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s7enkoec

10.10.2009,
13:51
 

taster als schalter... funktioniert das so? (Elektronik)

hiho. mein lehrmeister hat mir die aufgabe gegeben eine steuerung zu entwerfen und unter anderm soll dort mit tastern geschaltet werden. nach einiger recherche und eigenen überlegungen ist das (siehe anhang) heraus gekommen. bevor ich das ganze aber teste wollte ich mir nochmal eine fachmännische auskunft einholen, ob das überhaupt so funktioniert, wie ich mir das vorgestellt habe.
die zwei kondensatoren habe ich eingebaut, dass der jk mit einem fest definierten anfangszustand startet. weil bedingung am anfang soll das geschaltete (in dem fall exemplarisch die LED) aus sein.

die frage ist jetzt ob das auch so in der praxis funktioniert (der 4.7u sorgt für lowpegel am j und der 47n triggert einmal den takteingang).

die andre frage wäre, ob der 47n zusätzlich auch reicht um den taster zu entprellen oder ob da noch mehr getan werden muss.

würde mich über hilfreiche antworten freuen,
grüße enrico



olit(R)

E-Mail

Berlin,
10.10.2009,
15:05
(editiert von olit
am 10.10.2009 um 15:26)


@ s7enkoec

taster als schalter... funktioniert das so?

» hiho. mein lehrmeister hat mir die aufgabe gegeben eine steuerung zu
» entwerfen und unter anderm soll dort mit tastern geschaltet werden. nach
» einiger recherche und eigenen überlegungen ist das (siehe anhang) heraus
» gekommen. bevor ich das ganze aber teste wollte ich mir nochmal eine
» fachmännische auskunft einholen, ob das überhaupt so funktioniert, wie ich
» mir das vorgestellt habe.
» die zwei kondensatoren habe ich eingebaut, dass der jk mit einem fest
» definierten anfangszustand startet. weil bedingung am anfang soll das
» geschaltete (in dem fall exemplarisch die LED) aus sein.
»
» die frage ist jetzt ob das auch so in der praxis funktioniert (der 4.7u
» sorgt für lowpegel am j und der 47n triggert einmal den takteingang).
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» die andre frage wäre, ob der 47n zusätzlich auch reicht um den taster zu
» entprellen oder ob da noch mehr getan werden muss.
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» würde mich über hilfreiche antworten freuen,
» grüße enrico
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Hallo s7...

Bei einem Flankengetriggertem FF solltest du die Entprellung des Tasters mit einer separaten Schaltung vornehmen, um dem Takteingang des FF steile Flanken anzubieten.
Um das FF, bei zuschalten der Betriebsspannung, in einen definierten Zustand zu bringen, solltest du die R S Eingänge benutzen. Mit dem J-Eingang müsstest du ja noch einen Taktimpuls generieren, damit das FF die Information übernimmt.

Gruß olit

HDT(R)

E-Mail

10.10.2009,
15:07

@ s7enkoec

taster als schalter... funktioniert das so?

Ich kann Dir aus Erfahrung sagen, daß es fast unmöglich ist, diese Funktion sicher theoretisch zu entwickeln. Grund: Die Flip-Flops müssen dabei immer irgendwie "vergewaltigt" werden. Also ohne ausprobieren fast Null Chancen. Ich kenne nur eine Schaltung mit dem Zähler 4017, wo das logisch-nachvollziehbar sicher aufgebaut werden kann. Alles andere ist zu 50% ausprobieren

HDT

Vielleicht findest Du hier noch Anregungen.

http://www.atx-netzteil.de/stromstossrelais_m_4013_4017_oder_4049.html

http://www.atx-netzteil.de/flip_flop_schaltungen.htm

schaerer(R)

Homepage E-Mail

Kanton Zürich (Schweiz),
10.10.2009,
17:13

@ s7enkoec

taster als schalter... funktioniert das so?

» hiho. mein lehrmeister hat mir die aufgabe gegeben eine steuerung zu
» entwerfen und unter anderm soll dort mit tastern geschaltet werden.

Hallo Enrico.

Möge der Gesang des Caruso stets mit Dir sein... :ok:

Wenn Du nach hiho ein Komma gesetzt hättest, koennte man meinen, Dein Lehrmeister ist ein Japaner. Oder haette da wirklich ein Komma anstatt ein Punkt hingehört? Fragen über Fragen... :confused: :lookaround: :confused:

OLIT und HDT sind bereits auf Dein Problem eingegangen. Ich antworte Dir ein wenig in einem andern Zusammenhang.

Ein reiner Takteingang sollte man immer stets so beschalten, dass er ein eindeutiges HIGH-LOW- oder LOW-HIGH-Signal mit hoher Flankensteilheit bekommt. Es gibt Datenblätter zu Flipflops und Registern wo drin steht, wie gross die maximale Rise- und Fall-Time sein darf. Sie liegt meist im unteren us-Bereich oder noch weniger.

Mit reinem Taktsignal meine ich, dass auf den Eingang kein IC-interner Schmitt-Trigger erfolgt, wie das z.B. beim CD4020 oder CD4040 der Fall ist. Da kann man das Eingangssignal natürlich beliebig langsam ansteigen und abfallen lassen, weil der Ausgang des IC-internen Schmitt-Trigger zum eigentlichen Takteingang des FF ein steilflankiges Taktsignal liefert.

Dazu kommt im vorliegenden Fall, wie bereits erklärt, dass ein Taster erstmal elektronisch entprellt werden muss. Siehe hier:
http://www.elektronik-kompendium.de/sites/dig/0210223.htm

Dass Dein Vorhaben mit den JK-Eingängen nicht funktioniert, hat man bereits geschrieben.

Wie kommst Du eigentlich auf die Idee zwischen /Q-Ausgang und GND ein Widerstand zu schalten? Welchen Zweck soll dieser 100k-Widerstand erfüllen? :lookaround:

Die Empfehlung, mit Flipflopschaltungen reichlich zu experimentieren, kann ich nur unterstreichen, wobei das ebenso auch für viele andere Schaltungen gilt. Elektronik kann man nicht nur "trocken" lernen, man muss sie auch erfahren und erleben und das macht erst auch noch Spass, den ich Dir sehr wünsche. :-D

--
Gruss
Thomas

Buch von Patrick Schnabel und mir zum Timer-IC NE555 und LMC555:
https://tinyurl.com/zjshz4h9
Mein Buch zum Operations- u. Instrumentationsverstärker:
https://tinyurl.com/fumtu5z9

HDT(R)

E-Mail

11.10.2009,
08:42

@ s7enkoec

taster als schalter... funktioniert das so?

nochwas...

Hat Dein Lehrmeister eigentlich festgelegt, daß die Schaltung rein elektronisch aufgebaut sein soll? Wenn Nein, dann bietet sich zuerst ein (mechanisches) Stromstoßrelais an, also das, was in der Installationstechnik umgangssprachlich "ELTAKO" genannt wird. (z.B. für Treppenhausbeleuchtung)


In schöner, kleiner Bauform als Printrelais gibt es das auch. Conrad 50 54 63-15 (9,42 Euro)


HDT