Forum

Einloggen | Registrieren | RSS  

Jürgen

E-Mail

25.10.2009,
09:40
 

Magnetspule für Klingel... (Elektronik)

Hallo. Ich habe eine Klingel. Die geht nimma. Spule hatte wohl nen kurzen.
Habe gestern abgewickelt und wollte die Länge des Drahtes messen und neu wickeln.
Der war aber so verschmorrt, das nix mehr anzufangen ist damit.

Die Klingel, also der Ton, gefällt mir aber so gut. Ich möchte mir daher die Arbeit antun,
und die Spule neu wickeln. Damit der Stössel angezogen wird, und bei Spannungswegfall
zieht die leichte Feder den Stössel zurück und läßt den zweiten Ton erklingen... :-)

Ich möchte die Klingel wenns geht mit 6V= betreiben. Oder 230V~ :-D
Wahnsinnig stark braucht das Magnetfeld nicht zu sein.

Beispiel (aus der Luft gegriffen) 6V / 100mA... oder 6V / 500mA
Oder, krasser Gegensatz... 230V~ so um die 5mA...

Es ist ja nur daß ich ungefähr hinkomme. Den Rest kann ich durch testen und Strommessen in der Praxis testen!
Aber ohne Anhaltspunkt tu ich mir schwer.

Wie kann ich das berechnen? Danke für alle Tipps
Mfg Jürgen

hws(R)

E-Mail

59425 Unna,
25.10.2009,
10:02

@ Jürgen

Magnetspule für Klingel...

» Damit der Stössel angezogen wird, und bei
» Spannungswegfall
» zieht die leichte Feder den Stössel zurück und läßt den zweiten Ton
» erklingen... :-)

ähnlichen Gong kaufen, Spule ausbauen.
Entweder passt die Spule so, oder abwickeln und gleiche Windungszahl auf das alte Teil.

» Ich möchte die Klingel wenns geht mit 6V= betreiben. Oder 230V~ :-D

Du willst doch wohl nicht 230V auf den Klingeltaster an der Tür legen :surprised: :confused:

Klingelanlagen funktionieren üblicherweise mit einm Klingeltrafo 6..8..10Volt AC. Und damit auch die üblichen Klingeln, Gongs .. usw.

» Beispiel (aus der Luft gegriffen) 6V / 100mA...

Der Gong nimmt sich schon an Strom das, was er braucht...

» Wie kann ich das berechnen?

Üblicherweise gar nicht, die 6V AC liegen durch den Klingeltrafo fest. Theoretisch könnte man mit Federkraft, Magnetfeld usw komplizierte Berechnungen ausführen, aber nimm einfach einen funktionierenden Gong und daraus die Spule oder die ganze Mechanik und deine alten Metalleisten, wo der Stößel draufhaut.

hws

Jürgen

E-Mail

25.10.2009,
10:22

@ hws

Magnetspule für Klingel...

» ähnlichen Gong kaufen, Spule ausbauen.
» Entweder passt die Spule so, oder abwickeln und gleiche Windungszahl auf
» das alte Teil.
Du hast mich aber auch wirklich gar nicht verstanden!
Die Alte Spule konnte ich nicht mehr ermitteln, Drähte verschmorrt etc.
» » Ich möchte die Klingel wenns geht mit 6V= betreiben. Oder 230V~ :-D
»
» Du willst doch wohl nicht 230V auf den Klingeltaster an der Tür legen
Hat das irgendwer behauptet?? Der Klinteltaster ist Potentialfrei und per Relais wird in dem Fall die Klingel ausgelöst!!!!!!!!!
»
» Der Gong nimmt sich schon an Strom das, was er braucht...
Grade darum gehts ja! Ich will das aufgrund der Spule die ich wickle vorher selber berechnen (annähernd)

--- so falsch hab ich mich dann auch wieder nicht ausgedrückt, wie du mich interpretierst!
nun gut, trotzdem danke!

Kann jemand anders noch auf meine eigentliche Frage eingehen?
Mfg, Jürgen

x y

25.10.2009,
10:58

@ Jürgen

Magnetspule für Klingel...

» Wie kann ich das berechnen?

Drahtdurchmesser messen, und anhand des Wickelfensters die Windungszahl berechnen.

Hartwig

25.10.2009,
11:05

@ Jürgen

Magnetspule für Klingel...

Hallo Jürgen,
Wäre die Spule für Gleichspannung zu berechnen, ist der Kupferwiderstand von Bedeutung. Du möchtest sie aber mit Wechselspannung betreiben - somit geht der Blindwiderstand mit in die Berechnung ein. Um jetzt aber alles zu berechnen, bräuchtest Due die magentischen Daten des Kernes sowie die erforderliche Kraft, um den Gong zu betätigen. Mechanische Anordnung, Reibung etc. sind natürlich auch zu berücksichtigen. Da Du aber diese Daten nicht hast, sollte Dir einleuchten, daß eine nachträgliche Berechnung der Spule ein sehr realitätsferner Weg ist. Was Du machen kannst: Du nimmst die verschmorte Spule und mißt die Dicke des Drahtes (Mikrometerschraube, bei dicken Drähten geht auch ein Meßschieber). Wenn Du dann die Sule ganz zerlegst, kannst Du ausmessen, wie Groß etwa der Querschnitt der Wicklung war. Teilst Du den Querschnitt der Wicklung durch den Leiterquerschnitt und multiplizierst das ganze mit dem "Füllfaktor", erhältst Du die ungefähre Windungszahl. Der Füllfaktor ist eine Zahl <1, die berücksichtigt, daß der Draht rund ist (also Luft zwischen den einzelnen Windungen liegt) und auch nicht mit optimaler Packungsdichte gewickelt wird. Auch die Lackisolierung sollte hier mit eingehen. Einfacher ist es wahrscheinlich, die Spule einfach neu zu wickeln, quasi geliche Geometrie und genauso voll. Dazu mußt Du den Draht kaufen und Dir nen Wickelkörper bauen etc. Daher ist der Vorschalg von HWS wirklich die einfachste und wohl auch billigste Lösung. Wickeln lassen geht natürlich auch - aber wenn der Wickler nicht gerade alles parat hat, dürfte das ganze teuer werden - ich schätze um 50€ oder sogar deutlich darüber.
Nochmal: Der Rat von HWS war bestimmt richtig, vielleicht hast Du eine andere Antwort erwartet - die aber aus besagten Gründen nicht bekommen - eben weil die Fragenach der Berechnung unrealistisch ist....
Viele Grüße
Hartwig

geralds(R)

Homepage E-Mail

Wien, AT,
25.10.2009,
11:41
(editiert von geralds
am 25.10.2009 um 11:44)


@ Jürgen

Magnetspule für Klingel...Reparatur - Wickeln der Spule

» » ähnlichen Gong kaufen, Spule ausbauen.
» » Entweder passt die Spule so, oder abwickeln und gleiche Windungszahl
» auf
» » das alte Teil.
» Du hast mich aber auch wirklich gar nicht verstanden!
» Die Alte Spule konnte ich nicht mehr ermitteln, Drähte verschmorrt etc.
» » » Ich möchte die Klingel wenns geht mit 6V= betreiben. Oder 230V~ :-D
» »
» » Du willst doch wohl nicht 230V auf den Klingeltaster an der Tür legen
» Hat das irgendwer behauptet?? Der Klinteltaster ist Potentialfrei und per
» Relais wird in dem Fall die Klingel ausgelöst!!!!!!!!!
» »
» » Der Gong nimmt sich schon an Strom das, was er braucht...
» Grade darum gehts ja! Ich will das aufgrund der Spule die ich wickle
» vorher selber berechnen (annähernd)
»
» --- so falsch hab ich mich dann auch wieder nicht ausgedrückt, wie du mich
» interpretierst!
» nun gut, trotzdem danke!
»
» Kann jemand anders noch auf meine eigentliche Frage eingehen?
» Mfg, Jürgen

---
Hallo Jürgen,

Ohne jetzt viel rechnen zu müssen:

Die Rechnung ist ähnlich wie für ein Relais.

Vorschlag für die Schnelle Reparatur:
Die Drahtstärke hast ja, denke ich mal. - Also mit Micrometerschraube den Durchmesser messen.

Den Lack von dem Draht musst noch rechnerisch abziehen, also 2x Lackdicke (vom Durchmesser, li,re).
Oder auf einem Stück den Lack abkratzen, messen, dann hast den Dr-Dm auch.
Damit hast den reinen Drahtdurchmesser.

Drahtdurchmesser:
d= 0,707*sqr(I) ; bei Rechnung mit Strom (I).

Deine Angabe, der Draht ist verschmort, ist nun natürlich schlimm.
Aber dieses Hindernis kann man überwinden.

--->> Wickle vorsichtig eine ganze Lage ab, oder zähle die oberste Lage.
Dann zähle die Lagen in die Tiefe.
Damit kannst die Anzahl der Windungen ausrechnen.

Der Spulenkörper ist normal definiert in mm² Fläche - eine Lage (also der runde Körperumfang ausgerollt), und dann auf die Höhe.
Damit passt mit diesem Drahtdurchmesser nur eine begrenzte Anzahl der Drahtdurchmesser in diesen Körper rein.

Somit kannst rein mechanisch mit Geometrie umrechnen.

Wenn du nun die Windungsanzahl hast, dann brauchst nur noch auf die Drahtlänge umrechnen.
Ist nur, falls du nur eine kleine Voratsspule hättest - zum eventuellen Nachkaufen.

Üblicher Weise, Achtung, ist eine innere Körperfläche und eine äußere Körperfläche definiert.
Wegen der Wickelungenauigkeiten, weil innen sind die Windungen enger, damit genauer im Umfang.
Nach außen hin wird der Umfang immer größer, spiralförmig naturgegeben.

Mit dem Äußeren machst eine Mittelung (ab 50% Körperumfang), dann kommst auf die Drahtlänge angenähert gut hin.

--> Ok, das alles ist nun für die Spule, für dessen Spannung diese ausgelegt war.!

zB 230V-AC.
ok -- wie wird es für 6V-AC -> Spannungsprozent! (13,80%) = gleich Windungsprozent plus Verlusttoleranzen.
= Windungsverhältnis, wie bei einem Trafo, bzw. Drossel.

==> Damit wäre auch die Windung 13,8% von der Gesamtwindung für die 230V-ige.
Mache 14%, dann sollte es passen.
Damit müsste es mit 6V-AC gehen.

So eine Klingel wird üblich für AC dimensioniert.
Damit ist sie bei DC nur bedingt verwendbar.
Die 6V-AC ist Nennspannung, jedoch nicht! DC Spannung. - Auf Effektivwert umrechnen -> Dann den Vorgang wiederholen.
Da kommst sicher auf eine höhere Windungszahl (schätze so rund 15,5% auf das vorige bezogen, statt rund 13,8%).

Spiele mal mit Nennwert, Effektivwert, Spitzenwert, arithm. Mittelwert; etc...

Kerngedanke hier - der R per Drahtlänge im Verhältnis zur angelegten Spannung ist der Rechner.
Der Drahtdurchmesser, damit ergebend Querschnitt ist für den Strom ausschlaggebend, damit auch für die Magnetisierung des Eisenkerns. Das änderten wir ja nicht. Ergibt sich lediglich die Spannungsänderung.

Also, genaue Berechungen => Relais Berechnung.

Das war nur mal ein gröberer Umschlag.

Mag sein, dass da einiges nicht genau ist, aber meistens passte es mir im groben Toleranzbereich.

Aber das Ganze ist rein im Logischen aufgesetzt, mit dem Daumen-%.

Die Blindanteile habe ich hier mal außen vor gelassen.
Die ändern sich im gleichen Verhältnis zur angelegten Spannung, bei gleichen Bauteil.
Wennst in den Verhältnisrechnungen drinnen bleibst, sollte es wenig Probleme damit geben.


Grüße
Gerald

--
...und täglich grüßt der PC:
"Drück' ENTER! :wink: Feigling!"

geralds(R)

Homepage E-Mail

Wien, AT,
25.10.2009,
11:46

@ x y

Magnetspule für Klingel...

» » Wie kann ich das berechnen?
»
» Drahtdurchmesser messen, und anhand des Wickelfensters die Windungszahl
» berechnen.

--
Warst schneller. :)
ok, ich hatte wohl mehr Sätze spendiert. :-P

Gerald
---

--
...und täglich grüßt der PC:
"Drück' ENTER! :wink: Feigling!"

olit(R)

E-Mail

Berlin,
25.10.2009,
11:52

@ Jürgen

Magnetspule für Klingel...

Hallo Jürgen
Wenn du den Gong nur reparieren willst und die alte Drahtstärke gemessen hast, kann dir die Windungszahl ziemlich gleichgültig sein. Du wickelst den Spulenkörper einfach wieder voll. Vorausgesetzt, du hast den Entsprechenden Lackdraht. Ist die Spule allerdings verbrand, weil der Gong mit höherer Spannung betrieben wurde als dessen Nennspannung, nützt eine eins zu eins Reparatur allerdings wenig. Da hilft nur mit dünnerem Draht zu experimentieren.

Gruß olit

x y

25.10.2009,
11:56

@ geralds

Magnetspule für Klingel...

» Warst schneller. :)

Wie ein junger Springinsfeld. ;-)


» ok, ich hatte wohl mehr Sätze spendiert. :-P

So kennen wir uns. :-)

geralds(R)

Homepage E-Mail

Wien, AT,
25.10.2009,
12:08

@ olit

Magnetspule für Klingel...

» Hallo Jürgen
» Wenn du den Gong nur reparieren willst und die alte Drahtstärke gemessen
» hast, kann dir die Windungszahl ziemlich gleichgültig sein. Du wickelst
» den Spulenkörper einfach wieder voll. Vorausgesetzt, du hast den
» Entsprechenden Lackdraht. Ist die Spule allerdings verbrand, weil der Gong
» mit höherer Spannung betrieben wurde als dessen Nennspannung, nützt eine
» eins zu eins Reparatur allerdings wenig. Da hilft nur mit dünnerem Draht
» zu experimentieren.
»
» Gruß olit

---
Hallo Thilo,

Es kann auch sein, dass die Spule einen mechanischen Schaden durch Einkerben, Eindrücken erlitt.
zB Quetschung, Schraubendreher.

Dann aus Neugier eingeschaltet - pengs!

Grüße
Gerald
---

--
...und täglich grüßt der PC:
"Drück' ENTER! :wink: Feigling!"

hws(R)

E-Mail

59425 Unna,
25.10.2009,
12:44

@ Jürgen

Magnetspule für Klingel...

» » ähnlichen Gong kaufen, Spule ausbauen.
» » Entweder passt die Spule so, oder abwickeln und gleiche Windungszahl
» auf
» » das alte Teil.
» Du hast mich aber auch wirklich gar nicht verstanden!
Doch, aber du hast nicht richtig gelesen ...

Du sollst einen NEUEN Gong kaufen und DESSEN Spule in deinen kaputten einbauen. Bzw die Windungszahl der neuen Spule (abwickeln) und den Drahtdurchmesser für die alte übernehmen ...

» Die Alte Spule konnte ich nicht mehr ermitteln, Drähte verschmorrt etc.

Deshalb sollst du ja auch die Spule aus einem NEUEN Gong nehmen. Denn meist ist auch der Plastik-Spulenkörper mit verschmort. Der neue Gong sollte daher ähnlich sein, Stärke der Feder, Abmessungen des "Hämmerchens" usw.

» Hat das irgendwer behauptet?? Der Klinteltaster ist Potentialfrei und per
» Relais wird in dem Fall die Klingel ausgelöst!!!!!!!!!
Ist allerdings nicht das Übliche.
Und dass ein Gong für die Klingel mit 230V betrieben wird, wäre schon recht selten - auch bei einem Relais.

» Grade darum gehts ja! Ich will das aufgrund der Spule die ich wickle
» vorher selber berechnen (annähernd)

Was steht denn auf deinem alten Gong drauf? irgendwo steht doch sicher xxV= oder xxV~ oder ähnliches. Und mit welcher Spannung wird denn der jetzige Gong betrieben?

hws

otti(R)

E-Mail

D,
25.10.2009,
20:40

@ olit

Magnetspule für Klingel...

» Hallo Jürgen
» Wenn du den Gong nur reparieren willst und die alte Drahtstärke gemessen
» hast, kann dir die Windungszahl ziemlich gleichgültig sein. Du wickelst
» den Spulenkörper einfach wieder voll. Vorausgesetzt, du hast den
» Entsprechenden Lackdraht. Ist die Spule allerdings verbrand, weil der Gong
» mit höherer Spannung betrieben wurde als dessen Nennspannung, nützt eine
» eins zu eins Reparatur allerdings wenig. Da hilft nur mit dünnerem Draht
» zu experimentieren.
»
» Gruß olit

Hi Olit,
Du sprichst mir aus der Seele.

Er hat vermulich einen Gong, der für eine bestimmte Spannung gebaut wurde (steht vermutlich drauf).
Den Spulenkörper kann man sich zur Not aus irgendwas in alter Größe bauen und dann Lackdraht drauf bis er voll ist. Alte Drahtstärke messen und sich den besorgen.

Wenn der alte Draht allerding vollständig verschmort ist und sich alles verpappt hat, dann ist sie wohl mal kurzfristig mit 230V betrieben worden.;-)

--
Gruß
otti
_____________________________________
E-Laie aber vielleicht noch lernfähig

Jürgen

E-Mail

25.10.2009,
21:12

@ Jürgen

Magnetspule für Klingel...

Ich danke euch allen für alle Tipps und Hinweise.

Soviel noch... Ausgelegt ist dieser Gong für 6V= oder 12V~
Man kann Batterien einlegen, dann gehts mit 6V, extra Kontakt vorhanden,
welcher Batt-Stromkreis dann schliesst -> klingeling.

Auf der Packung steht 8-12V
Den selben Typ gabs auch für 230V~
Auf der Packung sind beide angegeben. Bei 8-12V ist jedoch in diesem Fall eine Markierung.
Mein Typ ist also die 6V= oder 8-12V~ Klingeltrafo Variante.

230V Gongs sind keine so eine seltenheit nicht. Da wird an der Haustür ein ganz gewöhnlicher
230V Taster als Klingeltaster verwendet.

Und weil ich die Wicklung eben nun neu machen muss, und der Gong leider nicht
mehr zu bekommen ist, bin ich eben hier ins Forum gestolpert.

Ich denke ich will die Wicklung wieder für den Klingeltrafo auslegen. Also 12V~.
Aufgrund der Verkabelung ist bei mir jede Variante möglich.
Es stehen mir 6V= zur Verfügung. Sowie ein Klingeltrafo mit 8-12V~
und nicht zuletzt auch die 230V Variante.

Ich denke ich werde die Drahtdicke messen, habe aber leider kein Mikrometer.
Mal sehen ob ich in der Arbeit sowas finde. Und dann knall ich die Wicklung einfach
voll mit neuem Draht und probier was rauskommt.

Werde dann den Strom messen und so auf die "neue" Leistung Rückschlüsse ziehen.
Noch eine Frage: Grob gesagt:
Mehr Windungen bei Wechselspannung machen ein stärkeres Magnetfeld, zieht dann mehr Strom, so richtig?

Schön Grüß, Jürgen
PS: Der alte Spulendraht ist nur noch ein Kneuel Kupfer, teils verbrannt und verklebt :-|
Da läßt sich nur noch die dicke ermitteln.
Der Spulenkörper und die Mechanik etc sind jedoch nicht verletzt :-)
Ein, vermutlich feuerfestes Papier, war zur hälfte weggeschmorrt,
dies war als Schutz zwischen Spule und dem Plastikteil!
...gar nicht gewußt das die dinger so heiss werden :no:

Hartwig

26.10.2009,
06:36

@ Jürgen

Magnetspule für Klingel...

Hallo Jürgen:

» Grob gesagt:
» Mehr Windungen bei Wechselspannung machen ein stärkeres Magnetfeld, zieht
» dann mehr Strom, so richtig?

nicht ganz! bei mehr Windungen steigen der Kupferwiderstand und natürlich auch der Blindwiderstand, so daß für den gleichen Strom die Spannung erhöht werden muß!

Und dann würde ich herausfinden, warum das Ding verschmort ist! eine Klingel wird eigentlich nur wenige Sekunden (wenn überhaupt) vom Strom durchflossen, also muß da evtl. ein Taster "hängen" oder so (Beim Gong hört man das ja nicht)

Viele Grüße
Hartwig

Jürgen

E-Mail

26.10.2009,
07:52

@ Hartwig

Magnetspule für Klingel...

» Und dann würde ich herausfinden, warum das Ding verschmort ist! eine
» Klingel wird eigentlich nur wenige Sekunden (wenn überhaupt) vom Strom
» durchflossen, also muß da evtl. ein Taster "hängen" oder so (Beim Gong
» hört man das ja nicht)
»
» Viele Grüße
» Hartwig
Hallo Hartwig,
Der Gong war in meiner alten Wohnung montiert. Vor 4 Jahren sind wir gesiedelt.
Den Gong habe ich mitgenommen und der liegt seither im Keller rum.
Jetzt möchte ich die bestehende hier endlich durch meinen guten alten Gong ersetzen.
Weils nicht ging, kam ich eben auf den Fehler das die Spule tod ist.
Irgendwie setsam, aber ich vermute in der alten Whg wurde er mit der falschen Spg betrieben.
Es ging halt ziemlich lange gut. na ja, ich werd ihn auf jedenfall wieder neu wickeln.

...zu deiner Antwort zwecks Spule Strom und Blindwiderstand, ich glaub ich habs schon verstanden.
Ich wickel einfach mal eine gewisse Menge und probier ob das Magnetfeld genug ist.
Reichts nicht, so isolier ich den zentimeter Draht einfach wieder, den ich abisolieren musste um zu testen,
und leg noch ein paar Lagen an Windungen nach :-P

hws(R)

E-Mail

59425 Unna,
26.10.2009,
09:12

@ Jürgen

Magnetspule für Klingel...

» Ich wickel einfach mal eine gewisse Menge und probier ob das Magnetfeld
» genug ist.

Nein, einfach vollwickeln wie vorher.
Mit deinen Überlegungen zum Magnetfeld bist du teilweise evtl auf dem Holzweg.
Das Magnetfeld soll nur so stark sein, dass der Klopfer einmal gegen das Metallstück haut und dann von der Feder wieder etwas zurückgezogen wird und nicht mehr anliegt. Beim Ausschalten zieht die Feder den Klopfer zurück und durch den Schwung haut der auf das zweite Metallstück und wird von der Feder wieder in die Neutrallage gezogen.

Zu hohe Spannung (=zu hohes Magnetfeld) merkt man üblicherweise am Ton. Statt "diiinnngggg...dooonnnnggg" macht es "Plock-grrrrrrr...dooonnnnggg". Der Klopfer wird dauernd an das erste Metallstück rangedrückt.

Bei zu geringem Magnetfeld hört man (fast) nix. Der Klopfer kommt nicht bis an die Metallplatten.

» Reichts nicht, so isolier ich den zentimeter Draht einfach wieder, den ich
» abisolieren musste um zu testen,
» und leg noch ein paar Lagen an Windungen nach :-P

Eher: erstmal übervoll wickeln, wenn's zu viel war, wieder etwas abwickeln. Isolieren ist an so ner Stelle schlecht.

Gib mal Nachricht, wenn (und wie) es funktioniert hat.

hws