_Scotty

30.11.2009, 21:21
@ Altgeselle
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Diode bei PWM |
Hi,
kannte ich schon.
Aber trotzdem Danke für die Antwort.
Gruß
Scotty -- Nur wer nichts macht, macht keine Fehler
wer keine Fehler macht, wird befördert. |
Stephan_
30.11.2009, 21:51
@ Elko_Scotty
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Diode bei PWM |
» Hi,
» mit angetrieben meine ich dass der Motor nicht fremd -gedreht wird.
Versteh ich nicht, meinst du sowas wie ein Schwungrad?
Bei "fremdantreiben" klingt mir das zu sehr nach Generator.
» Ja manche sagen Motorstrom = Diodenstrom, Und Diodenstrom ist kleiner als
» Motorstrom.Also hilft am Ende nur messen.
Denk ich auch.
Was bei mir rumsteht, ist ein Bootsmotor, den hab ich mal mit einer H-Brücke aus IRF1104 verehen und bin davon ausgegangen, dass die Bodydiode von den Highside-Transen den Induktivstrom locker verkraftet. Laut Datenblatt 100A Dauersrom(mit Kühler), 400A gepulst.
Der Motor selbst zieht unter Last um die 30A.
Hier im Wohnzimmer lief alles ohne Last sehr geschmeidig.
Aber auf dem Wasser hat er ein schönes Konzert gemacht und die Transistoren sind schön (zu) warm geworden.
Hab dann bei dem ganzen Geschaukel noch den Trimmer für die Frequenz hin und hergedreht, ohne Erfolg.
Ich weiß, meine Geschichte hilft nicht weiter.
Wollte nur den Unterschied zwischen unbelastet und belastet aus eigener Erfahrung darstellen.
Gruß Stephan |
J.R.

30.11.2009, 21:51
@ Elko_Scotty
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Diode bei PWM |
Hallo,
» Bei einem Motor so 24 V 60 A wie groß muss (sollte) da die Diode sein die
» antiparallel zum Motor ist?
» Bei PWM 250 Hz nur eine Drehrichtung.
» Da reichen doch 25 A oder?
» Bei 12 V 30 A eine Schottky mit 10 A wurde nichtmal Handwarm
Bei 250 Hz ist die Induktivität der Motorwicklung vermutlich eher vernachlässigbar. Dafür spricht jedenfalls deine Beobachtung, dass die Diode nur mäßig warm wird. Du schaltest also in erster Linie nicht gegen eine Induktivität sondern gegen den ohmschen Widerstand der Motorwicklung (dort liegt dann die Differenz von Generator- und Betriebsspannung an). Dann kannst du genauso gut einen Linearregler verwenden, der den Vorteil hätte, dass du die Verlustwärme statt von der Motorwicklung kontrolliert von einem Kühlkörper abführen könntest. Damit ist die Gefahr, dass der Motor durchbrennt auch viel geringer.
Um PWM sinnvoll nutzen zu können, würde ich mit min. 20 kHz schalten. Dann muß die Diode aber auch die 60 A vertragen können.
Jörg |
x y
01.12.2009, 01:15
@ Elko_Scotty
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Diode bei PWM |
» Der Motor wird nicht angetrieben.
Das ist schön, aber was muss er denn antreiben? |
x y
01.12.2009, 01:17
@ J.R.
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Diode bei PWM |
» » Bei einem Motor so 24 V 60 A
» Bei 250 Hz ist die Induktivität der Motorwicklung vermutlich eher
» vernachlässigbar.
Man muss einen Hauptschlussmotor vermuten, der hat mehr als genug Induktivität. |
Elko_Scotty

01.12.2009, 10:37
@ x y
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Diode bei PWM |
Hi,
eine Schiffsschraube.
Gruß
Scotty -- Nur wer nichts macht, macht keine Fehler
wer keine Fehler macht, wird befördert. |
Elko_Scotty

01.12.2009, 10:47
@ Stephan_
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Diode bei PWM |
Hi,
das geht ins Geld.
Motoren bei Belastung, wie später im Betrieb.......
Das ist das Problem um Motoren bei Belastung zu messen
ist schon etwas Aufwand nötig.
Im Leerlauf keine Probleme aber auch wenig Aussage.
Gruß
Scotty -- Nur wer nichts macht, macht keine Fehler
wer keine Fehler macht, wird befördert. |
Elko_Scotty

01.12.2009, 10:55
@ J.R.
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Diode bei PWM |
» Hallo,
»
» » Bei einem Motor so 24 V 60 A wie groß muss (sollte) da die Diode sein
» die
» » antiparallel zum Motor ist?
» » Bei PWM 250 Hz nur eine Drehrichtung.
» » Da reichen doch 25 A oder?
» » Bei 12 V 30 A eine Schottky mit 10 A wurde nichtmal Handwarm
»
» Bei 250 Hz ist die Induktivität der Motorwicklung vermutlich eher
» vernachlässigbar. Dafür spricht jedenfalls deine Beobachtung, dass die
» Diode nur mäßig warm wird. Du schaltest also in erster Linie nicht gegen
» eine Induktivität sondern gegen den ohmschen Widerstand der Motorwicklung
» (dort liegt dann die Differenz von Generator- und Betriebsspannung an).
» Dann kannst du genauso gut einen Linearregler verwenden, der den Vorteil
» hätte, dass du die Verlustwärme statt von der Motorwicklung kontrolliert
» von einem Kühlkörper abführen könntest. Damit ist die Gefahr, dass der
» Motor durchbrennt auch viel geringer.
» Um PWM sinnvoll nutzen zu können, würde ich mit min. 20 kHz schalten. Dann
» muß die Diode aber auch die 60 A vertragen können.
»
» Jörg
######################
Hi,
Linearegler Viertellast 6 V am Motor da müsste der Linearregler min 90 W verbraten.
Gruß
Scotty -- Nur wer nichts macht, macht keine Fehler
wer keine Fehler macht, wird befördert. |
x y
01.12.2009, 11:01
@ Elko_Scotty
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Diode bei PWM |
» eine Schiffsschraube.
Da kannst du die Freilaufdiode deutlich unter Nennstrom des Motors dimensionieren, eine 25A Diode sollte problemlos für einen 60A Motor reichen.
Der Grund ist das geringe Trägheitsmoment und die steile Lastkennlinie. |
J.R.

01.12.2009, 12:28
@ Elko_Scotty
|
Diode bei PWM |
Hallo,
» Linearegler Viertellast 6 V am Motor da müsste der Linearregler min 90 W
» verbraten.
Wenn du einen PWM-Regler mit niedriger Frequenz nimmst, verbrätst du im Extremfall die 90 W zusätzlich in der Motorwicklung. da ist ein großer Kühlkörper sicher die bessere Variante. Das läßt sich aber nicht klären, solange du uns nicht verrätst, welchen Motortyp du verwendest.
Jörg |