matzischweinchen

Aachen, 29.09.2012, 08:13 (editiert von matzischweinchen am 29.09.2012 um 09:30) |
Drehspulinstrument (Elektronik) |
Hallo!
Ich hätte da mal 2 Fragen:
1.) Ich möchte mir ein Hochspannungsnetzgerät bauen. Die Internetseite ist hier: http://www.hcrs.at/ . Man findet dort unter "Elektrotechnik" und dann "40kV - Hochspannungsnetzgerät" den Schaltplan und so.
Mein Anliegen hier ist jetzt aber gar nicht die betreffende Schaltung, sondern dass meine Suche nach Drehspulinstrumenten zu keinem Erfolg führt. Es soll eines mit 1mA Vollausschlag für die Spannungsmessung sein, und das andere mit 5mA Vollausschlag für die Strommessung. Zu finden sind zwar etliche entsprechende Instrumente, aber halt nicht mit Einheit "5mA"-Vollausschlag für Strom, und nicht für "40kV" für Spannung. Also die Skalenteilung oder... hrmpf... wie soll ich das jetzt sagen... also dass unter der einen Skala halt steht "kV" und unter der anderen "mA".
Jetzt könnte ich ja mit nem Edding und mit einer Normschriftschablone oder so einfach das Skalenblatt selber beschriften... doch ich möchte die Freaks hier mal fragen, wie ich das am elegantesten angehen könnte!
Das zweite:
2.) Am liebsten wäre mir das aber alles mit digitalen Messinstrumenten, die gibt es ja sehr günstig beim Chinesen; NUR: Die spinnen halt, wenn sich innerhalb von einem oder so Meter Radius ein hochfrequentes und hochgespanntes elektrisches Feld befindet, womöglich noch Funken/Entladungen stattfinden, die man mit so 'nem Hochspannungsnetzteil nun mal fabriziert.
Weiss da einer nen Tipp, wie ich mir da behelfen kann? Eine Abschirmung des Messmoduls wird wahrscheinlich nix nutzen, weil die Oberwellen und Störstrahlungen und so da über die Versorgungsspannung schon ausreichen, den AD - Wandler der Anzeigemodule zum Spinnen zu bringen (dieses Problem ist ja bei mechanischen Messgeräten so nicht gegeben).
Matthes grüßt aus Aachen --
Greets from Aix-la-chapelle
Matthes |
Hartwig
29.09.2012, 10:22
@ matzischweinchen
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Drehspulinstrument |
Hallo,
Du nimmst ein Drehspulinstrument das entweder genau der Vorgabe 1mA/5mA entspricht, oder aber ein empfindlicheres Instrument, dass Du dann mit einem Shunt auf die Empfindllichkeit bringst.
Dann öffnest Du das Instrument, bei allen mir bisher untergekommenen Instrumenten war die Skala mit 2 Schrauben befestigt. Die genauen Maße jetzt in ein CAD- oder Zeichenprogramm übernehmen, dabei gleich auf die Kalibrierung des Druckers achten. Dann die Skala zeichnen, ausdrucken und montieren. Die eigene Skala kann meist auf der vorhandenen angebracht werden. Bei Verwendung von Papier als Träger ist zu berücksichtigen, dass sich das durch die Luftfeuchtigkeit werfen kann - also evtl. bedruckbares Kunstoffmaterial benutzen. Das wars schon.
Hartwig |
Gerd
29.09.2012, 12:56
@ Hartwig
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Drehspulinstrument |
Hallo,
Papier ist o.k., einfach vollflächig mit Holzkaltleim aufkleben. Hab ich öfter schon so gemacht. Durch Zufall bin ich mal an einige Bogen glänzendes Papier gekommen, welches nicht ganz so weiß ist wie modernes Kopierpapier. Das sieht dann, gerade bei älteren Instrumenten, wesentlich besser aus und ist auch besser ablesbar, da der Kontrast geringer ist.
Am besten ist es, die originale Skala einzuscannen und die Teilung zu übernehmen.
Hier mal ein Beispiel
Ausgangssituation:

und das Ergebnis:

Bei Kunststoff besteht die Gefahr elektrostatischer Aufladung und deren Kraftwirkung auf den Zeiger. Das Problem tritt ebenfalls auf, wenn man eine zerbrochene Glasscheibe durch Kunststoff ersetzt.
Gruß Gerd -- Ein Tröpfchen Öl von Zeit zu Zeit
trägt vieles bei zur Haltbarkeit!
I got 14 channels of shit in the TV.... Pink Floyd |
gast*
29.09.2012, 14:17
@ matzischweinchen
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Drehspulinstrument |
» Hallo!
»
» Ich hätte da mal 2 Fragen:
»
» 1.) Ich möchte mir ein Hochspannungsnetzgerät bauen. Die Internetseite ist
» hier: http://www.hcrs.at/ . Man findet dort unter "Elektrotechnik" und
» dann "40kV - Hochspannungsnetzgerät" den Schaltplan und so.
»
» Mein Anliegen hier ist jetzt aber gar nicht die betreffende Schaltung,
» sondern dass meine Suche nach Drehspulinstrumenten zu keinem Erfolg führt.
» Es soll eines mit 1mA Vollausschlag für die Spannungsmessung sein, und das
» andere mit 5mA Vollausschlag für die Strommessung. Zu finden sind zwar
» etliche entsprechende Instrumente, aber halt nicht mit Einheit
» "5mA"-Vollausschlag für Strom, und nicht für "40kV" für Spannung. Also die
» Skalenteilung oder... hrmpf... wie soll ich das jetzt sagen... also dass
» unter der einen Skala halt steht "kV" und unter der anderen "mA".
»
» Jetzt könnte ich ja mit nem Edding und mit einer Normschriftschablone oder
» so einfach das Skalenblatt selber beschriften... doch ich möchte die
» Freaks hier mal fragen, wie ich das am elegantesten angehen könnte!
»
»
» Das zweite:
»
» 2.) Am liebsten wäre mir das aber alles mit digitalen Messinstrumenten,
» die gibt es ja sehr günstig beim Chinesen; NUR: Die spinnen halt, wenn
» sich innerhalb von einem oder so Meter Radius ein hochfrequentes und
» hochgespanntes elektrisches Feld befindet, womöglich noch
» Funken/Entladungen stattfinden, die man mit so 'nem Hochspannungsnetzteil
» nun mal fabriziert.
»
» Weiss da einer nen Tipp, wie ich mir da behelfen kann? Eine Abschirmung
» des Messmoduls wird wahrscheinlich nix nutzen, weil die Oberwellen und
» Störstrahlungen und so da über die Versorgungsspannung schon ausreichen,
» den AD - Wandler der Anzeigemodule zum Spinnen zu bringen (dieses Problem
» ist ja bei mechanischen Messgeräten so nicht gegeben).
»
» Matthes grüßt aus Aachen
zu 1.
Instrument öffnen
Skala losschrauben, ist meist mit zwei Schräubchen befestigt
Skalenblatt vorsichtig herausziehen, ohne den Zeiger zu verbiegen
Skala mit hoher Auflösung einscannen
In Grafikprogramm einlesen und wunschgemäss bearbeiten (ich nehme hierfür CorelDraw)
Dann auf normales oder besser auf beschichtetes Papier ausdrucken und ausschneiden, Löcher und Ausschnitte stanzen und ausschneiden
Mit Sprühkleber, der nicht durchschlägt, sog. Montagekleber, aufkleben und mit Gummirolle kräftig aufdrücken. Am besten, wenn möglich auf die Rückseite des Skalenblattes, dann bleibt die Originalskala erhalten.
Hier ein Beispiel wie ich von einem Drehspulinstrument Kyoritsu KM-66, die Skala passend für mein Kapazitätsmessgerät geändert habe:


zu 2.
In meiner alten Firma hatten wir eine Industrieröntgenanlage. Im Steuergerät waren auch zwei LCD-Module für Spannung und Strom eingebaut. Dort wurden max. 300 kV und max. 30 mA gemessen. Beide Module waren ganz normal auf der Frontplatte befestigt und verdrahtet. Allerdings war der Vorwiderstand für die 300 kV-Messung nicht direkt hinter das Voltmeter gelötet . Warum sollte es da Probleme geben? Wenn du aber Experimente mit HF machst (was bei der Seite von hcrs zu vermuten ist), dann solltest du natürlich über entsprechende Abschirmungen nachdenken. |
gast*
29.09.2012, 14:20
@ Gerd
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Drehspulinstrument |
» Hier mal ein Beispiel
»
» Ausgangssituation:
» 
»
» und das Ergebnis:
» 
»
»
Das untere sieht ja richtig steril aus. Warum hast du das nicht einfach ein wenig ausgebessert? Mit weißem und schwarzem Pfülzschreiber z.B. |
hws

59425 Unna, 29.09.2012, 15:08
@ matzischweinchen
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Drehspulinstrument |
» sondern dass meine Suche nach Drehspulinstrumenten zu keinem Erfolg führt.
» Es soll eines mit 1mA Vollausschlag für die Spannungsmessung sein,
1mA Drehspulinstrumente gibt es käuflich zu erwerben. Damit allerdings 40kV messen? Macht 40W Verlustleistung im Vorwiderstand
» andere mit 5mA Vollausschlag für die Strommessung. Zu finden sind zwar
» etliche entsprechende Instrumente, aber halt nicht mit Einheit
» "5mA"-Vollausschlag für Strom,
Also 5mA Vollausschlag und eine Skala bis 5mA sollte es geben.
» und nicht für "40kV" für Spannung.
Eine Firma, die HochspannungsNetzgeräte herstellt, dürfte auch die haben. Aber vermutlich die Skala wie hier beschrieben "selbst gemacht".
Evtl statt Einzelstücke mit Drucker und aufgeklebtem Papier, die weißen Skalen per Sieb- oder Tampondruck erstellt.
hws |
Gerd
29.09.2012, 16:33
@ gast*
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Drehspulinstrument |
» Das untere sieht ja richtig steril aus. Warum hast du das nicht einfach
» ein wenig ausgebessert? Mit weißem und schwarzem Pfülzschreiber z.B.
na rate mal....
Als ich die Skala wieder aus dem scanner genommen habe, blieb ein Drittel der noch vorhandenen Lackierung mitsamt Beschriftung einfach auf dem Glas liegen.... -- Ein Tröpfchen Öl von Zeit zu Zeit
trägt vieles bei zur Haltbarkeit!
I got 14 channels of shit in the TV.... Pink Floyd |
Erhard
29.09.2012, 16:39
@ hws
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Drehspulinstrument |
» Evtl statt Einzelstücke mit Drucker und aufgeklebtem Papier, die weißen
» Skalen per Sieb- oder Tampondruck erstellt.
»
» hws
Skalen lassen sich zB bequem mit dem 'Front Designer' von Abacom erstellen.
http://www.abacom-online.de/html/frontdesigner.html
lg |
matzischweinchen

Aachen, 29.09.2012, 20:31
@ Gerd
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Drehspulinstrument |
Hallo Freaks!
Klasse, alles gute Ideen! Dass ich da nicht selber druffgekommen bin...
DAnke vielmals!
--
Greets from Aix-la-chapelle
Matthes |
matzischweinchen

Aachen, 29.09.2012, 20:46 (editiert von matzischweinchen am 29.09.2012 um 20:59)
@ gast*
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Drehspulinstrument |
Hallo!
Also ich sach mal so: Mein McPower - Netzteil, das ist ein ganz neues. Und wenn ich damit meinen Diodenplittrafo betreibe, dann spielen die grüne und die rote Anzeige verrückt und zeigen kryptisch flimmernde Zeichen. Also sowohl das Spannungs- als auch das Strommessinstrument reagieren sehr empfindlich, wenn es nur zu einer kleinen Sprühentladung kommt, noch nicht mal zu nem Funken. Alleine wenn es am Drahtende nur so leise zischelt, dann spinnen die Anzeigen. Und funktionieren erst wieder richtig, wenn ich das Netzteil aus- und wieder einschalte. Abblockkondis tun auch nicht helfen.
Naja, ich werde mal meine Versuche machen, dass es nur so britzelt und Funken 'raushaut und raucht und kanllt 
Da fällt mir noch was ein: Es gibt doch diese Ferritperlen fürzum über den Anschlussdraht zu stecken. Könntge das auch helfen? --
Greets from Aix-la-chapelle
Matthes |