L11L
20.08.2009, 18:14 |
gegengekoppelte Darlingtonstufe (Schaltungstechnik) |
Liebe Elektronikfreunde,
ich möchte heute ein Frage zu einem Transistorverstärker stellen.
Ich habe eine Darlingtonstufe aus 2 npn-Transitoren mit einem Doppel-T-Filter gegengekoppelt, um den Frequenzgang zu beeinflussen.
Die Schaltung ähnelt dem Bespeco Weeper, nur daß ein Darlingtonpaar eingesetzt wird, um die Schaltung auch als Eintaktminiendstufe (ca 30mW) verwenden zu können. Der Widerstand in der positiven Spannungversorgung wird dann durch einen Übertrager ersetzt. Kann ich über die Darlingtonstufe diese Kopplung anwenden oder würde es Probleme mit der Phasenlage geben ? Die Simulation ergibt eine unbefriedigende Schwingungsform.
Danke für Eure Tipps und Hinweise.
Gruß Lutz
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Hartwig
20.08.2009, 18:42
@ L11L
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gegengekoppelte Darlingtonstufe |
Hallo,
ich sehe da zwei Gegenkopplungszweige - der untere ist durch den Koppelkondensator eine Wechselspannungsgegenkopplung, aber dann ist da noch der 220k-Widerstand direkt vom Kollektor auf die Basis. Ich hab nichts nachgerechnet, aber ich glaube nicht, daß die Schaltung einen sinnvollen Arbeitspunkt hat - welche Spannung liegt denn im signalfreiem Zustand am Kollektor (Eingang muß dazu kurzgeschlossen sein, da die 22k auch direkt auf den Arbeitpunkt einwirken!). Gehören die 220k wirklich dahin?, nicht zwischen Basis und +Ub? Dann ergäbe sich nämlich ein Basisspannungsteiler zur Arbeitspunkteinstellung, wobei ich nachrechnen müßte, ob der so vernünftig dimensioniert ist.
Viele Grüße
Hartwig |
L11L
20.08.2009, 20:04
@ Hartwig
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gegengekoppelte Darlingtonstufe |
Hallo Hartwig,
ich bringe hier einmal den Ausschnitt vom Bespeco Weeper (Wah-Pedal), auf welchem meine Konstruktion fußt. Vielleicht erklären sich hier einige Dinge ...
Danke für deine schnelle Antwort
Gruß Lutz
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Hallo Lutz,
21.08.2009, 00:01
@ L11L
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gegengekoppelte Darlingtonstufe |
ja, das sieht schon anders aus - wie bist Du auf die geänderten Widerstandswerte gekommen?
Für die Arbeitspunkteinstellung durch Spannungsgegenkopplung gilt für die Kollektorspannung Uc = (1 + Rcb / Rb)* Ube (näherungsweise)
für die ursprüngliche Schaltung erhältst Du (1 + 3M3 / 220k) * 0,6 V = 9,6 V . Damit dürft die Betriebsspannung der Schaltung deutlich über 10V liegen????
Mit Deiner Dimensionierung bekommst Du eine höhere Kollektorspannung, weil Ube etwa 1,2V beträgt. Die Signalquelle kann so angeschlossen werden (eingezeichnet ist ein Funktionsgenerator), nur dient der 22K Widerstand ja der Arbeitspunkteinstellung - Jede Offsetspannung des Generators würde den Arbeitspunkt verschieben, Ein Koppelkondensator (findet man eher im Ausgang von Tongeneratoren) würde den 22k-Widerstand für die Arbeitspunkteinstellung wirkungslos machen!
Viele Grüße
Hartwig |
L11L
21.08.2009, 15:43
@ Hallo Lutz,
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gegengekoppelte Darlingtonstufe |
Hallo,
die RC-Kombination im Eingang ist eigentlich ein Tiefpaß, um höhere Frequenzanteile fernzuhalten. Ich denke, daß der 6.8nF-Kondensator die Funktionsweise der Stufe stark beeinträchtig, wenn er nach dem Eingangswiderstand kommt.
Im Grunde kann ich diesen Tiefpaß weglassen und auf den ursprünglichen Widersrand gehen.
Aber - meine Gegenkopplung über zwei Transistoren - geht das überhaupt? In der normalen Emitterschaltung wird die Phase um 180 Grad gedreht , um die Gegenkopplung zu ermöglichen. Macht der zweite Transistor diese Phasenlage zunichte ?
Vielen Dank und Grüße
Lutz |
Hartwig
22.08.2009, 17:13
@ L11L
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gegengekoppelte Darlingtonstufe |
Hallo Lutz,
grundsätzlich sollte das gehen, mehr dazu hier:
http://www.elektronik-kompendium.de/sites/slt/0411221.htm
Viele Grüße
Hartwig |
L11L
22.08.2009, 17:58
@ Hartwig
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vielen Dank für Deine Hilfe (owT) ! |
» Hallo Lutz,
» grundsätzlich sollte das gehen, mehr dazu hier:
» http://www.elektronik-kompendium.de/sites/slt/0411221.htm
» Viele Grüße
» Hartwig |