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thePowerOfAnalogue(R)

22.08.2021,
18:01
 

Dimensionierung OPV-Grundschaltungen (Schaltungstechnik)

Hallo zusammen,

ich bräuchte da mal einen Tipp: Die OPV-Grundschaltungen sind mir im wesentlichen vertraut, auch die Berechnungsformeln sind im Grunde kein Problem, aber die sind ja nicht eindeutig. Beispiel: Wenn ich einen Summierverstärker bauen will (der Einfachheit halber mit Vu=1), dann sind alle Widerstände gleich groß! Aber wie groß wähle ich sie? Ein hoher Eingangswiderstand ist wünschenswert, aber ich kann ja meine Widerstände sicher nicht beliebig groß wählen?! Habe bisher immer 10K genommen, aber eher nach dem Motto, "... denn sie wissen nicht, was sie tun!" :-D Welche Eigenschaften des realen OPV lassen mich da an eine Art natürliche Grenze stoßen?

Mit Dank für eine Klärung oder einen Hinweis

Andreas

xy(R)

E-Mail

22.08.2021,
18:37
(editiert von xy
am 22.08.2021 um 18:37)


@ thePowerOfAnalogue

Dimensionierung OPV-Grundschaltungen

» Welche Eigenschaften des realen OPV
» lassen mich da an eine Art natürliche Grenze
» stoßen?

Eingangswiderstand (bzw. input bias current), Ausgangswiderstand, und natürlich die Impedanz der Signalquelle.

Und denke auch ans Widerstandsrauschen.

Mikee

22.08.2021,
19:46

@ thePowerOfAnalogue

Dimensionierung OPV-Grundschaltungen

Hallo,

das war schon gar nicht mal so schlecht.
Nein, das war schon so ziemlich der Idealwert, den Du genommen hast.

10k, klein genug, damit es nicht zu viel rauscht, und groß genug, als dass eigentlich
alle Quellen (CD-Player, Tuner, Handy, MP-3 Player, etc.) mit der Last zurecht kommen sollten.

Bei bipolaren OpAmps sind die Widerstandswerte meist kleiner als bei FET-OpAmps.
Oder anders gesagt, wenn die Widerstände sehr groß werden sollen (ab rund 1MegaOhm)
sind FET OpAmps meist(!) im Vorteil.

Je größer die Widerstände, desto eher spielt die Eingangskapazität eine Rolle und begrenzt
den Frequenzgang nach oben hin.

Manche OpAmps sind intern frequenzkompensiert, d.h. sie sind i.A. stabil was wildes Schwingen angeht.
Andere sind es erst ab einer bestimmten Mindestverstärkung (z.B. NE5534 ab V=3), diese muss
man ggf. selbst kompensieren wenn die Verstärkung sehr klein sein soll.

Meist hilft das Datenblatt des Herstellers bei all den Fragen weiter.

Mikee