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Mikee

22.12.2020,
21:08
 

Linear ist nicht linear - zumindest manchmal (Elektronik)

Hi Leute,

ich kenne ja Alps Motorpotis und die funktionieren gut.
Jetzt brauchte ich aber eines mit 2,5k, üblich werden nur 10k und 100k lin und log angeboten.
Da war ich ganz glücklich, dass ich ein sechsfach Poti in der Bucht fand.
Hersteller unbekannt, es sind nur zwei Zeichen aufgedruckt.

Das Poti soll linear sein.
Bei 270° Drehwinkel und 10k pro Schleifbahn sieht es aber so aus, dass sich der Widerstand
auf den ersten 90° nur von 0 auf 0,5k ändert, dann von 90-180° sich von 0,5k auf 11,0k
ändert, um dann im letzten Drittel von 11,0k auf 11,5k zu steigen.

Unter linear verstehe ich was anderes!

Ergo: Das nächste Poti ist wieder von Alps.

Mikee

Sel am Handy

23.12.2020,
07:20

@ Mikee

Linear ist nicht linear - zumindest manchmal

Markenware hin oder her... Man kann auch damit richtigen Schrott erwerben. Besonders wenns ums Thema geplantes vorzeitiges Ableben geht. Um das mal irgendwie auf Deutsch zu sagen.

Bei Marke ist zugegeben die Qualität sicher gewährleistet, jedoch der Preis dafür unverhältnismäßig hoch. Mag sein das das für einige Anwendungen angebracht und notwendig ist. Hier die Linearität, woanders der Temperaturkoeffizient. Und das es zum Bauelement ein Datenblatt gibt, dessen Aussagen auch eingehalten werden. Wie viele Datenblätter haben eigentlich Druckfehler und werden diese auch korrigiert?

Bei "exotischen" Bauelementen oder wenn wirklich bestimmte technische Parameter eingehalten werden müssen, da kaufe ich auch nur Marke. Und auch nur dort, wo ich weiß, das ich kein Faketeil erhalte (oder ein Umtausch ohne Probleme geht). Jedoch zu 95% reicht für mich die Ware vom chinesischen Krabbeltisch. Aber auch dort schaue ich auf den aufgedruckten Hersteller im Glauben das der Aufdruck stimmt.

LG Sel

cmyk61(R)

E-Mail

Edenkoben, Rheinland Pfalz,
23.12.2020,
14:07
(editiert von cmyk61
am 23.12.2020 um 14:07)


@ Mikee

Linear ist nicht linear - zumindest manchmal

Hallo Mikee,

ist Deine Anwendung derart sensibel, dass sie ein "Präzisionsbauteil" in Form eines sehr linearen Potis benötigt?
Oder lässt sich die Präzision auch auf anderem Wege herstellen, so dass ein "günstiges" und nicht ganz so lineares Poti Verwendung finden könnte?
In welchem Projekt käme denn das Poti zur Anwendung?

Gruß
Ralf
»
» ich kenne ja Alps Motorpotis und die funktionieren gut.
» Jetzt brauchte ich aber eines mit 2,5k, üblich werden nur 10k und 100k lin
» und log angeboten.
» Da war ich ganz glücklich, dass ich ein sechsfach Poti in der Bucht fand.
» Hersteller unbekannt, es sind nur zwei Zeichen aufgedruckt.
»
» Das Poti soll linear sein.
» Bei 270° Drehwinkel und 10k pro Schleifbahn sieht es aber so aus, dass sich
» der Widerstand
» auf den ersten 90° nur von 0 auf 0,5k ändert, dann von 90-180° sich von
» 0,5k auf 11,0k
» ändert, um dann im letzten Drittel von 11,0k auf 11,5k zu steigen.
»
» Unter linear verstehe ich was anderes!
»
» Ergo: Das nächste Poti ist wieder von Alps.
»
» Mikee

Mikee

24.12.2020,
10:01

@ cmyk61

Linear ist nicht linear - zumindest manchmal

» In welchem Projekt käme denn das Poti zur Anwendung?

Hallo Ralf,
es dient zur Spannungseinstellung eines Netzteils. Allerdings kein gewöhnliches,
sondern ein fernbedienbares. Das Poti sollte dabei natürlich den 270° Drehwinkel
gut ausnutzen, damit man mittels Fernbedienung so einigermaßen die Spannung
regulieren kann. Jetzt habe ich ja gewissermaßen nur 90° Drehbereich.
Das Netzteil dient zur Spannungsversorgung einer Modellbahn.

Mikee

Sel(R)

Radebeul,
25.12.2020,
20:13

@ Mikee

Linear ist nicht linear - zumindest manchmal

» » In welchem Projekt käme denn das Poti zur Anwendung?
»
» Hallo Ralf,
» es dient zur Spannungseinstellung eines Netzteils. Allerdings kein
» gewöhnliches,
» sondern ein fernbedienbares. Das Poti sollte dabei natürlich den 270°
» Drehwinkel
» gut ausnutzen, damit man mittels Fernbedienung so einigermaßen die
» Spannung
» regulieren kann. Jetzt habe ich ja gewissermaßen nur 90° Drehbereich.
» Das Netzteil dient zur Spannungsversorgung einer Modellbahn.

Eigentlich nimmt man dafür Drahtpotis. Brauchst du ein solches dann wirklich mehrfach, dann kannst die auch mechanisch koppeln. Ist dann natürlich ein wenig Bastelgeschick erforderlich. Als Zweichpotis bekommst sowas schon, bei mehr wirds eine ganz schlimme Suche.

Linearer als Drahtpotis ist kaum ein anderes Potentiometer, eben bauartbedingt. Nachteil wäre, das der Schleifer von Wicklung zu Wicklung "springt". Das kann man elektronisch aber gut abfangen. Brauchst du ganz feine "Stufen" bei der Einstellung, so solltest du möglichst hochohmige Dratpotis verwenden.

LG Sel

--
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Ich bin ein Elektronikbastler, der nur durch Schmerzen begreift, was schlauere Leute im Forum an Wissen vermitteln können.

Hartwig(R)

25.12.2020,
23:01

@ Mikee

Linear ist nicht linear - zumindest manchmal

Hallo,
» es dient zur Spannungseinstellung eines Netzteils. Allerdings kein
» gewöhnliches,
» sondern ein fernbedienbares. Das Poti sollte dabei natürlich den 270°
» Drehwinkel
» gut ausnutzen, damit man mittels Fernbedienung so einigermaßen die
» Spannung
» regulieren kann. Jetzt habe ich ja gewissermaßen nur 90° Drehbereich.
» Das Netzteil dient zur Spannungsversorgung einer Modellbahn.

Geht es um die Potenzialtrennung, dann ginge auch eine Lösung mit Optokopplern, wie hier z.B. insbesondere die isolierte Umsetzung 0-10V auf 4-20mA.: https://www.ixysic.com/home/pdfs.nsf/www/AN-107.pdf/$file/AN-107.pdf
In dem Sinne ließe sich auch die Steuerung eines Netzteils realisieren. Und das ginge auch mit einfach erhältlichen Optokopplern wie z.B. dem TLP620-2. Statt zwei Phototransistoren und einer LED enthalten die Zwei getrennte isolierte Systeme, die Dioden wären dann in Reihe zu schalten. Die Linearität wird in dem Fall zwar durch die Abweichungen zwischen beiden LEDs beeinflußt, das dürfte aber gering sein und für Deine Anwendung keine Rolle spielen. Außerdem kann man die CE-Strecke des primärseitigen Kopplers auch in den Gegenkopplungspfad des OPV legen, die Sekundärseitige CE-Strecke dann als Eingangswiderstand des OPV (z. B. an einer Referenzspennung). Da sollten auch Schalötungen im Netz zu finden sein. Das ist einfach aufzubauen und wahrscheinlich günstiger als ein Motorpoti. Wenn die Schaltung der Sollwertvorgabe dient, kann dies ja immer noch mit einem Poti erfolgen, so daß bei Netzausfällen der Vorgabewert erhalten bleibt
Grüße
Hartwig

cmyk61(R)

E-Mail

Edenkoben, Rheinland Pfalz,
27.12.2020,
21:08
(editiert von cmyk61
am 27.12.2020 um 21:16)


@ Mikee

Linear ist nicht linear - zumindest manchmal

Ich persönlich würde dazu neigen ein motorbetriebenes Schiebepoti hierfür zu verwenden.
ZB von Alps: https://www.reichelt.de/de/de/schiebepotentiometer-mono-10-kohm-linear-rsa0n11m9-lin10k-p73884.html?PROVID=2788&gclid=Cj0KCQiA_qD_BRDiARIsANjZ2LBhPTeIzQku-Oeb8RzL8aVUA6NsXT9YR_-CsKVKAou4FveEIzQWIWkaAjk5EALw_wcB&&r=1

Damit könntest Du sogar mehrere Stromkreise bequem händisch "fadern".
Ich erinnere mich an meinen ersten CD-Player von Nordmende der auch ein Motor-Drehpoti für die Lautstärkeeinstellung besaß. War schon cool. Aber wenn ich ein Audiomischpult mit Motorfadern sehe, so würde ich behaupten, dass die Bedienung mit Schiebepotis besser ist als mit Drehpotis.

Gruß
Ralf

» » In welchem Projekt käme denn das Poti zur Anwendung?
»
» Hallo Ralf,
» es dient zur Spannungseinstellung eines Netzteils. Allerdings kein
» gewöhnliches,
» sondern ein fernbedienbares. Das Poti sollte dabei natürlich den 270°
» Drehwinkel
» gut ausnutzen, damit man mittels Fernbedienung so einigermaßen die
» Spannung
» regulieren kann. Jetzt habe ich ja gewissermaßen nur 90° Drehbereich.
» Das Netzteil dient zur Spannungsversorgung einer Modellbahn.
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» Mikee