HDT

27.10.2009, 19:15 |
Gelbes Zeug? (Elektronik) |
Hallo,
es gab früher vor den Kunstharz-Zeiten ein gelbes Zeug in Pulverform, das wurde mit Wasser angerührt und wurde steinhart. Man verwendete es in der Elektrotechnik als isolierende Befestigung, z.B. um Halter in Isolatoren einzusetzen.
Kann mir jemand sagen, wie das heißt oder ob es das oder ähnliches noch gibt?
Danke
HDT |
k.a.

27.10.2009, 19:18
@ HDT
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Gelbes Zeug? |
» es gab früher vor den Kunstharz-Zeiten ein gelbes Zeug in Pulverform, das
» wurde mit Wasser angerührt und wurde steinhart.
Ich kenn nur Tapetenleim (für die Modellbahn). Der ist aber weis! |
geralds

Wien, AT, 27.10.2009, 19:30 (editiert von geralds am 27.10.2009 um 19:30)
@ HDT
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Gelbes Zeug? |
» Hallo,
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» es gab früher vor den Kunstharz-Zeiten ein gelbes Zeug in Pulverform, das
» wurde mit Wasser angerührt und wurde steinhart. Man verwendete es in der
» Elektrotechnik als isolierende Befestigung, z.B. um Halter in Isolatoren
» einzusetzen.
»
» Kann mir jemand sagen, wie das heißt oder ob es das oder ähnliches noch
» gibt?
»
» Danke
» HDT
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Naja,
Was kann ich dir anbieten?
Bakelit? seit 1905 bekannt und seit kurz darauf im Gehäusebau in Verwendung:
http://de.wikipedia.org/wiki/Bakelit
Harnstoff:
http://de.wikipedia.org/wiki/Harnstoffharz
Phenolharz:
http://de.wikipedia.org/wiki/Phenoplast
Grüße
Gerald -- ...und täglich grüßt der PC:
"Drück' ENTER! Feigling!" |
Jüwü

Würzburg, 27.10.2009, 23:29
@ HDT
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Gelbes Zeug? |
» Hallo,
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» es gab früher vor den Kunstharz-Zeiten ein gelbes Zeug in Pulverform, das
» wurde mit Wasser angerührt und wurde steinhart. Man verwendete es in der
» Elektrotechnik als isolierende Befestigung, z.B. um Halter in Isolatoren
» einzusetzen.
»
» Kann mir jemand sagen, wie das heißt oder ob es das oder ähnliches noch
» gibt?
»
» Danke
» HDT
Wenn du Kolophonium meinst, dann wurde das in Spiritus und nicht in Wasser aufgelöst und nach der Verdunstung fast steinhart.
Und ist als Flussmittel bei Lötarbeiten sehr beliebt |
Gast
28.10.2009, 00:37
@ HDT
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Gelbes Zeug? |
» Hallo,
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» es gab früher vor den Kunstharz-Zeiten ein gelbes Zeug in Pulverform, das
» wurde mit Wasser angerührt und wurde steinhart. Man verwendete es in der
» Elektrotechnik als isolierende Befestigung, z.B. um Halter in Isolatoren
» einzusetzen.
»
» Kann mir jemand sagen, wie das heißt oder ob es das oder ähnliches noch
» gibt?
»
» Danke
» HDT
Ich weiß zwar nicht was Du damit machen willst, aber Kaliumwasserglas mit feinstem Quarzmehl vermischt wird nach dem Trocknen auch steinhart, fast wie Porzellan. Das Zeugs ist preiswert und auch in größeren Mengen zu bekommen. Es hat auch noch den Vorteil, dass es nicht nur gute Isolationseigenschaften hat, es ist auch bis 1500 Grad hitzebeständig. Ich habe damit vor kurzem die Heizwicklung für ein selbstgebautes Lötbad vergossen.
Gruß
MH
P.S. Ist allerdings auch nicht gelb sondern weiß  |
HDT

28.10.2009, 02:51
@ Gast
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Gelbes Zeug? |
» Ich weiß zwar nicht was Du damit machen willst, aber Kaliumwasserglas mit
» feinstem Quarzmehl vermischt wird nach dem Trocknen auch steinhart, fast
» wie Porzellan. Das Zeugs ist preiswert und auch in größeren Mengen zu
» bekommen. Es hat auch noch den Vorteil, dass es nicht nur gute
» Isolationseigenschaften hat, es ist auch bis 1500 Grad hitzebeständig. Ich
» habe damit vor kurzem die Heizwicklung für ein selbstgebautes Lötbad
» vergossen.
»
» Gruß
» MH
»
» P.S. Ist allerdings auch nicht gelb sondern weiß 
Hallo,
Danke für den Tip, werde mal das Kaliumwasserglas ausprobieren. Hört sich gut an.
Was ich machen will? Da ich hier guten einen Hinweis auf ein Lösungsmittel zum Freilegen einer vergossenen Schaltung bekam (DMSO oder Dimethylsulfoxid),
siehe auch:
http://www.elektronik-kompendium.de/forum/forum_entry.php?id=102597&page=0&category=all&order=time
will ich nun verhindern, daß andere ebeenso erfolgreich meinen Nachbau dieser Schaltung freilegen. Logisch gedacht, oder? 
*********
Danke auch für die anderen Antworten, es ist weder Bakelit noch Tapetenkleister. Wie gesagt: Es war gelbes Pulver und wurde fest und hart wie Zement.
Gruß
HDT |
Theo

Düsseldorf, 28.10.2009, 08:59 (editiert von Theo am 28.10.2009 um 09:00)
@ Gast
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Gelbes Zeug? |
Hallo
Die Farbe wird durch das Pulver bestimmt welches du verwendest. Marmor-Schleifstaub ist erste Wahl und es gibt ihn in vielen Farben.
Fugenbunt aus dem Baumarkt geht auch, ist nur etwas grober.
Geh in einen grösseren Baumarkt der auch Marmor-Zuschnitte anbietet und fülle dir ein Tütchen an der Schneidemaschine ab.
Theo
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geralds

Wien, AT, 28.10.2009, 09:23 (editiert von geralds am 28.10.2009 um 10:07)
@ HDT
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Gelbes Zeug? |
»
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» Hallo,
» Danke für den Tip, werde mal das Kaliumwasserglas ausprobieren. Hört sich
» gut an.
»
» Was ich machen will? Da ich hier guten einen Hinweis auf ein Lösungsmittel
» zum Freilegen einer vergossenen Schaltung bekam (DMSO oder
» Dimethylsulfoxid),
» siehe auch:
»
» http://www.elektronik-kompendium.de/forum/forum_entry.php?id=102597&page=0&category=all&order=time
»
» will ich nun verhindern, daß andere ebeenso erfolgreich meinen Nachbau
» dieser Schaltung freilegen. Logisch gedacht, oder? 
»
» *********
»
» Danke auch für die anderen Antworten, es ist weder Bakelit noch
» Tapetenkleister. Wie gesagt: Es war gelbes Pulver und wurde fest und hart
» wie Zement.
»
» Gruß
» HDT
---
Hi HDT,
Da habe ich hier durch Gast's Tip auch was gelernt. Danke Super!
Tja, Elektroniker ist nicht Chemiker, auch wenn bei beiden ker zum Schluss steht. 
--> Demmächst wirst uns dann fragen, wie man dieses Zeugs wieder auseinander bringen,
abtragen oder auflösen kann.
Weil du wahrscheinlich in deiner eingegossenen Schaltung einen Widerstand vergessen hast. 
HeHe, "1500 Grad überwinden - wäre schon eine Möglichkeit!";
kann ich dir heute schon verraten! 
Aufpassen auf deine Finger, nicht mit verkleben!
-> 1500 Grad! und zum Ausmeiseln steinhart!
Grüße
Gerald -- ...und täglich grüßt der PC:
"Drück' ENTER! Feigling!" |
x y
28.10.2009, 10:14
@ geralds
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Gelbes Zeug? |
» Tja, Elektroniker ist nicht Chemiker, auch wenn bei beiden ker zum Schluss
» steht. 
Und dann gibts da soche wie mich... |
geralds

Wien, AT, 28.10.2009, 10:19
@ x y
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Gelbes Zeug? |
» » Tja, Elektroniker ist nicht Chemiker, auch wenn bei beiden ker zum
» Schluss
» » steht. 
»
» Und dann gibts da soche wie mich...
-----
..... und mich ...
... bist du beide .. ker?
----- -- ...und täglich grüßt der PC:
"Drück' ENTER! Feigling!" |
x y
28.10.2009, 10:22
@ geralds
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Gelbes Zeug? |
» ... bist du beide .. ker?
Ja, zweimal promoviert. |
HDT

29.10.2009, 08:00
@ Theo
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Frage zum Kaliumwasserglas und Weinessig |
Gast empfahl Kaliumwasserglas und feinstes Quarzmehl zum Herstellen einer festwerdenden Masse. (Ich suche eine nichtauflösbare Elektronikvergussmasse.)
Wie ist es wohl, wenn man die festgewordene Mischung aus Kaliumwasserglas und Quarzmehl später mit Weinessig behandelt? Oder anderen Essenzen? Wie ich beim Recherieren las, wird unter anderem Weinessig bei der Herstellung von Kaliumwasserglas genannt.
Danke für alle Antworten! |
x y
29.10.2009, 08:58
@ HDT
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Frage zum Kaliumwasserglas und Weinessig |
» Gast empfahl Kaliumwasserglas und feinstes Quarzmehl zum Herstellen einer
» festwerdenden Masse.
Man beachte die erwähnte Anwendung.
» (Ich suche eine nichtauflösbare
» Elektronikvergussmasse.)
Was soll vergossen werden? Wie sind die Einsatzbedingungen?
» Wie ist es wohl, wenn man die festgewordene Mischung aus Kaliumwasserglas
» und Quarzmehl später mit Weinessig behandelt?
Die Säurebeständigkeit ist ehr mäßig.
» Oder anderen Essenzen?
Was verstehst du unter Essenzen?
» Wie
» ich beim Recherieren las, wird unter anderem Weinessig bei der Herstellung
» von Kaliumwasserglas genannt.
In welchem Zusammenhang? Bei der Herstellung wird keine Essigsäure benötigt, und auch nicht verwendet. |
HDT

29.10.2009, 10:34
@ x y
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Frage zum Kaliumwasserglas und Weinessig |
» Was soll vergossen werden? Wie sind die Einsatzbedingungen?
»
Eine kleine Platine für den Hausgebrauch. Es soll nur ein Schutz gegen zu einfaches Nachbauen gegeben sein.
» Was verstehst du unter Essenzen?
»
Alles, was flüssig ist und diese Mischung leicht angreifen könnte.
»
» Wie
» » ich beim Recherieren las, wird unter anderem Weinessig bei der
» Herstellung
» » von Kaliumwasserglas genannt.
»
» In welchem Zusammenhang? Bei der Herstellung wird keine Essigsäure
» benötigt, und auch nicht verwendet.
Entschuldigung, es muß heißen "Weinstein". Wird in Berichten über die Historie genannt.
http://fzarchiv.sachon.de/index.php?pdf=Fachzeitschriften/Maler-und_Lackierermeister/2006/10_06/ML_10-06_32-37_im_Wasserglas.pdf |
x y
29.10.2009, 11:53
@ HDT
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Frage zum Kaliumwasserglas und Weinessig |
» » Was soll vergossen werden? Wie sind die Einsatzbedingungen?
» »
»
» Eine kleine Platine für den Hausgebrauch. Es soll nur ein Schutz gegen zu
» einfaches Nachbauen gegeben sein.
Dann nimm doch die üblichen Vergussmassen auf Polyester- oder Epoxidharzbasis, ggf noch einfärben. |
HDT

29.10.2009, 12:16
@ x y
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Frage zum Kaliumwasserglas und Weinessig |
» Dann nimm doch die üblichen Vergussmassen auf Polyester- oder
» Epoxidharzbasis, ggf noch einfärben.
Ja, wie schon gesagt, bin ich durch das erfolgreiche Entfernen einer Vergußmasse mit DMSO nun etwas schlauer und habe einfach kein Vertrauen mehr zu diesem ganzen Zeug.
Ich möchte es irgendwie noch schwerer machen.
HDT |