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Mikee

20.01.2026,
20:06
 

Messgleichrichter - 2 Varianten (Elektronik)

Hallo!

Ich habe zwei sehr ähnliche Schaltungen gefunden.
Die erste nutzt den invertierenden Eingang des OpAmps als Eingang.
Sie muss niederohmig angesteuert werden, bietet aber den Vorteil, dass man mit dem Widerstand R* rechts den Verstärkungsfaktor einstellen kann, im geplanten Anwendungsfall als Messverstärker wäre ja der Faktor 1,11 ganz praktisch, um vom Mittelwert auf den Effektivwert zu kommen.
Ich habe mal die Spannungsverhältnisse für den Fall von +1V und -1V am Eingang eingezeichnet.



Und dann habe ich noch eine mit dem nicht invertierenden Eingang als Eingang.
Ich sehe hier keine Chance den Faktor 1,11 zu verwirklichen. Für +1V am Eingang fließt durch R* idealisiert kein Strom,
D.h. nur die negativen Halbwellen könnten mit einem Faktor multipliziert werden.
Die Widerstände sind übrigens alle gleich groß, nur R* wird ggf. um den gewünschten Faktor größer gewählt.

Mikee

Hartwig(R)

20.01.2026,
23:00

@ Mikee

Messgleichrichter - 2 Varianten

Hallo,
welche Schaltung du nimmst, ist wohl eine Frage der Anwendung. Durch die "Einheitswiderstände" können beide Schaltungen mit Widerstandsarrays aufgebaut werden - das verbessert die Temperaturstabilität - wenn das wichtig wäre. Die 2. Schaltung erspart dir zwar einen Widerstand, dafür bekommen beide OPVs ein Gleichtaktsignal. So gesehen würde ich eher die erste Schaltung vorziehen. Die Anpassung wäre dann durch einen (festen) Serienwiderstand in der GK des 2. OPV's möglich - oder eben in einer evtl. nachfolgenden Stufe.

bigdie(R)

21.01.2026,
06:37

@ Mikee

Messgleichrichter - 2 Varianten

Die Anpassung ist ja auch nicht immer gewünscht. Moderne Messgeräte tasten ja die Spannung ab, sprich die messen bei jeder Halbwelle vieleicht 100 mal, um zu erkennen ob da überhaupt Sinus ist oder irgend etwas anderes. Bei Rechteck ist der Effektivwert ja völlig anders und dann rechnet am Ende der Prozessor den mehr oder weniger falschen Wert aus:-D