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mit 18 Volt auf 16 Volt Elko?!? (Elektronik)
» Also zwei 100µF/16V hintereinander ergeben 50µF/32V.
Auch wenn es jetzt schon einige Kommentare gab, daß man das problemlos so machen können, will ich doch mal etwas Essig in den Wein kippen. Sicherlich kann man so mal schnell etwas ausprobieren, wenn andere Mittel fehlen, aber es ist und bleibt eine üble Bastelei. Ich hoffe, daß niemand soetwas in Serie einsetzt, schon garnicht in einer Steuerung für eine Gasheizung oder in einem Herzschrittmacher. Ich will nicht mal in einer S-Bahn, geschweige denn in einem Flugzeug sitzen, das eine solche Steuerung hat.
Selbst wenn man hundert solcher Geräte gebaut hat und alle haben "mal" funktioniert, garantiert keiner für das hunderterste und keiner für die Funktion nach der Garantiezeit. Durch Exemplarstreuungen sind die Kapazitäten und die Leckwiderstände niemals gleich. Das führt im ungünstigen Fall nach mehrmaligem Einschalten und zwischenzeitlichem Teilentladen dazu, daß der kleinere Kondensator mit dem geringeren Leckstrom immer höher aufgeladen wird, bis er letztlich die gesamte Spannung aushalten muß. Beim Entladen kann es wie bei in Serie geschalteten Akkus passieren, daß sich die Polarität umkehrt. Das mögen Elkos nun überhaupt nicht gerne.
Die parallel gechalteten Widerstände relativieren beide hier genannten Effekte, müssen aber so klein wie möglich sein, um immer weiter auf die sichere Seite zu kommen. Damit macht man aber die Wirkung der Kondensatoren zunichte. Jeder Wert ist also ein Kompromiss.
Also kurz und gut: laß den Mist!
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