cmyk61

Edenkoben, Rheinland Pfalz, 12.10.2012, 18:22 |
Magnastat-Lötstation (Elektronik) |
Hallo zusammen,
ich weiß nicht ob ich mit meiner kleinen Entdeckung hier richtig bin. Aber ich mag Euch das keinesfalls vorenthalten.
Seit geraumer Zeit habe ich hier eine alte Magnastat-Löststation stehen deren Regelung nicht mehr ordentlich funktioniert. Mal zu heiß, mal zu kalt.
Jetzt hatte ich Gelegenheit mich der Propblematik anzunehmen und demontierte den Lötkolben. Der Schalter der von der Lötspitze gesteurt wird sitzt am Ende einer Stange die in die Heizung hinein ragt. Das Schaltelement selbst besteht aus einer Kontaktfeder mit zwei hintereinander geschalteten Kontaktkuppen. Das ganze wird von einer kleinen, durchsichtigen Haube abgedeckt. Nach dem Entfernen der Haube betrachtete ich das ganze unter einer Lupe und entdeckte, dass die Kontaktfeder ungleichmäßig betätig wurde. Eine Kontakt schloss nur recht unzuverlässig. Aber warum? keinerlei Abrieb an der Führung, kein Grat nichts. Alles sah (außer sauber) ganz ordentlich aus. Nun war mein ehrgeiz geweckt und ich besann mich meiner Fähigkeiten als Fernmelder (TÜP an EMD-WÄhlern in der KVST und HVST) und demontierte die komplette Einheit (ein Achssicherungsring) so dass ich alle Teile auf meinem Arbeitsplatz liegen hatte. Jetzt nur nicht husten *g*
Ich schnappte mir ein paar Putzstäbchen, etwas Isopropanol und reinigte alle Teile von dem leicht schmierigen Überzug, polierte die Federn und glättete die Kontaktkuppen. Wie neu.
Ich montierte alles und siehe da - beide Kontakte schlossen wieder gleichmäßig. Und die Lötstation konnte nach erfolgten Abschlusstest ihren Betrieb wieder aufnehmen.
Vielleicht macht dieser Bericht jemandem Mut elektromechanische Bauteile auf diese Weise wieder instand zu setzen.
Gruß
Ralf |
hws

59425 Unna, 12.10.2012, 20:37
@ cmyk61
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Magnastat-Lötstation |
» Vielleicht macht dieser Bericht jemandem Mut elektromechanische Bauteile
» auf diese Weise wieder instand zu setzen.
Ok, so einen hab ich auch noch. Ich schick ihn dir zwecks Service.
Aber seit ich wegen bleifrei Umstellung den WSD81 mit 80W und mechanisch sehr kurzen Lötspitzen und passender elektronischer Station habe, nehm ich nix anderes mehr.
Vorher hatte ich den Vorgänger mit 50W.
Und davor (ca 20..30 Jahre)den besagten Magnastat. Daneben eine Engel Lötpistole 100W - wirst du auch noch kennen.
hws |
otti

D, 12.10.2012, 22:03 (editiert von otti am 13.10.2012 um 12:36)
@ cmyk61
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Magnastat-Lötstation |
Nun war mein ehrgeiz
» geweckt und ich besann mich meiner Fähigkeiten als Fernmelder (TÜP an
» EMD-WÄhlern in der KVST und HVST) und demontierte die komplette Einheit
» (ein Achssicherungsring) so dass ich alle Teile auf meinem Arbeitsplatz
» liegen hatte.
TÜp -> Technische Überprüfung
(Für Nicht-Telekomer)
Meines Wissens wurden diese Lötkolben magnetisch gesteuert. Klar, der Kontakt muss sauber schalten. -- Gruß
otti
_____________________________________
E-Laie aber vielleicht noch lernfähig |
olit

Berlin, 12.10.2012, 22:25
@ otti
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Magnastat-Lötstation |
» Meines Wissens wurden diese Lötkolben manegtisch gesteuert. Klar, der
» Kontakt muss sauber schalten.
Hallo Otti
Ja! Es klickt ab und zu im Lötkolben.
Ein geniales Prinzip.
Ich bekam 1990 eine alte Weller Magnastat-Lötstation geschenkt. Die regelt bis heute störungsfrei die Temperatur. Die Temperatur kann durch Wechsel der Lötspitze verändert werden. In meiner relativ feinen Lötspitze ist eine 7 eingeschlagen. Das ist eine gute Temperatur für die Platinenlöterei.  |
otti

D, 12.10.2012, 23:00 (editiert von otti am 13.10.2012 um 12:35)
@ olit
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Magnastat-Lötstation |
» » Meines Wissens wurden diese Lötkolben manegtisch gesteuert. Klar, der
» » Kontakt muss sauber schalten.
»
» Hallo Otti
» Ja! Es klickt ab und zu im Lötkolben.
» Ein geniales Prinzip.
» Ich bekam 1990 eine alte Weller Magnastat-Lötstation geschenkt. Die regelt
» bis heute störungsfrei die Temperatur. Die Temperatur kann durch Wechsel
» der Lötspitze verändert werden. In meiner relativ feinen Lötspitze ist
» eine 7 eingeschlagen. Das ist eine gute Temperatur für die
» Platinenlöterei. 
Hallo olit,
ja, ich habe auch noch einen.
An den Löstspitzen ist ein Magnet in unterschiedlicher Ausführung, mit denen man die Temperatur bestimmt hat.
Ich weiß gar nicht wie alt meiner ist, aber er tut immer noch klaglos seinen Dienst.
Normal benutze ich den WECP-20, wenn es etwas gröber wird den Magnastat. -- Gruß
otti
_____________________________________
E-Laie aber vielleicht noch lernfähig |
schaerer

Kanton Zürich (Schweiz), 13.10.2012, 00:01
@ hws
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Magnastat-Lötstation als Taktgenerator... |
» » Vielleicht macht dieser Bericht jemandem Mut elektromechanische Bauteile
» » auf diese Weise wieder instand zu setzen.
»
» Ok, so einen hab ich auch noch. Ich schick ihn dir zwecks Service.
»
» Aber seit ich wegen bleifrei Umstellung den WSD81 mit 80W und mechanisch
» sehr kurzen Lötspitzen und passender elektronischer Station habe, nehm ich
» nix anderes mehr.
»
» Vorher hatte ich den Vorgänger mit 50W.
» Und davor (ca 20..30 Jahre)den besagten Magnastat. Daneben eine Engel
» Lötpistole 100W - wirst du auch noch kennen.
Ich hatte früher auch mal einen Magnastat. Es ärgerte mich immer wieder, wenn es dem Magnastat seinen Ehrgeiz packte und auch noch als Taktgenerator dienen wollte und meine TTL-Versuchschaltung in der Nähe beclockte.  -- Gruss
Thomas
Buch von Patrick Schnabel und mir zum Timer-IC NE555 und LMC555:
https://tinyurl.com/zjshz4h9
Mein Buch zum Operations- u. Instrumentationsverstärker:
https://tinyurl.com/fumtu5z9 |
Harald Wilhelms

13.10.2012, 12:08
@ cmyk61
|
Magnastat-Lötstation |
» Der Schalter der von der Lötspitze gesteurt
» wird sitzt am Ende einer Stange die in die Heizung hinein ragt.
Dieser Schalter ist als typisches Verschleißteil
m.W. auch heute noch als Ersatzteil erhältlich.
Wenn man genügend Zeit hat, kann man natürlich
auch die von Dir beschriebene Reparatur machen.
Wichtig ist m.E. das man die Schutzkappe nachher
wieder gut (möglichst luftdicht) verklebt, weil
sonst durch die Flussmitteldämpfe der Schalter
schnell wieder verschmutzt.
Gruss
Harald |
Leser
13.10.2012, 20:44
@ otti
|
Magnastat-Lötstation |
» » » Meines Wissens wurden diese Lötkolben manegtisch gesteuert. Klar, der
» » » Kontakt muss sauber schalten.
» »
» » Hallo Otti
» » Ja! Es klickt ab und zu im Lötkolben.
» » Ein geniales Prinzip.
» » Ich bekam 1990 eine alte Weller Magnastat-Lötstation geschenkt. Die
» regelt
» » bis heute störungsfrei die Temperatur. Die Temperatur kann durch
» Wechsel
» » der Lötspitze verändert werden. In meiner relativ feinen Lötspitze ist
» » eine 7 eingeschlagen. Das ist eine gute Temperatur für die
» » Platinenlöterei. 
»
» Hallo olit,
» ja, ich habe auch noch einen.
» An den Löstspitzen ist ein Magnet in unterschiedlicher Ausführung, mit
» denen man die Temperatur bestimmt hat.
Nein, der Magnet sitzt im Magnetschalter. An der Lötspitze ist ein Stückchen einer Eisen-Nickel-Legierung befestigt, das bei einer bestimmten Temperatur, der Curie-Temperatur, seine magnetischen Eigenschaften verliert. Der Magnet vom Magnetschalter wird dann nicht mehr angezogen und öffnet den Kontakt. Abhängig von der Legierung hat das Metallstückchen eine unterschiedliche Curie-Temperatur, was mit den eingestanzten Zahlen kenntlich gemacht ist. Die "7" bedeutet z.B. 370°C.
Hier ist noch eine Schnittzeichnung vom Innenleben eines Magnastat-Lötkolbens, Seite 6 des PDFs.
http://www.apexhandtools.com/german/spare_parts/weller/documents/OI_Magnastat.pdf |
otti

D, 13.10.2012, 22:02
@ Leser
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Magnastat-Lötstation |
» » » » Meines Wissens wurden diese Lötkolben manegtisch gesteuert. Klar,
» der
» » » » Kontakt muss sauber schalten.
» » »
» » » Hallo Otti
» » » Ja! Es klickt ab und zu im Lötkolben.
» » » Ein geniales Prinzip.
» » » Ich bekam 1990 eine alte Weller Magnastat-Lötstation geschenkt. Die
» » regelt
» » » bis heute störungsfrei die Temperatur. Die Temperatur kann durch
» » Wechsel
» » » der Lötspitze verändert werden. In meiner relativ feinen Lötspitze
» ist
» » » eine 7 eingeschlagen. Das ist eine gute Temperatur für die
» » » Platinenlöterei. 
» »
» » Hallo olit,
» » ja, ich habe auch noch einen.
» » An den Löstspitzen ist ein Magnet in unterschiedlicher Ausführung, mit
» » denen man die Temperatur bestimmt hat.
»
» Nein, der Magnet sitzt im Magnetschalter. An der Lötspitze ist ein
» Stückchen einer Eisen-Nickel-Legierung befestigt, das bei einer bestimmten
» Temperatur, der Curie-Temperatur, seine magnetischen Eigenschaften
» verliert. Der Magnet vom Magnetschalter wird dann nicht mehr angezogen und
» öffnet den Kontakt. Abhängig von der Legierung hat das Metallstückchen eine
» unterschiedliche Curie-Temperatur, was mit den eingestanzten Zahlen
» kenntlich gemacht ist. Die "7" bedeutet z.B. 370°C.
Ah, OK -Danke.
Dann haben die losen Spitzen einen Restmagnetismus, denn die haben Schräubchen auf dem Tisch usw. immer angezogen bzw. man konnte sie als Magnet benutzen. -- Gruß
otti
_____________________________________
E-Laie aber vielleicht noch lernfähig |
cmyk61

Edenkoben, Rheinland Pfalz, 13.10.2012, 22:10 (editiert von cmyk61 am 13.10.2012 um 22:10)
@ Harald Wilhelms
|
Magnastat-Lötstation |
Diesen Schalter habe ich als Ersatzteil in meiner Lötzeugskiste rumliegen - aber ich war zu geizig um den einzubauen - ich wollts einfach wissen.
Die Abdeckkappe ist im übrigen nur aufgeklipst (auch beim neuen) und nicht verklebt. Wobei es fraglich ist ob in das Gerät überhaupt die Dämpfe eindringen. Sonst wäre ja auch der Rest der Anordnung (Kabel etc) bedampft gewesen.
Gruß
Ralf
»
» Dieser Schalter ist als typisches Verschleißteil
» m.W. auch heute noch als Ersatzteil erhältlich.
» Wenn man genügend Zeit hat, kann man natürlich
» auch die von Dir beschriebene Reparatur machen.
» Wichtig ist m.E. das man die Schutzkappe nachher
» wieder gut (möglichst luftdicht) verklebt, weil
» sonst durch die Flussmitteldämpfe der Schalter
» schnell wieder verschmutzt.
» Gruss
» Harald |
GKvdG
14.10.2012, 10:22
@ cmyk61
|
Magnastat-Lötstation |
» Hallo zusammen,
»
» ich weiß nicht ob ich mit meiner kleinen Entdeckung hier richtig bin. Aber
» ich mag Euch das keinesfalls vorenthalten.
» Seit geraumer Zeit habe ich hier eine alte Magnastat-Löststation stehen
» deren Regelung nicht mehr ordentlich funktioniert. Mal zu heiß, mal zu
» kalt.
» Jetzt hatte ich Gelegenheit mich der Propblematik anzunehmen und
» demontierte den Lötkolben. Der Schalter der von der Lötspitze gesteurt
» wird sitzt am Ende einer Stange die in die Heizung hinein ragt. Das
» Schaltelement selbst besteht aus einer Kontaktfeder mit zwei
» hintereinander geschalteten Kontaktkuppen. Das ganze wird von einer
» kleinen, durchsichtigen Haube abgedeckt. Nach dem Entfernen der Haube
» betrachtete ich das ganze unter einer Lupe und entdeckte, dass die
» Kontaktfeder ungleichmäßig betätig wurde. Eine Kontakt schloss nur recht
» unzuverlässig. Aber warum? keinerlei Abrieb an der Führung, kein Grat
» nichts. Alles sah (außer sauber) ganz ordentlich aus. Nun war mein ehrgeiz
» geweckt und ich besann mich meiner Fähigkeiten als Fernmelder (TÜP an
» EMD-WÄhlern in der KVST und HVST) und demontierte die komplette Einheit
» (ein Achssicherungsring) so dass ich alle Teile auf meinem Arbeitsplatz
» liegen hatte. Jetzt nur nicht husten *g*
» Ich schnappte mir ein paar Putzstäbchen, etwas Isopropanol und reinigte
» alle Teile von dem leicht schmierigen Überzug, polierte die Federn und
» glättete die Kontaktkuppen. Wie neu.
» Ich montierte alles und siehe da - beide Kontakte schlossen wieder
» gleichmäßig. Und die Lötstation konnte nach erfolgten Abschlusstest ihren
» Betrieb wieder aufnehmen.
»
» Vielleicht macht dieser Bericht jemandem Mut elektromechanische Bauteile
» auf diese Weise wieder instand zu setzen.
»
» Gruß
»
» Ralf
Hallo,
ein kleiner Praxistipp:
in Reihe zum Schalter eine 24V Glühbirne mit 40W schalten. Beim Einschalten leuchtet sie üblicherweise auf. Brennt sie dauerhaft, so fließt maximal ein Strom von 1,7A - und deutet an, dass etwas nicht stimmt. Der Widerstand der Glühbirne indes ist so gering, dass ein intakter Schalter normal funktioniert.
Diesen Trick verwende ich auch bei der Fehlersuche an der KFZ-Elektrik an - in diesem Fall verwende ich eine H4-Birne mit durchgebranntem Abblendwendel und intaktem Fernlichwendel. Das spart mir den zweiten Mann und eine Hand voll Sicherungen.
Gruß Alf |
cmyk61

Edenkoben, Rheinland Pfalz, 14.10.2012, 14:11
@ GKvdG
|
Magnastat-Lötstation |
»
» Hallo,
»
» ein kleiner Praxistipp:
»
» in Reihe zum Schalter eine 24V Glühbirne mit 40W schalten. Beim
» Einschalten leuchtet sie üblicherweise auf. Brennt sie dauerhaft, so
» fließt maximal ein Strom von 1,7A - und deutet an, dass etwas nicht
» stimmt. Der Widerstand der Glühbirne indes ist so gering, dass ein
» intakter Schalter normal funktioniert.
» Diesen Trick verwende ich auch bei der Fehlersuche an der KFZ-Elektrik an
» - in diesem Fall verwende ich eine H4-Birne mit durchgebranntem
» Abblendwendel und intaktem Fernlichwendel. Das spart mir den zweiten Mann
» und eine Hand voll Sicherungen.
ha ha ha - copy and paste
»
» Gruß Alf |
Leser
14.10.2012, 14:25
@ cmyk61
|
Magnastat-Lötstation |
» »
» » Hallo,
» »
» » ein kleiner Praxistipp:
» »
» » in Reihe zum Schalter eine 24V Glühbirne mit 40W schalten. Beim
» » Einschalten leuchtet sie üblicherweise auf. Brennt sie dauerhaft, so
» » fließt maximal ein Strom von 1,7A - und deutet an, dass etwas nicht
» » stimmt. Der Widerstand der Glühbirne indes ist so gering, dass ein
» » intakter Schalter normal funktioniert.
» » Diesen Trick verwende ich auch bei der Fehlersuche an der KFZ-Elektrik
» an
» » - in diesem Fall verwende ich eine H4-Birne mit durchgebranntem
» » Abblendwendel und intaktem Fernlichwendel. Das spart mir den zweiten
» Mann
» » und eine Hand voll Sicherungen.
»
» ha ha ha - copy and paste
Warum "ha ha ha"? Ist durchaus gängige Vorgehensweise. Nicht nur bei KFZ-Elektrik.
» »
» » Gruß Alf |
cmyk61

Edenkoben, Rheinland Pfalz, 14.10.2012, 14:45
@ Leser
|
Magnastat-Lötstation |
Weil das MEIN Text war der hier zitiert wurde.
Und was hat dieses Zitat mit der ursprünglichen Fragestellung und den Antworten zu tun?
Nichts - daher mein ha ha ha - weil hier offenbar jemand infantil herumäfft.
» Warum "ha ha ha"? Ist durchaus gängige Vorgehensweise. Nicht nur bei
» KFZ-Elektrik.
»
»
» » »
» » » Gruß Alf |
Leser
14.10.2012, 15:27
@ cmyk61
|
Magnastat-Lötstation |
» Weil das MEIN Text war der hier zitiert wurde.
» Und was hat dieses Zitat mit der ursprünglichen Fragestellung und den
» Antworten zu tun?
»
» Nichts - daher mein ha ha ha - weil hier offenbar jemand infantil
» herumäfft.
Ach so! Sorry, war mir nicht aufgefallen.  |