Lemmy321
06.11.2009, 08:10 |
Wassertankanzeige mit kapazitivem Geber (Elektronik) |
Moin,
ich habe auf meinem Segelboot eine Wassertankanzeige mit einem kapazitiven Geber. Sie zeigt immer 'voll' an, auch wenn der Tank leer ist.
Genereller Aufbau:
Von der Batterie gehen +12V an die Anzeige. Diese ist mit dem Geber verbunden und der wiederum mit dem Minuspool der Batterie.
Der Geber hat zwei lange isolierte Stangen, die als Kondensator eingesetzt sind. Wenn Wasser im Tank ist ändert sich auf Grund der veränderten Dielektrizitätskonstante die Kapazität und die Anzeige soll dann den Füllstand anzeigen.
Als erste Reparaturmaßnahme habe ich den Geber aufgesägt und die Platine herausgeholt. Da sie komplett mit Sikaflex eingesetzt war, sind einige Kondensatore dabei zerbröselt. Ich habe alle Teile ausgetauscht. An der Anzeige hat sich dabei nichts geändert ((
Ich habe dann einen Schaltplan von der Platine angefertigt. Leider reichen meine elektronischen Kentnisse noch nicht ganz aus, um alles zu verstehen. An einige Stellen habe ich auch die gemessene Spannung mit in die Skizze eingetragen. Dabei ist mir etwas aufgefallen:
Der Festspannungregler IC3 (LP2950-5.0) ist mit dem Pin LDD der ICs verbunden. Er soll daher wohl die Betriebsspannung liefern. Am Eingang hat er noch 2.5V, am Ausgang 1.1V. Die Betriebsspannung des TLC 556 ist 2V - 15V. Die Eingangsspannung wird vom Widerstand R6 von 8V auf 2.5V runtergebracht.
Dazu habe ich jetzt ein paar Fragen:
- Wo könnte der Fehler in der Spannungsversorgung liegen?
- Wie ist das Prinzip der Schaltung?
- Wo könnte der Fehler sonst noch liegen?
- Wie sollte ich weiter vorgehen?
Vielen Dank für Eure Antworten!
Gruß
Lemmy
http://www.elektronik-kompendium.de/forum/upload/20091106081055.pdf |
ulf
06.11.2009, 10:33
@ Lemmy321
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Wassertankanzeige mit kapazitivem Geber |
» Moin,
»
» ich habe auf meinem Segelboot eine Wassertankanzeige mit einem kapazitiven
» Geber. Sie zeigt immer 'voll' an, auch wenn der Tank leer ist.
Ja da stimmt etwas nicht!!! |
nagus

06.11.2009, 16:12 (editiert von nagus am 06.11.2009 um 16:29)
@ Lemmy321
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Wassertankanzeige mit kapazitivem Geber |
Wo könnte der Fehler in der Spannungsversorgung liegen?
Nach der Skizze ist der Eingang des LP2950 mit dem
einem Sensor verbunden, der Pluspol mit dem anderen.
Der Strom müßte also durch das Wasser fließen, ich nehme an, dass es kein Meerwasser ist und nur eine geringe Leitfähigkeit hat.
Die Schaltung kann so wohl nicht funktionieren.
Nachtrag:
bei goggle gefunden- Suchwort:kapazitive Füllstandsanzeige
"ich hab bei mir in der Regenwassersammelanlage so eine Steuerung die wohl mit mit dem hier beschriebenen kapazitiven Sensor arbeitet. Ursprünglich wurde dazu von einer Fachfirma einfach eine isolierte Litze mit zwei Drähten und Gewicht reingegängt.
Es hat sich aber schnell gezeigt das dies nicht sehr lange funktioniert. Offenbar sorgt doch eine gewisse Schmutzschicht nach einigen Monaten das sich die Kapazitätzswerte verändern. Zumindest waren die Werte dann zum Teil über 50% falsch!
Der Hersteller hat als Lösung später ein Sensorkabel geliefert, bei dem die Drähte mit Abstandshaltern ca. 10 cm auseinandergehalten wurden. Nach der neuen Eichung lieft das ganze dann einigermaßen brauchbar.
Allerdings gab es nach einigen Monaten wieder Messwert-Abweichungen von bis zu ca. 30%." |
Lemmy321
06.11.2009, 16:27
@ nagus
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Wassertankanzeige mit kapazitivem Geber |
Das ist wohl nicht so deutlich geworden.
Der Aufbau ist der folgende:
Batterie Plus Pol ist auf der linken Seite (12V). Der Kreis mit dem 'Wasser' ist das Anzeigegerät. Dort wo 'signal' steht, beginnt die Geberplatine. GND ist mit dem Batterie Minus Pol verbunden.
Die beiden Mess-Elektroden sind unten an C6 bzw. C7 eingeschlossen.
Insofern fließt der Strom nicht durch die Elektroden. Die sind auch isoliert. Es handelt sich auch um einen Frischwassertank. |
hws

59425 Unna, 06.11.2009, 17:50
@ nagus
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Wassertankanzeige mit kapazitivem Geber |
Mit den beiden Multivibratoren des NE556 tippe ich mal auf ne Wechselspannung durch die Elektroden, zumal da auch was von Kapazitivem Geber steht.
Die Seltsame Schaltung aufzudröseln hab ich momentan keine Lust - das Abendessen kommt...
hws |
Thomas Kuster

Rorschach, 06.11.2009, 19:42
@ Lemmy321
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Wassertankanzeige mit kapazitivem Geber |
Der Strom durch den Vorwiderstand des Linearreglers beträgt nach der Spannungsmessung 36,7 mA und ist damit mit Sicherheit zu gross. Der Regler braucht min. 5,35 V, um noch auf die nominale Ausgangsspannung zu kommen.
Die Ursache muss bei einem defekten Bauelement liegen, welches direkt mit der +5V Speisung verbunden ist.
Durch den viel zu hohen Strom in den Linearregler wird eine Vollaussteuerung vorgeschaukelt, was dann die falsche Anzeige zu Folge hat.Der Messwert wird normalerweise vom LMC556 als Pulsbreite hergestellt, über den Tiefpass und den Operationsverstärker mit Hilfe des Transistors in einen Strom umgesetzt. Dieser Strom wird dann vom Messwerk angezeigt.
Als defekte Bauelemente würde ich zuerst die parallel zur Speisung liegenden Tantal-Elkos vermuten, dann die Z-Diode, gefolgt vom OP und erst am Schluss der LMC556.
Mit freundlichen Grüssen Thomas Kuster |
Ronny Wolf

07.11.2011, 10:39
@ Lemmy321
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Wassertankanzeige mit kapazitivem Geber |
moin moin
ich bin mir nicht sicher ob dein schaltplan richtig ist.
das problem ligt an der spannungsversorgung die am wassertank anliegen soll .!? im übrigen wie hast du dein problem gelöst ? ich bin erst heute auf die elektronik seite gestoßen .
mfg
r.wolf |