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Geräuschverminderung durch Phasenverschiebung (Elektronik)
» Hallo,
»
» ich suche einen Schaltplan für eine Geräuschverringerung durch
» Phasenverschiebung, ähnlich wir ANC bei Kopfhörern.
» Die Schaltung müsste ein Microeingang haben und das aufgenommene Geräusch
» phasenverschoben über einen Lautsprecher ausgeben..
» Schonmal vielen Dank für evtl. Antworten
Hallo, die Idee ist ja, am Ohr das Störgeräusch zu kompensieren, indem man es gegenphasig einspielt. Das geht recht gut, da sich alles auf sehr geringen Distanzen abspielt - der "Wiedergaberaum" liegt ja zwischen Trommelfell und Schallwandler des Kopfhörers.
Diese Konzept ist in der Akustik nicht neu - teilweise wird es unter ganz bestimmten Bedingungen zur Geräuschreduzierung im Arbeitsschutz eingesetzt. Vor gefühlt ~30Jahren hat man so auch versucht, über das Autoradio im Innenraum des KFZ die Geräusche zu reduzieren. Erfolg hatte das nicht. Ein Grund dafür war, dass durch die räumlich bedingten Signallaufzeiten die Kompensation im wesentlichen an einem Ort wirkte, aber z. B. bereits für einen weitere Person deutlich reduziert war. Die Anpassung müsste daher eher durch eine Laufzeitverzögerung (für alle Frequenzen gleich) als durch eine korrigierende Phasenverschiebung (frequenzabhjängig) erfolgen. Dann spielt aber noch die Raumakustik eine bedeutende Rolle - ein nichtlinearer Frequenzgang des Raumes würde die Dämpfungsmaßnahme ebenfalls reduzieren. Im Gegensatz zur "einfachen" ANC bei Köpfhören bräuchtest Du also eine genau angepasste Filterung des Kompensationssignales für eine wirksame Störgeräuschkompensation. Die Problematik mit dem Hörort wird bleiben. Das wäre durch eine aufwändige räumliche Erfassung und Kompensation des Störsignales (evtl. mehrkanalig) vielleicht zu machen - und bräuchte wohl mindesten einen DSP der dann auch anlernbar sein sollte. Mit einer Filterschaltung wird der Aufwand riesig. Bei den paar Millimetern im Kopfhörer braucht es das alles nicht.
Ohne vorherige genaue Betrachtung der örtlichen und technischen akustischen Gegebenheiten wird man kaum viel dazu sagen können. Mag sein, dass das mit DSPs automatisch zu lösen ist - nur wäre das kein Selbstbauprojekt für Einsteiger.
Trotzdem vieln Erfolg!
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