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roland1

E-Mail

11.10.2009,
14:07
 

Elko explosion3 (Elektronik)

Ich bin Elektronik-Lehrmeister
Es klingt vieleicht etwas blöld, aber ich möchte ein ELKO in die Luft jagen, um den neuen Lehrlingen zu zeigen, was da passieren kann. Wir habe nur relativ teure Speisegeräte( Hameg mit Strombegrenzung), und da wollte ich mich absichern. Kann so ein Speisegerät dabei kaputt gehen? Fliesst, wenn man den ELKO falscht polt ein hoher Strom (Kurzschluss) oder fast keiner?

x y

11.10.2009,
14:26

@ roland1

Elko explosion3

» Ich bin Elektronik-Lehrmeister
» Es klingt vieleicht etwas blöld, aber ich möchte ein ELKO in die Luft
» jagen, um den neuen Lehrlingen zu zeigen, was da passieren kann.

Wenn du das ELKO in die Luft jagen willst, wird Patrick aber sauer werden. Machs lieber mit einem Elko.


» Wir habe
» nur relativ teure Speisegeräte( Hameg mit Strombegrenzung), und da wollte
» ich mich absichern. Kann so ein Speisegerät dabei kaputt gehen? Fliesst,
» wenn man den ELKO falscht polt ein hoher Strom (Kurzschluss) oder fast
» keiner?

Du brauchst da keine Bedenken zu haben. Anfänglich fließt nur ein recht kleiner Strom, aber wenn dann das Diektrikum abgebaut ist, steigt der schnell an, es entsteht Überdruck durch Elektrolyse, und dann platzt der Junge auch schnell. Wie schnell bestimmt im Wesentlichen die Einstellung der Strombegrenzung, und natürlich die Druckfestigkeit des Elkos. Nimm welche mit eingeprägtem Berstventil, sieht man bei radialen Elkos deutlich auf der Oberseite.

Recht spektakulär ist das Ableben von Tantalelkos, wenn man sie verpolt betreibt, insbesondere wenn man sie verpolt an einen geladenen, dicken Al-Elko hängt. Bitte ggf Schutzbrille und Oropax bereithalten.

roland1

E-Mail

11.10.2009,
14:58

@ x y

Elko explosion3

» Recht spektakulär ist das Ableben von Tantalelkos, wenn man sie verpolt
» betreibt, insbesondere wenn man sie verpolt an einen geladenen, dicken
» Al-Elko hängt. Bitte ggf Schutzbrille und Oropax bereithalten.

Ich habs jetzt gerade einmal ausprobiert. Mann benötigt aber relativ hohe Spannungen, wenns nicht zu lange dauern sollte. Habe mal auf ein 0.5 A begrenzt und dann Spannung aufgedreht. Erst bei etwa 20 V ist er dann langsam abgegangen.

schaerer(R)

Homepage E-Mail

Kanton Zürich (Schweiz),
11.10.2009,
17:10

@ roland1

Eine Elko-Rakete! (war: Elko explosion3)

» » Recht spektakulär ist das Ableben von Tantalelkos, wenn man sie verpolt
» » betreibt, insbesondere wenn man sie verpolt an einen geladenen, dicken
» » Al-Elko hängt. Bitte ggf Schutzbrille und Oropax bereithalten.
»
» Ich habs jetzt gerade einmal ausprobiert. Mann benötigt aber relativ hohe
» Spannungen, wenns nicht zu lange dauern sollte. Habe mal auf ein 0.5 A
» begrenzt und dann Spannung aufgedreht. Erst bei etwa 20 V ist er dann
» langsam abgegangen.

Das Allugehaeuse des Elko ist dadurch fixiert, dass es an der Kunstoffplatte, wo die Drähte herauskommen etwas nach innen gebordelt ist. Wenn Du diese Stelle abfeilst und das Gehäuse nur noch locker sitzt, müsste das Gehäuse im Augenblick der Explosion wie eine Rakete wegfliegen.

Viel Spass.

--
Gruss
Thomas

Buch von Patrick Schnabel und mir zum Timer-IC NE555 und LMC555:
https://tinyurl.com/zjshz4h9
Mein Buch zum Operations- u. Instrumentationsverstärker:
https://tinyurl.com/fumtu5z9

Triceratops(R)

2xxxx,
13.10.2009,
00:57

@ schaerer

Eine Elko-Rakete! (war: Elko explosion3)

Hallo

Man sollte auf keinen Fall die Wirkung unterschätzen. Ich
hatte mal vor einiger Zeit einen Elko versehentlich falsch
herum gepolt und hatte mich logischerweise recht heftig
erschrocken, als der explodiert ist. Im nachhinein mußte
ich feststellen, daß ein Fragment sogar ein Loch in die
Gardine gerissen hatte - mal abgesehen vom penetranten
Gestank, der hier mitverursacht wird. Ach ja, der Fleck,
den das Dielektrikum damals verursacht hatte, ist heute
noch auf der Tischplatte zu sehen.

Daher sind Schutzmaßnahmen wie eine Brille unbedingt er-
forderlich!

Gruß, Thomas :no:

x y

13.10.2009,
01:19

@ Triceratops

Eine Elko-Rakete! (war: Elko explosion3)

» Ach ja, der Fleck,
» den das Dielektrikum damals verursacht hatte, ist heute
» noch auf der Tischplatte zu sehen.

Ein Aluminiumoxidfleck?

schaerer(R)

Homepage E-Mail

Kanton Zürich (Schweiz),
13.10.2009,
09:13

@ Triceratops

Eine Elko-Rakete! (war: Elko explosion3)

» Man sollte auf keinen Fall die Wirkung unterschätzen. Ich
» hatte mal vor einiger Zeit einen Elko versehentlich falsch
» herum gepolt und hatte mich logischerweise recht heftig
» erschrocken, als der explodiert ist. Im nachhinein mußte
» ich feststellen, daß ein Fragment sogar ein Loch in die
» Gardine gerissen hatte - mal abgesehen vom penetranten
» Gestank, der hier mitverursacht wird. Ach ja, der Fleck,
» den das Dielektrikum damals verursacht hatte, ist heute
» noch auf der Tischplatte zu sehen.
»
» Daher sind Schutzmaßnahmen wie eine Brille unbedingt er-
» forderlich!

Gut, dass Du das erwähnst und Deine Geschichte erzählst!. Ganz klar, man sollte ganz generell wissen was man tut, wenn man etwas Gefährliches unternehmen will, gleichgültig was es ist. Es geht bei dieser Allgemeinformulierung laengst nicht nur um Explosionen. Es betrifft alles, wo man danach sagen muss, dass man danach immer gescheiter ist. Genau das muss nämlich nicht sein, wenn man eine der typischsten menschlichen Engeschaften benutzt: Das Vorausdenken.

Natürlich funktioniert das nicht immer, wenn eine Sache zuwenig durchschaubar ist und deshalb die Voraussicht trübt, wobei das Eintrüben der Voraussicht auch ganz andere Ursachen haben kann: Der Allehol lässt grüssen.. :cool:

--
Gruss
Thomas

Buch von Patrick Schnabel und mir zum Timer-IC NE555 und LMC555:
https://tinyurl.com/zjshz4h9
Mein Buch zum Operations- u. Instrumentationsverstärker:
https://tinyurl.com/fumtu5z9