Jan
27.08.2009, 10:33 |
Signalbreite von Sensoren (Elektronik) |
Hallo,
Ich habe mal eine Frage zu der Signalbreite von Sensoren. Wieso besitzen die meisten Sensoren eine Signalbreite von 4-20mA? Wie kam man darauf sich auf gerade diese Spanne festzulegen?
Vielen Dank schonmal für eine Erklärung,
Jan |
sebastianh
27.08.2009, 11:10
@ Jan
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Signalbreite von Sensoren |
» Hallo,
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» Ich habe mal eine Frage zu der Signalbreite von Sensoren. Wieso besitzen
» die meisten Sensoren eine Signalbreite von 4-20mA? Wie kam man darauf sich
» auf gerade diese Spanne festzulegen?
»
» Vielen Dank schonmal für eine Erklärung,
» Jan
Wenn ich deine Frage richtig verstehe haben wir das der Firma Rosemount zu verdanken. Siehe dazu:
http://de.wikipedia.org/wiki/Highway_Addressable_Remote_Transducer |
Thomas Z
27.08.2009, 11:40
@ Jan
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Signalbreite von Sensoren |
» Hallo,
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» Ich habe mal eine Frage zu der Signalbreite von Sensoren. Wieso besitzen
» die meisten Sensoren eine Signalbreite von 4-20mA? Wie kam man darauf sich
» auf gerade diese Spanne festzulegen?
»
» Vielen Dank schonmal für eine Erklärung,
» Jan
Am Anfang waren es die Pneumatiker
0 bar geht nicht also waren die Regelungen 0,2 -1 Bar
elektrisch war mit 0,2V - 1V aber nix zu gewinnen also wars mal 2-10V
Da Spannungsquellen zu hochohmig waren und sich jede Störung eingefangen haben, war der Weg zur Stromregelung nicht allzu weit.
Mit 500 Ohm sind die Systeme ausreichen niederohmig und deutlich besser als Spannungsregelungen und daher ergaben sich die 4-20mA
Noch niederohmiger und damit noch Störungsfester wäre ja 4-20A aber das ........ |
geralds

Wien, AT, 27.08.2009, 11:57
@ Jan
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Signalbreite von Sensoren |
» Hallo,
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» Ich habe mal eine Frage zu der Signalbreite von Sensoren. Wieso besitzen
» die meisten Sensoren eine Signalbreite von 4-20mA? Wie kam man darauf sich
» auf gerade diese Spanne festzulegen?
»
» Vielen Dank schonmal für eine Erklärung,
» Jan
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Hallo Jan,
Dazu noch, 0mA gehen auch nicht. Das käme einem Kabelbruch gleich.
So fließt definiert mind. 4mA als "lebende Leitung", bzw. "lebender Nullpunkt".
In diesem Bereich hast dann deine Auswertung zu machen zw. 0% (4mA) und 100% (20mA).
Grüße
Gerald -- ...und täglich grüßt der PC:
"Drück' ENTER! Feigling!" |
x y
27.08.2009, 12:17
@ sebastianh
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Signalbreite von Sensoren |
» Wenn ich deine Frage richtig verstehe haben wir das der Firma Rosemount zu
» verdanken.
Ooch, andere haben das schon weit mehr als 50 Jahre vorher verwendet. |
x y
27.08.2009, 12:17
@ Thomas Z
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Signalbreite von Sensoren |
» Am Anfang waren es die Pneumatiker
Nö, vieel früher schon andere. |
Hartwig
27.08.2009, 12:26
@ Jan
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Signalbreite von Sensoren |
Hallo Jan,
ich bin nicht sicher, ob sich noch nachvollziehen läßt, wo dieser Standard her kommt. In der Steuerungs/Regelungstechnik ist die Stromschleifenschnittstelle offenbar von Beginn an eingesetzt worden, also etwa seit den 50er Jahren. Zuvor hatte man aber schon lange in der Telekommunikation gute Erfahrungen mit Stromschnittstellen gemacht (auch unser altes analoges Telefon beruht ja darauf!) Wichtig wurde dies dann bei den Fernschreibsystemen ( 40mA Stromschleife), daraus entstand dann später RS232, noch später auch mit 20mA. Die analoge Signalübertragung in der Meßtechnik kann also durchaus durch die Telekommunikation beeinflußt worden sein. Die Vorteile (Störsicherheit, siehe Posting von Thomas) liegen klar auf der Hand. Wichtig ist auch, daß der Einfluß der Leitungslänge keine Rolle spielt, so lange die treibende Spannungsquelle ausreicht. Damit ist der Vorteil der Stromschleifenschnittstelle in industrieller Umgebung wie Hüttenwerken oder Raffinerien eigentlich klar. Standard war/ist auch 0-20mA. 4-20mA (life zero) bringt weitere Vorteile: man erkennt sofort eine Leitungsunterbrechung. Auch ist auf diese Art eine Energieversorgung von z. B. Sensoren über die Signalleitung möglich, da ja auch im Ruhezustand immer Strom fließen muß. Es gibt (gab??) auch andere Standards wie z. B. 10-50mA - offenbar ist das aber nicht mehr gebräuchlich.
Ich gehe also davon aus, daß die Erfahrungen aus der Telekommunikation sowie praktische Bedürfnisse in der analogen Meßtechnik zu diesen Standards geführt haben, die eigentlich Hervorhebung von 4-20mA kann dann natürlich schon auf Marktdominanz von Herstellern oder Anwendern zurückgehen. (siehe Posting von Sebastian, nur kann ich das aus dem Link nicht nachvollziehen).
Viele Grüße
Hartwig |
Hartwig
27.08.2009, 12:29
@ geralds
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Signalbreite von Sensoren |
Hallo Gerald,
0-20mA geht schon, zumindest von der Firma Knick weiß ich daß man dort auch Meßverstärker wahlweise mit 4-20mA oder 0-20 mA bekommen konnte (und wahrscheinlich auch noch bekommen kann).
Viele Grüße
Hartwig |
Jan
27.08.2009, 12:38
@ Jan
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Signalbreite von Sensoren |
Vielen Dank für eure Antworten! 
Auf den Gedanken mit der Drahtbruchsicherung hätte ich auch selber kommen können...
Vielen Dank nochmal und noch einen angenehmen Arbeitstag,
Jan |
geralds

Wien, AT, 27.08.2009, 12:50
@ Hartwig
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Signalbreite von Sensoren |
» Hallo Gerald,
» 0-20mA geht schon, zumindest von der Firma Knick weiß ich daß man dort
» auch Meßverstärker wahlweise mit 4-20mA oder 0-20 mA bekommen konnte (und
» wahrscheinlich auch noch bekommen kann).
» Viele Grüße
» Hartwig
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Stimmt.
Zudem tentiere ich auch zu deiner Annahme, dass alles, ok,
das meiste was dem Informationstransport anbelangt,
dass dies aus der Telekommunikation stammt.
Ich erinnere mich auch an die Fernschreiber mit dem Schleifenstrom,
detto die Wählsysteme, als gelernter Nachrichtentechniker.
So wie ich lernte, war die Industrie noch lange nicht damit beschäftigt,
die Steuersignale auf diese Art auszulegen, wohingegen die
Telefon-Vermittlungsysteme so praktisch /damalige Technologie jetzt betrachtet/
längst "ausgereift" war.
- Mit Relaissystemen eben, bis nach 2.Weltkrieg, sogar in die 60er Jahre hinein.
Mit dem Transistor eben beginnend.
Die Fernwartung war mittels Telekom bewerkstelligt worden.
So mal meine dunkle Einschätzung nach.
Sicher gleichzeitig gings da auch vorran, klar.
Die wirkliche Verzahnung der beiden Technologien glaube
ich begann so mit Ende 70er, Anfang der 80er.
Gerald -- ...und täglich grüßt der PC:
"Drück' ENTER! Feigling!" |