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Netzteil 100V 1A (Elektronik)

verfasst von Hartwig(R), 14.05.2019, 10:20 Uhr
(editiert von Hartwig am 14.05.2019 um 11:08)

Hallo,
willst Du das Netzteil nicht nur als reine Spannungsversorgung einsetzen, sondern auch mal Konstantströme z.B. für Kennlinienaufnahmen vorgeben, so sollte man insbesondere auf den unteren Strombereich, also etwa <100mA achten (dort benutzt man das Netzteil wohl auch bei den üblichen Anwendungen am häufigsten). Bei vielen Netzteilen findet man in den Daten kaum Angaben zur Stromregelung (wohl nicht ganz ohne Grund). Sucht man diese Werte bei kommerziellen Geräten so findet man erstaunliches, z.B. das HP6634A, 0-100V / 1A: PARD (Noise und Ripple von 20Hz bis 20MHz) für Konstantstrom ist mit 2mA rms angegeben. Praktisch rechne ich jetzt mal: ich schicke 50mA durch 100Ohm - da messe ich 5V am Widerstand. Bei 2mA rms PARD ist dem jetzt eine Störspannung von 200mV überlagert - 4%. Wobei bestimmt gelegentlich Spitzen von bis zu 1V auftreten. Viele einfache Geräte zeigen deutlich schlechtere Werte im Konstantstrombetrieb. Noch bessere Netzgeräte speziell für Messzwecke erreichen erreichen beim Strom einen PARD im Bereich unter 500µA.
Teil dieser Problematik ist die Strommessung. Und da wäre ich mir bei Deinem Design nicht sicher: Wenn ich bei den 50mA bleibe, dann macht das pro Längstransistor etwa 8,35mA. Mit dem 0.5Ohm-Shunt sind das grob 4,2mV, sehr niederohmig. Aber das Signal liegt mehrfach auf der verdrahteten "Backplane" . Hier sehe ich ein erhebliches Potenzial für EMI - Einkopplung, gerade die magnetischen Komponenten sind praktisch nicht abzuschirmen und einige µV sind schnell erreicht. Da spielt es keine Rolle wie niederohmig gemessen wird. Neben den Regeleigenschaften (der 358 ist ja nicht der schnellste, was auch Vorteile haben kann) sehe ich hier das größte Problem - so Dir diese Werte wichtig sind. Ich würde jetzt noch nichts ändern, aber das wäre aus meiner Erfahrung ein erster Schritt bei den Messungen am Aufbau. Da bei DIr durch die relativ lange Leitungsführung im Regelkreis durchaus Probleme auftreten können, würde ich zumindest im Platinenentwurf Serienwiderstände an den OPV-Ausgängen einplanen.
Grüße
Hartwig



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